Montag, 25. März 2019

Teenage Wildlife

„Wann hast du aufgehört, mit dem Finger auf einer beschlagenen Fensterscheibe zu malen? Mit zehn? Mit fünfzehn? Nie?“ (Andy Bonetti)



Ich bin 13 Jahre alt, als meine Kindheit endet. Wir sitzen auf der Treppe der Schlossgartenhalle. Komischer Name. Hier gibt es weit und breit kein Schloss. Einer der Jungs hat Zigaretten mitgebracht und wir rauchen wie echte Männer. Schweigend und lässig. Thomas merkt, dass ich nur paffe, und macht sich lautstark über mich lustig. Schnell nehme ich den ersten Lungenzug meines Lebens und muss tierisch aufpassen, nicht los zu husten. Ich muss mir dringend Kippen besorgen und rauchen üben. Der dicke Schröder hat schon den Spitznamen Piffpaff verpasst bekommen. So will ich nicht enden.
Seit Jahren versorgt mich meine ältere Schwester mit der Bravo. Ich bekomme die abgelegten Exemplare. Dr. Sommer klärt mich auf. Mein Musikgeschmack hat sich auch verbessert. Ich höre nicht mehr die Bay City Rollers, sondern Police, AC/DC und Pink Floyd. Eines Tages leiht sie mir „Fuck Machine“, eine Kurzgeschichtensammlung von Charles Bukowski. Mit diesem Wissen ist man definitiv kein Kind mehr. So ist also das echte Leben, von dem mir die Erwachsenen nie etwas erzählt haben.
Nachts treffe ich mich mit Martin und Volker. Ich warte, bis mein Vater schläft. Dann schleiche ich mit Schuhen und Jacke in der Hand die Kellertreppe runter. Ein Fenster habe ich schon vor Stunden geöffnet und angelehnt, so dass ich keinen Lärm mache. Es dauert eine Ewigkeit, bis ich in der Finsternis nach draußen gelangt bin. Jedes Geräusch könnte mich verraten. Wir haben einen Rohbau in der Nachbarschaft ausbaldowert, in dessen Keller wir sitzen. Volker hat einen Kassettenrekorder mitgebracht, Martin ein paar Kerzen und ich Zigaretten. Wir hören Musik, rauchen und spielen Karten. So gegen vier Uhr schleichen wir uns meistens wieder zurück. Das geht einige Wochen gut, bis mein Vater mich erwischt. Ich werde zu Gartenarbeit verdonnert und die Sache mit den nächtlichen Poker-Sessions, Mindesteinsatz zehn Pfennig, Höchsteinsatz eine Mark, ist vorbei.

Mit meiner Schwester gehe ich auf Klau-Tour. Sie lenkt die Verkäuferin ab, ich klaue an der Kasse Süßigkeiten und Zigaretten. In den kleinen Läden ist meistens nur eine Frau. Als meine Schwester im großen Warenhaus beim Klauen eines T-Shirts erwischt wird, kommt eine Anzeige ins Haus. Es hagelt Backpfeifen von meiner Mutter. Die Drohung mit dem Jugendheim steht im Raum. Das Heim ist nicht weit entfernt und die Insassen sind echt harte Jungs. Wer da landet, geht unter. Garantiert. Ich mache trotzdem alleine weiter. Bei mir sind es Bücher. Ich klaue in der großen Pause Taschenbücher und Zeitschriften in einer Buchhandlung nicht weit von unserer Schule. Vor allem Science-Fiction und Abenteuer, bei den Zeitschriften Mad und Titanic, Playboy und Penthouse. Einiges davon verkaufe ich weiter.
Rückgabe der Mathe-Arbeit. Der größte Horror. Der Lehrer macht immer eine Riesen-Show und teilt die korrigierten Arbeiten in der Reihenfolge der Noten aus. Erst die Einser- Schüler. Für jeden hat er ein gutes Wort, sein Lob klingt fast zärtlich. Unsere Klassenbeste ist Birgit. Ich bin seit der Ersten mit ihr in einer Klasse und sie ist immer die Beste. Total nett, freundlich, hellblonde Haare, Brille. Nicht überheblich oder so. Sie würde mich sogar abschreiben lassen, aber als ich mich zur Mathe-Arbeit neben sie gehockt habe, hat mich der Lehrer sofort umgesetzt. Jetzt kommen die Zweier und Dreier dran. Der Notenspiegel steht an der Tafel: drei Fünfen und eine Sechs. Mein Name fällt immer noch nicht. Ab Note vier wird der Ton des Lehrers eisiger. Jetzt sind wir bei den Fünfer-Schülern, die alle eine Standpauke bekommen. Als Letzter bin ich dran. Mich nennt er als Einziger beim Nachnamen und schaut verächtlich auf mich runter. Alle Kinder haben sich nach mir umgedreht.
Als ich die Arbeit zu Hause zeige, erklärt mir mein Vater, dass ich mal als Straßenfeger enden werde. Die berüchtigte Hofkolonne in der Firma, in der meine Eltern arbeiten. Oder lande ich doch noch im Heim, wenn ich beim Klauen erwischt werde? Zum Glück ist nachmittags Fußballtraining. Ich sitze auf dem Fahrrad und rauche eine Roth-Händle. Soll ich einfach abhauen? Am besten gleich bis nach Afrika, wie Tarzan, Daktari und Bernhard Grzimek. Aber wie stellt man das an? Ich habe sowieso nicht den Mut. Also beschließe ich, das Leben einfach auszuhalten. In ein paar Jahren bin ich erwachsen, dann kann mich die Welt mal am Arsch lecken.
The Clash – Straight to Hell. https://www.youtube.com/watch?v=t7SvtikTkrM

