Donnerstag, 12. Juli 2018

Der Kiezschreiber tritt zurück!

Nein, liebe Parteifreunde. Er tritt nicht zurück. Er tritt nur kürzer.
Sommerpause. Bis Mitte August.
Wenn ich wieder online bin, haben Sie die thailändischen Kinder längst vergessen, die aus einer Höhle gerettet wurden. Häuptling Crazy Horst ist vielleicht schon unter völligem Verlust seiner Würde und seiner Bedeutung von uns gegangen.
Es wird einige Neuerungen in diesem Blog geben. Eine App für Linkshänder, die diesen bedauernswerten Kreaturen das Lesen erleichtern wird. Eine Version des Blogs wird koscher sein, eine andere halal. Begriffe wie Schweineschnitzel und Kellerbier werden dann automatisch durch Schawarma und Kräutertee ersetzt.
Die Themen nach meinem Urlaub: „Fallingbostel im Endstadium“, „Nationalisten aller Länder, vereinigt euch“ und „Was hätte Jesus zu alkoholfreiem Radler gesagt?“
Freuen Sie sich jetzt schon, wechseln Sie nicht zu anderen Influencern!
Ein Monat ist keine lange Zeit. Es wird Ihnen eine Leere sein.
M. E.

Mittwoch, 11. Juli 2018

Das Bücherregal

Montagvormittag. Sommerferien. Baumarkt. Wenn Sie dann noch am Info-Schalter stehen, sind Sie am einsamsten Ort des Universums. Und genau dort habe ich Laura kennengelernt.
In meiner Dachgeschosswohnung stand die Hitze schon um zehn Uhr morgens. Also bin ich gegangen. Vor den Kühlschränken im Supermarkt kann man höchstens eine Viertelstunde herumlungern. Dann bohren sich die misstrauischen Blicke der Verkäuferinnen in deinen Rücken. Wie oft kann man die gläsernen Türen und Truhen öffnen, ohne etwas zu kaufen?
Im Baumarkt war es kühl und still wie in einer Kathedrale. Ich schloss die Augen und genoss die Ruhe.
„Können Sie mir helfen?“ hatte sie mich gefragt.
Ich drehte mich ungläubig nach links und rechts um. „Meinen Sie mich?“
Sie lächelte mich an. Tolle Zähne. „Sind alle Mitarbeiter bei Bauhaus Spaßvögel?“
Ich verstand nicht gleich. Sie deutete auf meine Brust.
Ach ja, dieses Retro-Shirt. Achtziger Jahre. Bauhaus. Auf dem Bild war der Schatten einer riesigen Fledermaus zu sehen. Darunter stand „Bela Lugosi’s Dead“.
Was soll’s, dachte ich. „Mein Name ist Lugosi. Wie kann ich Ihnen helfen?“
„Ich möchte mir ein Bücherregal bauen.“
„Warum gehen Sie nicht einfach zu IKEA und kaufen sich eins?“
Ihr Lächeln verschwand augenblicklich. „Das können Sie besser“, sagte sie leise.
„Tut mir leid.“ Ich blickte schuldbewusst auf den Boden und dann direkt in ihre Augen. „Haben Sie die Maße?“
Sie holte einen Zettel aus ihrer Hosentasche. „Es ist etwas kompliziert. Ich will es um ein Fenster herum bauen. Und es soll nicht aus billigen Spanplatten sein. Ich dachte an Buchenholz.“
„Dann gehen wir zunächst mal in die Holzabteilung“. Ich hatte keinen Schimmer, in welche Richtung wir gehen sollten. Die Gänge waren endlos.
„Waren Sie denn schon einmal hier?“ fragte ich sie.
„Nein, ich war noch nie in einem Baumarkt. Ich bin gerade hierher gezogen und richte meine erste Wohnung ein.“
Wir gingen eine Weile nebeneinander her. Sie hatte kurze dunkle Haare und sehr schöne kleine Ohren. Elegant, schmal, flach. Ich finde, die Ohren einer Frau sind sehr wichtig.
„Waren da nicht eben Bretter?“ fragte sie mich.
„Oh … ja. Vielleicht sollten wir …“
„Ist das Ihr erster Tag?“
„Ja“, log ich tapfer. „Es ist gar nicht so einfach in so einem riesigen Markt.“
Es dauerte eine halbe Stunde, bis wir alles zusammen hatten. Ich begleitete sie zur Kasse und half ihr, die Sachen ins Auto zu laden.
Am Abend kam ich bei ihr vorbei. Wir fingen an, das Regal zusammenzubauen. Ich habe keine Ahnung von diesen Dingen. Laura auch nicht. Wir sind an diesem Tag nicht fertig geworden, aber es war uns egal.
Vielleicht verstehen wir uns deswegen so gut. Wir haben uns am einsamsten Ort des Universums kennengelernt. Ich finde, das ist ein gutes Zeichen.
Bauhaus - Bela Lugosi's Dead. https://www.youtube.com/watch?v=OKRJfIPiJGY

