Mittwoch, 29. April 2020

Mathematik für Pandemieleugner


Es ist immer das gleiche. Egal, ob man es mit Holocaustleugnern, Klimaleugnern oder Pandemieleugnern zu tun hat. Es helfen nur Daten und Fakten. Folgende kleine Berechnung führt uns vor Augen, warum Hygiene- und Abstandsregeln dringend notwendig wurden und warum im Lockdown die Maßnahmen verschärft wurden:
Gehen wir zurück zum 1. März. Es ist noch nicht einmal zwei Monate her, da gab es nur 130 Infizierte in Deutschland. Die Verdoppelungsrate betrug an diesem Tag 1,6. Das heißt, alle 1,6 Tage oder alle 38,4 Stunden verdoppelte sich die Zahl der Infizierten. Gehen wir davon aus, es wären keine Maßnahmen ergriffen worden, und wir hätten dieser Dynamik tatenlos zugeschaut. Innerhalb von knapp 31 Tagen, also bis zum 1. April, würde sich die Zahl der Infizierten 19 Mal verdoppeln. Das wären 68,1 Millionen Menschen. Wir hätten also längst die Herdenimmunität erreicht, dafür aber womöglich 680.000 Tote, wenn wir von einer Sterblichkeit von einem Prozent der Infizierten ausgehen. Das Gesundheitssystem wäre zusammengebrochen, jede Stadt hätte ihr eigenes Massengrab bekommen.
Aktuell verdoppelt sich die Zahl der Infizierten alle 67 Tage. Es ist also richtig, über die Aufhebung des Lockdowns zu sprechen. Aber es ist falsch zu behaupten, es sei nur eine Grippe und die Fallzahlen seien doch viel zu niedrig, um von einer Pandemie zu sprechen. Mit dem Resultat der Maßnahmen wird jetzt gegen die Ergreifung der Maßnahmen diskutiert. Das ist schizophren.
Geld oder Leben? So fragten früher die Räuber, wenn sie eine Kutsche überfielen. Vor dieser Frage stehen auch die Regierungen bei ihren Maßnahmen gegen die Pandemie. Schweden hat sich anders entschieden als Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und viele andere Länder. Ergebnis: Drei Mal mehr Covid19-Tote im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße als Deutschland.
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/coronavirus-karte-verdopplungszeit-101.html

Dienstag, 28. April 2020

Was Laschet, Palmer und Schäuble noch lernen müssen


Seit der Steinzeit versuchen wir, die Natur mit den merkwürdigsten Methoden zu beeinflussen: Beschwörungen, Rituale, Zeremonien, Opfergaben. Wir beten um eine gute Ernte, wir schlachten Tiere und Menschen, um die Götter zu besänftigen, von denen wir vermuten, dass sie für Erdbeben, Dürre, Krankheiten oder Stürme verantwortlich sind. Aber die Natur verhandelt nicht. Kein Parlament der Welt kann die Naturgesetze ändern. Also müssen wir Geduld haben, bis die Pandemie vorbei ist. Da hilft kein Klagen und kein Zetern, kein Amulett und kein Zauber - und vor allem keine dämlichen Sprüche wie "Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären."

Montag, 20. April 2020

Herausforderung Pandemie: Die Geheimnisse des deutschen Erfolgs


Warum ist Deutschland im Ländervergleich der Strahlemann des Corona-Zeitalters? Weil wir Politiker und Experten haben, die auf die Seuche die richtigen Antworten gefunden haben:
• Alle Bürger bleiben zu Hause, es sei denn sie müssen arbeiten, einkaufen, zum Arzt oder zu einer Behörde, das Kind zur Notfallbetreuung in die Kita bringen, ein krankes Familienmitglied besuchen, zu einer Beerdigung, mit dem Hund Gassi gehen - oder sie haben einfach Lust auf einen Spaziergang.
• Alle Geschäfte haben geschlossen, nur das Lebensnotwendige darf gekauft werden. Also sind Möbelhäuser und Baumärkte, Gartencenter und Zoohandlungen, Reinigungen und Fahrradgeschäfte, Blumenläden und Autohäuser, Antiquariate und Handyläden selbstverständlich geöffnet.
• Man darf innerhalb eines Restaurants keine Mahlzeit zu sich nehmen, aber man kann sich das Essen an der Eingangstür abholen und andernorts verzehren. Niemand überprüft, ob Köche und Kellner infiziert sind.
• Dieselben Leute, die Corona im Februar für eine Grippe hielten, im März vom Tragen einer Schutzmaske abrieten, fordern im April das Ende des Lockdowns.
• Wir haben keine Ahnung, wie viele Menschen bereits infiziert sind, weil wir nur Leute mit klaren Covid19-Symptomen testen, veröffentlichen aber jeden Tag genaue Daten zu diesem Thema. Die Zahl der Genesenen wird von einer amerikanischen Universität geschätzt.
• Dieselben Politiker, die Anfang des Jahres noch die Schließung von fünfzig Prozent aller Krankenhäuser gefordert haben, sind jetzt die gefeierten Superstars der Krise.
• Alle Deutschen halten sich selbst für systemrelevant, am meisten die Spieler der Fußballbundesliga.
• Es gibt keine Versorgungsengpässe, außer bei einigen Produkten, die gerade fehlen: Klopapier, Hefe und SCHUTZMASKEN.
• Alles wird gut, wenn man die magischen 150 Zentimeter Abstand hält. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt diese Regel nicht.
• Es gibt zu jedem Punkt innerhalb der Politik und der Wissenschaft verschiedene Meinungen, sicherheitshalber werden manche Meinungen im Internet aber gelöscht.
• Wir haben keine Ahnung, wie wir die Krankheit bekämpfen sollen, aber Händewaschen ist ein sicherer Abwehrzauber gegen das Virus.
• Wir versichern uns gegenseitig, dass wir sehr diszipliniert sind und es schaffen werden. KEINE PANIK !!!
P.S.: In Brandenburg, Meck-Pomm und Rheinland-Pfalz darf ab heute wieder Golf gespielt werden. Millionen Bürger sind erleichtert.
Clutch - Fortunate Son. https://www.youtube.com/watch?v=F1DJFNSideQ