Sonntag, 24. März 2019

Der Hüter

Kai-Uwe Salzkorn hatte keine besonderen Fähigkeiten. Er war weder geschickt, stark oder klug. Er war Ende zwanzig und hatte schon alle möglichen Jobs gemacht. Auf dem Bau, als Fahrer, als Kellner und in einem Call-Center. Eigentlich konnte er nur schweigen. Schweigen und Zuhören. Er lebte allein und sprach auch in Gesellschaft nicht viel.
Schlimm, wenn man nur sich selbst hat. Keine Freundin, keinen Job. Also beschloss er, das Beste aus seiner Situation zu machen. Er konnte nicht nur schweigen, er war auch sehr diskret. Er konnte ein Geheimnis bewahren. Ihm konnte man alles anvertrauen, auf ihn war Verlass. Er bastelte sich eine Homepage zusammen und ließ in der Lokalzeitung eine Anzeige veröffentlichen: „Der Hüter. Bei mir ist Ihr Geheimnis sicher. Ich höre Ihnen zu und schweige wie ein Grab. Bei Bedarf gebe ich Ihr Geheimnis nach Ihrem Tod oder zu einem gewünschten Zeitpunkt weiter.“
Sein erster Kunde war ein korpulenter Mann mit staubgrauen Haaren und einem betongrauen Anzug. Er erzählte Salzkorn, er habe vor einigen Wochen auf der Landstraße ein Reh angefahren. Er sei ausgestiegen, dass Reh sei noch bis zum Straßenrand getaumelt und dort gestorben. Er könne mit niemandem darüber sprechen, weder mit seiner Frau noch mit seinen Kollegen. Aber es belaste ihn sehr. Salzkorn äußerte Verständnis und versprach, niemandem davon zu erzählen, schon gar nicht der Polizei. Der Mann war erleichtert und zahlte fünfzig Euro.
Am nächsten Tag erschien eine junge Frau, die ihren Namen nicht sagen wollte. Sie habe nur eine Halbtagsstelle in einem Supermarkt und sei schwanger. Ihre Eltern durften auf keinen Fall davon erfahren. Sie war nicht verheiratet und hatte keine Ahnung, wie ihr Freund auf diese Info reagieren würde. Als alleinerziehende Mutter, die Sozialhilfe beantragen müsse, wollte sie nicht enden. Sie hatte Angst, dass ihre Familie sie verstößt. Salzkorn riet ihr, erst einmal abzuwarten und nichts zu überstürzen. Es würde sich schon eine Lösung finden, ihrer Beschreibung nach war der Vater des Kindes doch ein netter Kerl. Er nahm nur zwanzig Euro und versprach, ihr Geheimnis zu hüten.
Der nächste Besucher war ein alter Mann, der früher als Ingenieur bei einem Bauunternehmen gearbeitet hatte. Er hatte jahrzehntelang Steuern hinterzogen und Geld auf einem Nummernkonto in der Schweiz hinterlegt. Er übergab Salzkorn einen versiegelten Umschlag mit den Daten, der nach dem Tod an seine Tochter übergeben werden sollte. Dafür nahm der Hüter zweihundert Euro.
Die Menschen kamen in Scharen, um sich den Ballast von der Seele zu reden, um endlich Erlebnisse und Erinnerungen, Ängste und Schwächen ansprechen zu können, die sie seit langer Zeit mit sich herumtrugen. Unerfüllte sexuelle Träume und verzweifelte Einsamkeit. Ein ausgebrannter Unternehmensberater verriet ihm, dass er sich vor seinem endgültigen Zusammenbruch und vor der Arbeitslosigkeit fürchtete. Die Welt ist voller Geheimnisse, die bewahrt werden müssen.
Osibisa - Sunshine Day. https://www.youtube.com/watch?v=2rD3scm_3vg

Samstag, 23. März 2019

Die Woche in Bildern


Wuppertal 1975. Das erste Mobiltelefon der Welt wird präsentiert.



Nachdem ich Stimmen aus dem All gehört hatte, bereitete ich mich an meinem fünften Geburtstag auf eine Alien-Invasion vor.



Der erwartet schwere Endgegner auf Level 1.



Trotz ihrer nahezu perfekten Tarnung habe ich die Zeitreisenden natürlich erkannt.



Old and busted: Catcontent. 



New hotness: Dogcontent.



Nur noch geschlagen von hippy-happy Hippos.

Diese Niederlagen machen dich zu einem Gewinner (Nr. 4 ist der absolute Hammer!)


