Dienstag, 23. Oktober 2018

Die Elenden III

Die Blechbüchse rumpelt und quietscht durch die Dunkelheit, durch das Nichts, als ginge es zum Schlachthof. Wir stehen Schulter an Schulter, Fremde. Schweigen und leere Gesichter. Hoffnung und Resignation sieht man nicht. Über ihre Ziele wissen wir nichts. Erinnerung und Vergessen, Zahlen und vage Ahnungen, Pläne und Vermutungen, Wut und Verzeihung, Liebe und Enttäuschung. Wunden öffnen sich, Wunden schließen sich. Ein kleines Mädchen, die bloßen Füße sind rabenschwarz, steigt an der Hand ihres Vaters aus. Sie dreht sich um und lächelt mich an, weil sie noch nicht die Gründe kennt, warum niemand lächelt. Ich lächele zurück, ein funkelnder Augenblick in den Tiefen der Hölle.

Die Elenden II

Ich habe sie auf einer Party getroffen. Diese Fernsehmenschen sind ja wirklich unglaublich klein. Sie geht mir bis zur Brust, trotz hoher Schuhe. Vielleicht wiegt sie vierzig Kilo. Kein Arsch in der hautengen schwarzen Lederhose. Vom Rücken bis zu den Kniekehlen ein durchgehender Strich.
Ihr Kollege hat sie mal umarmt, als sie Geburtstag hatte. Er sagte, es hätte sich so angefühlt, als habe man einen Sack mit Knochen im Arm. Sie ist längst über vierzig. Erst aus der Nähe sieht man es. In diesem Alter geht die nackte Angst um. Wie lange kann sie die Sendung noch moderieren?
Ist es das wert? Diese Quälerei? Einfach mal Pommes mit Mayo essen. Geht nicht. Mayo besteht ja nur aus Fett. Hinterher in irgendeiner dunklen Ecke den Finger in den Hals stecken. Ich habe mal gelesen, diese dünnen Menschen tunken Wattebäusche in Cola Light und essen sie. Um gegen das permanente Hungergefühl anzukämpfen.
Kennt diese Frau das Gefühl, ein Schnitzel mit Bratkartoffeln zu essen und dazu ein großes Bier zu trinken? Ich würde ihr gerne vorschlagen, vor ihren Augen ein halbes Dutzend Mettbrötchen mit Zwiebeln zu essen. Sie darf mich ungeniert beobachten und mir Fragen stellen.
Warum tun sich Menschen dieses Leben an? Für die Bühne, für die Karriere. Sie hat keine Kinder, sie verzichtet nicht nur auf eine ordentliche Mahlzeit, sondern auch auf eine Familie. Dabei berichten die anderen Medien noch nicht einmal über sie. Keine Home Stories, miese Quote, die junge hübsche Konkurrenz sitzt ihr im Nacken.
Sie trinkt Wasser. Das Buffet ignoriert sie tapfer. Ich stopfe Lachshäppchen in mich hinein und schwitze. Weißwein aus großen Wassergläsern. Sie sieht mich an. Ein Monster aus einer anderen Welt. Kein Erfolg, kein Ruhm. Nur Pizza mit doppelt Käse.

Montag, 22. Oktober 2018

Die Elenden I

„Das Dasein entstellt einen und zerknautscht einem das Gesicht. (…) Die Armen sind angeschissen. Das Elend ist riesig, es nimmt dein Gesicht her und wischt damit den Dreck der Welt auf wie mit einem Putzlumpen.“ (Louis-Ferdinand Céline: Reise ans Ende der Nacht)
War es eine gute Kindheit? Wiegt eine Ohrfeige deiner Eltern ein halbes Jahr ohne Ohrfeige auf? Wie ist die Rechnung?
Wie ist das in der Schule? Du wirst gedemütigt und verletzt. Wenn du eine Woche nicht gedemütigt und verletzt wirst – gleicht sich das aus?
Du arbeitest, der Job tötet deinen Geist. Du sitzt an der Kasse, am Steuer eines Trucks, du lötest Kabel in einer Fabrik zusammen. Dein Boss scheißt dich zusammen, weil du wegen Grippe eine Woche gefehlt hast. Wie halten wir dieses Leben aus?
Wir stumpfen ab. Das ist die Rettung. Wie eine Hornhaut die Hände eines Handwerkers oder Arbeiters schützt, so schützt uns die Gleichgültigkeit. Abgestumpft-Sein ist die Erlösung. Du lebst nur weiter, wenn es dir egal ist.
Der Gedanke an Gerechtigkeit oder Mitgefühl hat schon viele in den Wahnsinn getrieben. Für arme Menschen ist er kein Trost, sondern eine Gefahr. Wie soll man die vielen zehntausend Tage aushalten, ohne routiniert die Schultern zu zucken?
Die Gleichförmigkeit des Alltags ist nur durch absolute Stumpfsinnigkeit zu ertragen. Das Unglück der Anderen muss dir genauso gleichgültig sein. Schau nicht hin, wenn du das Elend siehst. Schau nicht in den Spiegel. Es geht vorbei.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Harry Potter und der Wandel des Klimas

