Blogstuff 1257
Venezuela wird seit Jahrzehnten
von Oligarchen ausgeplündert, die ihr Geld in die USA, die Schweiz oder
irgendwelche Steuerparadiese bringen. Dazu hilft ihnen eine korrupte Elite in
Politik, Verwaltung, Militär und Polizei. Mit dem Reichtum an Bodenschätzen,
v.a. Öl, könnten die Venezolaner leben wie die Araber, tatsächlich vegetieren
sie in bitterer Armut vor sich hin oder verlassen das Land – egal, ob sie von
Linken, Rechten oder einer Militär-Junta regiert werden. Im Prinzip hat sich
seit der Eroberung des Landes durch die Spanier vor fünfhundert Jahren nichts
geändert. Damals ging es in Lateinamerika um Gold und Silber, das nach Europa
verschifft wurde. Nun sind es nach der vor zweihundert Jahren erkämpften Unabhängigkeit
Einheimische, die das Geschäftsmodell übernommen haben. Frage: Hört Siemens auf
zu existieren, wenn man den Vorstandsvorsitzenden ins Gefängnis steckt? Nein.
Aufträge kommen auch weiterhin rein, Ware wird produziert und verkauft, die
Profite fließen. Aber das kapiert ein Schwachkopf wie Trump natürlich nicht.
Es ist immer wieder lustig, wie
Linke sich winden, wenn andere Linke Gewalt anwenden. Dann kommen diese
peinlichen Haarspaltereien wie „mutmaßlich“ usw., als würden alle Kommentatoren
im Internet plötzlich in der Heute-Redaktion sitzen. Geht es um Attacken auf
Flüchtlingsheime, steckt der rhetorische Colt etwas lockerer im Holster. Ockhams
Rasiermesser. Es gibt ein Bekennerschreiben der linksextremistischen
Vulkangruppe, die seit 2011 nach dem immer gleichen Muster Anschläge auf die
Infrastruktur in Berlin und im Umland verübt, nicht drei oder sieben Bekennerschreiben.
Niemand hat widersprochen und gesagt: „Nee, wir waren das.“ Ich lese diese
Bekennerschreiben seit Jahrzehnten, Duktus, Länge (endlos) und Inhalt bleiben
immer gleich. Man wollte einem Villenviertel den Saft abdrehen. Auf solche
Ideen kommt der Untergrundstammtisch eben gelegentlich. Nur trifft es die
Bonzen leider nie. Die haben in ihren Zehlendorfer Villen Notstromaggregate oder
sind noch am Samstag losgefahren und haben sich welche besorgt. Die sind jetzt
in Berlin ausverkauft. Ansonsten fliegt man halt eine Woche in die Sonne, Malle,
Hurghada, trallala. Nur Oma Krause sitzt in der Scheiße.
Wie oft habe ich mir im Leben
über diese Frage den Kopf zerbrochen: Warum ist die Banane krumm? Salatgurken
waren in meiner Kindheit auch krumm, jetzt hat man sie kerzengerade gezüchtet,
damit mehr von ihnen in einen Karton passen. Warum geht das nicht auch mit
Bananen?
Wir dachten, wir würden eine
Tochter bekommen. Wir wollten sie Klara nennen. Dann wurde es ein Junge und wir
nannten ihn Klarer.
Erster Einkauf 2026. An der
Supermarktkasse wünscht mir der Kassierer einen schönen Tag, ich bedanke mich
und wünsche ihm auch einen schönen Tag. So geht es weiter mit „Schönes
Wochenende“ und „Frohes neues Jahr“. Und dann: „Alles Schöne, das Sie sich
wünschen“. Dazu ein breites Lächeln. Arabische Gastfreundschaft in Berlin.
Stoppt die Abschiebungen! Jetzt!
Neulich im Knallifat
in Neukölln.

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