Montag, 15. April 2024

Der große Tag


Wichtelbach hat einen Feiertag, den es nirgends auf der Welt gibt: den Andy-Bonetti-Tag. An diesem Tag wird dem berühmtesten Promi gehuldigt, den die Stadt jemals hervorgebracht hat. Vergessen Sie Berti Vogts und Johann Lafer. Es ist der 17. April, der Tag, an dem der erste Groschenroman des Jahrhundertliteraten veröffentlicht wurde.

An diesem Tag sind alle Straßen und Häuser mit seinem Konterfei geschmückt. Es gibt Blumenkränze und Girlanden in seinem Lieblingszustand, sorry: seiner Lieblingsfarbe (blau). Die Schulkinder schreiben Gedichte und malen Bilder für Bonetti. Die Menschen essen den ganzen Tag Bonettis Leibgerichte: Corn Dogs, Brombeermuffins und Fettuccine Miracoli. Am Nachmittag findet eine große Parade der Bonetti-Fans statt. Aber eigentlich ist hier jeder Bonetti-Fan.

Abends wird der Feiertag mit einer Theateraufführung gekrönt, anschließend gibt es ein halbstündiges Feuerwerk. Das ist der Inhalt des Stücks:

Es regnet, als der Hunger den jungen Bonetti aus seinem winzigen Zelt treibt. Der Campingplatz von Wichtelbach liegt zwischen dem Gefängnis und der Müllkippe. Wieder hat er die ganze Nacht an seinem ersten Roman geschrieben. Jetzt ist er fertig. Er fährt per Anhalter nach Frankfurt und legt dem berühmten Verleger Blofeld sein Manuskript vor.

Blofeld beginnt zu lesen: „Es ist Mitternacht an den Docks von Wichtelbach. Rocky Palermo sieht auf seine Taschenuhr. Würde Jerry Handsome wirklich kommen? Da tippt ihm jemand von hinten auf die Schulter. Palermo dreht sich um und blickt in den Lauf einer abgesägten Schrotflinte. „Ich habe schon viel von dir gehört, Handsome“, sagt Palermo betont lässig, „aber ich hörte, du wärst tot.“ Dann lässt er sich geschickt zur Seite abrollen und zieht in einer einzigen fließenden Bewegung seine zwanzig Pfund schwere 100er-Magnum. Die Kugel trifft den erbarmungslosen Schurken genau ins rechte Auge und er fällt ins Hafenbecken, wo seine Leiche mit ausgebreiteten Armen und Beinen auf der Wasseroberfläche treibt.“

Blofeld blickt auf, Bonetti kann dem Jahrhundertverleger kaum in die Augen schauen.

„Bonetti! Das ist genial. Das ist groß. Das wird ein Erfolg. Ich werde ihr Buch verlegen.“

So fing alles an. Formulierungen wie „Die pulsierende Lava seiner feurigen Lenden brachte die wollüstige Olga zu Schreien des feuchten Entzückens“ sind inzwischen Teil der Weltliteratur wie Goethe- und Shakespeare-Zitate.

Dann kommt natürlich noch die Szene, in der Bonetti völlig aufgedunsen in seiner Luxussuite auf dem Bett liegt und Corn Dogs in sich reinstopft. Literaturnobelpreis, Scheidung, zweiter Literaturnobelpreis, zweite Scheidung usw. Sie kennen das.   

 

Samstag, 13. April 2024

BILD erwischt Bonetti: Ohne Lappen im Ferrari

 

Blogstuff 942

Alle Jahre wieder kommt die Weihnachtszeit - und die Kriminalstatistik. Ein Fest für Vereinfacher und Demagogen. Die Ausländer sind unser Unglück. Lauter Verbrecher. Ich habe mich schon im Grundstudium in den Achtzigern mit diesen Zahlen auseinandersetzen dürfen. Ein Seminar Statistik, ein Seminar Empirische Sozialforschung. Es ist eigentlich ganz einfach. Wer verübt mehr Gewaltverbrechen? Männer oder Frauen? Männer. Junge oder Alte? Junge. Arme oder Reiche? Arme. Es gibt also überproportional viel arme junge Männer, die gewalttätig werden. Oft gegenüber anderen armen jungen Männern. Und in dieser Gruppe gibt es überproportional viele Migranten und Flüchtlinge. Ist seit Jahrzehnten so. Also kein Grund, deswegen die AfD zu wählen. Immer dran denken: Nazis sind eine invasive Art.  

Die Lebensmittelindustrie reagiert auf die Cannabisfreigabe: Biskin Hanföl, Barilla Cannabispesto, Leibniz-Haschkeks – nur echt mit den 52 Zähnen. Demnächst: Heroinbrötchen.

Wenn Sie ernsthaft zunehmen möchten, kaufen Sie sich eine Fritteuse. Frittieren Sie alles, auch Ihre Zahnpasta. Geben sie den verschiedenen Teilen Ihres Bauches liebevolle Namen wie Donutland oder Schnitzelinsel. Ganz wichtig: keine überflüssigen Bewegungen. Gewichtszunahme erreicht man auch durch Bewegungsmangel. Wenn Sie das Gewicht eines Renault Twingo erreicht haben, suchen Sie einen Arzt auf.

Wenn die Geschichte mit der Arche Noah wirklich stimmen würde, wären am Ende nur die Löwen von Bord gegangen.

Gute Nachricht: Der merkwürdige Fleck auf meinem rechten Handrücken ist kein schwarzer Hautkrebs. Sondern Edding. Trotzdem waren die sechs Stunden in der Notaufnahme sinnvoll, denn jetzt habe ich endlich Gewissheit.

Warum zahle ich eigentlich jeden Monat Unsummen an die AOK, wenn sie noch nicht mal meine Delphintherapie auf den Bahamas finanziert?

Einfach mal durch die U-Bahn rennen und „Ihr kriegt mich nicht lebend“ rufen.

Hätten Sie’s gewusst? Volkswagen war der offizielle Sponsor des Zweiten Weltkriegs.

Ich kann Leute mit Schönheitsoperationen nicht ernstnehmen. Wenn ich acht oder fünfzehn Operationen mache, würde ich auch gut aussehen.

Meine Eltern haben mir damals einen Zauberwürfel geschenkt. Ich habe das blöde Teil natürlich nicht kapiert. Da habe ich einfach alle Seiten rot lackiert – Problem gelöst.

Wissing fordert ein Fahrverbot für Autos. Wie blöd kann die FDP noch sein? Damit sind die nächsten Wahlen endgültig verloren.  

Donnerstag, 11. April 2024

The Bloodhound Inn

 

Es ist die verrückteste und angesagteste Bar von ganz Berlin. Jeder will dorthin, aber nur wenige kennen den Weg.

Man fährt auf ein verlassenes Industriegelände in Adlershof. Hier hat früher der VEB Plaste und Elaste die Kondome für den halben osteuropäischen Markt hergestellt. Man sucht das Verwaltungsgebäude und fährt in den dritten Hinterhof. Dort gibt es eine Stahltür, an die man klopfen muss.