Blogstuff 293
„Es gäbe sicher gesundheitlich zuträglichere und bessere Methoden der Entspannung, wie z.B. Yoga oder Sport, aber bei mir ist es halt Saufen und Spielen und Fernsehen.“ (Heinz Strunk)
Die Eröffnung des BER verzögert sich bis 2027, weil er mit gendergerechten Toiletten nachgerüstet werden muss. Dazu kommen 3000 Mängel am Seifenspender. Falls der TÜV mit Holzleitern statt Rolltreppen einverstanden ist, kann es aber auch schon 2026 klappen.
Valentinstag ist, wenn mir der Imbissverkäufer eine Rose in den Döner packt.
Was lese ich bei Paleolifestyle.de? „Daher stehen im Zentrum der Paleo-Ernährung natürliche und unbehandelte Lebensmittel wie gesundes Fleisch, viel Gemüse, frisches Obst, unbehandelte Nüsse und Samen sowie gesunde Fette. Aber auch raffinierter Zucker, Milch, Hülsenfrüchte, Transfette und Getreideerzeugnisse wie Mehl und Brot.“ Wenn ich mir also im Gasthaus ein Jägerschnitzel mit Pommes frites bestelle, habe ich alles richtig gemacht. Gesundes Fleisch – im Schweinefleisch sind schließlich Antibiotika, das ist so gut wie ein Arztbesuch. Kartoffeln gehören in die Abteilung Gemüse, dazu Pilze und eine Mehlschwitze als Soße. Nur mit dem Beilagensalat wäre ich vorsichtig. Sowas gab es in der Steinzeit nicht.
Wie oft ist man früher beschimpft oder beleidigt worden? Ganz selten. Die meisten Tage hat man ohne Aggressionen überstanden, vielleicht hat mal jemand gehupt, das war’s schon. Heute beleidigen und beschimpfen sich die Leute jeden Tag gegenseitig in den „sozialen“ Medien, sie streiten wie die Kesselflicker wegen jeder Petitesse. Und dann wundern wir uns über die Wut in der Gesellschaft, die angestaute Aggression in vielen Menschen. Muss ich wirklich bei Facebook mit AfD-Wählern diskutieren?
Mittagspause. Auf dem Parkplatz vor REWE in Stromberg steht ein schwarzer Van mit Berliner Kennzeichen. Auf dem Fahrersitz sehe ich einen Mann, der gerade ein belegtes Brötchen isst. Dazu hört er in voller Lautstärke „Die Internationale“, das bekannte Kampflied der Arbeiterklasse. „Wacht auf, Verdammte dieser Erde, die stets man noch zum Hungern zwingt!“ Geht es heute endlich los?
Ich weiß noch genau, wann ich zum ersten Mal in einem SUV saß. 1996. Eine Tagung in der französischen Provinz. Zum Glück nahm mich ein Soziologieprofessor mit zurück nach Paris, wo ich mit dem Zug weiterfahren wollte. Die Sitzposition war ungewohnt, ich kannte sie nur von meinem Job als VW-Busfahrer während des Studiums. Man sah auf der Autobahn kaum andere SUVs, in Deutschland gab es sie gar nicht. Also fragte ich ihn, warum er sich dieses Fahrzeug gekauft hatte. Er sagte mit verblüffender Ehrlichkeit: Weil man auf die anderen Verkehrsteilnehmer herabsehen kann. Ich glaube, bis heute ist das die wesentliche Ursache für den Boom von tonnenschweren Fahrzeugen mit vielen hundert PS, mit denen man eigentlich nichts anderes macht als mit einem Opel Kadett 1978. Man fühlt sich besser, weil man auf die anderen Menschen herabschaut.
Isolierband – Kontrolle. https://www.youtube.com/watch?v=tqwxOv8LFwM

Freitag, 22. März 2019

Macht’s gut und danke für Fish&Chips

Vor etwa drei Jahren hat Großbritannien die Scheidung eingereicht. Völlig überraschend – nach über vierzig Jahren Ehe ohne Sex. Die Briten haben sogar den Termin selbst festgelegt. Am 29. März 2019, um elf Uhr abends. P.M., wie man draußen vor der Küste zu sagen pflegt. Und jetzt kommt eine Regierung, die kein Engländer, kein Schotte, kein Ire und kein Waliser verdient hat, ANGESCHISSEN wie ein nasser Köter und will noch drei Monate Fristverlängerung.
Bitte mit hoher Stimme und genervtem Tonfall laut lesen: „I leave you. Maybe this year. But I want the TV set, the furniture and the carpets. I always loved the carpets. And please pay the Abo for my twenty-seven Drecks-Illustrierte and feed the cat you don’t like.”
Dazu fällt mir nur ein, was Valtteri Bottas nach seiner Zieldurchfahrt beim Grand Prix von Australien letzten Sonntag ins Helmmikrophon gesprochen hat: „To whom it may concern: Fuck You!“ Da kommt das Wort May ja schon vor.
Würdest du bitte gehen, Theresa? Nein, ich brauche deine neue Adresse nicht. Auch die neue Telefonnummer nicht. Es gibt ein Leben ohne „After Eight“.

Wahlplakat, 1950.

Fetisch Innenstadt – ein Rant

Es geht mir inzwischen tierisch auf die Klöten, dass ich mit meinen Internet-Bestellungen angeblich die Innenstädte ruiniere. Dass ich Menschen kaputt mache, weil sie von ihrer miesen Jobs als Lieferfahrer nicht mehr leben können. Dass ich die Umwelt zerstöre, das Sozialsystem, den ganzen gottverdammten Planeten.
Wie meine Großeltern lebe ich auf dem Land und habe kein Auto. Sie haben damals bei Quelle und Neckermann bestellt, ich bei notebooksbilliger.de und Amazon. Jetzt muss ich mir die gequirlte Scheiße anhören, dass ich der Totengräber des Einzelhandels und der urbanen Kultur bin, weil ich mir mein neues Notebook nach Hause liefern lasse.
Was ist die Alternative? Ich fahre von Schweppenhausen mit dem Bus nach Bad Kreuznach, latsche endlos vom Bahnhof ins Gewerbegebiet zu irgendeinem Drecksladen wie Saturn, wo ich keine Auswahl habe, und schleppe einen Karton zum Bahnhof zurück, um mit dem Bus wieder in mein Dorf zu fahren. Ich trage das Notebook den Hügel hinauf zu meiner Hütte, habe Fahrgeld bezahlt, das ich mir bei einer Online-Bestellung spare, habe Zeit und Nerven verloren – und im Internet war das Gerät inklusive Versand auch noch fünfzig Euro billiger!
Weißt du was, deutsche Innenstadt? Ich wünsche dir den Tod. Wenn Konsum dein einziger Daseinszweck ist, dann gehst du eben im 21. Jahrhundert ganz gepflegt den Bach runter. Vielleicht versuchst du es mal mit Kommunikation? Menschen treffen sich nämlich durchaus gerne persönlich. Aber nicht, um wie Zombies nebeneinander durch die Regalreihen eines Supermarkts oder eines Schuhgeschäfts zu schleichen, sondern für Gespräche, meinetwegen auch Yoga oder einfach nur zum Essen.
Die Innenstadt muss sich neu definieren oder sie geht unter – aber daran bin ich nicht schuld und die anderen Online-Besteller auch nicht. Mitleid oder Nostalgie sind keine Geschäftsgrundlagen für die Zukunft. Weniger Kapitalismus wagen!
New Grass Revival - Great Balls of Fire. https://www.youtube.com/watch?v=kWG4Ua7uEGk