Jetzt jammern sie wieder, die von Putin, Rothschild und Lafontaine bezahlten Gesinnungsmeteorologen. Was haben Meteore überhaupt mit dem Klima zu tun? Aber das ist eine andere Frage. Der angebliche „Klimawandel“ soll uns doch nur von den Flüchtlingen und den gewaltigen Kosten der Migration ablenken.
Während von saudischen Scheichs ferngesteuerte Rauschgift-Clans die Parkanlagen unsicher machen, wird das Volk mit publizistischen Laubsägearbeiten sogenannter Experten um seine kostbare Lesezeit betrogen. Wir reden vom Wetter, während schwer bewaffnete Kopftuchmädchen die Vorstände deutscher Unternehmen infiltrieren.
Jetzt haben wir am Rhein also Niedrigwasser. Ich will Ihnen mal was sagen: Wir brauchen noch weniger Wasser im Rhein. Wir brauchen trockene Flussbetten in ganz Deutschland. Dann können wir uns auch die ganzen Brückenbauarbeiten sparen, die doch schwer ins Geld gehen. Seit wann braucht ein Fluss überhaupt ein Bett? Wer nicht arbeitet, soll auch nicht schlafen. Meine Meinung!
Dadurch entstehen gerade in den Städten endlich neue Bauflächen, die wir so dringend benötigen. Ohne den doofen Rhein könnte man Städte wie Köln, Duisburg oder Mainz mühelos erweitern. Wenn es keine Spree mehr gibt, haben wir auf einen Schlag in der Innenstadt Filetgrundstücke in rauen Mengen.
Die Kreml-Bots behaupten immer, die Meeresspiegel würden steigen. In den Flüssen ist aber zur gleichen Zeit kein Wasser. Wie passt das zusammen? Fällt es nur mir auf? Notfalls könnte man ja die Südseeinsulaner, deren Inseln untergehen, im Donaubecken ansiedeln.
Der fehlende Regen ist natürlich auch wie geschaffen, um das ganze lästige Viehzeug, diese überflüssigen Krabbelviecher, auszurotten. Ohne Gras kein Grashüpfer. Ohne Insekten keine Vögel, die einem im Winter das Vogelhäuschen leerfressen. Wir sollten uns auf Tiere konzentrieren, die man auch essen kann. Das bisschen Salat als Beilage oder Tellerdekoration kommt aus dem Gewächshaus.
Jahrzehntelang hat die Regierung zugesehen, wie das Wasser in den Flüssen einfach ins Ausland oder ins Meer fließt. Was bringt mir das als Steuerzahler? Wasser muss aus dem Wasserhahn kommen und das Abwasser wird in Kläranlagen wieder aufbereitet. Wir können doch auch Bier und Cola trinken, kein Mensch braucht Wasser. Ein gutes Deo ersetzt die Dusche, das geht erstens schneller und ist auch noch viel billiger.
Es wäre schön, wenn wir uns in Zukunft wieder auf die wesentlichen Themen konzentrieren könnten: die besorgten Bürger in Sachsen, islamistische Terroranschläge (täglich!) und den Blutdruck von Uli Hoeneß.
Red Lorry Yellow Lorry - Talk About The Weather. https://www.youtube.com/watch?v=-pLxOMgbO1w

Draußen ist doch alles paletti, oder? Meine Rede, Alter, meine Rede.

Samstag, 20. Oktober 2018

Wieselverbot in der Innenstadt – Wir fragen die Betroffenen


Blogstuff 251
„Wir stehen vor riesigen Herausforderungen.“ (Angela Merkel, Standardtextbaustein)
„Die unkontrollierte Grenzöffnung 1989 ist schuld am System Merkel!“ (Jan Böhmermann)
Plan für den Winter: in einem offenen Sarg an den Bob-Weltmeisterschaften teilnehmen.
Nach neuesten Untersuchungen sind übrigens sechzig Prozent meiner Leser Kreml-Bots. Mich stört‘s nicht.
Bei der BILD, beim STERN und beim SPIEGEL wird über so viele schwachsinnige Themen berichtet, dass ich mir immer denke: Die haben einfach zu viele Mitarbeiter in der Redaktion. Hätten sie weniger Mitarbeiter, müssten sie sich automatisch auf die relevanten Themen konzentrieren. Wie schaffen wir es, dass die Redaktionen kleiner werden, damit wir nicht mehr von diesem himmelschreienden Blödsinn wie der Rollstuhlfahrerin, die ihr Therapiebegleittier – übrigens ein Eichhörnchen – nicht auf einem Flug mitnehmen durfte und deswegen von der Polizei abgeführt werden musste, belästigt werden? Weniger BILD, STERN und SPIEGEL kaufen. So trägt man aktiv zur Qualitätsverbesserung der deutschen Medien bei.
Hätten Sie’s gewusst? Andy Bonetti begann seine Laufbahn als Orthographiecoach beim Wichtelbacher Landboten.
Wie wenig sich in jüngster Zeit am Frauenbild dieser Gesellschaft geändert hat, kann man in der Serie „Babylon Berlin“ betrachten. Die weibliche Hauptfigur Charlotte Ritter ist in der Romanvorlage von Volker Kutscher eine Jura-Studentin, die bei der Kripo Karriere machen will. Eine Möglichkeit, die sich in der Weimarer Republik den Frauen eröffnet, neben Wahlrecht und vielem anderen. In der Fernsehserie ist Charlotte eine Prostituierte, die ihre Familie als Sexarbeiterin im wilden Berliner Nachtleben ernährt und von ihrem Vorgesetzten bei der Kripo zum Geschlechtsverkehr genötigt wird, um die prekäre Beschäftigung als Schreibkraft nicht zu verlieren. Merke: mit einem hübschen Arsch macht man schneller Karriere als mit einem klugen Kopf. Harvey Weinstein hätte das verstanden.
„Ein präkambrischer Säufer mit Überbiss und fehlendem Frontallappen.“ (geträumte Formulierung, 15. Oktober 2018, die nach dem Erwachen keinen Sinn mehr ergibt)
Manchmal braucht man etwas länger, bis der Groschen fällt. Es hat zehn Jahre lang dauert, bis ich begriffen habe, dass im Wort „Berlin“ eine besondere Bedeutung steckt. Als ich 1991 nach Berlin gezogen bin, hatte ich natürlich einen Stadtplan. Immer, wenn ich auf diesen Stadtplan geschaut habe, wusste ich, das Wort „Berlin“ birgt ein Geheimnis. Berlin, Berlin … - bis ich es eines Tages begriffen habe. Ich schwöre, in diesem Moment haben Engelschöre gesungen. Zehn Jahre Berlin und dann ist es klar: „Berlin“ steckt in meinem Nachnamen Eberling. Orgasmen hat man viele im Leben, aber Erkenntnismomente dieser Qualität hat man nur sehr selten.
„Er hatte das volle Haar und den etwas weiter zurückliegenden Haaransatz eines Obersturmbannführers.“ Solche Sätze müssen wir im Lektorat natürlich immer wieder streichen. Sie verstehen das.
Später einmal wird man sagen: 2018 war das Jahr, in der die Verlogenheit der Sozialdemokratie in Fäulnis übergegangen ist. Was bleibt im linken Lager? Die Grünen vertreten das gutverdienende Bionade-Bürgertum, die sogenannten Linken stehen vor der Spaltung. Kohls geistig-moralische Wende, 1982 begonnen, vollendet sich.
Schnaps ist das zwölftbeste Getränk … das achtbeste … das fünftbeste …
Im Krieg werden Gewehre an die Armen ausgeteilt. Und was machen sie? Sie bringen sich gegenseitig um, anstatt gemeinsam die Paläste zu stürmen.
Wall Of Voodoo - Mexican Radio. https://www.youtube.com/watch?v=eyCEexG9xjw

