Blogstuff 1265
In Davos trifft sich angeblich
die „Weltelite“. Wenn sich die Weltelite dort treffen würde, hätte man mich
doch auch eingeladen, oder? ODER?!
Die Vorstellung ist zu Ende. Ich
gehe in den leeren Kinosaal, der hell erleuchtet ist. Ich sehe verstreutes
Popcorn, leere Bierflaschen und verschmierte Pappschalen mit Nacho-Resten. Der
Boden klebt bei jedem Schritt. Ein trostloser Anblick. Das ist Berlin.
Je älter die Menschen werden,
umso langsamer bewegen sie sich, obwohl ihre Zeit doch unerbittlich abläuft.
Die einzigen, die sich dagegen wehren, sind die siebzigjährigen Porschefahrer.
Dicke Menschen können eine Diät
machen, aber was machen dumme Menschen? Vor allem: Wie erkennen sie, dass sie
dumm sind?
In der Schule stellen sich die
Eltern mit ihren Berufen vor. Ich hatte meine Tochter gewarnt, aber sie bestand
auf meinem Auftritt. Ich kam im offenen Bademantel, darunter U-Hose und Shirt,
und meinen Plüschhäschenschlappen, in der Hand einen White Russian. „Hallo, ich
bin Lisas Vater und ich bin Nonkonformist.“
Bei Bonetti Media gibt es jetzt
das 007-Arbeitszeitmodell. Von Mitternacht bis Mitternacht an sieben Tagen in
der Woche.
Freitag, neun Uhr morgens. Eine
Zahnchirurgin zieht mir zwei Weisheitszähne. Es sind nur vier Stationen mit der
U-Bahn nach Hause, aber nach der zweiten bleibt die Bahn im Tunnel stehen und
es heißt „Fremdperson im Gleis“. Da fängt der Tag ja gut an.
Trump ist ein lustiger Vogel.
Neulich habe ich ein Video von einer Kabinettssitzung im Weißen Haus gesehen.
Er steht mittendrin einfach auf und geht ans Fenster, um minutenlang die
Anlieferung von Baumaterial für seinen Ballsaal zu beobachten und zu
kommentieren. So muss es 1945 im Führerbunker gewesen sein (natürlich ohne
Fensterblick). Man ist zusammen mit einem Irren eingeschlossen und muss es bis
zum Ende durchhalten.
Fun Facts der BILD-KI zu meiner
Generation (X). „Walkman statt Smartphone“. Hatte ich. „Übergang von der
Schreibmaschine zum PC“. Stimmt, 1987. Kult-Serien: „Miami Vice“ und „Simpsons“
habe ich gesehen. „Schulterpolster, Vokuhila und Karottenjeans“. Hatte nur
letzteres. „Ironie als Lebenshaltung: Sarkasmus ist quasi die zweite
Muttersprache.“ Bis heute. Die erste CD, die erste Atari-Spielkonsole (aka
Playstation), die erste TK-Pizza. „Generation X gilt als besonders eigenständig
und skeptisch gegenüber Autoritäten.“ Auch das kann ich bestätigen.
Der Papst ist Gottes
Stellvertreter auf Erden, Gott ist Bonettis Stellvertreter im Himmel.
Ich bin seit zwanzig Jahren
Single, aber sicherheitshalber habe ich mit Edding „Mädchen müssen draußen
bleiben“ an meine Wohnungstür geschrieben.

Der Adolf-Donald-Vergleich hinkt ein wenig. Zwar schwafelt letzterer auch für sein Leben gern, aber Donalds Untergang wird wohl noch auf sich warten lassen, bzw. es könnte länger dauern, bis die Russen vor endlich in Schussweite vor dem Weißen Haus stehen. Oder die Chinesen. Oder 15 todesmutige Bundeswehrsoldaten.
AntwortenLöschenVon einer Gleichsetzung von Hitler und Trump bin ich weit entfernt, aber dieser Aspekt, von der Realität losgelöst zu sein und es selbst nicht zu bemerken, fällt mir bei vielen "Führungspersönlichkeiten" auf, bis hinab in einzelne Betriebe ;o)
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