Dienstag, 10. Juli 2018

Der blinde Passagier

Sie war ihm sofort aufgefallen. Die einzige rote Yacht im Hafen von Bad Nauheim. Elegant und geheimnisvoll lag sie im Dunkeln.
Er schlich näher. Nichts zu hören. Er kletterte an Bord. Eine schmale Treppe führte abwärts. Dann sah er die Kombüse. Im Kühlschrank fand er Lachs und Kabeljaufilets. Auch Brot gab es in einem Holzkasten. Rotwein war in einem Vorratsschrank. Er hatte so lange schon nichts mehr gegessen und getrunken. Und irgendwann schlief er ein.
„He, du!“
Jemand schüttelte ihn an der Schulter. Er öffnete die schweren Lider ein wenig. Ein voluminöser Mann mit strohblondem Schnurrbart und einer Kochmütze auf dem Kopf blickte ihn an.
„Wer bist du denn?“
„Darko.“
„Was machst du auf unserer Yacht?“
„Ich hatte Hunger.“
„Das Problem hast du ja offensichtlich gelöst. Komm mit, ich bring dich zum Chef.“
Darko erhob sich mühsam. Jetzt sah er auch den anderen Mann. Ein breitschultriger Typ mit Schiffermütze und Pfeife.
Das Licht an Deck blendete ihn. Auf einem Liegestuhl saß ein gutaussehender Mann mittleren Alters in langen weißen Hosen und einem marineblauen Kaschmirpullover.
„Den haben wir gefunden, Mister Bonetti. Darko heißt unser blinder Passagier.“
„Schau an, wir haben einen Gast. Herzlich willkommen! Mein Name ist Andy Bonetti. Die beiden Herren sind Horst und Anton Lederhos, mein Koch und mein Maschinist. Und das ist unsere Pilotin, Alaska Jones, und mein Famulus Johann.“
Er deutete auf eine hochgewachsene nubische Göttin mit kurzem Haar, die einen hautengen, schneeweißen Lederoverall trug, und einen jungen Mann mit einer längsgestreiften Weste, der zur Begrüßung die rechte Augenbraue hob.
„Wo … wo bin ich hier?“
„Ich darf Sie an Bord der Pegasus begrüßen, meiner Luftyacht. Schauen Sie mal über die Reling“, fuhr der weltberühmte Schriftsteller gutgelaunt fort.
Darko trat ans Geländer und blickte hinab. Sie waren mindestens in hundert Meter Höhe. Unter ihm war eine ausgedehnte Waldfläche zu erkennen. „Die Eifel. Die Luftyacht wird durch Elektromotoren angetrieben und bewegt sich mit zweihundert Stundenkilometern fort. Sie ist fast vollständig aus Karbon angefertigt.“
„Darf ich Ihnen einen Aperitif anbieten?“ fragte Johann den jungen Mann.
„Gerne. Vielleicht einen Prosecco?“
„Ich bitte Sie, wir werden in Paris zu Mittag essen." Bonetti lachte. „Johann! Champagner für den Herrn. Und dann erzählen Sie mir, was Sie zu mir geführt hat.“
Sie plauderten fast drei Stunden. Darko erzählte von seinem abgebrochenen Studium der Spätpolonistik. In Deutschland habe er dann keine Wohnung gefunden und lebe nun als Hobo auf der Straße. Seine Eltern glaubten immer noch, er würde in Bielefeld Jura studieren.
Gegen Mittag legten sie am Eiffelturm an. Horst Lederhos servierte zunächst Moules marinières, Muscheln in Weißwein. Gefolgt von Blanquette de veau à l'ancienne - Kalbsragout mit Champignons, Schalotten und Wildreis. Zum Abschluss kredenzte er eine Crème brûlée. Dazu tranken sie einen jungen Montrachet Marquis De Laguiche und zum Abschluss eine Tasse Mokka. Tief unter ihnen bildete sich eine Menschenmenge, die eifrig eine rote Luftyacht fotografierte, die an der Spitze des weltberühmten Wahrzeichens vor Anker lag.
Frisch gestärkt flogen sie weiter Richtung Süden. Über die grünen Vulkankrater der Auvergne. Über das schmale Band der Rhône, das in der Sonne glitzerte. Am Abend sahen sie unter sich die Lichter von Marseilles. Winzige Segelboote zogen weiße Gischtbahnen durch das Meer. Sie wechselten den Kurs und folgten der Côte d'Azur bis Monte Carlo. Dort begann Alaska Jones mit dem Sinkflug, und wenig später gingen sie im Hafen vor Anker.
Neben ihnen lag die Luftyacht von Johnny Malta. An Bord von Johnnys Yacht feierten sie einen rauschenden Abend. Am nächsten Tag sollte Andy Bonetti in Cannes die silberne Möwe für sein faszinierend schlecht geschriebenes Machwerk „La Vie de Bohème“ verliehen werden. Am nächsten Morgen verabschiedete sich der Lichtgott der nordhessischen Literatur von seinem Gast, nicht ohne Darko noch fünfhundert Euro für die Weiterreise und seinen Aufenthalt in Südfrankreich zu überreichen.
P.S.: Diesen Text habe ich Ihnen schon einmal im Sommer 2015 präsentiert. Er ist keinen Tag älter geworden, oder?
Sly Johnson – Ms. Fine Brown Frame 1982 (virus Mix). https://www.youtube.com/watch?v=V8e4P6-6sMw