Freitag, 19. Oktober 2018

Achtsamkeit


Acht einfache Übungen, die Ihnen in Zeiten der digitalen Überforderung und globaler Unübersichtlichkeit Ruhe und Energie zurückgeben. Entwickelt wurde diese Methode, die Sie mühelos in Ihren Alltag integrieren können, von der bekannten Yoga-Therapeutin Edeltraut Morchel-Riebeseel und von Professor André Bonitté, Ehrenvorsitzender des Kuratoriums Unheilbares Deutschland und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Johnnie Walker.
1. Bleiben Sie nach dem Aufwachen einfach liegen. Ein paar Minuten, Fortgeschrittene dehnen diese Zeit bis zum Mittagessen aus.
2. Suchen Sie sich einen ruhigen Platz aus, idealerweise einen Garten. Dort übergießen Sie Ihr Smartphone mit Benzin und zünden es mit einem Räucherstäbchen an.
3. Erweitern Sie Ihre Achtsamkeit über das rein formelle Meditieren hinaus. Duschen Sie bewusst und führen Sie dabei einen Body-Scan durch. Haben Sie Schmerzen? Sind die beweglichen Teile immer noch beweglich?
4. Schießen Sie auf den Fernseher und töten Sie Alexa.
5. Halten Sie im Alltag immer wieder inne und dokumentieren Sie innerlich Ihre Erfahrungen. Wie fühle ich mich gerade in der Schlange an der Supermarktkasse? Was empfinde ich, wenn die Kollegin von ihren Menstruationsbeschwerden berichtet?
6. Bauen Sie Pausen in Ihren Alltag ein. Stoppen Sie Ihre Routine. Denken Sie über Ihr Handeln nach und atmen Sie dabei ganz bewusst und in Ruhe ein und aus. Warum halten Sie Ihren Wagen nicht einmal mitten auf der Straße an? Legen Sie sich im Postamt auf den Fußboden und schließen Sie die Augen.
7. Wenn Sie spüren, dass Sie verspannt sind, legen Sie eine Pause ein und machen Sie einige Entspannungsübungen oder nehmen Sie eine Position ein, die Sie aus dem Yoga kennen. Warum nicht in der Fußgängerzone oder während eines Meetings?
8. Fragen Sie sich am Ende des Tages: Wofür bin ich heute dankbar? Empfinden Sie Dankbarkeit auch für Nebensächlichkeiten wie einen abgelaufenen Joghurt, denn Sie ersparen sich überflüssige Kalorien. Seien Sie dankbar für Sonne und Regen, für den Kartoffelbrei in der Kantine und den kaputten Fernseher in Ihrem Wohnzimmer.
Marius Müller Westernhagen - Johnnie Walker. https://www.youtube.com/watch?v=mW08rCpM8lo

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Aus der bunten Netzwelt








"Der Luftpirat und sein lenkbares Luftschiff" war die erste SF-Groschenheft-Serie Deutschlands (1908 - 1912).