Ein schmales Schiebefenster öffnet sich. Dann sagt man das Passwort, für das viele in der Berliner Undergroundszene morden würden und das nie ein Tourist erfahren wird: „Bier.“

Schon ist man drin. Im Eingangsbereich sind eine Reihe crazy Haken angebracht, an die man seine Jacken hängen kann. Die ganze Inneneinrichtung ist extrem abgefahren. Auf der linken Seite ist ein langer Holztresen mit Hockern, rechts sind bequeme Clubsessel und kleine Cocktailtischchen. Um die Beleuchtung geheimnisvoller zu machen, wurden nur 50-Watt-Birnen verwendet.

Die Musik ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber damit muss man in einer Avantgarde-Bar rechnen. Die größten Hits der achtziger und neunziger Jahre. Zwischen elf und zwölf Uhr ist die DJ-Bobo-Hour. Die Songs laufen auf Zimmerlautstärke, so dass man sich gut unterhalten kann.

Der Barkeeper ist ein alter Hase, der schon Harald Juhnke seine Drinks gemixt hat. Er ist um die sechzig, korpulent, hat immer ein Geschirrtuch über der Schulter und benutzt Worte wie „verhohnepipeln“ und „knorke“. Formulierungen von geradezu zauberischem Glanz.

Man trinkt hier am liebsten Wodka-O, Gin Tonic, Whisky-Cola und Berliner Kindl. Für die ganz Verwegenen gibt es auch noch Jägermeister mit Red Bull. Hinter den Toiletten ist der sogenannte Darkroom, der nicht ganz so hell ist. Hier kann man Karaoke singen oder Tischfußball spielen.

Ich bin schon ein bisschen stolz, zu diesem elitären Publikum zu gehören. Habe ich schon die kostenlosen Salzstangen und Erdnüsse erwähnt?

Mittwoch, 10. April 2024

Ein Job mit Zukunft

 

„Wann haben Sie Ihren Mann zuletzt gesehen?“

„Oh, ich sehe ihn jeden Tag.“

„Und wo?“

Sie zeigt mir das Fotoalbum.

„Nein, wann haben Sie Ihren Mann zuletzt getroffen, Frau Schmidt?“

„Das weiß ich nicht. Deswegen sollen Sie ihn ja suchen.“

Ich sehe die Urne auf der Kommode. Aufschrift: „Herr Schmidt“.

„Ich mache mich gleich auf die Suche.“

„Das freut mich. Ich vermisse ihn sehr.“

Mein Name ist Raider-Jonas Delgado. Ich bin nicht stolz auf meinen Job. Auf meiner Visitenkarte steht „Privatdetektiv“. Obwohl ich keinerlei Ausbildung habe. Ich suche mir meine Kundschaft in Altersheimen. Auch Katzen und Hunde werden gerne vermisst, selbst wenn sie schon lange tot sind. Demenz ist eine echte Marktlücke. Ich bekomme zweihundert Euro pro Tag.

Mein erster Fall war eine Nachbarin. Ich habe ihr die Einkaufstüten in den zweiten Stock getragen. Dann bat sie mich, alles in den Kühlschrank und die Speisekammer zu räumen. Danach hat sie mir noch einen Kaffee gekocht und wir sind ins Gespräch gekommen.

Ihren Mann habe ich nach einer Minute im Internet entdeckt. Die meisten Todesanzeigen gibt es ja heute auch schon online. Gianlucca di Melanzane war bereits vor drei Jahren gestorben. Ich habe ihr eine volle Woche berechnet. Ein halbes Jahr später nochmal.

Warum sollte ich das Geld nicht nehmen? Herr Schmidt ist übrigens auf Dienstreise in Mexiko.

Montag, 8. April 2024

Sieger lernen von Siegern


Blogstuff 941

Im Fernsehen zeigen sie eine 100km-Wanderung, für die man auch noch 70 Euro Startgeld zahlen muss. Woher nehmen die Leute eigentlich ihren sinnlosen Ehrgeiz? Ich würde nach zwei Kilometern an der nächsten Pommesbude haltmachen und dann einfach liegenbleiben.

Viele Leute fragen mich, warum ich so unverschämt gut in Form bin. Dann sage ich immer, ich gehe zwei Stunden am Tag ins Gym. Okay, das ist der Name einer Konditorei um die Ecke. Was für eine sensationelle Geschäftsidee. Und Fitnesstorte haben sie auch noch.

Kann sich noch jemand an John Matuszak erinnert, der den furchterregenden Sloth im Film „Goonies“ gespielt hat? Er wurde nur 38 Jahre alt, gewann zweimal den Superbowl und war für wilde Partys und Drogenmissbrauch bekannt. Eine echte Hollywood-Karriere.

Wenn es um Verkehr geht, reden alle immer nur über Autofahrer und Radfahrer, manchmal auch über Bahnfahrer. Aber was ist mit uns Fußgängern? Den Schildkröten des Straßenverkehrs, den ewig Vergessenen?

Ich mag Physik nicht. Diese bescheuerte Rivalitätstheorie kapiert kein Mensch und was soll die Nummer mit der Katzenkiste.

Ich bin zur Testamentseröffnung meiner Tante mit einer Stretch-Limo vorgefahren und habe nur ihre Porzellanentensammlung bekommen.

Bei den Elben von Majoran! Endlich habe ich das perfekte Online-Rollenspiel gefunden. Ich bin ein Druide der siebten Ebene und suche die magische Waffel von Fragola. Als nächstes muss ich zum finsteren Berg von Bungalo hinter den tödlichen Sümpfen von Viertelerde, aber ich habe nur den unsichtbaren Hut des uskanesischen Khans und den heiligen Stützstrumpf der Watussi-Indianer dabei.

Wir haben jetzt in Wichtelbach den Fattie-Run. Tausende machen mit und zahlen pro gelaufenen Kilometer einen Euro. Davon werden Fettabsaugungen und Sofas finanziert.

Der große Ländervergleich:

Croissant – Hörnchen 1:0

Entrecôte – Schweineschnitzel 2:0

Rotwein – Weißbier 3:0

Bouillabaisse – Backfisch 4:0

Crème brûlée – Rote Grütze 5:0

Baguette – Vollkornbrot 6:0

Warum lebe ich noch hier?

Sonntag, 7. April 2024

Heiter mit trüben Aussichten

 

Blogstuff 940

„Wann kostet der Döner wieder drei Euro?“ (Olaf Scholz)

Ich habe mich damals für eine Rolle als Zwerg in „Herr der Ringe“ beworben. Dazu habe ich mich neben einer zwei Meter großen Cola-Dose fotografieren lassen. Leider habe ich nie eine Antwort bekommen.

Um der Polizei die Ermittlungen zu erleichtern, habe ich eine Liste mit den Namen meiner potenziellen Mörder angelegt. Sie ist ziemlich lang geworden.

Unweit von Wichtelbach wurde jetzt bei Ausgrabungen ein altes Lager des ägyptischen Heeres gefunden. Ein dreieckiger Stein, der aus einem Weinberg ragte, entpuppte sich als Spitze einer Pyramide. Ferner wurden eine Porzellanfigur der Nofretete und die Nase von Kleopatra gefunden. Dazu Sandalen, Sandalen, Sandalen. Danach ein Speer und ein Helm, dann wieder Sandalen. Möglicherweise war es auch eine ägyptische Sandalenfabrik. Die Forscher stehen vor einem Rätsel. Aber es gab auch die eine oder andere Mumie. Es soll ein Museum mit Falafelstand gebaut werden. Wir berichten weiter.