Sonntag, 19. April 2020

Corona – ein Poem


Gelobt seist du, O Pandemie
So schön wie jetzt war es noch nie
Den ganzen Tag bin ich zu Hause
Und mache eine Dauerpause

Gepriesen seist du, Mutter Merkel
Kämpfst gegen Virus und Tuberkel
Wir folgen dir in unsrer Not
Und lechzen nach Totalverbot

Ich huldige der Einsamkeit
Bin zum Gespräch nicht mehr bereit
Nur Virologen möcht ich lauschen
Es gibt nur drinnen, nicht mehr draußen

Die schnöde Welt bleibt vor der Hütte
Mein Bett ist nun das Reich der Mitte
Mir reichen Klopapier und Pasta
Leckt mich am Arsch, Amen und Basta

Dienstag, 31. März 2020

Trittbrettfahrer en gros et en détail


Es gibt die großen Abzocker wie Adidas, H&M oder Deichmann, aber auch in den unteren Sphären des Kapitalismus suchen windige Geschäftemacher nach Profit.

Sonntag, 29. März 2020

Wichtige Information zum Ernährungsnotstand


Die gute Nachricht: Es gibt eine staatliche Notfallreserve, falls in einem Krisenfall der Markt versagt.
Die schlechte Nachricht: Es gibt nur Reis, Erbsen, Linsen, Kondensmilch, Brotgetreide (Weizen, Roggen) und Hafer. Über Getränke finde ich nichts. Da bleibt uns nur das Leitungswasser.
Im Augenblick geht es uns noch hervorragend, selbst in einem gottverlassenen Kaff wie Schweppenhausen habe ich die Auswahl zwischen vier verschiedenen Lieferdiensten, darunter sogar ein Inder.

Mittwoch, 25. März 2020

Omega-Blogger: Unterbeschäftigt & Unterbelichtet


Ein gewisser "Flatter" hat offensichtlich nichts Besseres zu tun, als von einer Müllkippe namens Ruhrpott, auf der er wie ein Waschbär haust, und die seit dem Pleistozän von tatsächlich hart arbeitenden Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet künstlich beatmet werden muss, seinen widerlichen Auswurf auf das edle Geblüt der Pfälzer Bergstämme hinab zu speien.
Jetzt sitzt der marxistische Bettelmönch in seinem kotbeschmierten Backstein-Wohnklo aus der Nachkriegszeit und füllt eine Sockenpuppe mit Kronkorken, damit er Selbstgespräche führen kann („Wilson-Syndrom“). Er findet, das würde reichen, um sich Blogger nennen zu dürfen, doch wie wir alle wissen, findet er noch nicht mal seinen Arsch, wenn eine Glocke dranhängt. Er ist eine Schande für unseren jahrhundertealten Berufsstand, jedes Nanogramm Strom ist zu schade für die Verbreitung seines geistfernen Gestammels.
Während Bonetti Media im Minutentakt Weltliteratur raushaut, um diesem strauchelnden Volk der SUV-Fahrer und Wurstfresser Zuversicht und Hoffnung zu geben, verbreitet er weiter seine defätistischen Ansichten zur angeblichen Krise unserer heißgeliebten und hochverehrten Marktwirtschaft und der kapitalgedeckten Demokratie, zersetzt das Vertrauen in die Börse als Quelle der Altersvorsorge und in Jens Spahn als Feldmarschall der Herzen in der Schlacht gegen das kommunistische Virus.
Corona hat uns schon die Freiheit genommen, jetzt will es unseren Wohlstand. Aber in Schweppenhausen steht ein einzelner Krieger, sturmumtost und ungebrochen, der den apokalyptischen Reitern des Marxismus-Leninismus in Gestalt des feynen Herrn Flatter und anderer vaterlandsloser Gesellen mutig und entschlossen die Stirn bietet. „Haltet ein“, ruft er ihnen entgegen. Und er handelt. Mit seinem Hunger und seinem Durst hält er ganze Bauern- und Bäckerfamilien am Leben. Gestern gaben sich hier mein Winzer, der Pizzabote und ein DHL-Fahrer mit einem Paket voller Mikrowellenköstlichkeiten die Klinke in die Hand. Mehrfach wurde an diesem Tag das Kriegsrecht gebrochen, weil auch noch zwei Handwerker die Fensterrahmen meines Hauses gestrichen haben.
Wieder einmal sind es die Wohlhabenden, die Klugen und die Schönen, die mit ihren prallgefüllten Geldbeuteln dieses Land am Leben erhalten. Dank erwarte ich nicht. Die Elite ist längst zum Gespött des gemeinen Volkes geworden. Aber nehmt euch in Acht, sozialistische Schlangenbrut! Er werdet noch darum betteln, für eine Handvoll Kupfermünzen vor mir im Staub zu kriechen, ihr jauchesaufenden Schweine!