Brex and the city


Brexit (Symbolbild)
Es ist unfassbar. Vor über zwei Jahren hat die britische Bevölkerung für den Brexit gestimmt. Seither ist viel geredet und nichts erreicht worden. Am 29. März ist Ultimo. Dann bricht das Chaos aus.
Oder wird alles ganz anders? Erleben wir einen Augenblick wie den Millenium-Bug? Am 31.12.1999 sollten um Mitternacht alle Computer verrückt spielen. Sie taten es bekanntlich nicht. Hat die Politik in Wirklichkeit alles im Griff? Erleben wir nur ein Chicken Game, wie man es in der Spieltheorie nennt? Verliert einer bei den Verhandlungen, weil er die Nerven verliert? Wird der Termin 29.3.2018 einfach um ein halbes Jahr verschoben?
Als Politikwissenschaftler sehe ich die Dinge naturgemäß anders als ein Jurist. Der Jurist verweist auf Verträge, er kennt das Kleingedruckte und baut auf den alten römischen Rechtsgrundsatz „Pacta sunt servanda“. Für uns sind Verträge wie Verkehrsampeln in Italien. Es sind Angebote, keine Vorschriften. Die Ampel schlägt mir vor anzuhalten. Ich kann mich aber auch vorsichtig auf die Kreuzung vortasten, um sie dann bei Rot zügig zu überqueren. Das Ergebnis zählt, der Erfolg – nicht der Weg.
Für den 29. März nächsten Jahres gibt es zwei Szenarien:
1. An den Flughäfen und Fährhäfen gibt es beim Austausch von Waren und Personen das totale Chaos. Lieferketten der Industrie brechen zusammen. Die Versorgung Londons mit Nutella wird gestört. In Frankfurt wird das Shortbread knapp. Die Grenze zwischen Nordirland und Irland wird eine echte Grenze mit Zollbeamten und Kontrollen von Lastwagen und Autos.
2. Es passiert nix. Notfalls werden in einer Nacht- und Nebelaktion die Abkommen beschlossen und von den Parlamenten genehmigt wie bei der Bankenrettung 2008 oder bei der Causa Griechenland.
Ich neige zu Szenario 2. Welcher Jurist wettet dagegen?

https://kiezschreiber.blogspot.com/2016/06/the-queen-has-left-building.html
Simple Minds - Belfast Child. https://www.youtube.com/watch?v=7vhhTvcLoRw

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Blogstuff 250 – die große Jubiläumsausgabe


Andy Bonetti an der Blogstuff-Orgel. 



In meinem ganzen Leben habe ich nur einen Heiratsantrag gemacht. Sie hat Nein gesagt. Vielleicht hätte ich sie nicht durch die geschlossene Toilettentür fragen sollen?
Wenn im Konsulat von Saudi-Arabien ein Mensch ermordet wird, heißt es in der deutschen Presse, er sei bei einem Verhör gestorben. Wäre es das russische oder nordkoreanische Konsulat gewesen, hätte man geschrieben, er sei zu Tode gefoltert worden. Es so schäbig und erbärmlich, wie zwischen Ölmilliardären, die unsere Waffen kaufen, und politischen Gegnern unterschieden wird, dass selbst ein Hugenberg sich vor Lachen auf die Schenkel klopfen würde.
„Wenn’s vorne raucht und hinten pfeift, gibt’s einen, der auf alles scheißt.“ (Plakat bei einem Streik der Lokomotivführer)
Hätten Sie’s gewusst? Der Name von Francois Voltaire war eigentlich Franz Walter. Er kam 1694 in Eckernförde zur Welt und wollte ursprünglich Löwenbändiger werden. Der Mode seiner Zeit entsprechend gab er sich einen französisch klingenden Namen und wurde schließlich Maitre de Cuisine et de Plaisir (Chefkoch und Event Manager) am Hofe Friedrichs des Großen.
Es ist braun und potenziell tödlich? Man nennt es Rektumkarzinom. Oder es sind Nazis.
Ostasien ist berühmt für seine Meditationstechniken. Weniger bekannt sind die entsprechenden Techniken des Westens: Staubsaugen, Aquarium betrachten, Musik hören.
„Wenn Pfandflaschen pfandfrei werden, wird Widerstand zur Pflicht.“ (Sprichwort der Unterschicht)
Seit 61 Jahren regiert die CSU in Bayern, die SED kam nur auf 40 Jahre.
Populismus: „Das kapieren die Leute nicht, dafür fehlt ihnen die Bildung, mach lieber was Volkstümliches.“ Messermänner – Asyltourismus – Kopftuchmädchen. Läuft. Dummheit ist ein Treibstoff und ein Brandbeschleuniger.
Die nächste globale Inszenierung einer Wirtschaftskrise via Protektionismus ("Handelskrieg" im Boulevarddeutsch) wird den letzten Rest der alten Sozialdemokratie und ihrer politischen Kostgänger hinwegspülen. Ich tippe auf 2020, weil Trump in diesem Jahr wiedergewählt werden möchte.
Schon der Begriff Demokratie - Volksherrschaft - ist ja irreführend, weil natürlich nicht das Volk herrscht, wenn es auf dem Wahlzettel zwischen Whopper und BigMäc wählen kann. Die Griechen hatten u.a. das aleatorische Prinzip, man ließ die Götter entscheiden, den Zufall, wie wir heute sagen würden. Alle Leute, die gerne Abgeordneter im Bundestag werden möchten, kommen in einen Lostopf und 500 werden ausgewählt. Da wäre der Teufel los!
Ein Freund von mir ist mal beim Köln-Marathon mitgelaufen. Relativ schnell fand er sich am Ende des Feldes wieder, hinter sich nur noch der sogenannte Besenwagen der Stadtreinigung. Mehr als sechs Stunden durfte man als Läufer nicht unterwegs sein. Die Männer vom Besenwagen riefen ihm im heimischen Dialekt zu: „Jib et auf, dat hat doch kene Sinn. Du machs disch doch kapott. Lass et sein, Jong.“ Angetrieben durch den Spott der Müllmänner taumelte er stundenlang wie im Delirium durch die Stadt, bis er die Ziellinie endlich erreicht hatte. Er ist nie wieder Marathon gelaufen. An diese Geschichte muss ich immer denken, wenn ich die SPD sehe.
Hätten Sie’s gewusst? Bei der 7. Internationalen Kochkunst-Ausstellung, die im Oktober 1937 in Frankfurt am Main stattfand, wurde die erste Pizza in Deutschland präsentiert. Das ist kein Witz. Danke, Mussolini!
Die AfD plant ein Komitee für undeutsche Umtriebe nach dem Vorbild von McCarthy für die Zeit nach der Machtübernahme. Dann werde ich mich für dieses Blog verantworten müssen.

