Samstag, 17. Januar 2026

Konfuzius am Strand

 

Blogstuff 1265

In Davos trifft sich angeblich die „Weltelite“. Wenn sich die Weltelite dort treffen würde, hätte man mich doch auch eingeladen, oder? ODER?!

Die Vorstellung ist zu Ende. Ich gehe in den leeren Kinosaal, der hell erleuchtet ist. Ich sehe verstreutes Popcorn, leere Bierflaschen und verschmierte Pappschalen mit Nacho-Resten. Der Boden klebt bei jedem Schritt. Ein trostloser Anblick. Das ist Berlin.

Je älter die Menschen werden, umso langsamer bewegen sie sich, obwohl ihre Zeit doch unerbittlich abläuft. Die einzigen, die sich dagegen wehren, sind die siebzigjährigen Porschefahrer.

Dicke Menschen können eine Diät machen, aber was machen dumme Menschen? Vor allem: Wie erkennen sie, dass sie dumm sind?

In der Schule stellen sich die Eltern mit ihren Berufen vor. Ich hatte meine Tochter gewarnt, aber sie bestand auf meinem Auftritt. Ich kam im offenen Bademantel, darunter U-Hose und Shirt, und meinen Plüschhäschenschlappen, in der Hand einen White Russian. „Hallo, ich bin Lisas Vater und ich bin Nonkonformist.“

Bei Bonetti Media gibt es jetzt das 007-Arbeitszeitmodell. Von Mitternacht bis Mitternacht an sieben Tagen in der Woche.

Freitag, neun Uhr morgens. Eine Zahnchirurgin zieht mir zwei Weisheitszähne. Es sind nur vier Stationen mit der U-Bahn nach Hause, aber nach der zweiten bleibt die Bahn im Tunnel stehen und es heißt „Fremdperson im Gleis“. Da fängt der Tag ja gut an.

Trump ist ein lustiger Vogel. Neulich habe ich ein Video von einer Kabinettssitzung im Weißen Haus gesehen. Er steht mittendrin einfach auf und geht ans Fenster, um minutenlang die Anlieferung von Baumaterial für seinen Ballsaal zu beobachten und zu kommentieren. So muss es 1945 im Führerbunker gewesen sein (natürlich ohne Fensterblick). Man ist zusammen mit einem Irren eingeschlossen und muss es bis zum Ende durchhalten.

Fun Facts der BILD-KI zu meiner Generation (X). „Walkman statt Smartphone“. Hatte ich. „Übergang von der Schreibmaschine zum PC“. Stimmt, 1987. Kult-Serien: „Miami Vice“ und „Simpsons“ habe ich gesehen. „Schulterpolster, Vokuhila und Karottenjeans“. Hatte nur letzteres. „Ironie als Lebenshaltung: Sarkasmus ist quasi die zweite Muttersprache.“ Bis heute. Die erste CD, die erste Atari-Spielkonsole (aka Playstation), die erste TK-Pizza. „Generation X gilt als besonders eigenständig und skeptisch gegenüber Autoritäten.“ Auch das kann ich bestätigen.

Der Papst ist Gottes Stellvertreter auf Erden, Gott ist Bonettis Stellvertreter im Himmel.

Ich bin seit zwanzig Jahren Single, aber sicherheitshalber habe ich mit Edding „Mädchen müssen draußen bleiben“ an meine Wohnungstür geschrieben.




2 Kommentare:

  1. Der Adolf-Donald-Vergleich hinkt ein wenig. Zwar schwafelt letzterer auch für sein Leben gern, aber Donalds Untergang wird wohl noch auf sich warten lassen, bzw. es könnte länger dauern, bis die Russen vor endlich in Schussweite vor dem Weißen Haus stehen. Oder die Chinesen. Oder 15 todesmutige Bundeswehrsoldaten.

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    1. Von einer Gleichsetzung von Hitler und Trump bin ich weit entfernt, aber dieser Aspekt, von der Realität losgelöst zu sein und es selbst nicht zu bemerken, fällt mir bei vielen "Führungspersönlichkeiten" auf, bis hinab in einzelne Betriebe ;o)

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