Blogstuff 1272
„Alle
Bürger sollen nach Einkommen und Vermögen zu öffentlichen Lasten beitragen
[...] Die Erbschaftssteuer dient auch dem Zwecke, die Ansammlung von
Riesenvermögen in den Händen einzelner zu verhindern.“ (Bayerischen Verfassung,
Art. 123)
Schon in der Zeit des
Neoliberalismus galt es, sich hemmungslos die Taschen vollzumachen. Aber mit
Trump beschleunigt sich der Niedergang noch einmal und es ist kein neuer Luther
und kein neuer Lenin in Sicht.
Null Grad, ein Zentimeter
Schnee. Der Nahverkehr fällt teilweise aus und die Müllabfuhr kommt nicht.
Wegner spielt Tennis. Berlin – doof und hässlich.
Immer, wenn ich das Wort
„Kriegstreiber“ lese, denke ich an „Kiezschreiber“.
Ich bin in den siebziger Jahren
großgeworden und war glühender SF-Fan. Kein Autor hat sich die Zukunft so
vorgestellt, wie die Gegenwart ist: Botox, Handysucht,
Oldschool-Großmachtpolitik, eine oberflächliche Welt voller Lügen ohne das
geringste Anzeichen von Fortschritt. Es ist noch nicht einmal eine richtige
Dystopie, es ist einfach nur erbärmlich.
Aus Bonettis Memoiren: „1974
konnte ich drei Wochen das Haus nicht verlassen. Ich saß mit einem gebrochenen
Bein, das eingegipst war, auf dem Sofa. In dieser Zeit brachte ich mir selbst
Gitarre, Trompete, Klavier, Chinesisch und Karate bei. So entstand einige Zeit
später mein erstes Solo-Album Shanghai Echos.“
Bei Kriegsbeginn 1939 war die
amerikanische Armee nicht größer als die heutige Bundeswehr, weniger als
200.000 Mann. Hitler hatte 4,5 Millionen Soldaten. Bei Kriegsende kämpften jeweils
12 Millionen Mann für die USA und für die Sowjetunion.
Russland ballert mit Drohnen und
Raketen, aber an der eigentlichen Front bewegen sich Putins Truppen schon lange
nicht mehr. Ist der Bär im Winterschlaf oder am Ende? Derweil beginnt demnächst
das fünfte Kriegsjahr …
Am Montag rief mal wieder ein
Immobilienmakler wegen dem Haus (des Hauses, ich weiß) in Schweppenhausen an,
das wir vor einem Jahr verkauft haben. Wie lange steht man noch in diesen
Adressdateien, die offenbar fleißig weiterverkauft werden?
Es gibt doch einen Gott: Bei
einer Demonstration der Anhänger von Samba-Trump Bolsonaro in Brasilia schlug
der Blitz ein, es gab Dutzende Verletzte.
Friedrich Merz verlangt vom
deutschen Volk nicht mehr als der Kaiser vor über hundert Jahren: Disziplin,
Opferbereitschaft und unerschütterlichen Glauben an das Reich.
CDU warnt: Bei einem weiteren
Ausbau der Windkraftanlagen wird in Deutschland der Wind knapp.
Worüber lachen
Naturwissenschaftler? „Wie nennt man einen Möbelpacker? Objektträger.“ Burner.
Gerade wieder bei der
wunderbaren Amelie gehört: Samuel Barber - Adagio for Strings
Da wir ja wieder mal in Kriegs- und Krisenzeiten leben, würde als Merzsches Versprechen ganz gut auch "I have nothing to offer but blood, toil, tears and sweat" passen. Womit ich natürlich nicht den lebenden Sauerländer mit dem verblichenen Engländer auf eine Stufe stellen möchte. Churchill hatte Format, ersterer hat bestenfalls überdurchschnittliche Länge.
AntwortenLöschen"Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung." (Bayerische Verfassung, Art. 106) Denke da an einen alleinerziehenden Vater, dem man nach ord. Kündigung das Obdachlosenasyl anheim stellte. In Art. 123 fehlt außerdem der dort gedachte Bezug auf die "Bayerischen Staatsangehörigen", Art. 8 nicht zu vergessen.
AntwortenLöschenNicht gemeint sind: US-amerikanische Staatsangehörige, russische Staatsangehörige, der chinesische Staat.
PS: Luther war der klassische Neoliberalist und endete genau deswegen nicht auf dem Scheiterhaufen - er bot die Rechtfertigung, kirchlich verwaltete Lehen* zugunsten der weltlichen Herrscher einzuziehen.
*) quasi Steuerpachtgebiete, aber kein Eigentum - aber dafür, dass die Kirche in "ihren" Lehen ab 1803 nicht mehr Finanzamt spielen durfte, zahlt der Staat heute immer noch.
Hach, die 1970er Jahre! Heutzutage heißt es deshalb wieder: " Beam me up, Scotty! "
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