Andy Bonetti. Zauberer oder Scharlatan?


David Gilmour - Comfortably Numb. https://www.youtube.com/watch?v=o5Ht6WIhhmU

Dienstag, 16. Oktober 2018

Diagnose: Frontallappenschaden

"Der Frontallappen erfüllt motorische Funktionen, d. h. er steuert und kontrolliert also Bewegungen. Das Stirnhirn gilt allgemein als Sitz der individuellen Persönlichkeit und des Sozialverhaltens. Da es als menschlichster Teil des Gehirns betrachtet wird, bezeichnen manche Autoren den Frontallappen auch als das 'Organ der Zivilisation'. (…) Die Folgen einer Schädigung des Frontallappens werden als Frontalhirnsyndrom zusammengefasst. Dieses ist beim Menschen gekennzeichnet durch
ungenügende Berücksichtigung von Handlungskonsequenzen,
Schwierigkeiten bei der Handlungsplanung (exekutive Funktionen),
Haftenbleiben an (irrelevanten) Details (Perseveration),
mangelnde Abstimmung auf aktuelle Erfordernisse,
ungenügende Regelbeachtung sowie Regelverstöße (auch im sozialen Verhalten),
verminderte Selbstkontrolle und erhöhte Impulsivität,
Antriebsstörungen,
Störungen der (Kurzzeit-)Gedächtnisleistung und des Arbeitsgedächtnisses,
Störungen der Aufmerksamkeit und des geistigen Durchhaltevermögens." (Wikipedia: Frontallappen)

Haben Sie ihn erkannt?


Andy Bonetti ist der Typ ganz rechts, mit dem irren Schnurrbart. Wer die anderen Leute sind, weiß ich nicht.

Viva la Kontroverse

Der alte weiße Mann sitzt auf seiner Veranda. Eine junge schwarze Frau besucht ihn, weil sie mit ihm sprechen möchte abrechnen will.
Die junge schwarze Frau (F): Du hast alles zerstört, alter Mann. Deine Zeit ist abgelaufen.
Der alte weiße Mann (M): Was habe ich zerstört? Wovon sprichst du?
F: Schon mal was vom Klimawandel gehört? Du zerstörst die Natur.
M: Sieh dir den Himmel an. Die Sonne scheint, das Wetter ist gut.
F: Es sind über zwanzig Grad. Im Oktober.
M: Das bedeutet, wir müssen noch nicht heizen. Wenn sich die Erde erwärmt, brauchen wir weniger Öl, Gas und Kohle. Das ist gut für die Umwelt.
F: Jeden Tag sterben Tiere aus.
M: Wir entwickeln gerade die Gentechnik, die wir benötigen, um neue Tiere zu erschaffen.
F: Eure Technik ist doch die Ursache für unser Unglück.
M: Unsere Technik kann Leben verlängern. Denk doch nur mal an die Fortschritte in der Medizin. Chirurgen und Medikamente retten Leben, die ohne technologische Entwicklung verloren wären.
F: Eure Waffentechnik ermordet aber auch jeden Tag Menschen.
M: Unsere Technik gibt uns die Macht über Leben und Tod. Früher hatten die Götter oder die Natur diese Macht. Jetzt haben wir Menschen die Macht, alles Leben auszulöschen oder das ewige Leben zu erreichen. Es liegt allein an uns.
F: Diese Macht werde ich dir nehmen.
M: Das wirst du nicht schaffen.
F: Wieso nicht?
M: Weil du keine Ahnung von Technik hast. Du redest nur. Ohne Macht wirst du mir nichts wegnehmen können. Wieso sollten mich Worte überzeugen? Du hast für die Machtübernahme keinen Schlachtplan. Ich muss mir keine Sorgen machen.
F: Du machst mich wahnsinnig.
M: Nein, ich mache dich klug. Logik, Philosophie, Aufklärung. Ohne den Fortschritt des Denkens gäbe es dieses Gespräch gar nicht. Diesen Fortschritt verdankst du den Männern. Die ganze Zivilisation verdankst du der Technik, die Männer geschaffen haben. Wie bist du zu mir gekommen? Sicher nicht zu Fuß. Also hast du eine Technik benutzt, die ein Mann erfunden hat.
F: Wen interessiert das? Ich benutze einfach deine Technik. Mir kann es egal sein, wer den ersten Computer gebaut hat.
M: Solange du meine Technik benutzt, änderst du die Ordnung nicht. Wir haben es geschafft, dass ein Prozent der Menschen 99 Prozent der Menschheit beherrschen. Und von diesem einen Prozent der Herrschenden sind 99 Prozent Männer. Der Rest sind Erbinnen wie Springer oder Mohn und Alibi-Frauen in der Politik und im Management. Die Menschen sind so zahm wie das Vieh in den Ställen. Zahmer als in allen Jahrhunderten zuvor. Billiger Fusel, billige Fernsehserien. Es ist so einfach.
F: Mit dir kann man nicht reden. Es ist zwecklos.
M: Du bist wütend. Warum setzt du deine Energie nur in destruktive Emotionen um? Versuch doch mal, konstruktiv zu sein. Bau etwas Eigenes auf.
F: Ich kann auf deine Ratschläge verzichten, alter Mann. Niemand braucht dich.
M: Du bist nichts ohne mich. Wir haben Technologien erschaffen, die nur von uns Männern beherrscht werden. Wir haben euch systematisch in Berufsfeldern untergebracht, in denen ihr kein Herrschaftswissen erwerben könnt. Deswegen werdet ihr Frauen es auch nicht schaffen. Schon die Kommunisten sind nicht weit gekommen - und das waren wenigstes Männer. Schau dich doch mal um: Wir haben eine Männerwelt erschaffen.
F: Wir werden die Welt ändern.
M: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Aber sie stirbt.
P.S.: Die Meinung des alten weißen Mannes gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wir sind immer auf der Seite der Frauen, liebe Lesende. Insbesondere der jungen Frauen. Der jungen schwarzen Frauen. Nicht-weiße Transgender-Menschen aller Altersklassen mit Schwerbehindertenausweis werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt. Vergessen Sie „bei gleicher Qualifikation“. Ich will hier einfach keinen Ärger kriegen. Meiner Meinung nach ist Bonetti Media mit diesem Text eindeutig zu weit gegangen. Quo vadis, Strandhaubitze der Demarkation? Der arrogante, gönnerhafte Tonfall. Genauso reden diese senilen arischen Klötenträger und deswegen hassen wir sie. Viva la Gleichberechtigung! Kaufen Sie bitte trotzdem „Die Topographie der Ignoranz“ von Andy Bonetti, das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Altersgruppen, Geschlechter und Kulturen. Bleiben Sie uns auch fürderhin gewogen.
Aretha Franklin – Respect. https://www.youtube.com/watch?v=6FOUqQt3Kg0

