Freitag, 27. Februar 2026

Die Farbe des Windes – Lyrik am Limit


Blogstuff 1287

Wenn das Flaschenpfand abgeschafft wird, nimmt die Altersarmut zu. Trittin hat damals wenig für die Umwelt, aber viel für die Unterschicht getan.

2026: 100. Geburtstag meines Kindheitsidols Jerry Lewis.

Unsere Sprache fasziniert mich immer wieder. Wucht. Deutscher kann ein Wort nicht klingen. Schön ist auch: sich aus dem Staub machen. Was für ein Staub?

150 Recycling-Taschentücher für 1,49 €. Also ein Cent pro Taschentuch. Jeder kann sich eine Erkältung leisten, der Husten ist sogar völlig umsonst.

Ich höre immer wieder von diesen ominösen Kakao-Tropfen. Was ist das genau?

Das Verbot der Tofu-„Wurst“ ist okay. Aber wir müssen konsequent die deutsche Sprache von diesen missverständlichen Bezeichnungen befreien. Warum nennt man es koffeinfreien Kaffee und nicht Muckefuck? Warum nennt man alkoholfreies Bier nicht Gerstensaft und stellt es zu den Softdrinks?

Die Bulette heißt in Oberbayern übrigens Fleischpflanzerl. Auch das ist Irreführung des Kunden, wenn es um einen Klumpen Hackfleisch geht.

Weidel hat von ihrem großen Vorbild und Lehnsherren viel gelernt. Um vom Korruptionsskandal in der AfD abzulenken, behauptet sie, die deutschen Gasspeicher wären fast leer, weil man Gas an die Ukraine verkauft hat. Flood the zone with shit.

Stuttgart 21 verzögert sich bis 2030. Da werden die anvisierten 12 Milliarden Euro wohl nicht mehr reichen. War klar jewesen.

Nachdem die CDU in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz als klare Siegerin aussah, ist es nach den neuesten Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. 28:27 zwischen CDU und Grünen in B-W, 28:27 zwischen CDU und SPD in R-P. Das verspricht spannende Wahlabende im März. Halten Sie bitte Popcorn bereit.

Frankenstein hat übrigens nichts mit Franken zu tun. Es ist ein 900-Seelen-Dorf in Rheinland-Pfalz und es gibt auch eine gleichnamige Burgruine nebenan.

Auch wenn Sie es nicht glauben, selbst erfolgreiche Menschen wie Bonetti haben ihre Probleme. Nach fünf Sitzungen mit seinem Autotherapeuten wurde dem Medienmogul klar, dass er ein Bentley-Typ ist und kein Ferrari-Typ.

Danke für den Auftritt von irgendeinem Hoschi mit palästinensischer Flagge bei der Berlinale. In den letzten Jahren hat man so wenig von den Palästinensern gehört, die Flagge war in Berlin eigentlich nie zu sehen – jetzt ist mir die Problematik endlich klar. Captain Obvious, wir danken dir.





  Wie heißt der abgebildete Schlagersänger?

 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Die Flintenweiber von Gütersloh

 

Blogstuff 1286

„Das Netz ist nicht der Samen des Schwachsinns, es ist nur sein Gewächshaus.“ (Marc-Uwe Kling)

Im Western „Cat Ballou“ gibt es ein Kaff namens Poker Village, der als „heruntergekommener Schlupfwinkel für abgehalfterte Halunken“ (wikipedia) beschrieben wird. Ein Hoch auf den Drehbuchautor.

Ab 9. März läuft auf Netflix das türkische Großmarktdrama „Salat mit alles“.

Warum gibt es keinen Hollywood-Film über Victor Lustig (nur eine deutsche Verfilmung von 1970 mit Dietmar Schönherr in der Hauptrolle)? Vor dem Ersten Weltkrieg verdiente er sich sein Geld bei Glücksspielen und Kartenspielen auf Überseedampfern, später verkaufte er Gelddruckmaschinen in den USA und 1925 gelang ihm sein größter Coup, als er den Eiffelturm an einen Pariser Schrotthändler verkaufte.

Shaolin-Gebrauchtwagenhändler Dai Hatsu begrüßt Sie in seiner Oase der Harmonie. Machen Sie noch heute eine Probefahrt.

Hätten Sie’s gewusst? Der zweite Vorname von Donald P. Trump ist Pedo.

Adler würden im Flug noch cooler aussehen, wenn sie ihr Fahrwerk einfahren könnten.

Die erste nackte Frau habe ich in der BRAVO gesehen.

Die Lufthansa reagiert auf die Abnehmspritzen. In den neuen Flugzeugen sind die Abstände der Sitze kürzer als vorher.

Schrödingers Waage. Solange ich mich nicht draufstelle, bin ich gleichzeitig dick und schlank.

Nach fünf Tagen im Bett zum ersten Mal im Supermarkt. Es wurde biblisch: Wein und Brot.

Warum ich Hunde beneide: keine Lebensplanung, keine Termine, keine Kontoauszüge lesen, keine Steuererklärung abgeben, keine Parkplatzsuche, keine politische Diskussionen, keine Talkshows (wird fortgesetzt).

Beim Channel-Riding lande ich zufällig bei Trumps Rede zur Lage der Nation. Somalische Piraten haben Minnesota geplündert, die Demokratische Partei schützt Drogenbarone und die Republikaner skandieren „USA! USA! USA!“ Das Pendant im Bundestag kann man sich gar nicht vorstellen.

Kinder sind eine einzige Unverschämtheit. Sie kommen ohne einen einzigen Cent auf die Welt, verlangen kostenlose Ernährung, Unterkunft und Bekleidung. Flüchtlinge nix dagegen. Sie sollten ab der Geburt ein Darlehen für all die Kosten aufnehmen, das sie als Erwachsene abbezahlen müssen. Meine Meinung.

Montag, 23. Februar 2026

Plan C

 

Blogstuff 1285

Tauwetter in Berlin. Wegner lässt Schnee streuen.

Merz hat im vergangenen Jahr eine Billion Euro Schulden gemacht. Das sind eine Million Millionen. Kleines Rechenspiel: Wenn man jeden Tag eine Million Euro ausgibt, braucht man 2739 Jahre, bis das ganze Geld weg ist.

Die einen arbeiten sich an der Aldi-Kasse den ganzen Tag den Arsch ab und Influencer wie Söder verdienen mit ein paar Insta-Selfies beim Wurstfressen Millionen.

Ich bin nicht bescheuert, ich bin neurodivergent.

Früher verstand man unter CO2 noch Chromdioxid. Das waren die guten Kassetten von BASF, Sony, Maxell usw.

„Am Sonntag gab’s bei mir typische Cucina Italiana.“ – „Was hast du gekocht?“ – „Ravioli.“

„Ravioli mit Tomatensoße“ von Maggi war 1958 übrigens das erste italienische Konservenessen in Deutschland.

Experimente mit Laborratten haben ergeben, dass dieses Blog das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert.

Drogerie. Das einzige Geschäft, in dem das Wort Droge vorkommt. Aber es ist eine einzige Enttäuschung.

