Elmer Brownstone
war Biologielehrer an einer Highschool in Idaho. Er hasste seinen Job und er
hasste Kinder. Wie kann man sich zwischen den Ferien ein wenig mehr Freizeit
verschaffen?
Seine
erste Idee war ein Anruf bei der Polizei. Bombendrohung. Mithilfe eines YouTube-Tutorials
hatte er sich einen arabischen Akzent zugelegt, gab sich als IS-Mitglied aus
und schloss mit den Worten „Allahu Akbar“. Die Polizei räumte die Schule vor
der ersten Stunde. Immerhin: ein Tag frei.
Aber
das reichte Elmer nicht. Er platzierte eine Kette mit Polenböllern, die er im
Internet bestellt hatte, hinter einem Gebüsch auf dem Schulhof. In der großen
Pause zündete er sie. Es hörte sich an wie eine Schießerei. Ein Großaufgebot an
Polizei inklusive Scharfschützen und einem SWAT-Team rückte an. Ergebnis: eine
Woche frei.
Jetzt
war Elmer erst so richtig auf den Geschmack gekommen. Er besorgte sich einen
Eimer mit Schlachtabfällen, die er hinter der Turnhalle über den Boden
verteilte. Das sollte ein paar Wölfe anlocken, die Angst und Schrecken verbreiten
würden.
Stattdessen
kam ein Grizzly. Was Elmer nicht ahnen konnte: Ein fünfzehnjähriger Teenager
namens Terry Jackson war zur selben Zeit hinter der Turnhalle, um heimlich eine
Zigarette zu rauchen. Man hörte seine Schreie auf dem ganzen Schulgelände. Bis
die Polizei eintraf, war es längst zu spät.
Der
halbaufgefressene Leichnam ging auf diversen TikTok-Videos viral. Die High School ist seit vier Wochen geschlossen und die Eltern weigern sich, ihre Kinder auf
diese Schule zu schicken. Elmer hat sich geschworen, keine Streiche mehr zu spielen,
und lebt in ständiger Angst vor den Detectives vom Morddezernat.