Montag, 9. Juli 2018

Ist der Krieg in Syrien bald beendet?

Folgende Mail erreichte mich heute:
"Greetings!!
Hello, how are you today? My name is Mr Faiez Ashi Farah, Finance Director of Syrian Petroleum Company (SPG). I am looking for a corporation or individual in your country,that will be of assistance to me to make investments in your country.
Given the number of risks facing the Syrian economy since the civil war, investors are well advised to avoid the region and look elsewhere for investment opportunities,hence my reason for making this contact with you. I want to relocate myself and business interest to your country and require your assistance as partners since outcome of war is not predictable at this moment. Any sector you think is viable will be considered.
Your reply will be appreciated.
Regards.
Faiez Ashi Farah"

Sie warten nur darauf, endlich an den Start gehen zu können. Die Hedgefondsmanager und Investmentbanker, die Möbelhäuser und Baumärkte, die ganzen Geier, die sich auf ein fettes Geschäft freuen.

Klick. Mich. An.

„Was machen Sie in meinem Schlafzimmer?“
„Es ist nicht das, wonach es aussieht.“
Eine wilde Verfolgungsjagd durch das Regierungsviertel.
Er fährt einen Ford Mustang. Kennzeichen: B – MW 666.
Du bist hot, aber er ist Hotte.
Er trinkt Bourbon aus Weizenbiergläsern.
Er tritt zurück. Er tritt nicht zurück.
Du bist verwirrt? Das ist gut.
Er ist in Wirklichkeit ein amerikanischer Agent.
Sein Auftrag: Die Bundesrepublik destabilisieren.
Du sagst Hü? Er sagt Horst.
Sie können ihn nicht aufhalten.
Er ist von der CIA und er ist der Chef des BND.
Er kann an der Grenze Leute reinlassen, Leute rauslassen.
Oder auch nicht.
Du bist verwirrt? Das ist gut.
Das ist die Trump-Strategie.
Immer schneller. Immer verrückter.
Während du noch nachdenkst, was das alles soll, macht er schon den nächsten Zug.
Sein Lachen ist Keuchen. Sein Schweigen ist Drohen.
Er hat keinen Plan. Aber du hast keine Chance.
Du möchtest ihn treten. Er wird zurücktreten. Oder auch nicht.
Du bist verwirrt? Das ist gut.
„Horstinator“. Die neue Serie.
Du willst sie sehen. Du kannst gar nicht anders.
Diesen Sommer auf meinem Blog.
Klick. Mich. An.
Wahnsinn. Chaos. Babylon.
Horstinator.
Du willst es doch auch.

Neil Young - Cortez The Killer. https://www.youtube.com/watch?v=m-b76yiqO1E
P.S.: Wie nennt man eine Pizza Maledetta mit doppeltem Horst und extra Käse? Confusione della Chef.

Sonntag, 8. Juli 2018

Dating-Strategie

Meine Dating-Strategie war immer ganz einfach: Stürz dich nicht einfach drauf, um die Frauen nicht zu verschrecken. Mach langsam. So wie an einem Buffet bei vornehmen Leuten. Du gehst erst einmal extrem entspannt an den vielen Köstlichkeiten vorbei und sagst: „Sieht ja ganz gut aus“. Du lässt ganz lässig anderen Gästen den Vortritt, dann nimmst du dir einen Teller und genehmigst dir ein paar ausgewählte Häppchen. Nicht zu gierig erscheinen.
Bei Meike ist das voll in die Hose gegangen. Nach unserem dritten Treffen, die Amerikaner nennen es „Date“ und es klingt inzwischen für mich sehr bedrohlich, wollte sie mir einfach nur noch die Snickers-Verpackung von den Hüften reißen. Sie packte mich in ihr Auto - ich selbst war zu diesem Zeitpunkt leider nicht motorisiert, sonst wäre die Sache anders verlaufen - und bugsierte mich in ein „Motel One“ am Berliner Autobahnring, wo wir am helllichten Nachmittag eincheckten. Ich schnappte mir noch ein Automagazin an der Rezeption und schaltete im Zimmer geistesgegenwärtig die „Sportschau“ ein – aber es war schon zu spät.
Noch beschissener lief es eigentlich nur noch in den achtziger Jahren. Meine Strategie war damals wesentlich einfacher: Geh Samstagnacht spät in eine Disco und wirf einen Blick auf den Restbestand der Herde. Unter den Schwachen, Hässlichen, Besoffenen und Alten wirst du ein Opfer finden. Was für ein Elend aus den umliegenden Dörfern war dort versammelt. Selbst das hat so gut wie nie geklappt.
The Beatles - Day Tripper. https://www.youtube.com/watch?v=1C9Ps5OLHG0