Hätten Sie’s gewusst? Zur Einbürgerung in Deutschland gehört die Anzeige eines Falschparkers, ein Oktoberfestbesuch und die Teilnahme an einer Traktor-Demo gegen die Regierung.

Warum gibt es Wadenimplantate? Wo ist da der Sinn?

Pistolenverleih. Klang nach einer guten Geschäftsidee. Aber die Selbstmörder haben die Waffen natürlich nicht zurückgebracht und viele andere landeten in der Asservatenkammer der Polizei.

Schokoladenzigaretten waren meine Einstiegsdroge, später kam Heroin dazu.

Hiermit beantrage ich Markenschutz für die Begriffe „Flutlicht-Caruso“ und „Stehplatz-Bajazzo“.

Laut WHO starben etwa zwanzig Millionen Menschen an Covid-19. Wer weiß, wie viele es ohne Schutzmaßnahmen und schnell entwickelte Impfstoffe gewesen wären? Es war die größte Katastrophe in diesem Jahrhundert. Es ist erstaunlich, dass niemand mehr darüber spricht. Kollektive Verdrängung?

Hätten Sie’s gewusst? Hemingways berühmter Roman sollte ursprünglich „Senioren und Ozeane“ heißen.




Donnerstag, 19. Februar 2026

Ein Toter spielt Klarinette

 

Blogstuff 1284

„Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben.“ (aus: V wie Vendetta)

In China ist jetzt das Jahr des Feuerpferds. Mein Sternzeichen. Es kommt nur alle sechzig Jahre vor, im Sommer habe ich diesen runden Geburtstag. Das Pferd gilt als einfallsreich und klug. Das Feuerpferdjahr bringt Tempo, Kreativität und Power. So fühle ich mich auch jeden Tag, wenn ich im Bett auf das Ende des Winters warte. Das nächste Jahr des Feuerpferds ist 2086. Das werde ich wohl nicht mehr erleben. 

Ende 2025 lebten 3.913.000 Menschen in Berlin. Wir nähern uns der „guten alten Zeit“. 1942 hatte die Hauptstadt mit 4.478.000 Einwohnern ihren Höhepunkt erreicht. Als ich 1991 hierhergezogen bin, waren es nur 3.446.000.

Ich stand in der U-Bahn und war auf dem Weg ins Büro, als mir endgültig der Kragen platzte. War für ein Scheißjob! Was für ein Scheißleben! Ich stieg an der nächsten Station aus und ging zu einer Filiale meiner Bank. Ich hob all mein Geld ab und fuhr mit dem Taxi zum Hauptbahnhof. Ich würde die Stadt verlassen und so lange von meinen Ersparnissen leben, bis ich pleite war. Dann würde ich weitersehen. Irgendwo noch mal neu anfangen, keine Ahnung. Um acht Uhr abends war ich pleite und wieder zuhause.

Ein milder Frühlingsmorgen in Wichtelbach. Lautlos glitt eine chinesische Dschunke, beladen mit Reis und Tee, Plastikspielzeug und Steppjacken, in den Hafen. Am Pier lagen bereits eine römische Galeere, die Olivenöl, Rotwein und handgenähte Lederschuhe an Bord hatte, und ein indonesischer Sampan, der mit Gewürzen beladen war. In der Karawanserei lagerten die Kamele, die am Tag zuvor Körbe mit Haschisch und Rohopium aus Afghanistan gebracht hatten. Bonetti saß in einem Pavillon im Palastgarten auf einem Hügel über der Stadt und sah wohlgefällig auf die blühende Handelsmetropole hinab, auf die rostroten Ziegeldächer der Steuerzahler und die strohgedeckten Hütten der Praktikanten. Er ließ sich von einem Diener Pinsel, Tusche und Büttenpapier bringen. Dann schrieb er ein Gedicht: „Die Angst hat tausend Gesichter, der Erfolg nur eins: Andy Bonetti.“

Automatisierung und Digitalisierung sollten uns von unangenehmen Tätigkeiten befreien. Aber die Müllabfuhr wird nach wie vor von Menschen erledigt und das Bad wird zu meinen Lebzeiten auch kein Roboter putzen. Der Beamtenapparat wächst jedes Jahr und Online-Banking ist ein alter Hut. Autonomes Fahren findet eigentlich nicht statt und die jungen Leute müssen immer noch einen Führerschein machen, daran wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern. KI findet – zumindest in meiner Wahrnehmung – nur bei der Produktion alberner Filmchen statt und ChatGPT trägt höchstens zur Verblödung der Menschheit bei.

In eigener Sache: Ich liege seit einigen Tagen mit einer Erkältung im Bett und melde mich jetzt krank, auch wenn Merz es nicht gerne hört. Nächste Woche geht es hier im Blog weiter.  




Mittwoch, 18. Februar 2026

Eat this, Batman

 

Aufgrund der hohen Trump-Zölle hat Mexiko die Einfuhr von US-Superheldencomics gestoppt. Die Latinas, Latinos und Chicanos haben jetzt ihren eigenen Helden:

Supergonzalez

Er trägt einen Sombrero und statt eines Umhangs einen Poncho mit Aztekenmuster. Bevor er zu neuen Heldentaten aufbricht, isst er eine Büchse Bohnen so wie Popeye seinen Spinat. Sein Kryptonit ist Tequila. Seine Superpower: Er kann mit seinen Tacos, die drei Tage in der Sonne gelegen haben und aus mit Käse überbackenen Hühnerherzen bestehen, schweren Durchfall verursachen.  

Sie denken, dieser Text wäre rassistisch und voller Stereotype? Dann warten Sie mal die Stelle mit der „mexikanischen Kreditkarte“ ab.

Nogales, zwölf Uhr mittags. Vier Vaqueros, mexikanische Cowboys, sitzen in einer Cantina und trinken Mescal. Links vom Eingang sitzt ein Mann auf dem Boden, den Sombrero tief ins Gesicht gezogen und die Hände unter dem Poncho verborgen.

Auf der Hauptstraße sieht man einen alten Mann auf einem Esel, der in der flimmernden Hitze immer näherkommt. Es ist Don Velasquez, der Pate von Nogales, der unsympathischen Stadt an der amerikanischen Grenze. Er wird von den Einheimischen auch ehrfürchtig El Lobo genannt. Die Vaqueros sollen für ihn Fentanyl über die Grenze schmuggeln.

Don Velasquez betritt die Cantina. Er beachtet den Fremden am Eingang nicht, der jetzt eine Dose Bohnen hervorholt, sie öffnet und mit einem geübten Schwung in den Mund kippt.

Als er einige Minuten später die Cantina betritt, legt Velasquez gerade ein Paket in eine Satteltasche unter dem Tisch. Er hat genug gesehen. Der Pate sitzt mit dem Rücken zur Tür. Ein großer Fehler.

„El Lobo?“

„Wer will das wissen, cabron?“

„Supergonzalez.“

Dann zieht er eine abgesägte Schrotflinte unter dem Poncho hervor.

„Dios mio, er hat eine mexikanische Kreditkarte!“ ruft der Wirt und versteckt sich hinter dem Tresen.

Die erste Ladung trifft Velasquez in den Rücken. Die Vaqueros springen auf und rennen in Panik davon.