Seit zwei Wochen lungert ein Saxophonspieler vor meinem Haus rum. Was soll das? Von mir bekommt er kein Geld.

Ich war schon immer ein Nerd. Vermutlich war ich das einzige Kind, dessen Zimmer eine eigene Flagge hatte. Zuerst nannte ich meine fünfzehn Quadratmeter „Republik Adlerstein“ und einmal im Monat wurde ich von meinen Stofftieren zum Präsidenten gewählt. Später war es dann das „Königreich Adlerstein“. Meine Eltern mussten eine Urkunde unterschreiben, mit der sie das Gebiet abtraten. Es war nicht immer einfach mit mir – aber ich hatte das einzige Kinderzimmer mit einer monatlich erscheinenden Zeitung.

Viele wissen es gar nicht, auch weil ich es nicht an die große Glocke hänge, aber ich engagiere mich seit einem Monat ehrenamtlich. Ich bringe rumänischen Waisenkindern Breakdance bei, um sie von der Straße zu holen.

Gestern habe ich auf der Seite meines Notebooks eine Taste entdeckt. Ich wusste gar nicht, dass dieses Gerät einen Becherhalter hat.

1492: Die Indianer denken, Kolumbus würde nur drei Tage bleiben.

Ab nächste Woche im ZDF: „Wettervorhersage – Der Film“. Teil 1 bis 12.

„Mein Gott, die Toilette ist verstopft. Was sollen wir tun?“ – „Jetzt kann uns nur noch einer helfen: Montgomery Hudson.“ Und da kommt er auch schon angeflogen, mit seinem Superklempnerumhang und dem goldenen Pömpel.

„Es war Laktoseintoleranz.“

„Sie haben zwölf Kühe erschossen.“

„LAKTOSEINTOLERANZ!“

Samstag, 6. April 2024

Neulich beim Psychologen

 

Ich möchte mit Ihnen über mein Blog sprechen.

Warum möchten Sie über Ihren Blog sprechen?

Ich fühle mich seit einiger Zeit nicht mehr wohl.

Warum fühlen Sie sich nicht mehr wohl?

Weil ich manchmal so blöde Kommentare bekomme.

Welche Kommentare?

Von Leuten, die eine ganz andere Meinung haben oder meinen Humor nicht verstehen.

Warum verstehen die Leser Ihren Humor nicht?

Vielleicht ist er zu kompliziert? Vielleicht setzt er zu viel voraus?

Was genau setzt er voraus?

Fachwissen. Man sollte sämtliche Comedy-Shows und -serien gesehen haben.

Was stört Sie noch?

Manchmal bekomme ich auch überhaupt keinen Kommentar. Dann fühle ich mich so hilflos. War der Text nicht gut genug?

Was glauben Sie, warum schreiben Ihnen die Leute an manchen Tagen nichts.

Ich habe nur elf Follower. Weniger als Jesus.

Warum vergleichen Sie sich mit Jesus?

Weil ich glaube, dass ich richtig gut bin.

Woher nehmen Sie das Wissen?

Im Traum ist mir Rudi Carrell erschienen. Er sagte, ich würde immer besser.

Träumen Sie auch von anderen Menschen?

Ja. Peter Frankenfeld und Harald Juhnke. Die finden mich auch gut.

Haben Sie Probleme beim Schreiben?

Nein. Ich schreibe jeden Tag.

Sehr gut. Dann sollten Sie versuchen, Ihre Sorgen zu vergessen. Stellen Sie sich immer die Frage: Wird dieses Problem in fünf Jahren noch wichtig sein?

Danke, Herr Doktor. Sie haben mir sehr geholfen.

 

Freitag, 5. April 2024

Vorfahrt für alle

 

Blogstuff 939

Jetzt beginnt wieder die Spargelsaison. Das angebliche Lieblingsgemüse der Deutschen. Ich könnte kotzen. Erstens ist Gemüse nur eine Beilage und zweitens schmeckt Spargel nach gar nichts. Vor allem, wenn er durch ein ordinäres Schnitzel degradiert und durch eine fettige Sauce Hollandaise ruiniert wurde. Weißer Spargel schmeckt extrem fade. Oft ist er völlig zerkocht und widerlich glitschig. Ich empfehle grünen Spargel aus Griechenland.

Ich war mal bei einem Ehepaar eingeladen, die beide ZDF-Redakteure waren. Sie mussten eine Sendung über Städte vorbereiten und weil ich damals bei einem Stadtforschungsinstitut gearbeitet habe, wollten sie wissen, wie die Geschichte der Stadt gewesen sei. Okay. Es gibt seit zehntausend Jahren Städte, es geht also um die Geschichte der menschlichen Zivilisation. Nicht weniger. Gleichzeitig war mir klar, dass Medienfuzzis die Aufmerksamkeitsspanne eines ADHS-kranken Goldfischs haben. Ich hatte also nur dreißig bis maximal sechzig Sekunden Zeit. Ich Idiot habe dennoch angefangen. Nach einer halben Minute haben sie mich einfach abgewürgt. „Du weißt es also nicht.“ Zum Glück kenne ich diese Leute nicht mehr.

Mein Zahnheilpraktiker war vorher Polizist. Jedes Mal, wenn ich zur Behandlung auf seinem Stuhl liege, sagt er: „Sie haben das Recht, den Mund geschlossen zu halten. Alles, was Sie sagen, kann und wird vor der Krankenkasse gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht, eine Zahnbürste zu benutzen. Wenn Sie sich keine Zahnbürste leisten können, wird Ihnen eine gestellt. Haben Sie das verstanden?“

Hat es nicht als Überschrift in Blogstuff geschafft: „Ein Wapiti auf Tahiti.“

Auch im Hunsrück kann man Promis treffen. Neulich habe ich den Urologen von Quentin Tarantino kennengelernt.

Ich schreibe gerade an meiner Mini-Serie „Der Rollstuhlschmied“. Er hämmert den ganzen Tag an weißglühenden Rollstühlen, ein buckliger Rothaariger hilft ihm, ein dreibeiniges Opossum sorgt für das Wohlgefühl der haustierbesitzenden Zuschauer. In der Werkstatt hängt ein Bild von Wolfgang Schäuble, der bekanntlich der Posterboy der deutschen Rollie-Szene ist. In der ersten Folge geht es um einen Rollstuhl voller Kokain, der über die deutsch-niederländische Grenze gebracht werden soll.

Sie kennen sicher alle die Läden, in denen Jahrgangs-Sardinen verkauft werden. Aber haben Sie schon mal einen Sardini getrunken?

Hätten Sie’s gewusst? Die Jahreszahl auf der Weinflasche ist nicht das Verfallsdatum.

Laut Kühnert haben die Wähler Schuld an den Ampel-Streitigkeiten. "Wir haben ein Wahlergebnis gehabt, bei dem nur lagerübergreifende Koalitionen möglich waren, und das sieht man dann eben im täglichen Miteinander.“ Das stimmt. Wie sind die Journalisten eigentlich auf die wahnwitzige Idee gekommen, dass in der Politik die handelnden Personen etwas mit der Handlung zu tun haben könnten?