Montag, 15. Oktober 2018

TV-Tipp

„Im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet ist der Drogenkrieg außer Kontrolle. Als die Agentin Dörte Flatterowski und ihre Truppe in der Wüste ein Haus voller eingemauerter Leichen entdecken, wird sie zu einer Sondereinheit versetzt. Deren Chefs, der dubiose saarländische Bierdeckelfetischist Bruno und der laktoseintolerante Milchtrinker Michael, operieren längst mit illegalen Mitteln. Anfangs rebelliert die idealistische Dörte dagegen, doch im Kugelhagel fragt niemand nach Moral und Paragrafen.“
(Spielfilm, Deutschland 2018, weltexklusiv auf Bonetti Premium)

Romando Delatroux

Er begann als hoffnungsvoller Nachwuchstrinker in einer kleinen Dorfschenke, die sich in einem bedeutungslosen Winkel unseres großen Landes befand, und sein erster Vollrausch berechtigte zu den schönsten Hoffnungen. Bereits in seiner Jugend war er regelmäßig Gast in der Bahnhofskneipe einer nahe gelegenen Stadt. Mit Anfang zwanzig zog er in die Landeshauptstadt und erweiterte sein Repertoire um ein internationales Sortiment an Spirituosen. Er war in zahlreichen Gasthäusern wohl bekannt und rühmte sich mit gutem Recht der Trinkkunst.
Bald war ihm auch dieser Wirkungskreis zu klein geworden und es zog ihn in die Metropole. Berlin – Stadt der Sünde. Berlin – Stadt ohne Sperrstunde. Berlin – Herausforderung für die Besten ihres Fachs. In der Blüte seiner Jahre trank er beidhändig, er machte nicht nur die Nächte durch, sondern auch die Tage. Er trank unmäßig. Es schien für ihn keine Grenzen zu geben. Die Menge staunte, sie applaudierte frenetisch, sie feuerte ihn an, sie vergötterte ihn.
Höhepunkt seines Säuferlebens war eine Nacht in einer New Yorker Bar im 35. Stock eines Wolkenkratzers. Whisky without the rocks, Wodka ohne alles und zum Abschluss einen Grappa, den er aus dem Aschenbecher trank. Manche tapferen Zecher, die neben ihm saßen, hielten ihn zu dieser Zeit für einen der Iren. Dann begann der Abstieg.
Sein Körper war im Hüftbereich bereits über die Ufer getreten. Magenschmerzen plagten ihn und schwerer Durchfall, der mit verheerenden Flatulenzen einherging. Durchfall? Das waren die Ruhrfestspiele. Sein spärlich möblierter Verstand begriff es zunächst nicht. Es ging hinab in ordinäre Vorstadtkneipen, üble Spelunken und feuchte Kellerlöcher, wo sich die Verdammten dieser Erde dem selbstgebrannten Fusel hingaben. Mein merlotbeseelter Geist hätte sich noch zu ganz anderen Formulierungen hinreißen lassen, wenn sein Ende nicht so furchtbar und so traurig, so furchtbar traurig gewesen wäre.
Heute lebt er wieder in seinem Dorf, aus dem er einst in die Welt hinausgezogen war, die Dorfschenke hat längst für immer ihre Pforten geschlossen und er sitzt alleine auf seinem schäbigem Bett, die Augen geschlossen, die Flasche in der Hand, ohne Hoffnung und ohne Mut, aufgedunsen, fett und hässlich. Von allen verlassen, nur von den Scheißhausfliegen nicht. Das erbarmungslose Mittagslicht lässt sein Gesicht alt und grau erscheinen. Leert Eurer Glas auf das Wohl von Armando Delatroux, liebe Freunde! Gedenket seiner, wenn Ihr eine gute Flasche öffnet!
The Beach Boys - Don't Worry Baby. https://www.youtube.com/watch?v=lW0YGC68qP4 


Schnaps-Ede, ein mobiler Anbieter in Berlin. 