Unser Superheld nimmt das Fentanyl und verteilt es kostenlos unter den Armen.

So kennen und lieben wir ihn.

 

Dienstag, 17. Februar 2026

AfD überfrisst sich am Schweinetrog

 

Blogstuff 1283

„Nach des Tages Last und Mühe / Kriegt jeder eine Hühnerbrühe.“ (Motto der Kantine von Bonetti Media)

Schön, dass die „Alternative“ für Deutschland endlich auf dem Level der Altparteien angekommen ist.

Die Schere zwischen dumm und intelligent geht immer weiter auseinander.

Warum quälen wir die Politiker mit Wahlen? Reicht es nicht, wenn wir im Supermarkt wählen dürfen?

Die armen Reichen, denke ich immer. Die armen, armen Reichen. Was sie erleiden müssen. Die endlosen Diskussionen über Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, höhere Kapitalertragssteuer. Immer geht es gegen die Kleinen und Schwachen, gegen diejenigen, die sich nicht wehren können. Wenn es so weitergeht, verlassen uns die Reichen. Die Villa am Starnberger See steht plötzlich leer und sie kaufen sich eine Finca auf Malle. Und dann stellen sie fest, dass die Vermögenssteuer in Spanien bis zu 3,5 Prozent beträgt.

Vor drei Jahren hat Söder noch gegen die Stilllegung der letzten Atomkraftwerke gekämpft. Inzwischen ist die CDSU an der Regierung. Warum bauen Merz & Co. nicht einfach neue AKW? Schließlich hat man im vergangenen Jahr genug Schulden für neue Bauprojekte gemacht. Die AfD würde im Bundestag zustimmen, sie möchten auch wieder AKW in Deutschland haben.

Standing Ovations der deutschen Politik für die Rede eines Trump-Klons in München (ich sage nur „Klimakult“). Wann wird endlich der Kotau eingeführt?

Was braucht man, um für die tote Oma noch jahrelang die Rente zu kassieren? Eine Tiefkühltruhe. Was braucht man nicht? Einen längeren Stromausfall.

Die russischen Gebietsgewinne in der Ukraine waren in der letzten Januarwoche auf einem Halbjahreshoch. In sieben Tagen konnte man 141 Quadratkilometer erobern. Stellen Sie sich ein Quadrat mit einer Kantenlänge von zwölf Kilometern vor. Das wären 144 Quadratkilometer. Jetzt hat die Ukraine 200 Quadratkilometer zurückerobert. Die gesamte Ukraine hat eine Größe von 600.000 Quadratkilometern. Das wird für Putin noch ein weiter Weg bis zur angekündigten Siegesparade in Berlin. Aber der Berliner ist ja langes Warten gewöhnt.

I love the smell of Hackepeter in the morning.

Das waren noch Zeiten, als ich den Spitznamen James Bong hatte.

Nach etwa fünfzig Jahren habe ich endlich mal wieder bayerische Malzbonbons im Haus. Als Kind war ich ein großer Fan und habe sie tütenweise gefuttert.

In eigener Sache: Heinz Pralinski wurde aus Kostengründen durch KI ersetzt. Seine letzten Wort zu Bonetti: „Für dich war ich doch nur ein Abenteuer.“

UB40 - Higher Ground (Official Music Video)


 

Montag, 16. Februar 2026

The Wasabi Files

 

Blogstuff 1282

„Ich habe keine Angst vor Keimen, wissen Sie, ich habe früher Kokain von Toilettensitzen geschnupft.“ (Robert F. Kennedy Jr., US-Gesundheitsminister)

Zugegeben, ich habe die Idee aus einer Pastewka-Folge, aber die Wasabi-Erdnüsse von „Khao Shong“ sind richtig geil und schön scharf, obwohl nur 0,3 Prozent des Inhalts aus Wasabi besteht.

Endlich! Sleepy Don erklärt, der wachsende CO2-Ausstoss sei ungefährlich, und stoppt alle Klimaschutzmaßnahmen. Das ging mir alles schon seit geraumer Zeit auf den Sack. Irgendwann muss mit diesem linken Wahnsinn doch auch mal Schluss sein. Jetzt möchte ich wieder Autos, die dreißig Liter Sprit auf hundert Kilometer schlucken. Weg mit Katalysatoren und Windrädern. Gebt mir neue Atomkraftwerke!

Männer gehen auch shoppen, aber am Ende haben sie ein weißes Hemd gekauft.

Früher haben wir einfach einen auseinandergefalteten Pappkarton auf die Straße gelegt und schon hatten wir eine Bühne für eine Breakdance-Session. Ich habe von den vielen Headspins bis heute eine Halbglatze.

Trump dreht Kuba den Ölhahn zu und stürzt das Land in eine tiefe Wirtschaftskrise. Das sollte uns in Sachen Abhängigkeit eine Lehre sein – gerade nach der Erfahrung mit Putin.

„Vier Käse“ von Gustavo Gusto. Riecht phantastisch, wenn sie aus dem Ofen kommt, schmeckt aber nach nichts, nach gar nichts. Wie kriegen die Lebensmittelchemiker das hin?

Déformation professionnelle nennt man das Hauptproblem vieler Politiker. Sie sehen die Bürger nur noch als Problemfälle, die zu wenig arbeiten, zu oft krank sind, falsch wählen, übergewichtig, kriminell und renitent sind. Sie müssten nur die Blickrichtung ändern. Die Bürger finanzieren den ganzen Bums und sind erstaunlich ruhig gegenüber der herrschenden Klasse, deren Leistung seit Jahrzehnten stark zu wünschen übriglässt. Wir erwarten nicht viel, aber selbst das bekommen wir nicht.

Ich bin kein Trinker, ich bin Rebenforscher. Auf diesen Unterschied lege ich wert.

Mein erstes Date seit fünf Jahren. Habe einen Tisch bei Curry 36 auf dem Mehringdamm reserviert. Ich hoffe, sie ist keine Veganerin und mag Bier aus der Flasche. #FastFineDining

Die Linke schweigt beharrlich über den Massenmord an israelischen Zivilisten durch die Hamas und über den Massenmord des Mullah-Regimes im Iran. Woher diese abgöttische Liebe zum islamistischen Fundamentalismus? Jeder Femizid im eigenen Land führt zu Protesten der Feministinnen, aber den tausendfachen Femizid akzeptieren sie mit eiskalter Gleichgültigkeit. Verstehe ich nicht.

The Specials - Too Much Too Young (Live) [HD Remaster]

Sonntag, 15. Februar 2026

Neulich am Telefon

 

A: Hallo?

B: Hallo. Wer bist du?

A: Ich bin Holgi. Und du?

B: Titty.

A: Ich habe die Telefonnummer aus dem Fernsehen.

B: Bei mir bist du richtig. Ich liege gerade nackt auf meinem Bett.

A: Um diese Uhrzeit?

B: Ich kann für dich auch an einer Stange tanzen.

A: Du hast eine Stange im Schlafzimmer?

B: Ich tanze, bis du kommst.

A: Ich soll zu dir kommen?

B: Nein. Bis du kommst. Verstehst du?

A: Ich dachte, das wäre hier ein Adventure-Rollenspiel.

B: Wer soll ich denn für dich sein?