Donnerstag, 4. April 2024

Wir müssen übers Essen reden


Sie kommen im Morgengrauen. Sie kommen immer im Morgengrauen. Deswegen heißt es ja Grauen. Eine schwerbewaffnete Eliteeinheit. Ein Laie hätte sie für die GSG 9 gehalten, als sie aus ihren gepanzerten Geländefahrzeugen gesprungen sind. Aber diese Jungs sind schlimmer. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat sie geschickt.

Diese Spezialeinheit klingelt nicht. Sie brechen die Tür mit einem vier Wochen alten Vollkornbrot auf.

Während ich noch friedlich in meinem Bett liege, mit schokoladeverschmiertem Mund, Chipskrümeln im Haar und einem halbgetrunkenen Bier auf dem Nachtisch, rennen sie durch das Erdgeschoss.

„Wohnzimmer?“

„Gesichert.“

„Küche?“

„Gesichert.“

„Commander, das müssen sie sich ansehen.“

„Was gibt es?“

„Ein Dutzend Eier.“

„Granaten einsetzen.“

„Ich bin am Kühlschrank. Es ist entsetzlich.“

„Berichten Sie.“

„Bierschinken, Gelbwurst, Salami, Kochschinken, Bierwurst.“

„Tiefkühlfach?“

„Pizza und Bistro-Baguettes. Schokoladeneis und Mikrowellen-Cheeseburger.”

„Was ist mit dem Vorratsschrank?“

„Einfach nur furchtbar. Ein Kamerad musste sich übergeben. Ravioli, Bohnen in Tomatensoße, Fertiggerichte, Landjäger und Kellog’s Frosties.“

„Irgendwelches Obst oder Gemüse?“

„Negativ, Sir.“

Zwei Stunden später. Die Truppe ist völlig erschöpft. Überall im Haus haben sie Schokolade gefunden. In Fake-Buchhüllen, die man früher mal für Videokassetten genutzt hat. Einzeln verpackte Nougatpralinen, die in Socken versteckt waren. Eine Toblerone in einer leeren Vase. Unter dem Wohnzimmertisch waren Schokoladentafeln mit Tesafilm befestigt. Ein Inferno.

Ich bin vorläufig in Untersuchungshaft, wo ich eine strenge Diät ohne Fleisch, Zucker, Weißmehl und künstlichen Aromen mache. Das Urteil steht noch aus.

P.S.: Nach drei Monaten veganer Ernährung habe ich dieses Liebeslied geschrieben. Es ist allen Schweinenackensteaks dieser Welt gewidmet. Niemand wird uns je trennen können. Air Supply - All Out Of Love (Official Video) (youtube.com)

 

Mittwoch, 3. April 2024

O‘kifft is!

 

Blogstuff 938

Am 5. März schrieb ich, wie unverschämt teuer Rewe geworden ist. Daraufhin bin ich zu Aldi gewechselt. Regen, Traufe – Sie kennen das. Ich kaufte beim ersten Mal Dauerwürste namens „Tyrolini“, die so beschissen schmeckten, dass ich die ganze Packung wegschmeißen musste. Aber es kam noch schlimmer. Am Ostersamstag kaufte ich Aufbackbrötchen, die ich am Sonntagmorgen essen wollte. Von vorne sahen sie gut aus. Am Sonntag drehe ich die Packung um, weil ich wissen wollte, wie lange sie im Ofen bleiben müssen. Alles verschimmelt. MHD: 24. April. Jetzt versuche ich es mal mit Lidl.

Ich hatte ein erfülltes Leben. Ich habe die 24 Stunden von Le Mans gewonnen, einen Ehrendoktor von Harvard, ich habe Franz Beckenbauer die Hand geschüttelt und im Münster-Tatort „Das Ding aus dem Sumpf“ eine aufgedunsene Wasserleiche gespielt. Aber ich würde gerne einmal im Leben mit Elon Musk in seiner E-Rakete zum Mars fliegen – und alleine zurückkommen.

Forelle Müllerin Art ist doch so ein Fummelfisch, den man selbst zerlegen muss, oder? Ich bin Grobmotoriker, ungeduldig und habe einen niedrigen IQ.

Nach jedem Star-Wars-Film mache ich einen Hyperraumsprung zum nächsten Getränkemarkt.

Es gab mal vier fränkische Restaurants in Berlin: eins in der Güntzelstraße bei mir um die Ecke, eins in Friedenau, eins in Friedrichshain und eins im Prenzlauer Berg. Jetzt hat auch das letzte geschlossen. Warum? Die Bratwürste, das Bier, das Schäufele. Was ist mit den Leuten los? 

Nächstes Wochenende beginnt die Grillsaison und es gibt ein gottgegebenes Recht auf Schweinenackensteaks für sechs Euro das Kilo im Globus Gensingen.

Wie würde Chewbacca nach einen Friseurbesuch und anschließendem Waxing aussehen? Wie Jens Spahn?

Was wurde eigentlich aus diesem Ozeanloch? Man hört gar nichts mehr. Wahrscheinlich wieder nur eine Erfindung der linksgrünversifften Veganer-Mafia.

Naturalismus ist für mich keine Kunstrichtung. Im Hunsrück nennt man das FKK.

A: Kannst du es besorgen?

B: Ich kenne jemanden, der jemand kennt.

A: Und dann?

B: Der kennt jemanden, der es besorgen kann.

A: Wirklich?

B: Ja, er ruft jemanden an, der jemand anruft, der dich anruft.

A: Ergibt das alles irgendeinen Sinn?

B: Nein, das ist Internet.

 

Dienstag, 2. April 2024

Die Welt nach Pareto: Das Bonetti-Optimum

 

Blogstuff 937

Ich mag das Ende vom „Weißen Hai“ nicht. Ich hatte ihm schon den Namen Flossi gegeben. Wenn man einem Tier einen Namen gibt, baut man automatisch eine persönliche Beziehung auf. Und dann bringen sie ihn um. Mit Flipper hätte man das nicht gemacht.

Ich kannte mal Kim Basinger. Wir hatten eine Off-Off-Beziehung.

Als Kind hatte ich ein Walkie-Talkie. Damit konnte man herumlaufen und mit jemandem sprechen, der weit entfernt war (z.B. 50 Meter). Vorbei. Auch das schöne deutsche Wort Sprechfunkgerät existiert nicht mehr. Wie wäre es mit Textnachrichtenempfänger statt Handy?

Ich habe beim Job-Center eine Umschulung zum Perückenmacher absolviert. Trotzdem bekomme ich auf meine Bewerbungen nur Absagen.

Ich bin meiner Yoga-Lehrerin so auf die Nerven gegangen, dass sie mr ihre tibetanische Klangschale an den Kopf geworfen hat.

„Ich hatte in Australien meinen ersten Tandemsprung. Aus dreitausend Meter Höhe.“ – „Ich war bei einem Fahrradsicherheitskurs im Gemeindezentrum.“ Lahme Antworten. Kann ich.

