Donnerstag, 2. Juli 2026

Bier, Boston, Baraguay

 

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„Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören.“ (Arthur Schopenhauer)

Was soll die Kritik an Nagelsmann? Bisher hat es eine deutsche Mannschaft noch nie bis ins Sechzehntelfinale geschafft.

Fan-Meile geschlossen, Auto-Corso abgesagt. Aber nach der „Nacht der Schande“ (BILD zur Niederlage gegen Paraguay) kommt am Morgen danach alles noch viel schlimmer. DFB-Fan-Legende Andy Bonetti wird auf seiner Parkbank von einem Vogel (Name unbekannt, vermutlich Syrer) vollgeschissen.

Aus gutem Grund gab es früher kein Elfmeterschießen. Es gab ein Wiederholungsspiel und bei einem zweiten Unentschieden warf der Schiri eine Münze. Inzwischen gibt es, ob aus Gründen der Mediendramaturgie oder des dichten Spielplans, einen erbarmungslosen Entscheidungsprozess. Die Spieler gehen allein mit dem Ball in den Hand vom Mittelkreis zum Elfmeterpunkt. Ein langer und einsamer Weg, obwohl dich vielleicht eine Milliarde Menschen anstarren. Es liegt nur an dir. Es gibt keine Ausreden, keine Fehlentscheidung des Schiris, keine schlechten Platzverhältnisse oder Fehlpässe. Du bist der Held oder der Depp der Nation. Die Belastung muss unglaublich sein. Ich erinnere mich ans EM-Finale 2021, als England im Wembleystadion die letzten drei Elfer verschoss. Anschließend wurde den Spielern eine Medaille umgehängt, die viele Engländer nach wenigen Schritten wieder abnahmen, weil sie es nicht als Auszeichnung empfanden. Für den Rest deines Lebens bist du gebrandmarkt. Fragen sie Gareth Southgate. Sein verschossener Elfmeter 1996 (auch in Wembley) gegen Deutschland ist bis heute unvergessen.

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Wir müssen bei der Analyse der Niederlage gegen Paraguay ehrlich sein. Wir haben keinen Mbappé, keinen Messi, keinen Kane, keinen Haaland. Wir haben keine Weltstars. Wir haben solide ausgebildete Fußballangestellte, denen leider jegliche Kreativität und Phantasie fehlt. Für Deutschland steht das Finanzamt Gütersloh auf dem Platz. Die DFB-Auswahl hat zu keinem Zeitpunkt zu den Favoriten gehört, auch nicht zum ominösen „erweiterten Favoritenkreis“. Es tut mir leid, aber wir werden für die nächsten Jahre von jeden Gegner zu besiegen sein.

Im Vergleich zum „Rumpelfußball“ früherer Zeiten ist das Spiel in den letzten Jahrzehnten zwar technisch besser geworden, aber die körperliche Robustheit und der Einsatzwille gingen verloren. Früher standen Leute wie Briegel und Hrubesch auf dem Platz, denen musstest du nur ins Gesicht sehen und hast gedacht: Dem will ich nachts nicht in der Unterführung hinterm Bahnhof begegnen. Heute stehen elf geföhnte Susis auf dem Platz, vor denen kein Gegner mehr Respekt hat.

+++breaking news+++ Kongo führt gegen England. Esel-Corso in Kinshasa.

 

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