Menschen und Tiere

„Hättest du geschwiegen, wärst du kein Papagei geblieben.“ (Andy Bonetti)
Diese Gelassenheit, diese Gleichgültigkeit am Rande der Verachtung, wenn Katzen einen Menschen bei seiner Arbeit betrachten. Es erdet mich, denn ich spüre: Es ist nicht wirklich wichtig, was ich gerade mache. Sind wir nicht letzten Endes alle bedeutungslos? Ist all unser Handeln nicht belanglos? Und ich denke: Wären wir doch so cool wie Katzen. Aber wir werden es nicht schaffen. Es ist zu viel Hündisches in uns: die Unterwürfigkeit, die Aggression, die Unfähigkeit, ein unabhängiges Leben zu führen.

Samstag, 7. Juli 2018

Fünf Aktien, mit denen Sie Ihr Depot gegen den Handelskrieg absichern


Blogstuff 224

„Was immer sich da anbahnte, war gefährlich und von gigantischem Format, daran konnte es keinen Zweifel geben.“ (Kenneth Robeson: Doc Savage – Gefahr unter dem Eis)
Im Frühling wurden in England zwei Russen vergiftet und wir standen am Rande des dritten Weltkriegs. Jetzt bricht wegen eines senilen bajuwarischen Stammeshäuptlings fast die Zombie-Apokalypse aus. Wir führen ein unglaublich aufregendes Leben.

Traum: Ich liege zusammengerollt wie eine Katze auf dem großen schwarzen Ledersessel im Büro meines früheren Chefs. Das Zimmer ist riesig und große Fenster geben mir einen Blick auf die Innenstadt einer Metropole. Vom Vorzimmer höre ich die Fragen meiner alten Sekretärin. Sie fragt, ob ich ein guter Koch wäre, jetzt, wo ich alleine leben würde. Ich sage, ich wäre ein mittelmäßiger bis schlechter Koch. Sie kommt ins Zimmer, öffnet ein Fenster, klettert auf das Fenstersims und springt nach einem kurzen Augenblick des Zögerns in die Tiefe. Ich renne hinunter, aber es gibt keine Frau, die verletzt oder tot wäre. Stattdessen wird ein Mann in den Krankenwagen geladen. Dann wache ich auf.
Die WM-Bilanz ist aus deutscher Sicht gar nicht so negativ. Von allen Gruppen-Vierten waren wir die besten. Deutschland ist der beste Vierte der Welt! Dazu 72 Prozent Ballbesitz im Durchschnitt. Wir haben den Gegner dominiert. Keine der 32 Mannschaften hat im vorderen Drittel, also in und um den gegnerischen Strafraum, mehr Pässe gespielt als die DFB-Auswahl. Und dann die Tore! Eins schöner als – das andere. Daher gab es auch keinen Grund, warum Löw, Bierhoff oder ein Spieler zurücktreten sollten.
Leider wurden die großartigen Leistungen der deutschen Mannschaft von den Medien systematisch schlechtgeschrieben. Die Presse ist schuld. Augstein hat kein einziges Tor geschossen. Wofür bezahlen wir den Mann eigentlich? Und über die Schiedsrichter haben wir ja noch gar nicht geredet. Das Spiel gegen Südkorea wurde von einem Schiri aus den USA (= Feindstaat) gepfiffen, das Spiel gegen Mexiko von einem Schiri aus dem Iran (= Mega-Feindstaat, Schurkenstaat, Achse des Bösen usw.).
Ein Bekannter im Nachbardorf hielt sich zwei Gänse. Ich kannte und schätzte diese sympathischen Federtiere. Europas Antwort auf den Strauß. Und die Gans braucht weniger Fläche und Futter. Jetzt das: Ein Fuchs hat beide Gänse getötet. Können Sie das glauben? „Fuchs, du hast du Gans gestohlen, gib sie wieder her“. Das haben wir alle als Kinder gesungen. Aber bei uns im Hunsrück ist es bittere Wirklichkeit. Gustav und Gisela Gans. Für immer von uns gegangen. Ewig in unseren Herzen – wenn schon nicht in unserem Magen. #Martinstag
„Ich habe eine große Schwester, die schmeißt mit Sand“, sagte er drohend.
Ich sitze in einem kleinen rumänischen (!) Passagierflugzeug. Aus mir unbekannten Gründen muss der Pilot eine Notlandung machen. Wir landen auf einer Wiese, die Maschine rast über das Gras auf einen Wald zu. Wir pflügen uns durch junge Bäume, an denen die Maschine nicht zerschellt. Allerdings werden die Tragflächen abgerissen. Ich sehe aus dem Fenster. Parallel zu uns rast ein zweites Flugzeug durch den Wald. An einem Abhang kommen wir zum Stehen. Die andere Maschine rutscht den Abhang hinunter, auf eine Autobahn, wo sie explodiert. Ich krieche aus dem Wrack und klettere den Abhang hinunter. Hier gibt es wilde Schießereien zwischen der Polizei und Plünderern. Es sind verschiedene Gruppen junger Männer, alle haben ein anderes Outfit, so als hätten diese Gangs ihre eigenen Uniformen. Ich renne durch diese Apokalypse aus brennenden Wrackteilen, Autos und Gangstern. Ich schleiche mich durchs Gebüsch und verstecke mich. Schließlich erreiche ich eine U-Bahn-Station. Ich renne die Treppe hinunter und fahre in die Stadt. Gerettet. (Traum vom 4.7.2018)
Mobiles - Drowning In Berlin. https://www.youtube.com/watch?v=-w0WulIq4tw