Sonntag, 14. Oktober 2018

Bayernwahl - Professor Bonetti analysiert exklusiv für Sie


Der Tod klopft an die Tür des letzten SPD-Wählers.



Die wirklich schlechte Nachricht: Mordor wird auch weiterhin von Söder regiert. Willige Gehilfen gibt es genug (FW, FDP).



Noch schlimmer: Auch Nahles, Jogi Löw, Dobrindt und Seehofer bleiben uns erhalten. Obwohl im Geheimlabor der CSU schon fieberhaft an einem neuen Parteivorsitzenden gearbeitet wird.

Warum ich heute AfD wähle

Colonel Clickbait hat wieder zugeschlagen. Bonetti wählt heute einen Chardonnay, um auf den Niedergang der CSU anzustoßen. Söder in die Produktion!

Blogstuff 249
„Wir leben, wie wir träumen – allein …“ (Joseph Conrad: Herz der Finsternis)
Der Staat schafft das, was die Bürger nicht erreicht haben. Er stoppt per Gerichtsbeschluss die Abholzung des Hambacher Forsts. Das ist die Botschaft: Wir bestimmen, ob die Bäume gefällt werden – nicht ihr. Egal, wie viele ihr seid.
„Was im Blog passiert, bleibt im Blog.“ (Internet-Sprichwort)
Horst Seehofer: Er leidet nicht an Realitätsverlust, er genießt ihn.
Autor kommt von Autorität.
Warum gibt es keine Religion, die es uns verbietet, körperlich zu arbeiten und vor zehn Uhr aufzustehen?
Alles kommt zur Sprache, aber nichts passiert.
65 Prozent der erwachsenen Männer in Rheinland-Pfalz haben Übergewicht, erfahre ich in den Regionalnachrichten. Wir haben die Mehrheit! Hier sitzt Bonetti, mit einem Ramones-Shirt auf dem stolzgeschwellten Bauch.
Hätten Sie’s gewusst? In Wichtelbach steht das kleinste Riesenrad der Welt.
Frauen stehen im Baumarkt und suchen sich eine Wandfarbe aus. Das dauert. Nach der ersten gestrichenen Wand finden sie die Farbe beschissen und wollen eine andere. Männer suchen sich extrem schnell eine Farbe aus, pinseln die ganze Wohnung an und finden sie auch beschissen. Aber sie lassen sich nix anmerken. „Nee, is schön so!“ So funktioniert die Welt.
Schauen Sie bitte mal nach rechts. Gut. Jetzt etwas höher. Da ist die versteckte Kamera von Bonetti Media. Willkommen in unserer Show.
„Der Tod (…) ist das Ende des Lebens.“ (wikipedia: Tod)
Wenn ich an den tausendfachen Kindermissbrauch in der katholischen Kirche denke, wird mir klar, dass die Nummer mit dem Zölibat gescheitert ist. Wir brauchen die Kastration aller Priester. Eunuchen sind harmlos, sie haben schon den Harem des Sultans bewacht, ohne lästig zu werden.
“Strukturwandel” ist ein Wort, dem an siegreicher Verlogenheit nur der “Entsorgungspark” der siebziger Jahre gleichkommt. Deine Firma geht bankrott, deine Stadt ist pleite und du bekommst Hartz IV. Keine Sorge, da wandeln sich nur die Strukturen. Krebs ist ja auch nur eine dynamische Zellmodifikation.
Dicke Wirtin, Savignyplatz, Berlin: Die Krönung der Speisekarte ist K.K.K. (Karsten’s Kater-Killer). Für 3,20 € gibt es einen Pott Kaffee, eine Aspirin, eine Roth-Händle und die Zeitung vom Vortag.
Es war eine Mutprobe unter Freunden. Nachdem Benedikt Schwanenhals in riesigen Buchstaben „Russen raus“ auf die Außenmauer des Kreml geschrieben hatte, wurde er zu fünf Jahren Lagerhaft in Sibirien verurteilt. Aber das Selfie konnte er vorher noch twittern!
Hätten Sie’s gewusst? 1965 erfindet Hans Kugel die Suchmaschine.

P.S.: „Ich sammele alles über Bananarama. Du auch?“ Bonetti klopft sich mit der flachen Hand auf die Brust, irgendwo da, wo sein Herz sein muss. „Keren Woodward habe ich hier gesafet.“
Barry Mann - Who Put The Bomp. https://www.youtube.com/watch?v=M2npNkOtdZk

Samstag, 13. Oktober 2018

Demo in Berlin

Ein paar Freunde sind bei der Demo in Berlin und schicken Bilder. Die Stimmung ist gut, das Wetter ist großartig. 200.000 Leute. Das müssen die Nazis erst mal toppen. #ihrseidweniger


Der Mann auf diesem Bild ist übrigens ein alter Kumpel von mir. Der Witz: Er ist schwul. Also habe ich ihn als elenden Simulanten beschimpft, als er vor einer Stunde das Bild veröffentlicht hat. Seine Antwort: "Also bitte! Einhorn-Geburten sind äußerst selten und schwer."
Hier noch Material vom Ackerboy:
P.S.: Sollte unter den 200.000 Demonstranten auch nur ein einziger Mensch gewesen sein, der den höchsten Ansprüchen eines marxistischen Splittergruppenfanatikers nicht genügt, war es natürlich eine neoliberale Veranstaltung, die von der Rüstungsindustrie finanziert wurde. Wie schon bei der Demo gegen TTIP usw. Sie kennen das.