A: Melanie, die Schlangenlady.

B: Was soll ich denn mit deiner Schlange machen?

A: Ich habe gar keine Schlange. Ich bin Holgi, ich habe eine Peitsche und einen Cowboyhut.

B: Ich stehe wahnsinnig auf Peitschen. Auf Lack und Leder. Du könntest mich ans Bett fesseln und mich schlagen, wenn du willst.

A: Aber wir müssen den Schatz des verfluchten Aztekenkönigs finden.

B: Ist er in einer Höhle tief im Dschungel versteckt?

A: Ja.

B: Ist die Höhle feucht und dunkel?

A: Mächtig feucht und äußerst dunkel.

B: Warum öffnest du nicht deine Hose?

A: Wenn es der Schatzsuche dient.

B: Ich nehme deine Fleischpeitsche in die Hand.

A: Oh …

B: Ich nehme sie in den Mund. Ich spüre, wie du in mir hart wirst.

A: Verdammt. Ich muss auflegen. Meine Mutter kommt gerade nach Hause.

Next To You

 

Samstag, 14. Februar 2026

Bonetti’s „Never Trigger A Bigger Nigger” – Meilenstein des Hip-Hops

 

Blogstuff 1281

„Dem Stumpfsinn sind immer alle nachgelaufen, der Geist ist immer mit Füßen getreten worden.” (Thomas Bernhard: Heldenplatz)

Man muss kein Glück haben, um glücklich zu sein.

Was wurde eigentlich aus Peter Mafia?

Das ist das Schöne am Altwerden: Äußerlich mag man an Ballast zulegen, innerlich wirft man Ballast ab.

Gott würfelt nicht, hat Einstein einmal gesagt. Das stimmt nicht. Auch die Götter lieben das Glücksspiel als kurzweiligen Zeitvertreib. Aber sie spielen nicht um Münzgeld oder Jetons, sie spielen um ihre Schöpfungen, um ganze Planeten. Vor über tausend Jahren hat Gott die Erde im Spiel verloren. Seither herrscht ein fremder Gott über uns und er findet seinen Gefallen an grausamen Prüfungen. Erst hat er uns geblendet, als er uns zu Beginn des Mittelalters das gesamte Wissen des Altertums genommen hat. Er schickte uns Seuchen und Kriege, später gab er uns sinnlose Erfindungen, die uns von der Natur entfernten und entfremdeten. Heute sind die klügsten Köpfe unter uns ohne Hoffnung, der Rest vegetiert mit sinnlosem Zeitvertreib seinem Ende entgegen.

Einstein ist übrigens der überschätzteste Wissenschaftler der Geschichte, so wie Bonetti der unterschätzteste ist. Dazu an anderer Stelle mehr.

Schön, dass Udo Lindenberg in einem seiner späten Hits über die Ursache seiner nöligen Stimme singt: „Hinter dem Horizont geht’s weiter / Ein neuer Tag / In meinen Nebenhöhlen ist Eiter / Weil ich es mag.“

Als Spahn Gesundheitsminister wurde, hatten die Krankenkassen Rücklagen von über zwanzig Milliarden Euro. Heute sind es noch 4,6 Milliarden. Noch Fragen, Hauser?

Laut einer Umfrage von Infratest dimap denken 52 Prozent der Befragten, die achtziger Jahre wären eine bessere Zeit gewesen als die Gegenwart. Nur 23 sind anderer Meinung. 80er-Fans haben einen niedrigeren Bildungsstand und sind älter als der Durchschnitt. Ganz vorne sind übrigens Anhänger der AfD und der CDSU. Immerhin sind noch 33 Prozent der 18-34jährigen Befragten dieser Meinung, obwohl sie die Kohl-, Nena- und Tschernobylzeit nie erlebt haben.

Gas-Kathi, die den erneuerbaren Energien den Kampf angesagt hat, schafft es noch nicht einmal, die deutschen Gasspeicher zu füllen. Weniger als ein Viertel ist noch übrig. Bonettis Berliner Observatorium der wirklichen Welt wird mit Gas beheizt. Darüber sollte die Regierung mal nachdenken.

Wie wäre es, wenn alle Nachrichten mit einer Woche Verzögerung veröffentlicht werden. Sie wären dann weniger schockierend und bedrohlich. Ein tröstlicher Gedanke, oder?

„Dessous-Krieg in Hollywood”. Das hatte ich befürchtet.

Curt Cress - Sundance

Freitag, 13. Februar 2026

Bonetti lehnt Rücktritt ab


Blogstuff 1280

„Politiker sind per Definition widerlich... Sie können nichts produzieren, weder ein Brot noch einen Tisch noch ein Bild; und diese Unfähigkeit, Wert zu schaffen, diese totale Minderwertigkeit, macht sie neidisch, rachsüchtig, unverschämt und zu einer Gefahr für Leib und Leben.“ (Gerhard Richter)

Neben den richtigen Nobelpreisen gibt es noch den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften. Ein obskures und überflüssiges Fachgebiet. Gäbe es einen echten Nobelpreis für Wirtschaft, müsste ihn doch ein Unternehmer oder Erfinder bekommen, oder?

Trump träumt von einem „Niemandsland“, also einem Gebiet, das staatenlos und unbewohnt ist. Das gibt es heute nur noch in der Antarktis (siehe: „Antarktisvertrag“). Norwegen hat 1931 ein Gebiet im Osten Grönlands mit der Begründung besetzt, es sei „Terra Nullius“. Der internationale Gerichtshof entschied in dieser Sache 1933 aber für Dänemark als rechtmäßigen Besitzer.

Was waren das für wilde Zeiten damals. Illegale Tupper-Partys in dunklen Seitengassen, Amaretto am frühen Nachmittag, einfach so, ohne besonderen Anlass.

Nachdem die ganze Erde „entdeckt“ war, blieben am Ende nur noch zwei gedachte Punkte, die man im 20. Jahrhundert erreichen wollte: den Südpol (1911) und den Nordpol (1926 per Luftschiff, 1968 auf dem Landweg). 1969 folgte dann der Mond. Jetzt soll es auf den Mars gehen.

Großer Gott! Heute Nacht habe ich geträumt, ich hätte Wahlkampf für die SPD gemacht. Wie schlimm kann es noch werden?

Das unterscheidet Kanada von den USA: Amoklauf einer weiblichen Transperson. Neun Tote.

„Land in Sicht“, ruft der Marsgast im Krähennest dem Steuermann zu. Aber es ist nur der Bauch Bonettis, der aus dem Wasser ragt.

Laut BILD-KI heißt die Stadt, die am besten zu mir passt, Eindhoven. Da war ich doch einigermaßen überrascht.

Warum heißt es „alkoholfreies Bier“ und nicht einfach „Getreide-Fanta“?

Angesichts der Wetterlage lese ich zum ersten Mal seit über vierzig Jahren wieder „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ von Christoph Ransmayr. Es geht um eine österreichische Arktisexpedition im 19. Jahrhundert, die den Nordpol nicht erreichen wird. Für die Habsburger Krone nimmt man das menschenleere Franz-Josef-Land in Besitz, das inzwischen zu Russland gehört. Heute leben auf den 191 Inseln immerhin elf Menschen.