P.S.: "Dürfen dann in Zukunft wenigstens Fachkräfte aus dem Mittelmeer gerettet werden?" (@zeitweise via twitter)

Freitag, 6. Juli 2018

Klimawandel im Hunsrück

Früher war im Oktober Weinlese. Sehen Sie sich den Wein an unserem Haus an. Heute ist der 6. Juli. Wenn es so weitergeht, kann ich die Trauben im August essen. Der Winzer, bei dem ich immer meinen Wein hole, sagte mir, dieses Jahr sei der Wein vier Wochen weiter als üblich. Die Trockenheit macht den Rebstöcken übrigens nichts aus. Die Wurzeln gehen bis zu 14 Meter tief in den Boden. Die Weinrebe kann auf Regen verzichten, die Winzer bewässern ihre Weinberge auch nicht.

Auf hoher See

„Küstenredakteur Pralinski meldet sich an Bord.“
Der Kapitän sah mich lange an und lächelte dann väterlich. „Willkommen auf der AIDA.“
Dann drehte er sich wieder um und nahm das riesige Steuerrad in seine Pranken.
Der Medienoffizier führte mich durch das Schiff. Ein paar ältere Damen sahen mich erwartungsvoll an. Ich sah einfach gut aus in meiner schneeweißen Reporteruniform.
Auf dem Schiff gab es ausgedehnte Speisesäle, Kinos, Schwimmbäder und einen Spa-Bereich. In einem winzigen Kabuff saß Funker Krause, der ständig die neuesten Nachrichten in Morsezeichen zugesandt bekam. Von ihm würde ich regelmäßig Material für die täglich erscheinende Bordzeitung bekommen, die unter meiner Leitung stand.
Meine Kabine war relativ klein, aber ich musste sie mit niemandem teilen.
***
„Rudi Malotzke bricht Kegelrekord der AIDA“. Das war die Schlagzeile der ersten Ausgabe, als wir den Hamburger Hafen verlassen hatten. Der Medienoffizier erteilte mir einen milden Tadel. Das Wort „brechen“ sollte man auf Kreuzfahrten tunlichst vermeiden. Viele der älteren Herrschaften hätten einen empfindlichen Magen. Der Aufmacher von Seite 2 war: „Deutschland erklärt Russland den Krieg“. Krause hatte mich mit den neuesten Nachrichten versorgt, aber wir wollten nicht, dass sich die Urlauber unnötig Sorgen machten.
Den Nachmittag verbrachte ich auf dem Sonnendeck. Schon jetzt nervte mich meine Uniform, denn jeder zweite Rentner wollte einen Martini bei mir bestellen.
***
Nach einer Woche hatte ich das Gefühl, ich würde die Bordzeitung schon seit zwanzig Jahren machen. Die Basisinformationen wie Wettervorhersage, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und das aktuelle Bordprogramm holte ich mir per Copy und Paste aus der Datenbank. Informationen zum nächsten Zielhafen fand ich dort auch. Schließlich lief das Schiff seit langer Zeit immer die gleichen Häfen an. Was ändert sich schon an den Sehenswürdigkeiten von Barcelona?
Nach einigen Longdrinks verfasste ich noch einige schmissige Texte zum Bordleben oder zu den Ländern, die wir ansteuerten. Themen wie Schiffskatastrophen, Kriminalität oder Krankheit waren natürlich tabu. An Bord ist das Leben immer schön. Wir liegen nicht vor Madagaskar und wir haben auch nicht die Pest an Bord. Ein Besuch der Bordbäckerei oder ein Interview mit unserem Bordentertainer Gonzo fiel schon fast unter die Rubrik investigativer Journalismus.
Einmal sah ich in weiter Ferne ein Schlauchboot voller Flüchtlinge. Ich machte den Kapitän auf das Boot aufmerksam und er änderte den Kurs. Diesen Anblick können wir unseren Passagieren wirklich nicht zumuten.
***
So hätte es ewig weitergehen können. Für die tägliche Zeitung benötigte ich nicht einmal zwei Stunden. Ich bekam, nach Jahrzehnten am Schreibtisch, die gesunde Bräune des Erfolgsmenschen. Ich lernte Squash und Bridge, ich besuchte die Häfen dieser Welt. New York, Yokohama, Nairobi.
Aber dann traf ich Gisela. Die relativ gutaussehende Witwe aus Wuppertal. Ihr Mann hatte mit Hosenträgern ein Vermögen gemacht und war dankenswerterweise vor einem Jahr bei einem Hot Dog-Wettessen in San Diego abgetreten. Ich heuerte ab und folgte ihr nach Baden-Baden.
Es ist ein wunderbares Leben. Ich lese ihr meine Geschichten vor und sie hört einfach nur zu.
Frank Zappa - Camarillo Brillo. https://www.youtube.com/watch?v=nllWDc8_9lw