Donnerstag, 21. März 2019

Bonetti goes Screenshot

Mein Dank geht an Stefan’s Online-Stüberl aka Fliegende Bretter in Rechtslinkshausen. Ich frage mich schon seit dem vergangenen Jahrhundert, was diese Taste links unten mit dem Windows-Zeichen für eine Bedeutung hat. Da ich mich aber mit Technik nicht auskenne, habe ich sie nie gedrückt. Nicht, dass ich noch was kaputt mache. Wenn man diese Taste und die Druck-Taste (die ich lange suchen musste) gleichzeitig drückt, macht man einen Screenshot, der automatisch in einem eigenen Unterordner in meinem Bilder-Ordner erscheint. It’s magic. Ich hatte diese beiden Tasten noch nie benutzt, weil ich auch keinen Drucker habe. Jetzt wusste ich vor lauter Aufregung gar nicht, was ich zuerst screenschotten sollte (sagt man das so?).
Da kam es mir gerade recht, dass der fabelhafte Kollege Stefan mir den Link zu einem Troll geschickt hat, der mich in mehreren anonymen Kommentaren zunächst beschimpft und alsdann Beweise für meine Seitenaufrufstatistik gefordert hat. Ich zeige hier mal die … Tataa … Screenshots. Besonders gut gefällt mir der Begriff „Krawall-Muschi-Blog“. Da ist alles drin: Sex, Gewalt und Internet, die großen Themen unserer Zeit. Plus Andy Bonetti, das gibt der ganzen Sache Glamour, Flair und das Gefühl, jeden Tag der Erschaffung großer Kunst beiwohnen zu dürfen. Ja, lieber Zonen-Gabor: „der Inhaber schreibt nur Müll“. Aber Müll wird zu Kunst, wenn er auf meiner Seite erscheint. Wir im Westen bevorzugen übrigens den Begriff „Eigentümer“, nicht Inhaber. Schade, dass der Ostblogger weder Namen noch Adresse angibt, dann könnte ich schauen, ob Bonetti Media Unlimited das Gebäude in seinem Immobilienportfolio hat.


P.S.: Mein Ranking hat sich, vermutlich durch die wachsende Fanbase in der SBZ, stark verbessert.

P.P.S.: Hier die Statistik der Seitenzugriffe. Der Ausreißer letzte Woche ist deutlich zu sehen.

Der Osten ist rot

„Ich reise diesen Monat nach Nordkorea. Zweimal schon verhandelte der US-Präsident mit dem Führer Nordkoreas über atomare Abrüstung. Südkorea wagt derzeit mutige Schritte zur Aussöhnung, zum Frieden und sogar zur Wiedervereinigung. Ich möchte mir jetzt selbst mal einen Eindruck von diesem Land machen.“ So heißt es lapidar auf der Homepage des alten Politrockers aus der Kreisstadt Goslar (https://sigmar-gabriel.de/zur-anstehenden-nordkorea-reise/).
Das ist – nach dem Flug von Rudolf Hess gen Engeland und Seehofers Besuch im Kreml – die spektakulärste Politikerreise der deutschen Geschichte. US-Präsident, atomare Abrüstung, Frieden, Wiedervereinigung – das sind die Stichwörter. Siggi Stardust packt die ganz großen Themen unserer Zeit an. Who the fuck is Greta?
Bonetti Media hat schon jetzt die Bilder. Weltexklusiv. Sie kennen mich.


Der zukünftige Friedensnobelpreisträger ganz zwanglos vor dem Restaurant „Zur eisernen Reisschüssel“ in Pjöngjang.



Der ehemalige Große Vorsitzende der Rotsocken fährt einen „Wagen des Volkes“, ein gemeinsames Projekt einer Wolfsburger Firma, die ungenannt bleiben möchte, und der nordkoreanischen Autoindustrie.



Auch die Jugend Nordkoreas protestiert gegen die Klimakatastrophe.



Kim Jong Dingens lässt sich die Farben Schwarz, Rot und Gold erklären.



Er beschließt seinen Doppelgänger zu schicken. Das hat bei den Treffen mit Trump auch schon funktioniert.



Die abschließende Pressekonferenz ist sehr kurz. 


Deep Purple - My Woman From Tokyo. https://www.youtube.com/watch?v=b-ScDz4Vj98

Mittwoch, 20. März 2019

Die gute alte Zeit

1990. Deutschland ist Weltmeister. Die Jungs von Franz Beckenbauer werden von einer begeisterten Menge in Frankfurt empfangen. Vier Menschen sterben in der Jubelnacht. In Ost-Berlin werden Geschäfte geplündert und Migranten attackiert. Drei Monate vor der Wiedervereinigung ...
https://www.youtube.com/watch?v=uk2W5xEVLlg

Das geteilte Deutschland im Sommer 1990 (Symbolbild).