Wir sind zwar nicht im ewigen Eis gefangen, aber wir sind Gefangene unserer Zeit. Denken Sie mal darüber nach. Oder besser nicht.

Donnerstag, 12. Februar 2026

Kaninchen tötet Schlange

 

Frankfurt 1987. Mein erster großer Fall. Wir observierten Dimitri Gonzalez, einen international gesuchten Auftragsgebrauchtwagenhändler, der unserem Bürgermeister einen uralten Peugeot mit aufgeklebtem Mercedesstern als Luxuslimousine angedreht hatte. Damals hingen überall die Wahlplakate zur Bundestagswahl: „Weiter so, Deutschland“ (CDU), „Den Besten für Deutschland: Johannes Rau“ (SPD), „F.D.P. - Zukunft durch Leistung“.

Es war schwierig, auch nur in die Nähe von Dimitri zu kommen, der sich in der Kaiserstraße, dem hiesigen Rotlichtmilieu, verschanzt hatte. Ich sah so unauffällig aus, dass ich praktisch mit meiner Umgebung verschmolz. Vokuhila-Frisur und Schnauzbart, Pilotensonnenbrille, lila Blazer mit Schulterpolstern und weiße Karotten-Jeans, rote Cowboystiefel und ein Saga-Shirt. Heute würde diess Outfit schwuler wirken als ein Arschfick.

Ich fuhr damals einen Ford Granada, Lackierung: Arizona-Goldmetallic, V6-Motor mit 160 PS, Baujahr 1981. Damit wirkte ich wie ein ambitionierter Nachwuchszuhälter. Aber Dimitri ließ sich nirgends blicken. Auch meine Kollegen hatten kein Glück.

Dann kam mir die rettende Idee. Durch einen V-Mann wussten wir, dass Dimitri im „Madame Olga“ (heißt inzwischen „Cum and Go“) war und dass er gerne in die Sauna ging. Ich hatte eine geniale Idee: Wir schickten Holgi hinein. Harmlos, nett, mit einem Gesicht, das man sofort wieder vergaß.

Holgi hatte Laktoseintoleranz. Vor seinem Einsatz aß er eine Käsepizza mit Extra-Käse und trank einen Milkshake. So ging er in den Puff und betrat die Sauna. Eine Viertelstunde später kamen alle herausgerannt, schreiend und nackt, in wilder Panik und um Luft ringend. Ich nahm die Verfolgung von Dimitri auf, der in Richtung Hauptbahnhof lief. Kurz vor dem Bahnhof trat er auf einen Legostein. Das war’s.

Fall gelöst. Verhaftung. Aber das glaubt einem ja heute kein Mensch mehr. Nächste Woche erzähle ich von meinem zweiten Fall, der bedeutend schwieriger war: Gunnar die Blutaxt, ein schwedischer Eishockey-Hooligan.

Beastie Boys - No Sleep Till Brooklyn

Mittwoch, 11. Februar 2026

Wer erschoss Jesus?


Blogstuff 1279

„Über den Ozean der Innerlichkeit erreichte ich den Kontinent des Unbewussten und machte mich auf den abenteuerlichen Weg zu neuen und entlegeneren Zielen wie dem Palast der Erkenntnis.“ (Andy Bonetti: Meine Reise ins Herz der Welt)

Was würden wir nach dem Zusammenbruch der Zivilisation am meisten vermissen? Die Tagesschau, Söder-Foodporn, blonde Strähnchen, Nagelstudios, Pringles, Bausparverträge, die Scorpions?

Immer, wenn der Thunfisch im Konjunktiv zum Herpes im Haus des Schulz steht, verwandle ich mich in einen Versicherungsvertreter und versetze ganze Stadtteile in Angst und Schrecken.

Hermann Hesse lebte in einem kleinen Cottage in Wichtelbachshire, umgeben von Büchern und Leguanen, und konvertierte im hohen Alter noch zum Satanismus.

In einer Disco in Offenbach: „Ei, was habbe mä denn hier? Soun rischdisches Schnuckelsche. Unn disch do dribbe, disch däd isch aach emol uffreise.“ Jetzt wissen Sie auch, warum die Hessen so wenige Kinder haben.

Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Fünfzig Jahre trockener Bettnässer.

„Mofa Aktuell“, ab nächste Woche an Ihrem Kiosk.

Nostalgie habe ich noch nie verstanden. Das Schnitzel, das ich vor zwei Wochen gegessen habe, ist Teil meiner Vergangenheit, aber ich denke nicht mit Sehnsucht an diese Mahlzeit zurück. Technologien und Regierungen mögen wechseln, die wichtigen Dinge (z.B. Schnitzel) bleiben, weil wir es so wollen. Welche Gerichte aus unserer Kindheit sind verschwunden? Wunderbarerweise sind sogar neue dazugekommen.

Die USA planen neue Einreiseregeln. Die Telefonnummern der letzten fünf Jahre und die Mailadressen der letzten zehn Jahre müssen bei der Einreise angegeben werden, dazu sämtliche persönliche Daten der Verwandtschaft. Ich erinnere mich an diverse Visumanträge in den achtziger Jahren für Reisen in den Ostblock, die weniger kompliziert waren. Aber man muss ja auch nicht in die USA.

Täglich grüßt das Debatten-Murmeltier. Mit der Regelmäßigkeit, mit der die Diskussion über ein Tempolimit auf Autobahnen wieder auftaucht, kommt auch die Diskussion über eine Arbeitspflicht für Arbeitslose um die Ecke. Seit Jahrzehnten immer dieselben Argumente und dieselben Parteien. Dann scheinen ja alle anderen politischen Fragen gelöst zu sein.

Auch die Natur ist der menschlichen Marktwirtschaft unterworfen. Tiere, die sich am Markt nicht durchsetzen, sterben aus (Dodo, Beutelwolf, Auerochse usw.). Tiere, die sich am Markt durchsetzen, vermehren sich massenhaft (Huhn, Rind, Schwein usw.).




 

Dienstag, 10. Februar 2026

ICE-Zeit

 

Was fällt bei ICE-Agenten auf? Was unterscheidet sie von der Polizei, vom FBI usw.? Sie sind vermummt. Warum eigentlich?

Aber man kann den oberen Teil des Gesichts sehen. Was fällt uns auf? Es sind alles weiße Männer. Keine Schwarzen, keine Latinos, keine Frauen. Wie beim Ku-Klux-Klan oder der SA.

Warum bewirbt man sich bei Trumps neuer Prätorianergarde? Weil es der feuchte Traum aller Nazis ist: dunkelhäutige Menschen jagen und eine Lizenz zum Töten haben. Für diese Leute ist das der ultimative Kick. Das kann kein Bürojob. „A Clockwork Orange“ lässt grüßen. Deswegen gibt es bei der Neurekrutierung auch keine Probleme. ICE wächst so schnell wie Hitlers Privatarmee. Wie viele der ICE-Men waren wohl früher in einer rechtsradikalen Bürgerwehr und patrouillierten in einem selbstgekauften Tarnanzug durch die Wälder von Kentucky?