Donnerstag, 5. Juli 2018

Hat Ihre Katze das Neymar-Syndrom?

Haben Sie seit Beginn der Fußball-WM beobachten können, wir Ihre Katze sich minutenlang auf dem Rücken wälzt?





Auch andere Tiere sind plötzlich betroffen. Aber sehen Sie selbst:


Heute ist Andy-Bonetti-Tag

„Andy Bonetti ist der Houdini unter den Autoren. Sie können ihn mit verbundenen Augen und Boxhandschuhen an die Tastatur seines Computers setzen – es wird immer noch Weltliteratur werden.“ (Haruki Murakami)
Eigentlich ist jeder Tag Andy-Bonetti-Tag. Aber die UNESCO hat sich für diesen Tag entschieden. Da Andy Bonetti der bescheidenste Mensch der Welt ist, hat er auf die anderen 364 Tage der Huldigung verzichtet.
Was machen wir am Andy-Bonetti-Tag? Im Prinzip ist alles über diesen Mann gesagt. Sie bekommen in jeder Buchhandlung dieser Welt eine Biographie, sein Leben wurde unzählige Male verfilmt. Daher haben wir Kinder gebeten, Andy Bonetti zu malen. Hier sind die besten fünf Bilder von acht Millionen:







P.S.: Für die Skulptur „Fettsack“ von Sarah-Shakira Häberle (12) musste ich leider eine Verwarnung aussprechen. Das ist definitiv NICHT WITZIG !



The Whispers - It's A Love Thing. https://www.youtube.com/watch?v=5AmGcGfMARE

Mittwoch, 4. Juli 2018

Die Beton-Chroniken

Er sah aus wie ein vorbestrafter Tätowierer auf St. Pauli. Jedes Mal, wenn ich an dem leeren Grundstück vorbeikam, auf dem das Gras und die Wildblumen kniehoch wuchsen, saß er auf dem roten Ledersofa und trank Dosenbier.
Immer dasselbe schwimmbadkachelblaue T-Shirt und dieselbe weiße Jeans. Wahrscheinlich saß er auch nachts und im Regen hier. Keine Ahnung. Bei Dunkelheit und schlechtem Wetter bleibe ich zu Hause.
Und immer derselbe Spruch: „Ich muss hier weg, ich halte es nicht mehr aus“. Dann grinste er mich an und trank einen Schluck aus seiner Dose. Jedes Mal, wenn ich mich zu ihm setzte.
Am nächsten Tag saß er immer noch da. Oder schon wieder. Es war ein Sommer, der kein Ende nahm.
The Tornados – Telstar. https://www.youtube.com/watch?v=WPDvsLSnUGc&feature=share

Contrary Opinion

Ich finde es total doof, dass der Naumburger Dom zum Weltkulturerbe erklärt worden ist. Der sieht doch aus wie die anderen Döme, Domi, Domes oder wie auch immer. Mal ganz ehrlich: Wann haben Sie zuletzt einen Dom gekauft oder geleast? Das ist doch ein Produkt, für das es überhaupt keine Nachfrage gibt. Was macht so ein Dom überhaupt? Was trägt er zum Wirtschaftswachstum bei? Wie viele neue Arbeitsplätze entstehen dort pro Jahr? Deswegen: Abreißen und ein Parkhaus hinstellen. Meine Meinung!
Rheingold – Fluss. https://www.youtube.com/watch?v=dG6x8nJkg1c
Den Mainzer Dom finde ich total dufte - auf den lass ich nix kommen!