Bonetti Media Intern - Hinter den Kulissen der Glitzerwelt




Blogstuff 292
„Das Problem der Welt ist, dass intelligente Menschen voller Zweifel und Dumme voller Selbstvertrauen sind.“ (Charles Bukowski)
Wir entrüsten uns über amerikanische Millionäre und Milliardäre, die ihren Kindern Studienplätze an Eliteuniversitäten kaufen. Vor einigen Jahren hatten wir in Deutschland den Organspendeskandal. Reiche Menschen haben sich mit Bestechungsgeldern auf der Transplantationsliste nach vorne gearbeitet. Das ist viel schlimmer. Menschen sind gestorben, nur weil sie arm waren. Jeder weiß, dass die Auswüchse des Kapitalismus an Perversität nicht zu überbieten sind. Natürlich kann man eine Ungerechtigkeit nicht mit einer größeren Ungerechtigkeit entschuldigen. Aber wir sollten uns auch nicht wundern. Die Bevorzugung der Elite und ihrer Abkömmlinge ist Teil des Systems. Ethik ist nur was für Sonntagspredigten, Besinnungsaufsätze und vom Idealismus beschwipste Kinder an Freitagen.
Früher war das Wetter ein unverfängliches Thema. Man konnte es gemeinsam doof finden und das war’s. Dazu vielleicht noch einen Kalenderspruch über die passende Kleidung, die man beim Verlassen des Hauses auszuwählen habe. Heute ist man gleich mittendrin in der politischen Debatte. Klimawandel? Was können wir tun? Darf ich noch im Sommer nach Ibiza fliegen? Beim Fußball ist es genauso. Ruckzuck geht es um die hohen Spielergehälter und die Exzesse des Kapitalismus, nicht um die Frage, ob St. Pauli oder der HSV die bessere Mannschaft hat. Auch so ein harmloses Thema wie Essen und Trinken hat es in sich. Tierwohl, Bedingungen in Schlachthäusern, Abholzung von Urwäldern für den Tofu-Anbau. Eine schlichte Mahlzeit ist weltpolitisch und moralisch bis in die Spargelspitzen aufgeladen. Laktosefreie Biobanane oder Paleo-Diät mit T-Bone-Steak? Schon fliegen die Fetzen im Zugabteil.
Ein Gutes hat der Brexit. Die Politiker haben sich so dermaßen blöd angestellt, dass kein Land es jemals wieder versuchen wird, die EU zu verlassen. Wie wäre es mit einer typisch britischen Lösung bei peinlichen Situationen: keiner redet mehr darüber und wir vergessen die ganze Angelegenheit einfach.
Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er arbeitet an einem Buch über die „Morphologische Soziogenese des Sportsockenträgers in der Westpfalz unter Berücksichtigung der geistig-moralischen Wende 1982“. Der Roman spielt im moldawischen Truckermilieu.
Anfang einer Geschichte, die nie fertig wurde: „Toni Clementi fuhr in eine Autowaschanlage und kam nie wieder raus. Pawel Rabowski ging beim Italiener um die Ecke nur mal kurz aufs Klo und niemand hat ihn je wieder gesehen. Alles nur Zufall? Das ist eine Kurzgeschichte, also komme ich gleich auf den Punkt: NEIN.“
Lieber ein arbeitsloser Künstler als ein arbeitsloser Tellerwäscher.
Eigentlich schade, dass man an Dummheit nicht sterben kann. Der Menschheit wäre viel erspart geblieben.
Ozric Tentacles - Lemon Kush. https://www.youtube.com/watch?v=AhONp_VdCXE 


Feier zum Ende der Prohibition in den USA.

Dienstag, 19. März 2019

Edition Bonetti: China-Restaurant




Die Abiturfeier

Er stand vor dem Waschbecken und starrte auf sein Gesicht. Es war bis auf den letzten Quadratzentimeter mit Pickeln übersäht. Sie waren so groß und dunkelrot wie Himbeeren und wenn er einen von ihnen ausdrückte, spritzte der Eiter bis auf den Badezimmerspiegel. Es war, als sei sein ganzer Schädel mit Eiter gefüllt.
„Es ist schon acht Uhr, Benny. Willst du dich nicht langsam auf den Weg machen?“
Seine Mutter war eine Nervensäge. Vor allem, wenn sie betrunken war. Und sie war jeden Abend betrunken. Er lebte allein mit ihr im siebten Stock eines Hochhauses am Stadtrand. Er war achtzehn Jahre alt und schon jetzt ohne Hoffnung. Natürlich hatte er kein Mädchen gefragt, ob sie mit ihm zum Abi-Ball gehen würde. Mit dieser Visage hatte er keine Chance. Pizzagesicht. Hackfresse. Er hatte tausend Spitznamen in der Schule. Niemand wollte in seiner Nähe sein. Akne ist wie AIDS oder Beulenpest. Ein Leben in der Hölle.
„Ja, ich fahr gleich los“, rief er durch die geschlossene Badezimmertür. Es hatte keinen Zweck. Die Alte würde den ganzen Abend nörgeln.
Er holte sein hellblaues Klapprad aus dem Keller und fuhr in die Stadt.
Der Abi-Ball war in der Turnhalle des Gymnasiums. Vor der Halle standen die schicken Autos, die die reichen Kinder von ihren reichen Eltern geschenkt bekommen hatten. Söhne und Töchter von Rechtsanwälten, Zahnärzten und Unternehmern. Manche kamen sogar in einer gemieteten Limousine und stiegen aus, als wären sie bei der Oscar-Verleihung in Hollywood.
Benny schlich auf die Rückseite des Gebäudes und sah durch die riesige gläserne Fassade in die Halle wie ein Tier, das durch das Licht und den Lärm angezogen wurde. Die Jungs trugen schwarze Anzüge und die Mädchen schicke Ballkleider. Sie tanzten und lachten, die Stimmung war offenbar großartig. Ein DJ machte Musik. Auf der anderen Seite der Halle war ein Buffet aufgebaut, auf dem eine große Schüssel mit Bowle stand.
Er wurde wütend. Er hasste sie alle. Es ging diesen Idioten gut und es würde ihnen immer gut gehen. Nur er selbst war ein armes Schwein und würde bis an sein Lebensende arm bleiben. Sie standen auf der Sonnenseite. Sie würden studieren und anschließend Rechtsanwälte, Zahnärzte und Unternehmer werden. Was sollte aus ihm schon werden? Welchen Job kriegt man mit so einer Visage? Er würde genauso enden wie seine Mutter.
„Was machst du hier?“ Die Stimme riss ihn aus seinen Gedanken.
„Nichts.“
„Warum verschwindest du nicht einfach?“ Der Wachmann grinste ihn an.
Als Benny nach Hause kam, war seine Mutter schon im Fernsehsessel eingeschlafen.
Undertones - It's Going To Happen. https://www.youtube.com/watch?v=GRPeOAkKnrE