Der Mörder von Renée Good kam nicht ins Gefängnis, für ihn wurde Geld gesammelt und er ist jetzt Millionär. So motiviert man hasserfüllte weiße Faschisten, zu Trumps Miliz zu kommen. Dort radikalisieren sie sich gegenseitig immer weiter.

P.S.: Steve Bannon hat angekündigt, bei den Wahlen im November ICE-Schergen vor den Wahllokalen einzusetzen. Es steht natürlich nicht in seiner Macht, aber kein anderer Rechtsradikaler hat ihm widersprochen. Trump möchte die Wahlen von seiner Partei organisieren lassen. Wo sind wir aktuell? 1933, 1934, 1935?




Montag, 9. Februar 2026

Die neue Sehnsucht nach Bürgerlichkeit

 

Blogstuff 1278

Drei Tage lang stand der deutsche König Heinrich IV. im Jahre 1077 barfuß und im Büßergewand vor der Burg des Papstes in Canossa im Schnee, bis er zur Audienz empfangen wurde. Und in Berlin jammert man, wenn die Gehwege nicht schnell genug gestreut werden.

Wie viele Handy-Abhängige haben sich in diesem Winter schon auf die Schnauze gelegt, weil sie nicht auf den Weg geachtet haben?

Frankreichs Antwort auf McDonald’s: Big Fernand. „L’Atelier du Hamburgé“. Die Antwort auf Burger King ist King Marcel. „La Passion du Burger“. Der größte Burger ist „Le King“, eine Art Doppel-Whopper. Kostet einzeln aber auch stolze 15 €.  

Essen ist wie Leistungssport und ich habe die besten Jahre hinter mir. In den USA gibt es einen Whopper mit vier Patties, das sind 450 Gramm Fleisch. Hätte ich früher locker geschafft, heute würde ich es gar nicht erst probieren.

Trump steht als geisteskranker Herrscher in einer langen Tradition. Ludwig Zwo, König von Bayern, verlor sich in Bauprojekten wie Neuschwanstein, Trump baut einen Ballsaal und einen Triumphbogen. Der „Arc de Trump“ soll mit 76 Metern Höhe deutlich größer werden als Napoleons Triumphbogen in Paris, Hitlers Triumphbogen in der geplanten Welthauptstadt Germania wäre allerdings 117 Meter hoch gewesen. Caligula war grausam und größenwahnsinnig, er hat ein Pferd zum Konsul ernannt. Trump hält sich für den besten US-Präsidenten aller Zeiten und machte einen Fox-Reporter zum „Kriegsminister“. Karl VI. von Frankreich (1368–1422) glaubte, er sei aus Glas. Wann glaubt Trump, er sei aus Gold? 

Werde ich alt? Genau vor fünfzig Jahren, 1976, kam ich ins Gymnasium. Sextaner rulez!

Sieben Uhr morgens, ich wache auf. Ich mache die Nachttischlampe an, ein kurzes Aufleuchten, dann ist die Glühbirne durchgebrannt. Der Tag geht ja gut los, denke ich. Ich schraube die kaputte Birne heraus, drehe eine neue Birne rein und fühle mich eine Stunde lang wie Hulk. Und wieder mal: Problem (Glühbirne), Lösung (ich).

Dinkelsbühl, vor etwa zehn Jahren. Restaurant. Am Nebentisch ein Ehepaar, irgendwo zwischen vierzig und fünfzig Jahre alt. Eine Stunde lang schweigen sie sich an, während wir uns köstlich amüsieren. Ich sehe zu ihnen hinüber, die Frau funkelt mich böse an. „Warum lassen sie sich nicht einfach scheiden? Dann haben sie das Elend hinter sich.“ Hätte ich am liebsten gesagt. Aber wie immer spielt sich dieser Kommentar nur in meinem Kopf ab.

Geschichten über persönliche Niederlagen sind eigentlich immer lustiger als Geschichten über Erfolge.

Hätten Sie’s gewusst? Die deutsche Krimiserie „Nord bei Nordwest“ ist nach dem Hitchcock-Krimi „North by Northwest“ benannt.


Als die Welt noch in Ordnung war.

 

Sonntag, 8. Februar 2026

Das Ende der Illusionen

 

„Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Büchern, das habt ihr mir getan.“ (Bonetti 25, 40)

Es heißt, man soll seinen Helden nie im wirklichen Leben begegnen.

Es war vier Uhr nachmittags, als ich das „Love is in the hair“ betrat. Ein ehemaliger Friseursalon, der zu einer Kneipe umgebaut worden war. Das Schild über dem Eingang hatte man hängen lassen.  Stammgäste von Uli, dem Wirt, nannten die Kaschemme einfach nur das „Loch“.

Er saß in einer Ecke am Tresen, der Glücksspielautomat neben ihm piepste. Ein ausgeblichenes Shirt mit der Aufschrift „Hard Rock Café Leverkusen“ spannte über seinem Bierbauch, der über den Gürtel hing. Mit glasigen Augen schaute er in das Whiskyglas vor ihm. Die Literaturlegende, von seinen weiblichen Fans einfach nur „Love God“ genannt.

Andy Bonetti.

Sein Anblick hatte nichts mit den Fotos auf den Innenseiten seiner Buchcover zu tun. Aufgedunsenes Gesicht, ein handbreiter Scheitel, wo man seine berühmte Elvis-Tolle vermutet hätte, warzenbedeckte Wurstfinger.

Ich setzte mich zwei Barhocker weiter und bestellte mir einen Asbach-Cola on the rocks. Nach einer Weile kamen wir ins Gespräch. Von seinem Esprit war nichts geblieben. Er dachte, Witze über Holländer seien geistreiche Bemerkungen, und lästerte über Heinrich Böll und Hermann Hesse. Was machte dieser Mann eigentlich in Moabit?

Dann fing er an, über das neue Buch zu sprechen, an dem er gerade arbeitete. Es geht um einen dreibeinigen Hund namens Gregory, der bei einer jungen Frau lebt. Er kann mit Mary sprechen, aber mit keinem anderen Menschen. Die Geschichte spielt in den frühen sechziger Jahren in Manitoba. Mary lernt einen Mountie kennen, sie heiraten und ziehen zusammen. Gregory verstummt und verlässt eines Nachts das Haus. Er geht auf Wanderschaft und lernt, dass er auch mit Waschbären und Eichhörnchen sprechen kann. Bonetti sagte, er sei sich über den Ausgang der Geschichte noch unschlüssig.

Irgendwann war er so besoffen, dass Uli ihn rauswarf. Er konnte nicht mehr selbständig laufen, also packte ich ihn und legte meinen Arm um seine Schultern. Auf die Frage, wo er wohne, sagte er mir, er könne sich nicht erinnern. Also nahm ich ihn mit nach Hause.

Auf der Fahrt kotzte er aus dem Fenster und hinterließ breite Schlieren auf meiner Beifahrerseite. Beim Sternburg-Schlummifix zeigte Bonetti mir seine Tätowierung auf dem Oberarm. S.O.B. Sons of Bockenheim. Später gestand er mir, er sei völlig abgebrannt. Selbst seine Unterwäsche sei nur geleast. Er schlief auf der Couch und plünderte am nächsten Morgen meinen Kühlschrank.

