Mittwoch, 4. November 2026

Zungenwurst mit Bandsalat


Blogstuff 1397

Das Literaturarchiv Marbach hat das Kiezschreiber-Blog aufgenommen. Ich fühle mich geehrt. Endlich mal eine gute Nachricht.

Zweite gute Nachricht: Die Gebäudeversicherung übernimmt meine Kosten und die des Nachbarn unter mir, die neulich beim Wasserschaden entstanden sind. Immerhin geht es für mich um 1100 Euro.

Früher hatten die Könige eine Schatzkammer voller Gold und Juwelen. Wir haben im Kanzleramt ein Hinterzimmer voller Schuldscheine.

Vierzehn Tage Krankenhausessen mit Besteck und auf Tellern – aber jetzt kann ich wieder wie ein Waschbär in Unterhosen kalte Würstchen über der Spüle essen.

Solange wir keine Dyson-Sphäre um die Sonne bauen können, nehme ich die menschliche Zivilisation nicht ernst.

1961 kostete ein Zentner Kartoffeln acht Mark, also vier Euro.

Wie heißt der längste Fluss der Welt? Nils.

In vierzig Jahren wäre ich hundert Jahre alt. Gehe ich vierzig Jahre zurück, wäre ich im Jahr 1986, obwohl es mir wie gestern vorkommt. Damals waren „West End Girls“ von den Pet Shop Boys und „Kiss“ von Prince die großen Hits.

Die GenZ beschwert sich über hohe Preise. Man könne sich nichts mehr leisten, am wenigsten die Miete. Hey, das wäre doch die Gelegenheit, gegen den Konsumterror aktiv zu werden. Lebensmittel werden containert oder bei der Tafel abgeholt. Das Schlafzimmer unter der Brücke ist kostenlos, da guckt das Ausbeuterschwein aka der Vermieter blöd aus der Wäsche. Abitur, Studium? Wozu? Um später als Angestellter oder Beamter vom System absorbiert zu werden? Keine Steuern zahlen, keine Sozialabgaben! Lebt wie Diogenes oder Oskar in einer Tonne und lasst euch den ganzen Tag die Sonne auf den Bauch scheinen. Das wäre wirklich revolutionär. Macht nicht dieselben Fehler wie die 68er oder die Friedensbewegung. Und nicht den Abgang in die Bedeutungslosigkeit vergessen wie vor euch Fridays for Future, Occupy, Attac e tutti quanti.  

„Volkspartei“ ist so modern wie Graupensuppe und tote Oma.

Hacker greifen TK-Pizza an. Das ist schlimmer als die wenigen Plünderungen vom Samstag.  

Früher wurde Fleisch mit Gift oder Rasierklingen präpariert, um Hunde zu töten. Jetzt gibt es Stecknadeln in Süßigkeiten, die an Halloween an Kinder verteilt wurden. Leider werden diese kranken Schweine, die dahinterstecken, nie erwischt.



 

3 Kommentare:

  1. Das Hinterzimmer ist voller Sondervermögen ! Unser junger Freund muss auf dem Gebiet PR noch viel lernen ;)

    AntwortenLöschen
  2. "Stecknadeln in Süßigkeiten"
    Da hat sich jemand wirklich große Mühe gemacht. Das kommt heraus in einem Bildungssystem, in dem es heißt "Aber toll, wie du dich angestrengt hast!"...

    PS: Weiß man denn nicht, wo geklingelt wurde? Wurden die Süßigkeiten etwa anderen Kindern..? Ähm... ...mit anderen Kindern geteilt?

    AntwortenLöschen
  3. "Vierzehn Tage Krankenhausessen mit Besteck und auf Tellern – aber jetzt kann ich wieder wie ein Waschbär in Unterhosen kalte Würstchen über der Spüle essen." Köstlicher Satz. Habe ihn gleich Gemini zum Umsetzen gegeben. Das Bild sieht toll aus.

    AntwortenLöschen