Montag, 18. März 2019

Trendfrisuren für den Frühling


Blogstuff 291
„Um die Wahrheit zu sagen, meine Frau und ich haben keinen Sex. Wir ziehen uns aus und wir können gar nicht mehr aufhören zu lachen.“ (Rodney Dangerfield)
1894 fand das erste Autorennen der Welt statt. Die Fahrer starteten in Paris und fuhren ins 126 Kilometer entfernte Rouen. Der Sieger, Graf Albert de Dion, fuhr seinen mit Dampf betriebenen Wagen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 19 km/h. Beim berühmten Rennen Paris-Madrid 1903 waren die Fahrzeuge schon über 130 km/h schnell. Bereits auf der ersten Etappe nach Bordeaux starben acht Menschen, es gab etwa hundert Verletzte. Das Rennen wurde abgebrochen, die Fahrzeuge wurden mit dem Zug zurück nach Paris gebracht. 1906 wurde in Le Mans der erste Grand Prix auf einer abgesperrten Strecke durchgeführt.
Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er arbeitet an einer Vertonung des finnischen Nationalepos “Pöllmövöllan”. Tovi Jörmalainen will den Tod seines Vaters rächen und fordert Väinö Torkulönnü zum Duell heraus, nicht wissend, dass seine Braut Kerttu Trullanjärvi dessen Schwester ist.
Voll im Trend: Bei Penny gibt es jetzt nicht nur Schwarzwälder Schinken, sondern auch Schwarzwälder Salami. Sie nennen es Integrationswurst.
Kinder können mit der permanenten Wiederholung der Warum-Frage ganze Erklärungskaskaden provozieren und Erwachsene damit gezielt in den Wahnsinn treiben. Erwachsene machen es untereinander mit der Formulierung „Versteh ich nicht“. Damit liegt die Aufgabe des Erläuterns immer beim Gegenüber. Mit einem weiteren „Versteh ich nicht“ bestraft man den Gesprächspartner und darf sich überlegen fühlen, weil der Andere versagt hat.
Der kleine Junge, der seit kurzem hier in Schweppenhausen die Werbeprospekte austrägt, geht in die fünfte Klasse, schätze ich. Er hat meinen Briefkasten nicht gefunden und deswegen an der Tür geklingelt. Kinderarbeit wird endlich auch in Deutschland wieder heimisch. Wie bei einer Rakete zünden die Schröder-Reformen Stufe für Stufe bis ins Jahr 2019. Manchester ist überall.
Hätten Sie’s gewusst? US-Amerikaner verbrachten 2018 jeden Tag über elf Stunden mit Mediennutzung (TV, Radio, Internet, Handy, Spielkonsole).



Weitere Sprüche von Rodney Dangerfield:
"My psychiatrist told me I was crazy and I said I want a second opinion. He said, 'okay, you're ugly too.'"
"I'm so ugly... I worked in a pet shop, and people kept asking how big I'd get."
"I drink too much. The last time I gave a urine sample it had an olive in it."
"My wife was afraid of the dark… then she saw me naked and now she's afraid of the light."

Klaus Nomi I Feel Love Donna Summer cover. https://www.youtube.com/watch?v=cO43Y3S5CIY 


Robert de Niro im Alter von sieben Jahren.

Sonntag, 17. März 2019

Ein Kommunist gibt auf

Leute, das wird nix mehr mit Revolution. Ich werde alt. Rücken. Bluthochdruck. Hilft ja nix. Meinen Lenin-Orden habe ich dem Nachbarsjungen geschenkt, die rote Fahne habe ich vom Dach geholt. Jetzt muss ich nur noch meinen alten Moskwitsch 412 verkaufen. Ernstgemeinte Gebote bitte im Kommentarbereich abgeben.
Deep Purple - Perfect Strangers. https://www.youtube.com/watch?v=gZ_kez7WVUU

Edition Bonetti: Säufernasen

Super League™ by Andy Bonetti

Die UEFA Champions League ist langweilig geworden, vor allem die Gruppenphase. Also brauchen wir ein neues Spielsystem. Wer soll es entwickeln, frage ich mich. Bonetti Media, wer sonst? Alles andere ist Quatsch. Here we go:
Es werden die zwölf erfolgreichsten Mannschaften der letzten fünf Jahre ausgewählt. Es gibt keinen Länderproporz, keine Frauenquote und keine Behindertenparkplätze. Es geht nur um Leistung. Sie bilden die 1. Super League.
Diese zwölf Teams werden in zwei Gruppen aufgeteilt, jeder spielt gegen jeden, mit Hin- und Rückspiel. Bei der Aufteilung der Gruppen sollte natürlich darauf geachtet werden, das nicht alle spanischen Mannschaften oder alle englischen Mannschaften in einer Gruppe sind. Das ergibt pro teilnehmende Mannschaft zehn Spiele in der Gruppenphase. Die beiden Gruppensieger spielen im Finale am Ende der Saison um den Pokal. Die beiden Gruppenletzten steigen ab.
Die 2. Super League besteht ebenfalls aus zwölf Mannschaften, die in zwei Gruppen spielen. Die Gruppensieger steigen am Ende der Saison in die 1. Super League auf, die beiden Gruppenletzten steigen in die bereits bestehende Europa League ab. Aus der Europa League steigen die beiden Finalteilnehmer in die 2. Super League auf.
Auf diese Weise werden die langweiligen Spiele zwischen Top-Clubs und mittelmäßigen Teams vermieden. Der Sieger braucht inklusive Finale nur elf Spiele statt zuvor dreizehn. Die Clubs, die früher schon in der Gruppenphase ausgeschieden sind, haben jetzt zehn statt sechs Spiele. Damit erhöhen sich ihre Einnahmen.
Oder wir machen es wieder wie in der guten alten Zeit des Europapokals der Landesmeister: Nur die Meister der jeweiligen Länder dürfen teilnehmen, es wird von Anfang an im K.o.-System gespielt und es gibt auch keine tausend Sonderregeln bei der Auslosung. Meinetwegen spielen die Bayern dann in der ersten Runde gegen Barca.
P.S.: Fun Fact For Fans: 1980 kosteten die TV-Rechte für eine komplette Bundesligasaison 6,3 Millionen DM.
Hot Chocolate - Every 1's a winner. https://www.youtube.com/watch?v=-SFFRaIUisY