Bonetti blieb eine Woche. Schließlich warf ich ihn raus.

 

 

Samstag, 7. Februar 2026

Grimms Gram


Blogstuff 1277

„Lifestyle-Teilzeit“: Das hat die Connemann, Staatssekretärin in Reiches Reich und Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (Motto: „Connemann, geh du voran“), nicht zu Ende gedacht. Teilzeit nur für Menschen mit Kindern, pflegebedürftigen Angehörigen usw.? Wer hätte das im Einzelfall überprüfen sollen? Es gibt 17 Millionen Teilzeitbeschäftigte. Dafür hätte man vermutlich eine neue Behörde mit tausenden Mitarbeitern gründen müssen, die dann jahrelang sämtliche Bestandsfälle und neuen Fälle überprüfen müssten. Deutsche Bürokratie at its best. Und natürlich wäre das der Horror für den Mittelstand und die Wirtschaft gewesen, weil man das bestehende Personalgefüge in sämtlichen deutschen Betrieben durcheinandergewirbelt hätte. Die Dinge vom Ende her denken – leider in der deutschen Politik nicht mehr in Mode.

Wenn ich mit sechzig Jahre denke, ich möchte nach Jahrzehnten der Berufstätigkeit noch ein bisschen was vom Leben haben, bevor ich gebrechlich werde, beantrage ich Altersteilzeit. Meine Entscheidung, mein Lifestyle. Altersteilzeit ist in Betriebsvereinbarungen und Tarifverträgen geregelt (und wieder mal: Tarifautonomie, liebe CDSU) oder wird in kleineren Betrieben individuell mit dem Arbeitgeber vereinbart (der meinen Antrag übrigens ohne Begründung ablehnen darf – das nennt man unternehmerische Freiheit). Der allgemeine Anspruch auf Teilzeit ist bekanntlich seit einem Vierteljahrhundert gesetzlich geregelt. Der Drops ist gelutscht.

Früher hat es zum Markenkern der SPD gehört, mehr Staat zu fordern. Jetzt wabern diese sozialistischen Wahnvorstellungen von einem Nanny-Staat, der alles zwanghaft kontrollieren möchte, durch die Union. Früher haben sich die Sozis in aller Öffentlichkeit gestritten wie die Kesselflicker, jetzt erleben wir dasselbe Phänomen bei der Union. Verstehen wir uns nicht falsch: Es ist gut, wenn in einer Partei diskutiert wird, wenn die Vor- und Nachteile neuer Ideen abgewogen werden, aber das macht man natürlich intern. Wenn ein Ehepaar eine Meinungsverschiedenheit hat, klärt es das unter vier Augen und nicht lautstark in einem vollbesetzten Restaurant. Da hat sich die CDSU ein Eigentor geschossen, weil es viele Wähler (am 8. März ist die erste Landtagswahl in diesem Jahr) gegen sie aufgebracht hat. Es wird nicht das letzte sein, da Merz seinen Saftladen offenbar nicht im Griff hat.

Apropos Saftladen: Bei der Bundestagswahl 2013 kam die Union noch auf 41,5 Prozent. Jetzt liegt sie in den Umfragen bei 25 Prozent. Die drei Parteivorsitzenden nach Merkel haben aus einem großen Saftladen einen kleinen gemacht, wie es Loriot formuliert hätte.   

US-Größenwahn ist nicht auf Sleepy Don begrenzt. JD Vance kam mit 14 Flugzeugen zu den Olympischen Winterspielen. Seine Fahrzeugkolonne umfasst hundert Wagen, die demnächst durch die Gassen von Cortina d’Ampezzo gondeln werden. Ich bin vor etlichen Jahren mal dort gewesen, das Bergdorf hat 5000 Einwohner. Wird seine mitgereiste ICE-Miliz Jagd auf Italiener (alle illegal!) machen und sie nach Honduras abschieben? Darf man Wortspiele wie ICE-Hockey und ICE-Kunstlauf machen, ohne erschossen zu werden?

Fun Fact: Eines der Flugzeuge enthält nur US-Lebensmittel, da man in Italien bekanntlich nicht ins Restaurant gehen kann.

Freitag, 6. Februar 2026

Strahlentod im Morgenrot

  

Blogstuff 1276

Klimawandel extrem: In Australien ist es jetzt fast fünfzig Grad heiß – mitten im Winter.

Söder hat das Prinzip Trump verstanden, praktiziert es aber nur in Zeitlupe. Einmal im Monat kommt er mit einem völlig schwachsinnigen Vorschlag um die Ecke. Januar: Abschaffung von sechs Bundesländern, Februar: unbezahlte Mehrarbeit für alle (außer ihm selbst).

Demnächst in allen großen Kinos: Melania 2. Sie steigt in Grönland aus einer Limousine, in Island und im Saarland.

Ich wusste gar nicht, wie belesen amerikanische Drehbuchautoren sind. Neulich wurde in einer DS9-Folge gleichzeitig Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ und Jules Vernes „Die Leiden eines Chinesen in China“ verwendet. Der Ferengi Quark verkauft seinen Körper und will den Vertrag später rückgängig machen, aber der Verkäufer besteht auf der Leiche (Shylocks „Pfund Fleisch“). Quark engagiert einen Killer, da er nicht imstande ist, Selbstmord zu begehen. Er möchte aber auch nicht hingerichtet werden, der Killer soll ihn überraschen (wie den reichen Chinesen bei Verne).

Müssen die Flüchtlinge, die uns – laut Blitzfritz – die Zahnarzttermine wegnehmen, demnächst auch ihre Rechnungen selbst bezahlen? Frage für meinen syrischen Nachbarn.

Vor vielen Jahren, als ich die wunderbare Welt der Zwischenraumzahnbürsten noch nicht für mich entdeckt hatte, saß ich in einem Restaurant. Auf dem Tisch stand, neben Salz- und Pfefferstreuer, ein kleines Gefäß mit einzeln in Plastik verpackten Zahnstochern. Ich benutzte einen Zahnstocher und steckte mir fünf oder sechs in die Jackentasche. Zuhause stellte ich mir die Frage, ob es moralisch zu vertreten ist, so etwas zu tun. Es ist juristisch sicher unbedenklich und kein Wirt würde deswegen die Polizei rufen – aber es handelt sich um ein ethisches Dilemma. Ich habe die mitgenommenen Zahnstocher nie benutzt. War es Schamgefühl? Hätte ich sie zurückbringen sollen? Aber ich habe es nicht über mich bringen können, das Restaurant noch einmal zu besuchen. Könnte mir jemand im Kommentarbereich die Absolution erteilen oder „Schande über dich“ schreiben?

Ich habe jetzt jemanden engagiert, der für mich Liegestützen macht und joggen geht. Endlich kann ich am Stammtisch wieder die Daten meiner Apple-Watch präsentieren.

Weltuntergangsuhr steht auf 85 Sekunden vor zwölf. In meiner Kindheit war es fünf von zwölf. Bei dem Tempo muss ich mir keine Sorgen machen.

Laut einer Umfrage des ifo-Instituts geben die deutschen Unternehmen der Merz-Regierung für ihr wirtschaftspolitisches Handeln im Durchschnitt die Schulnote 4,2. Ich sage nur: Die Versetzung ist stark gefährdet. 