Wenn unsere einzige Ampel in Wichtelbach ausgefallen ist, kommt mein großer Moment. Ich stehe breitbeinig wie ein Sportlehrer auf dem Bürgersteig und hole meine Trillerpfeife aus meiner MacGyver-Jacke (Flaschenöffner, Zollstock, 4711 usw.).

Mit zwölf habe ich mein erstes Musical geschrieben: Cuts. Da ging es um die Kastration von Katern. Später hat Andres Lloyd Webber die Idee geklaut. Aber mir ist etwas Neues eingefallen. Zwei Gangs in der Lower East Side von Wichtelbach, die Jets und die Sharks. Die einen schnippen immer mit den Fingern und am Ende singen und tanzen alle.

Manche behaupten ja, die Navy SEALs oder der SAS wären die härteste Truppe der Welt, aber in Wirklichkeit sind es die Bonetti Power Rangers. Bei der Abschlussprüfung musst du eine Woche allein im Urwald verbringen und deinen eigenen Fuß essen.

Manche finden die Natur faszinierend, ich bin einfach nur enttäuscht. Wenn man eine Eichel in die Erde steckt, wird daraus ein Baum. Warum kein Eichenschrank? Das wäre doch viel nützlicher.

Wer hat sich „Bratwurst & Baklava“ ausgedacht? Entweder „Kartoffel & Knoblauch“ oder „Rollbraten & Raki“.

Die eindrucksvolle Renaissancefassade lädt zum Verweilen ein. Bei älteren Betrachtern juckt der Tschaikowski.

Sonntag, 31. März 2024

Neulich im LKA Saarbrücken

 

A: Ich glaube, ich bin der Richtige als Undercover-Agent beim peruanischen Drogenring, Captain Ramazotti. Ich habe mir schon einen safrangelben Hoodie, eine Adidas-Jogginghose und goldene Sneaker besorgt. Seit über einer Woche lasse ich mir einen Drei-Tage-Bart wachsen. Im Einsatz werde ich mich Tito „El Locco“ Escobar nennen.

B: Denken Sie an Ihren letzten Undercover-Einsatz im Model-Milieu, Spumanski.

A: Ich hatte eine blonde Perücke und habe vorher ein Brazilian Waxing machen lassen.

B: Sie haben einen BMI, der höher ist als der IQ von Heidi Klum.

A: Aber ich habe sehr verständnisvoll mit den anderen Models gesprochen.

B: Sie haben mit Edding die Stellen markiert, die Ihnen an Ihren Kollegen nicht gefallen haben. Und beim ersten Shooting haben Sie Ihre Dienstwaffe gezogen.

A: Immerhin habe ich einen Verkäufer von Abmagerungspillen hochgehen lassen.

B: Das war eine Apotheke, Spumanski. Es gab drei Tote. Und denken Sie an Ihren Undercover-Einsatz gegen die serbische Mafia in Kleinbittersdorf.

A: Niemand hat es bemerkt.

B: Sie haben Sliwowitz als Getränk für Homosexuelle bezeichnet und den Mafiaboss mit Cevapcici beworfen.

A: Ich mag Roter Stern Belgrad einfach nicht. Sie wissen, dass ich Gladbach-Fan bin.

B: Das Burning Man Festival in Völklingen?

A: Ich habe gesagt, ich wäre Rex Gildo. Dazu habe ich „Hossa“ gerufen und vorher Bräunungscreme aufgetragen. Das war einzige Weg, um in den Backstage-Bereich zu kommen.

B: Rex Gildo ist tot.

A: Bitte, Captain. Diesmal werde ich es nicht vermasseln.

B: Sagen Sie mal was auf Spanisch.

A: Dove non ci sono capelli mal si pettina.

B: Sie machen Witze über meine Glatze? Wie wäre es mit einem Undercover-Einsatz im Archiv?

Samstag, 30. März 2024

Bonetti enthüllt: Mario Bohlen ist der Mann meiner Cousine

 

Blogstuff 936

Ostern in Jerusalem verbringen? Das war schon bei Jesus keine gute Idee.

Lange bevor Multifunktionsjacken unseren Alltag erobert haben und Firmen wie Jack Wolfskin steinreich wurden, gab es Anfang der Achtziger stylische Lederjacken mit vielen Reißverschlüssen, die alle ins Nichts geführt haben. Trendsetter waren Michael Jackson im Beat-It-Video und ich. Leider war der Hunsrück damals noch nicht so weit. Mir lag keine einzige Frau zu Füßen. Aber Michael hat mir nicht nur die Idee mit der Jacke, sondern auch die ganzen Moves (Moonwalk!) und die Choreo geklaut. Aber da stehe ich drüber. Ich muss nicht darüber reden.

Ich vermisse die Zeit, als ich ein ganzes Kinopublikum mit meinen endlosen Kommentaren zu Logiklöchern und Anschlussfehlern zur Weißglut getrieben habe. Wenn mir nichts mehr einfiel, kam Stufe 2: Ich habe einfach mit meiner Chipstüte geknistert. Und dann die Kaugeräusche!

Bevor Stephen King „Es“ geschrieben hat, hatte niemand Angst vor Clowns. Der Mann hat einen ganzen Berufsstand vernichtet. Hätte er nicht einen Zahnarzt zum Bösewicht machen können? Vor diesen Leuten hatten wir alle schon immer Angst.

Der Humor hat sich unglaublich weiterentwickelt. In den siebziger Jahren, in der Zeit von Peter Frankenfeld und Rudi Carell, wäre mein Mördergag „Kennen Sie den entflohenen Häftling?“ – „Flüchtig.“ eingeschlagen wie eine Bombe. Heute sitze ich in der Redaktion der Heute-Show und schaue in versteinerte Mienen. Nur Oliver Welke lacht, weil er auch so alt ist wie ich. Über Frauen darf man auch keine Witze machen. Sie: „Schatz, passe ich in diese Parklücke?“ Er: „Meinst du das Auto oder dich?“ Keiner lacht. Die einzigen Minderheitenwitze kann man über Saarländer erzählen. „Warum findet man ein saarländisches Kind nicht beim Versteckspiel?“ – „Weil es niemand sucht.“ BÄM. Mike-Drop. Aber eines Tages kommen die alten Gags zurück, im Rahmen der sogenannten Postmoderne. Postmoderne heißt: Wir machen dasselbe wie früher, aber jetzt ist es ironisch reflektiert. Die Metaebene lässt grüßen.

Die Osterfeiertage sind traditionell das Fest der Schrottfilme. Bud Spencer, Winnetou, Eddy Murphy – und natürlich die James-Bond-Reihe. In „Octopussy“ wird kein Indien-Klischee ausgelassen. In diesem Land schläft man auf Nagelbrettern und reitet auf einem Elefanten zur Arbeit, meistens als Schlangenbeschwörer auf dem Marktplatz. Ein Zwölfjähriger könnte diese Drehbücher schreiben. In den alten Bond-Filmen geht es fast immer um Atombomben, die Frauen sind entweder willig oder böswillig und am Ende gibt es ein gigantisches Gemetzel mit vielen Explosionen. Und sobald die drittklassige Bumsmusik einsetzt, die nicht mal in einem Porno laufen würde, wissen wir genau, dass der Agent Ihrer Majestät nach einem kaum einminütigen Dialog den außerehelichen Geschlechtsverkehr vollziehen wird. Da könnte ich auch gleich „Karlsson vom Dach“ gucken, dieser Idiot mit einem Propeller auf dem Rücken. Das fand ich schon als Kind völlig unrealistisch.