Wenn Sie im Frühling dieses Granulat aussäen, haben Sie im Sommer einen schönen grünen Kunstrasen.

Samstag, 16. März 2019

Alles zum Thema Uploadfilter


Hier sehen Sie die neuen Uploadfilter, die bei Bonetti Media ab 1. April zum Einsatz kommen. Sie können dann im Internet keine Witze mehr über mich, insbesondere meine Figur und meine Jogginghosen machen. Verboten sind auch: dumme Bemerkungen über den Hunsrück im Allgemeinen und Schweppenhausen im Besonderen, über Mainz 05, Handkäs mit Musik und Wein aus Rheinland-Pfalz.

Politiker schreiben – Leser antworten 2

Hier eine weitere Runde aus dem Amazon-Schatzkästchen:

Helmut Kohl: Mein Tagebuch 1998 - 2000
Der Bewerter von Amazon.de hat meiner Meinung nach völlig zu recht erklärt, dieses Buch triefe vor Selbstgerechtigkeit und Larmoyanz. Es ist sicherlich legitim, dass Helmut Kohl seine Sicht der Dinge, auch der Spendenaffaire, darstellt. Es ist sicherlich auch korrekt, dass zum Teil in der Presse zumindest unbewiesene Behauptungen gegen Kohl lanciert wurden. Die Selbstgerechtigkeit, mit der er - ohne einen Funken Selbstkritik - über sein Verhalten in der Spendenaffaire kokettiert, Personen wie Richard von Weizsaecker und andere in übelster Form abqualifiziert, ist jedoch erschreckend. Sie zeigt mir, was der Bundesrepublik fehlt: eine Amtszeitbegrenzung für das wichtigste Amt im Staat, das des Bundeskanzlers. Dieser gehört für mich nach zwei Legislaturperioden abgelöst. Der Mann verliert einfach Bodenhaftung. Um nicht ungerecht zu sein: es geht hier nicht um parteipolitische Abrechnungen: die Memoiren von Wolfgang Schaeuble (Mein Leben) sind in ihrer Nachdenklichkeit wesentlich interessanter und reflektiver. Wie Kohl Schaeuble in dem Buch behandelt, ist wirklich schlimm: dabei hätte Kohl durch einen rechtzeitigen Abgang und durch einen zeitigen Stabwechsel an Schaeuble die Wahlniederlage der CDU vielleicht in dieser verheerenden Form abwenden können. Aber er ist durch und durch Machtpolitiker in dem Sinne, erst ich, dann die Partei (die bin ich), dann das Land (das bin ich)

Friedrich Merz: Mehr Kapitalismus wagen
Es hat keinen Sinn (aber nicht Hans-Werner!), von Friedrich Merz etwas Vernünftiges und Realitätsbezogenes zu erwarten. So ist dieser neoliberale Daherschwätzer nun mal. Soziales weg, Eigenverantwortung her, und das Ganze unter dem Mäntelchen der "Freiheit". (gähn!)Aber daß diesem Herrn nun auch noch jeglicher Realitätsbezug die gegenwärtigen Umstände betreffend flöten gegangen ist, erstaunt doch sehr. Da hat genau die Denkweise, deren energischer Vertreter er war und nach wie vor ist, zu weltweiten Finanzkatastrophen in Billionenhöhe geführt, und er promotet unverdrossen seine durch die Ereignisse aufs Bitterste widerlegten Thesen
Das geistig sehr dünne Brett ist von der Realität überholt und bis ins Absurde widerlegt worden. Merz gehört immerhin zu den am meisten überschätzten "Experten", die Deutschland aufzubieten hat. Ja, wieso eigentlich? Aber was soll man jetzt hier noch groß rezensieren?
Dieses Buch erschien praktisch genau vier Wochen nach dem die damalige US-Investmentbank "Lehman Brothers Inc." den Insolvenzantrag stellen musste (15.09.2008). Was danach geschah ist bekannt: Das gesamte internationale Finanzsystem stand kurz vor dem Kollaps

Jens Spahn: Die Biographie (von Michael Bröcker)
Eine Biografie über einen 38jährigen zu schreiben, der noch keine nennenswerten politischen Leistungen vollbracht hat, ist schon arrogant. Er wird sogar von Bröcker mit Sebastian Kurz und Emmanuel Macron verglichen, was hinten und vorne nicht passt. Das Buch hätte einen anderen Impetus und Titel gebraucht, so ist es Schaumschlägerei.
Gut geschrieben, Thema lachhaft. Eine Biographie über Talkshow Spahn ? Was soll das ? Warum gibt sich ein anerkannt guter Journalist dafür her? Herr Spahn hat bisher für dieses Land weniger getan als jede beliebige Krankenschwester, jeder Polizist oder Arzt. Dieses Buch passt jedoch sehr gut in unsere sensationsgeile Zeit. Leute wie Herr Spahn, von jeder Empathie frei, werden hochgeschrieben. Gar als Kanzler können ihn sich viele vorstellen... armes Deutschland.