Auf einen verregneten Sommer folgt ein Winter mit Dauerfrost – Deutschland wird wieder normal.

Donnerstag, 5. Februar 2026

Bis der Kittel brennt – die lustigsten Grabreden

 

Blogstuff 1275

„Der frühere US-Präsident Donald Trump hat für Aufmerksamkeit gesorgt, nachdem er behauptet hat, die Vereinigten Staaten und Italien seien seit der Zeit des antiken Roms Verbündete.“ (Kosmopolit via FB)

Neben den Gespensterdebatten über die massenhafte Verbreitung von Lifestyle-Teilzeit und Work-Life-Balance ist die „Vier-Tage-Woche“ besonders lustig. Es gibt in Deutschland keinen einzigen Tarifvertrag, in dem steht, man könne Vollzeit in vier Tagen arbeiten. Es sind immer fünf, seit Einführung der Vierzig-Stunden-Woche in den sechziger Jahren. Es gibt aber die Möglichkeit, sich individuell mit dem Arbeitgeber auf eine solche Regelung (4 x 10 h = 40 h) zu einigen. Fun Fact: Die gesetzliche Vier-Tage-Woche gibt es nur in Belgien.

Ich habe im Kino „Melania“ gesehen und es ist ein phantastischer Film. Im Sommer bekommt er sicher sieben FIFA-Oscars.

Viele Glücksspieler haben in ihrem Leben eine Menge Pech.

Kanzleramtsminister Frei beruhigt die reformscheuen Deutschen. Der Herbst der Reformen wurde auf das Ende der Legislaturperiode 2029 verschoben. Weiter so wie immer! Keine Experimente!

Am 12 und 13. August 1989 fand das „sowjetische Woodstock“ in Moskau statt. 250.000 Rockfans hörten Bon Jovi, die Scorpions und andere Bands. Das Rock-Verbot in der UdSSR wurde aufgehoben, 1991 brach das rote Imperium unter den Akkorden von „Winds of Change“ (November 1990 veröffentlicht) zusammen. David Hasselhof hatte im Herbst 1989 bereits ein Loch in die Berliner Mauer gesungen und das war’s.

Die Bundesregierung hat eine „Nationale Tourismusstrategie“ beschlossen. Endlich geht es mit der Wirtschaft aufwärts. Sie enthält die bewährten Bestandteile: Bürokratieabbau, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Verbesserung der Mobilität (so wichtig beim Reisen!). Außerdem möchte man mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen die Suche nach Fachkräften unterstützen. Macht Kulturmanager und Gender-Uschis zu Kellnern und Zimmermädchen!

Nach dem Erfolg von Abu Dhabi: Giacomo Putini führt seine Operette „Der Friedensfürst“ in Verona auf.

Beim Bewerbungsgespräch: „Herr Pralinski, in Ihrem Lebenslauf fehlen zwei Jahre.“ – „Da habe ich als Gesetzloser in den Bergen gelebt.“

Meine Quartetts sind meine Altersvorsorge. Vor allem die Autoquartetts aus den 70er und 80er Jahren. Alle noch originalverpackt. Aber mein Herz gehört den Schiffe-Quartetts, bevorzugt Kriegsschiffe aus den beiden Weltkriegen.

Herzlichen Glückwunsch, HarperCollins-Verlag aus den USA. Vor sechs Jahren kaufte ich mir „Broken“ von Don Winslow. Jetzt habt ihr dasselbe Buch unter dem Namen „Crime 101“ als Neuerscheinung im vergangenen Monat angepriesen und ich bin drauf reingefallen. Ich glaube, wir werden keine Freunde mehr.

 

Dienstag, 3. Februar 2026

Läuft die CDU/CSU gerade Amok?

 

Pünktlich zum Auftakt des Wahljahres, im März wird in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt, bläst die Union zum Generalangriff auf die Bürger. Die Panzerkreuzer Merz, Söder und Reiche feuern aus allen Rohren.

·         Krankenstand. Schaut man sich den Krankenstand nach Berufsgruppen an, haben Wissenschaftler und die oberste Managementebene die wenigsten Tage p.a. und die Pflegekräfte die meisten. Wer hätte das gedacht? Staatsdiener sind viel länger krankgeschrieben als Angestellte aus der Privatwirtschaft. Möglicherweise spielt auch die Überalterung der Bevölkerung eine Rolle. In den nächsten Jahren gehen die geburtenreichsten Jahrgänge der Bundesrepublik in Rente. Löst sich das „Problem“ dann von selbst?

·         Mehrarbeit. Kann jetzt die Regierung bestimmen, wie lange wir arbeiten? Noch gilt die Tarifautonomie: Arbeitgeber und Arbeitnehmer handeln die Arbeitsverträge selbständig aus. Oder leben wir jetzt im Sozialismus? Das ist ein massiver Eingriff des Staates ins Wirtschaftsleben. Übrigens schaffen Überstunden weder Arbeitsplätze noch Aufträge für die Unternehmen.

·         Lifestyle-Teilzeit. Kampfbegriff der konservativen Boulevardmedien. Viele Frauen arbeiten nur halbtags, weil es zu wenig Kita-Plätze und zu wenig Angebote zur nachschulischen Betreuung gibt. In diesem Zusammenhang könnte man auch über Fehlanreize wie das Ehegattensplitting sprechen.

·        Work-Life-Balance. Früher hieß das mal “Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. Dazu gehört z.B. die Flexibilisierung der Arbeitszeit über Arbeitszeitkonten, der Wechsel von Voll- zu Teilzeit in der Phase der intensiven Kinderbetreuung – und zurück, wenn die Kinder im Teenageralter sind oder das Haus verlassen. Natürlich gehören auch hier Betreuungsangebote zur Diskussion. Die Denunzierung der Familien durch die Unionspolitiker wird nicht zu mehr Geburten in diesem Land führen.

·         Rentenalter. Natürlich kommt auch dieser alte Hut wieder, wenn einem gar nichts mehr einfällt. Sollen die Alten eben länger arbeiten. Vielleicht haben diese Leute aber auch gar keine Lust, sich den Befehlen des Kanzlers zu beugen?

·         Krankenkassenreform. Wenn ich in Zukunft Ohrenschmerzen habe, zahlt die Krankenkasse, wenn ich Zahnschmerzen habe, zahle ich selbst? Ich bitte um genauere Erklärung. Erst vor wenigen Wochen wurden die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung erhöht, jetzt werden die Leistungen gekürzt.

·         Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Je nach Wahnwitz der beteiligten Politiker und Unternehmer werden der erste oder die ersten drei Krankheitstage nicht mehr bezahlt. War da nicht auch irgendwas mit Tarifautonomie?

Da werden die CDU-Landespolitiker in allen fünf Bundesländern, in denen in diesem Jahr gewählt wird (+ Kommunalwahl in Bayern) alle Händevoll zu tun haben. Den Anfang machen im März die Schwaben, denen man gerade weißmachen will, sie seien alle Faulpelze und Blaumacher. Viel Erfolg am Wahlkampfstand und bei den Kundgebungen.