Samstag, 2. Mai 2026

Endlich wieder da: der Saugblaser Heinzelmann

 

Blogstuff 1317

Wo wird eigentlich in Deutschland am meisten gesoffen? Laut Barmer in MV, es folgen Sachsen und Sachsen-Anhalt. Am wenigsten im Weinparadies Rheinland-Pfalz. Das hat mich als alter Rheinhesse schon gewundert.

Die Kinder sitzen im Schulunterricht und haben ein Gerät in der Hosentasche, das ihnen alle Fragen beantworten kann. Warum wird das gesamte Schulsystem nicht durch KI ersetzt?

Hätten Sie’s gewusst? Ein Waldorflehrer wird auch kurz „Waldi“ genannt.

Früher haben Deutsche Witze über Migranten gemacht, jetzt haben wir Comedians mit Migrationshintergrund, z.B. Türken, Vietnamesen, Marokkaner und Iraner. Das überwiegend deutsche Publikum darf ohne schlechtes Gewissen lachen.

Am 1. Mai blieb es in Berlin friedlich. Die Punks und Chaoten aus 80ern und 90ern haben längst graue Haare, Übergewicht und Rückenbeschwerden, die Gen Z demoliert höchstens noch bei GTA Autos. Generell sind die Deutschen zu faul geworden, selbst für die Revolutionsfolklore einmal im Jahr, und haben sich einfach über die Vier-Tage-Woche gefreut. Immerhin 3600 Leute machten eine Fahrrad-Demo im Villenviertel am Grunewald, ohne auch nur an einem Porsche einen Kratzer zu hinterlassen. Die Gegen-Demo bestand aus fünf FDP-Mitgliedern, Motto: „Ihr wollt keine Reichen mehr! Wir wollen keine Armen mehr“. Wie süß. Ich hätte sie gerne persönlich in den Arm genommen und geknuddelt. Und so ging der Kampftag der trinkenden Klasse seinem Ende entgegen. Irgendwo soll es auch eine Veranstaltung des DGB gegeben haben.

Parkbank-Content: Zum zweiten Mal sitzt der Flüsterer neben mir. Ein junger, großer und schwerer Mann, der Selbstgedrehte raucht und Selbstgespräche führt. Aber so leise, dass ich auch beim angestrengtesten Hinhören kein Wort verstehe. Offenbar läuft sein Stream of Consciousness über einen Miniatur-Außenlautsprecher. Ein permanentes gleichmäßiges Wispern.

Und dann war da noch der Bauerntrampel aus dem Hunsrücker Nachbardorf, die mir, nachdem sie ein einziges Mal in Berlin gewesen war, ständig erzählte, ich solle die ehemalige Stasi-Zentrale in Lichtenberg besuchen. Ich bin seit 35 Jahren in Berlin. Ich kannte eine Frau, deren Freund zu DDR-Zeiten einen Ausreiseantrag stellte und nach Bautzen kam. Sie ließ sich 1988 von ihrem schwulen West-Berliner Cousin „ausheiraten“, weil ihr die Stasi-Observation auf den Zeiger ging. Ich hatte mal eine Affäre mit einer Frau, die Stasi-IM gewesen ist. Es war irritierend, dass sie jedes Mal eine andere Augenfarbe hatte, weil sie mit verschiedenen Kontaktlinsen operierte. Als Kiezschreiber habe ich mit einem Fotografen zusammengearbeitet, der bei der Stasi war. Er konnte so unauffällig fotografieren, ich war begeistert. In Berlin bist du in ständigem Kontakt mit der Geschichte, ob Kaiserreich, Weimarer Republik, Drittes Reich, Mauerstadt oder DDR. Ich kannte auch mal, wie neulich berichtet, einen Soldaten vom Wachregiment „Feliks Dzierzynski“.   



3 Kommentare:

  1. "Hätten Sie’s gewusst? Ein Waldorflehrer wird auch kurz „Waldi“ genannt."

    Uiiiih, in Aachen wird ein ALDI von den Einheimischen "WALDI" genannt. Ist bei OSM auch so als Nickname gemappt von Peer (der ich auch bin).

    https://www.openstreetmap.org/way/751353573#map=16/50.74053/6.05255

    Dieser ALDI gehört zu jenen mit den besten Bewertungen in ganz Deutschland. Das hat seine Gründe :-))) ...

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  2. „Ihr wollt keine Reichen mehr! Wir wollen keine Armen mehr.“ Finde ich dufte! Dann treffen wir uns einfach alle in der Mitte wieder! Endlich brechen paradiesische Zeiten an. :)

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    1. Soll ich etwa mein Geld mit dem KIK-Pöbel teilen? Soll ich Obdachlose in meine Villa lassen? Nee, nee, alles bleibt, wie es ist :o)

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