Demnächst in Ihrem Kino: „Bibel 2 – Die Abrechnung.“

Donnerstag, 28. März 2024

Kafka

 

„Man darf ihn nicht wie einen Schriftsteller sprechen lassen, der pausenlos literarische Sätze von sich gibt.“ (Reiner Stach)

Zum hundertsten Todestag von Franz Kafka in diesem Jahr, genauer gesagt am 3. Juni, hat die ARD eine opulente sechsteilige Reihe gedreht. Nichts von der Stange, wie bei vielen Fernsehproduktionen in Deutschland üblich, auch nicht einfach chronologisch, sondern mit thematischen Schwerpunkten und vielen Sprüngen zwischen den Zeitebenen und Perspektiven. Auch die ambivalente Rolle von Max Brod, der das Werk im Alleingang der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat, anstatt die Manuskripte Fachwissenschaftlern und Verlegern zu übergeben, wird angesprochen.

Dennoch bleibt die Figur des berühmten Prager Schriftstellers sehr künstlich, manieriert und befremdlich. Er spricht die ganze Zeit nur in druckreifen Zitaten und nicht wie ein Mensch, der in seinem Alltag, wie wir alle übrigens, eine Menge belanglose Oberflächlichkeiten von sich gibt. Da hat mir die dreibändige Biographie von Reiner Stach, die ich jedem nur ans Herz legen kann, auch wenn sie etwa zweitausend Seiten umfasst, sehr viel besser gefallen.

Ich habe Anfang der achtziger Jahre angefangen, mich mit Kafka zu beschäftigen. Alle Romane mehrfach gelesen, alles andere inklusive der Tagebücher und Briefe. Mein Abiturarbeit 1985 im Deutsch-Leistungskurs habe ich über Kafka geschrieben. Daher kann ich nicht beurteilen, wie die Serie auf Zuschauer wirkt, die nie etwas von ihm oder über ihn gelesen haben. Ich stelle es mir schwierig vor, in diese rätselhafte Welt der Prager Bohème einzutauchen.   

Ich muss in diesem Zusammenhang an einen Schulfreund denken, der ebenso begeistert war wie ich. 1986/87 waren wir dreimal in Prag, haben noch den morbiden Verfall dieser Stadt gesehen, der so gut zu Kafkas Werk passt. Gerade habe ich von einer Freundin, mit der ich 1994 in Prag war, eine Ansichtskarte bekommen. Sie schreibt die Stadt habe sich doch sehr verändert. Ich war zum achten und letzten Mal 2010 dort, da war die Stadt schon so bunt und amerikanisch wie Disneyland.

Besagter Freund wurde vor knapp zwanzig Jahren von Suhrkamp beauftragt, eine Kafka-Biographie zu schreiben. Zur selben Zeit schrieb ich meine Gandhi-Biographie für die gleiche Reihe. Der Verlag hat sich geweigert, sein Manuskript zu veröffentlichen. Über die Gründe wollte er nie sprechen. Er hat danach nie wieder versucht, ein Buch zu schreiben. Eine Tragödie von kafkaesken Dimensionen.

Zum „Kafkafranzl“ (Eckard Henscheid) hat jeder, der sich für Literatur interessiert, eine klare Meinung. Entweder ist man fasziniert oder entsetzt. Seine Schriften bieten ein weites Feld für Interpretationen. Für die einen überwiegt der psychologische und autobiographische Aspekt, für die anderen die Gesellschaftskritik (das isolierte Subjekt, das von einer anonymen Bürokratiemaschine zermalmt wird), man kann es satirisch lesen und als blanken Horror verstehen (v.a. Verwandlung, Strafkolonie).

Sein Leben ist voller rätselhafter und verstörender Elemente: der Vater ist ein cholerischer Despot, trotz abgeschlossenem Studium und Festanstellung lebt er in seinem Kinderzimmer, dem „Hauptquartier des Lärms“, so dass er nur nachts zum Schreiben kommt, als Jude und Vegetarier ein ewiger Außenseiter, seine Unfähigkeit zur Selbstvermarktung (im Internetzeitalter wäre er untergegangen), er überhäuft eine Frau, die er nur einmal getroffen hat, mit hunderten von Briefen (ein literarischer Stalker), hat aber erst am Ende, als er schon todkrank ist, eine Freundin. Vielleicht ist es das alles, neben der unbestrittenen Qualität seiner Werke, was ihn zu einem Schriftsteller macht, der bis heute unvergessen ist.  

Für mich ist Kafka wie LSD. Seine Texte verstärken die Gefühle und Gedanken. Ängstliche Menschen bekommen Angst, lustige Menschen fangen an zu lachen, nachdenkliche Menschen werden zu neuen Überlegungen angeregt, Philosophen beginnen zu philosophieren. Es lässt mich nicht los, aus diesen unruhigen Träumen erwacht man nicht mehr. Auch wenn inzwischen Jahre vergehen, bis ich wieder zu seinen Büchern greife.  

Mittwoch, 27. März 2024

Andy Bonetti: zu sexy für Instagram?

 

Blogstuff 935

Warum gibt es Flitzer nur im Fußballstadion, aber nicht in der Oper?

Kann sich noch jemand an diesen Theo-Lingen-Schlager erinnern? „Im Grunewald, im Grunewald / Da mache ich die Weiber kalt“.

Die „RKI Files“. Und schon hast du wieder die Corona-Deppen an der Hacke. Wann sterben denn endlich alle Geimpften?

Natürlich leben wir seit 2020 in einer Diktatur. Und seit dem Beginn des Ukrainekriegs hat Deutschland auf Kriegswirtschaft umgestellt.

Was ich in den USA gerne den Einheimischen erzähle: „In Italy we have white wine for breakfast“ oder „In Norway we say ‚Aioli‘ if something went wrong“. 

Man muss bei der AfD schon differenzieren: Da gibt es die Hellbraunen, die Mittelbraunen und die Dunkelbraunen.

Lagerfeld sagte einmal, wer Jogginghosen trage, habe die Kontrolle über sein Leben verloren. Ich bin längst einen Schritt weiter. Ich laufe den ganzen Tag in Unterhosen durchs Haus und gehe selbst bei schönem Wetter nicht vor die Tür.

In Wirklichkeit bringt mir mein Kammerdiener jeden Morgen eine gebügelte und vorgewärmte Jogginghose aus meiner eigenen Kollektion (nur echt mit der Goldborte) in meinen Ankleidesaal. Dazu trage ich Slipper aus Antilopenleder von Manolo Blahnik.

Ich werde nie vergessen, wo ich gewesen bin, als ich die Auswärtstrikots des DFB zum ersten Mal gesehen habe. Am Computer.

Auf dem Höhepunkt der Euphorie habe ich mir damals eine Harry-Potter-Brille ins Gesicht tätowieren lassen.

Ich glaube nicht an den Mond.