Dienstag, 3. Juli 2018

Tausche Nahles gegen Mbapeé

Was unterscheidet die CSU von der AfD? Nichts.
Was unterscheidet die SPD von der CSU, wenn sie deren Vorschlag für „Transitzentren“ zustimmt, also für Gefängnisse mit exterritorialem Status, wie wir sie aus Guantanamo kennen? Nichts.
Wozu brauche ich noch die SPD, wenn sie dieselbe Politik wie AfD und CSU macht?
Es ist wie mit den Panini-Sammelbildchen. Habe ich doppelt. Kann ich tauschen oder wegschmeißen.
Die SPD schafft sich gerade selbst ab.

Onkel Beppi und die relative Melanie


Blogstuff 223

„Niemals habe ich mich der Zweideutigkeit beflissen, ängstlich die Ereignisse abwartend, in der Politik wie im Privatleben, und gar niemals lag meinen Worten ein erbärmlicher Eigennutz zum Grunde.“ (Heinrich Heine)
Wochenlang hat sich das Unionspärchen Angela & Horst gegenseitig mit Bratpfanne und Nudelholz durch die gemeinsame Wohnung geprügelt. Das wird als Bild trotz aller „Kompromisse“ bleiben. Noch in diesem Jahr wird sich Merkel das Geweih von Seehofer ins Jagdzimmer hängen, neben den Trophäen von Merz, Koch, Wulff und wie sie alle hießen. Sie hat ihre politischen Gegner schon wegen geringerer Vergehen erlegt. Das nächste Opfer heißt Spahn.

Es ist eine faszinierende Vorstellung: Nur weil es Gravitation gibt, habe ich Gewicht. Löse ich das Gravitationsproblem, löse ich auch das Gewichtsproblem.
Es lebe die Crossover-Küche: In der Pizzeria Istanbul in Ahaus gibt es nicht nur Dönerpizza, sondern auch Hawaii-Döner mit Ananas.
Können Sie auch den Unterschied zwischen dem manchmal müden, manchmal neugierigen und hoffnungsfrohen Zwitschern der Singvögel am Morgen und dem zufriedenen, leicht melancholisch klingenden Zwitschern am Abend erkennen?
Morgens um acht gehe ich immer mit meinem Tamagotchi einmal um den Block.
Kinder? Ich? Hätte ich diesen kleinen Wesen einen solchen Vater antun wollen? Einen, der zwei linke Hände hat? Einen, der nicht weiß, wie man Geld verdient? Einen, der kein Auto hat? Während alle anderen Kinder coole Väter haben? Ich bitte Sie! Natürlich habe ich keine Kinder.
CSU-Klux-Klan
Hätten Sie’s gewusst? Island ist beim Verhältnis Vulkane pro Einwohner ziemlich weit vorne. Allerdings hat das Land ein sehr ernstes Gletscherproblem.
Mit zwanzig Jahren habe ich an der Visa-Lotterie der Vereinigten Staaten teilgenommen, für die damals in vielen Zeitschriften geworben wurde. Eine Zukunft in den USA, wenn auch nur für einige Jahre. Warum nicht? In Deutschland gab es zu diesem Zeitpunkt Helmut Kohl und Modern Talking. 75 Dollar war ein hoher Preis. Dazu die Formulare. To make a schnarch story short: Sie haben mich nicht genommen, ich blieb hier. Heute bin ich froh.
Mitten in Europa, am Fuße der Alpen, gibt es eine Gegend, die Mare Crisium genannt wird. Die Hauptstadt heißt Phobos, seit vielen Generationen regiert die gleiche Familie. Das Land wird von einer hohen Mauer umgeben, die von den Truppen des Herrschers bewacht wird. Vor der Mauer lagern Millionen von armen Menschen. Nur gelegentlich lässt man einige von ihnen als Putzfrau oder Müllmann ins Land.
Profil – Berühren. https://www.youtube.com/watch?v=9pveuByXwCM


Montag, 2. Juli 2018

Werden in der CSU harte Drogen konsumiert?


Der Horsti hat scho immer gern a bisserl g'hascht, gell.



Jetzt homms in Minga die ganze Nacht Schafskopf gspuit, äh: getagt. Des konnst nur mit Kokain duichholtn, des sog i dir.



Hinterher hat da Söder-Depp an Dobrindt-Bledl naus vor die Presse gschickt und der hot die vier Forderungen der CSU präsentiert. Nua des ma uns ned foisch vastehn: da war LSD im Spiel. Mindestens.
P.S.: Programmhinweis. Heute um 16 Uhr BRA - MEX, um 18 Uhr CDU - CSU, um 20 Uhr BEL - JAP.