Adolf Hitler: Mein Kampf
Wunderbar!
Habe es meinem vater Weihnachten geschenkt. Er ist/war begeistert und liest sich durch die 2 bände.
Ein lange überfälliges Buch.
Ich habe dieses unzensierte und unkommentierte Buch gelesen und kann es jedem nur empfehlen es mal zu lesen. Ich habe schon als Kind nicht verstanden warum ein Buch verboten wird zu lesen. Selbst heute als Rentner kann ich so etwas nicht verstehen. So ganz nebenbei hat Adolf damals schon etliche Wahrheiten über die Politik genannt. Aber lest es selbst.

Sie wollen selbst politisch aktiv werden? So geht es:
https://www.mz-web.de/wittenberg/politik-in-wittenberg-einfach-mal-die-welt-retten-24495870
The HU - Wolf Totem. https://www.youtube.com/watch?v=jM8dCGIm6yc

Freitag, 15. März 2019

America is great, wir sind Greta

Andy Bonetti unterstützt #FridaysForFuture und war heute nicht in der Schule.
Hier ein kleines Rätsel für meine Follower und Supporter in aller Welt: Welche ehemalige CSU-Hoffnung ist mit diesem Symbolbild gemeint? Kleiner Tipp: Er hat mehr Vornamen als Pippi Langstrumpf.



Das ist meine Statistik der Seitenaufrufe der letzten 24 Stunden. Normalerweise ist es nur ein Drittel davon. Woher kommen plötzlich die vielen Fans? Hat mich Trump auf Twitter erwähnt?
Deutschland 3075
Ukraine 167
Italien 70
Vereinigte Staaten 44
Russland 12
Thailand 11
Frankreich 5
Österreich 3
Belgien 3
Vereinigtes Königreich 3

Politiker schreiben – Leser antworten 1

Das Beste an Amazon sind die Kommentare der Kunden:

Andrea Nahles: Frau, gläubig, links
Was mir wichtig ist, ich möchte Sie vor einem Fehler bewahren. In einer Demokratie können Sie wählen. Sie können Ihre eigenen Entscheidungen treffen. Sie müssen für Ihr Handeln die Verantwortung tragen und Sie brauchen sich von niemanden beeinflussen lassen oder sich gar rechtfertigen. Aber hören Sie auf meinen Rat: Auch wenn Sie die Neugier lockt, verschwenden Sie nicht Ihre Zeit mit diesem Buch. Selbst nach 20 Semestern, ja richtig 20 Semestern, Studium gelingt es dieser „Autorin“ nicht, auch nur ansatzweise, ein halbwegs lesbares Buch zu veröffentlichen. Die einfachste Beschreibung dieses Buches... Es entspricht der Qualität ihrer politischen Arbeit.

Donald Trump: Nicht kleckern, klotzen! Der Wegweiser zum Erfolg
Ich hätte mir mehr erwartet, ich kann mir nicht vorstellen das Hr. Trump so zusammenhanglos schreibt, Er springt hier oft von einem Punkt ins Huntertste, wodurch es manchmal recht unverständlich wird ihm zu folgen.
Der Autor (ein Freund/Geschäftspartner von Trump) und Trump selbst halten sehr viel auf sich und bringen das auch unzählige Male im Buch zum Vorschein. Für den stolzen Preis finde ich diese Selbstdarstellung etwas zu penetrant da es einfach nicht mehr viel mit gesundem Selbstbewusstsein zu tun hat. Wirklich interessantes über Trump, seinen Aufstieg oder Details findet man leider nicht allzu viel.
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und es kommt wirklich sehr selten vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende lesen aber so ein schwachsin kann und soll man nicht lesen. Ich ärger mich sehr, dass ich durch den Kauf des Buches Herr Trump unterstützt habe. Meiner Meinung kommt man nicht durch das Leben wenn man alle Menschen ignoriert und schlecht behandelt. Im Leben sieht man sich immer 2 Mal. Ich finde das Buch schlecht geschrieben, Inhaltlich sehr schwach. Ich empfehle das Buch nicht

Donald Trump: Wie man reich wird
»Es gibt fünf Milliarden Gründe, warum Sie dieses Buch lesen sollten.« (Donald Trump)
Das ganze Buch liest sich zwar flott, ist aber mehr Biografie als Reichtumsratgeber. Das ganze Buch hat nur eine Aussage: Ich Trump bin der Grösste. Der Titel ist absolut falsch und enthält keinen Tipp, wie man reich wird. Oder doch, kommen Sie wie Trump in einem extrem reichen Elternhaus auf die Welt. Wenn man die Millionen übernehmen kann, ist's natürlich easy. Ich gebe Ihnen den besten Tipp mit reich zu werden zu starten: sparen Sie sich das Geld für dieses nutzlose Buch.
Nicht zu glauben, dass solche Bücher veröffentlich und verkauft werden.

Gerhard Schröder: Entscheidungen
Wer will von diesem charakterlosen Kreml-Lobbyisten auch nur eine Zeile lesen? Unerträglich seine dumpfen Einlassungen. Er sollte endlich Ruhe geben.
Schröders Memoiren sind ihr Geld nicht wert: Über weite Strecken schlichtweg langweilig und ermüdend. Wenn es interessant würde, wechselt Schröder meistens das Thema. Wirkliche Hintergrundinfos erfährt man nur wenige, stattdessen erwarten einen Hunderte Seiten von Geplänkel. Substanz und tiefergehende Auseinandersetzung fehlen - das Buch bleibt schrecklich oberflächlich. Es nervt durch Wiederholungen und grammatikalische Fehler.
What you see it was you get: Schröder zeigt sich hier wie er eben ist: eitel, arrogant, prinzipienlos und auch handwerklich sehr schludrig. Insofern bestätigt das Buch nur das, was man eigentlich eh schon von ihm wusste.
Westernhagen - Mit 18. https://www.youtube.com/watch?v=zVaQi58u6eg

Kafka in Neukölln.