Die Müllmänner im Hunsrück sind wirklich Korinthenkacker. Sie haben zwar die gelbe Tonne geleert, aber die Bananenschale in die Einfahrt meiner Garage geworfen. Mach dich mal locker, Bro!

Fünfzig Gramm Eigenbedarf nach dem neuen Cannabisgesetz sind total lächerlich. Wenn ich mein Alphorn stopfe, brauche ich mindestens hundert Gramm für eine Füllung.

Die GDL bekommt endlich die 35-Stunden-Woche – in vier Jahren. Und auch nur auf persönlichen Antrag des Beschäftigten. Das lief damals bei der IG Metall ein bisschen fluffiger.

Vergessen Sie an Ostern nicht: Jesus wurde rechtskräftig verurteilt.

 

Montag, 25. März 2024

Hier kommt Bärbel

 

Blogstuff 934

Aufregung um die deutsche Fußballnationalmannschaft. Erst die Auswärtstrikots der Marke „Pretty in pink“ (wer sich darüber 2024 noch aufregt, muss Boomer oder AfD-Wähler sein – alles besser als die One-Love-Armbinde!), dann überbietet Nike beim Ausrüstervertrag auch noch Adidas. Selbst Politiker sind sich nicht zu blöd, um sich einzumischen (ausgerechnet Habeck – was für ein Abstieg). Aber nach dem Tor von Wirtz nach acht Sekunden gegen Frankreich ist die Kinderwelt der deutschen Fußballfans wieder in Ordnung.

Fun Fact: Götze hat das Siegtor im WM-Finale 2014 mit Nike-Schlappen geschossen.

Jetzt gibt es noch einen IS-Ableger aus der Provinz Kormoran. Wenn das so weiter geht, gründe ich meine eigene Terrororganisation und zünde die Bushaltestelle in Wichtelbach an. Vielleicht komme ich dann auch mal auf die Liste der Verdächtigen wie Selenskyj, Biden oder der Mossad. Warum traut man uns Deutschen eigentlich keinen Terroranschlag zu? Zu blöd? Zu harmlos? Zu unsportlich?

Imaginiertes Gespräch in einer Veganer-WG: „Ich bin Frutarier. Ich esse nur, was freiwillig von Bäumen und Büschen fällt. Ihr esst Industrieprodukte. Wann bist du zum letzten Mal geflogen? Wann hast du zum letzten Mal in einem Auto gesessen? Ich fahre noch nicht mal Fahrrad, weil auch Fahrräder Industrieprodukte sind. Ich gehe zu Fuß. Ohne Schuhe. Ihr macht mich krank! Und jetzt fahre ich mit meinem Porsche ins Steakhaus. Aus Protest gegen eure verlogene Generation!!!“

„Bärbel – Der Film“. Von Bonetti Media. Bärbel wohnt in Bärbelland, wo alle Frauen Bärbel heißen und mit ihren Kevins in Plastik-Cabrios zum Shoppen fahren. Das ist ihr eines Tages, sie ist inzwischen in den Wechseljahren (nicht zu verwechseln mit dem Jahreswechsel), zu blöd und sie fährt in die Realität. Natürlich nach Berlin. Barbie ist von den echten Menschen irritiert. Es gibt Arbeitnehmer, Fahrradfahrer, Bettler und Drogenhändler – also lauter gescheiterte Existenzen. Kevin entdeckt in Wilmersdorf das Patriarchat und fährt zurück ins Bärbelland, wo er allen Bärbels eine Mindestrente und die Vereinbarkeit und Beruf und Familie verspricht. Die Bärbels verstehen ihn nicht, denn sie haben weder Kinder noch Jobs. Dennoch fügen sie sich in ihr Schicksal und putzen fortan Bäder und Autos. Währenddessen lernt Bärbel in der realen Welt Greta Thunberg kennen und klebt sich spontan auf die nächstbeste Autobahn. Sie wird von der Spielzeugpolizei verhaftet, die schlimme Auswirkungen auf die Kinder fürchtet, die mit ihren Bärbelpuppen nicht den Klimawandel nachspielen sollen. Heinz Pralinski, der Erfinder von Bärbel, befreit sie aus den Fängen der Polizei und flieht mit ihr ins Bärbelland, wo Kevin inzwischen eine Schreckensherrschaft errichtet hat und mit dem Einmarsch ins Auenland droht. Aber dank der Cannabis-Legalisierung rauchen sie alle eine fette Bong und es gibt ein Happyend (in einer Nebenrolle: Karl Lauterbach, der das Inhalationsverfahren erklärt).

Samstag, 23. März 2024

Neulich in einem Wiener Beisl

 

A: Was war deine schlimmste Arbeit?

B: Leichenwäscher.

A: Das geht doch noch.

B: Wieso?

A: Ich war Lokalreporter.

B: Das ist doch ein schöner Beruf.

A: Hast du eine Ahnung. Um zwei Schilling die Zeile habe ich eine solchen Mist herauswürgen müssen.

B: Was für einen Mist?

A: Da sitzt du einen Vormittag in einem Altersheim, in dem ein Chor singt, dessen Mitglieder genauso alt wie die Insassen sind, und hinterher schreibst du was von einem „bunten Herbststrauß an Melodien“.

B: Ja, und?

A: Verstehst du nicht? Mein Leben lang wollte ich schreiben und dann muss ich diesen Rotz in die Maschine tippen. Und hinterher zur Redaktion bringen.

B: Leichenwaschen ist auch nicht schön.

A: Aber doch wenigstens gut bezahlt.

B: Naja, das schon.

A: Dieses namenlose Elend, wenn man schlechtgelaunt von einem drittklassigen Faschingsumzug berichten muss.

B: Aber …

A: Jetzt hör mir auf mit deinen Leichen. So wollte ich nicht leben.

B: Du brauchst jetzt einen Enzian. Herr Ober!

A: Man muss dieses Leben irgendwie hinter sich bringen.

B: Da hast du recht.

 

Freitag, 22. März 2024

Onkel Toms Hüte

 

Blogstuff 933

Die Siebziger waren besser als ihr Ruf. Es gab Melodie-Hupen im Auto. Ich kannte einen, der auf seiner Stoßstange Lautsprecher montiert hatte und über Mikro Sprüche wie „Hier spricht die Polizei. Fahren Sie bitte rechts ran!“ bringen konnte. Mein Vater hatte wie Kojak ein Blaulicht, dass man aufs Autodach stellen konnte. Leider ist inzwischen alles verboten.

18:30 Uhr. Er stand seit einer Stunde in einer Querstraße, nicht weit von seinem Haus entfernt. Dort warteten seine Frau, die drei Kinder, der Hund, die quietschende Tür, die Steuererklärung und das Altglas, das er noch wegbringen sollte, auf ihn. Im Radio lief „Mad World“ von Gary Jules.

Ich habe ein tausendteiliges Puzzle der japanischen Flagge gekauft. Das entspannt total.

Tina Turner hat mich in meiner Jugend schwer enttäuscht. „I’m your private banker, a banker for money.” Damals war die Frau schon zu kommerziell.

Liste der Länder nach Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien – Wikipedia

Zum ersten Mal wurde eine Schweineniere in einen Menschen transplantiert. Meine Nieren sind aus dem 3D-Drucker. Darüber spricht niemand.