Neues aus Watutinki

„Özil ist der Sündenbock. Der traurige kleine Junge mit den Glupschaugen, der die ganze Zeit geschwiegen hat. Kreuzigt ihn!“ (Johnny Malta)
„Vom Schmetterling zur Raupe in drei Entpuppungen.“ (Heinz Pralinski)
Es ist ein Gefühl der Befreiung, ich bin erleichtert. „Die Mannschaft“, die in alter deutscher Selbstherrlichkeit und Überheblichkeit mit den Slogans „Best never rest“ und „Zusammen. Geschichte schreiben“ bei der WM angetreten ist, durfte zeitgleich mit Panama und Saudi-Arabien die Heimreise antreten.
„Die Nationalelf ist quasi die vierte Macht im Staat", hatte Team-Manager Bierhoff bereits 2013 in einem Interview mit dem "kicker" verkündet. Da war die deutsche Nationalmannschaft noch nicht mal Weltmeister. Elf Millionäre mit dem Mercedes-Stern auf der Brust als Markenzeichen und Aushängeschild der Republik. Schönen Dank auch! Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Je größer die Klappe, desto tiefer der Absturz.
Aber die Arroganz war nicht die Ursache für das Ausscheiden der deutschen Mannschaft. Da die Medien und die sogenannten Experten offenbar unfähig sind, eine klare Analyse zu liefern, erkläre ich es Ihnen kurz:
Die DFB-Auswahl spielte in allen drei Begegnungen gegen extrem defensive Gegner. Sie versuchte, deren Abwehr durch Kurzpassspiel zu überwinden und durch Dominanz („Ballbesitz“ als Mantra des kapitalistischen Kickers) zu zermürben. Es gibt aber nur zwei Wege, den Stacheldrahtverhau von zehn Gegenspielern in und um den Strafraum zu knacken: Fernschüsse und Dribblings. Einzelaktionen. Jeder C-Jugend-Spieler weiß das. Neuer & Co., Jogi, ARD und ZDF wissen es bis heute nicht.
Solche Spiele wie gegen Südkorea haben wir früher gewonnen, weil das dümmste Rübenschwein auf dem Platz – ich sage mal Matthäus, Basler oder Hrubesch – einfach mal aus zwanzig Metern den Ball unter die Latte gezimmert hat. Schließlich haben die Fußballzwerge ja keine Welttorhüter zwischen den Pfosten. Leute wie Häßler und Littbarski oder wie noch vor kurzem Draxler und Müller sind losgedribbelt und haben Breschen in die Abwehrmauer geschlagen.
Das hat man in meiner Jugend Rumpelfußball genannt, aber es war oft erfolgreich. Bring mir drei Punkte und erspar mir die schmutzigen Details! Ich will gar nicht wissen, wie ihr das gemacht habt. B-Noten gibt’s nur beim Eiskunstlauf und in der BILD. So dachte man früher, bevor man begann, das spanische Tiki-Taka zu kopieren, das gestern übrigens auch im Original an spielerisch ebenso limitierten Russen gescheitert ist.
P.S.: Als Sportminister sollte Horst Seehofer die Verantwortung für das Debakel in Russland übernehmen und sofort zurücktreten.
La Luz – Mean Dream. https://www.youtube.com/watch?v=oETEFW1g-hs

Sonntag, 1. Juli 2018

Meanwhile in Eltville (Rheingau)

Schweppenhausen in den Medien


Quelle: Amtsblatt der Verbandsgemeinde Stromberg, 29.6.18.
Sachdienliche Hinweise oder Spenden an den Bürgermeister oder den Kiezschreiber werden von der hochgeschätzten Leserschaft erbeten.

Kunst, Koks und Kartoffeln

Heimat ist ein Kartoffelkeller. Wir liegen nebeneinander im Dunkeln und kennen uns nicht. Ich bin mit einer Freundin in einer Bar. Wir sitzen an der Theke und trinken. Nur wenige Straßen weiter läuft ein sogenannter Independent-Film und wir beschließen, die Spätvorstellung zu besuchen. Nach dem Film stehe ich am Pissoir des schäbigen kleinen Kinos. Am Waschbecken komme ich mit Georg ins Gespräch. Er hat diesen Filmabend organisiert. Das Drehbuch stammt von ihm und einem Kollegen. Ich erzähle ihm, dass ich auch schreibe. Er lädt mich in seine Wohnung ein. Dort hat er Koks und Whisky. Die Freundin ist verschwunden und ich rufe uns ein Taxi. Ich habe nur noch zwanzig Euro und ich frage den Fahrer, ob das Geld für die Fahrt reicht. Er lächelt in den Rückspiegel und nickt. Wir fahren los. Der Taxifahrer erzählt uns, er sei Musiker und kenne die langen Nächte ohne Geld. Wir sind alle Künstler in dieser großen Stadt. (Traum, 27.6.2018)