In Frankreich geht in diesem Jahr ein Atomkraftwerk ans Netz, an dem über zehn Jahre gebaut wurde und das 13 Milliarden Euro gekostet hat. Doppelt so viel wie der Berliner Flughafen. Würden wir in Deutschland komplett auf die Stromversorgung mit Atomkraft setzen, bräuchten wir hundert Kraftwerke. Macht 1300 Milliarden. Wer hat das Geld, wenn man als Staat keine Schulden machen darf? Und die Privatwirtschaft, der von Helmut Kohl in den Neunzigern die Energieversorgung übertragen wurde, winkt ab. Zu teuer, nicht zu versichern.

Warum heißt es „Freie Wähler“ und nicht „Freie Wähler*innen“?

Griechen und Römer hatten schon Sandalen, aber keine weißen Socken. Diese Kombination haben die Deutschen erfunden.

Du warst früher zur Einschulung bereit, wenn du allein den Strohhalm in die Capri-Sonne stecken konntest.

Meine Mutter war Putzfrau. Sie hat um halb sechs das Haus verlassen. Wir Kinder haben uns das Frühstück gemacht und sind dann zur Schule gelaufen. Auto hatten wir sowieso nicht. Ich habe mit einem Jahr gelernt, mir selbst die Windeln zu wechseln. Okay, nur Spaß. Wir sind steinreich. Unsere Cornflakes waren von Gucci. Mit Diamantstaub überzogen.

Warum gibt es in Supermärkten zwanzig Sorten Wasser? Zu unterschiedlichen Preisen?

Mittwoch, 20. März 2024

Die perfekte Anmache


Sie wissen es längst: Bonetti weiß alles, Bonetti kann alles. Die Antwort auf alle Fragen liegt in Wichtelbach. Aber eine wunderschöne Frau anmachen, die Ihnen unerreichbar erscheint? Nicht verzweifeln. Lesen und lernen. In vier einfachen Schritten kommen Sie zum Erfolg. Vertrauen Sie dem Meister.

1.     Der coole Spruch

„Fährst du auch mit diesem Bus?“

Wichtig ist: Stelle eine Frage, die die Frau immer mit Ja beantwortet. Das nennt man Psychologie.

2.     Sex sells

„Ich habe ein Gehänge wie ein Shetland-Pony“.

 „Man nennt mich auch die Wilmersdorfer Fleischpeitsche.“

Es hilft, wenn man in dieser Phase eine 500gr-Salami (ungeschnitten) in der Hose hat.

3.     Bildung

„Meinen Bachelor in ozeanischer Botanik und Nuklearhomöopathie habe ich in Saarbrücken gemacht.“

Frauen mögen gebildete Männer. Tragen Sie eine Sonnenbrille, da Brillenträger immer distinguiert wirken.

4.     Reichtum

Mit diesem Thema machen Sie den Sack zu.

„Ich habe das Sammelgebiet West-Berlin von 1949 bis 1990 komplett in meiner Briefmarkensammlung.“

Frauen wissen grundsätzlich gar nichts, weil sie sich nur für Handtaschen und Nagellack interessieren. Daher realisieren sie auch nicht, dass dieses Sammelgebiet ohne die sündhaft teuren Jahrgänge 1947 und 1948 praktisch wertlos ist.  

 

Dienstag, 19. März 2024

Bonetti‘s Bestsellerliste 2024

 

Dennis Flechthut: Gold gab ich für Eisen

2036. Olympische Spiele in Cardiff. Darts und Snooker sind endlich olympische Disziplinen. In Berlin enthüllt Bundesinnenminister Höcke zu Ehren des hundertjährigen Jubiläums der Spiele in Berlin ein Hitler-Denkmal und schiebt zur Feier des Tages weitere zehntausend Grünen-Wähler nach Ghana ab. Während dieser Säuberungen in Deutschland präpariert ein BND-Agent die Goldmedaillen in Wales mit einem Kontaktgift, weil sowieso kein deutscher Athlet Chancen aufs Treppchen hat. Aber dann kommt ein Wirbelsturm, der direkt auf Cardiff zurast. Jane muss sich entscheiden. „Das Geheimnis des Autors: Er schreibt, ohne vorher darüber nachzudenken.“ (Frau im Spiegel)

Annegret Sumpfkiesel-Haubentaucher: Trockenschwimmerin

Ein Baumarktleiter erschießt seine Frau, legt sie in die Badewanne und wirft einen Föhn hinein. Die non-binäre sudanesische Kommissarin wird misstrauisch, weil kein Wasser in der Wanne ist. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Putin besetzt die Färöer-Inseln, Elon Musk steigt in die Lebensmittelindustrie ein. Twix heißt wieder Raider, Kinderschokolade heißt jetzt X Æ A-12-Schokolade und Ende 2025 wird der erste Mars-Riegel auf den roten Planeten geschickt. Die Suche nach der Wahrheit führt ihn nach Oslo, in ein Geschäft für Anglerbedarf. Im Kern geht es in diesem Kriminalroman um das Streben nach Glück, die Suche nach dem Sinn und wie man sich selbst an einer Bushaltestelle findet. Bewegend, poetisch und schon jetzt ein Jahrhundertwerk. „Ein unvergesslicher Sommer in Cornwall. Ein romantisches Cottage am Meer, tagsüber Sonnenmilch und Gin Tonic, nachts die Sterne zählen und von einem Bausparvertrag träumen.“ (Ontario Times)  

Jean Baptiste Krautwurst: Roulette – Für das Beste im Mann

In Melanies Leben ist alles perfekt. Ihre luxuriöse Wohnung, die elegante Frisur, die teuren Hosenanzüge und sogar Beziehungsperson Erwin. Aber dann beginnt sie, Porzellanenten in verschiedenen Nanu-Nana-Läden zu stehlen, um die innere Leere zu füllen. Als sie von einem Rentner auf frischer Tat ertappt wird, flieht sie aus der Stadt und beginnt in Bottrop ein neues Leben. Aber bald darauf stiehlt sie die nächste Ente. Warum gibt es überall Nanu-Nana-Läden? Sie macht eine Therapie und lernt, kleine Tiere aus Luftballons zu machen. Warmherzig, klug und anrührend erzählt der Autor vom Wert der Kleptomanie, der Magie des Sammelns und der verbindenden Kraft von Porzellanenten. „Bewegend. So bewegend, dass einem schlecht davon wird.“ (Gütersloh Examiner)

Heinz Pralinski: Hut ohne doppelten Boden

Eine einzige Enttäuschung. Nach fünfzig Ablehnungen im Eigenverlag erschienen. Fotokopiert und mit dem Schnellhefter gebunden. Nach siebenhundert Seiten weiß man noch nicht mal, um was es überhaupt geht. Ständig wechseln die Hauptpersonen. Das Buch macht den Eindruck, als hätte dieser Dilettant wahllos und im betrunkenen Zustand Schnipsel aus dem Internet zusammengefügt. „Pralinski hat versucht, den großen Bonetti nachzuahmen. Offensichtlich ist er unter dem Druck zerbrochen.“ (Barbara Schöneberger)