Kann der öffentliche Nahverkehr noch besser werden oder haben wir bereits das Stadium der Perfektion erreicht?

Stellen Sie sich vor, liebe Lesende: Sie wohnen in Schweppenhausen, haben kein Auto und tragen sich mit dem absurden Gedanken, des Abends ihrer liebenswerten Kreishauptstadt Bad Kreuznach einen Besuch abzustatten.
Vor dem ehemaligen Gasthaus zur Pfalz - die Bushaltestelle trägt immer noch diesen Namen, obwohl längst ein Friseurinnensalon eingezogen ist, der wiederum für die drastische Reduzierung meiner Selfies verantwortlich zeichnet, aber ich möchte an dieser Stelle nicht abschweifen – fährt der Bus um 20:05 Uhr los. Nicht in Richtung Bad Kreuznach, nein, das erwarten die Fahrgäste ja, weswegen es langweilig wäre, sondern in die entgegengesetzte Richtung, nach Stromberg.
Um 20:12 Uhr, sieben Minuten später, sind wir am Gerbereiplatz in Stromberg. Downtown Stromberg, am großen Busbahnhof mit diversen Haltestellen. Vermutlich kriegen sie hier auch den Greyhound nach Las Vegas. Wie geht es weiter? Besser fragen Sie, wann es weiter geht. 8:45 Uhr. Doch, doch. Sie haben richtig gelesen. An dieser Haltestelle haben Sie erst einmal über zwölfeinhalb Stunden Aufenthalt. In dieser Zeit könne Sie übrigens auch von Frankfurt nach Tokio fliegen.
Am nächsten Morgen geht es nicht etwa nach Bad Kreuznach. Nein. Dann geht es mit dem Bus nach Bingerbrück. Dort kommen Sie um 9:15 Uhr an. Bingerbrück ist noch weiter von Bad Kreuznach entfernt. Vom Bahnhof in Bingerbrück gehen Sie durch die Stadt zum Binger Hauptbahnhof. Dort besteigen Sie um 9:55 Uhr den Zug nach Bad Kreuznach. Ankunft: 10:15 Uhr. Falls die Bahn pünktlich ist - und sie ist es leider nicht oft.
Fazit: Viel Geld gespart, da Sie am Nachtleben nicht teilgenommen haben, viel Frust gespart, da Sie am Discoeingang als Hunsrücker nicht ausgelacht wurden. Besser geht’s nicht.

Andy Bonetti mit seiner Freundin an der Bushaltestelle. Ich frage Sie: Ist das fair?
P.S.: Danke an www.bahn.de

Frage und Antwort

Am Anfang steht die Unwissenheit. Wir betreten die Welt als Fragende. Die ersten Worte sind Fragen, das erste Satzzeichen ist das Fragezeichen. Mit unseren Fragen laden wir unsere Welt mit einer Bedeutung auf, die sie womöglich gar nicht hat. Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es einen tieferen Grund für die Tatsache meiner Anwesenheit auf dieser Welt? Irgendwann ist die Welt in Einzelteile geronnen. Oben und Unten. Links und rechts. Vorne und hinten. Die Fragen verstummen. Der Rest ist Routine. Wir fügen uns in das scheinbar Unvermeidliche. Wir vergessen, was wir am Anfang wissen wollten. Wir wissen nicht mehr, warum wir Fragen gestellt haben. Am Ende steht wieder Unwissenheit.

Eine neue Hoffnung

Wozu sollte Holzmann sich aufregen? Es war längst zu spät und ihm fehlte ohnehin die Kraft für einen Wutanfall. Also setzte er sich ins nächste Gasthaus und bestellte sich ein herzhaftes Mahl. Der vorzügliche Schweinebraten spendete ihm Trost, die schwere Bratensoße linderte seinen Schmerz, die zarten Klöße streichelten seine Seele und das mährische Kraut versöhnte ihn wieder mit der Welt. Nachdem er den ersten Humpen Bier in die brennende Wunde gegossen hatte, war er bereit, wieder Frieden mit den Schicksalsmächten zu schließen. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, dachte er, und so ist es mit allem. Minigolf ist die schönste Nebensache der Welt. Mehr nicht. Und diesem Bunzlinger würde er es noch zeigen!


Freitag, 12. Oktober 2018

Babylon Schweppenhausen

Volker Kutscher hat einige bemerkenswerte Berlin-Krimis geschrieben, die zeitlich am Ende der Weimarer Republik und am Beginn des Dritten Reichs angesiedelt sind. Solide recherchiert und gut lesbar. Drei dieser Romane stehen in meinem Bücherregal. Ein paar durchgeknallte Kokser haben mit meiner Gebührenkohle eine Fernsehserie namens „Babyfon Berlin“ gemacht, die mit Kutschers Vorlage nur entfernt zu tun hat. Stattdessen gibt es Sex, Drugs & Rock’n Roll sowie haarsträubende historische Fehler.
Anyway. Dieses Blog kontert im Rahmen einer Qualitätsoffensive ab nächster Woche mit einer neuer Serie: „The Singing Alpaka“. Sie dürfen gespannt sein. Unterhaltung mit Weltniveau hat einen Namen: Bonetti Media Unlimited.

Snowflake heißt das sympathische Zweihornalpaka. Ist es nicht süß?

Bayern first – CSU second

„Es ist mir egal, wer unter mir Bundeskanzler wird.“ (Franz-Josef Strauß)
„Ich bin die Stimme der Partei. Bringen Sie das Geld mit, dann dürfen Sie auch mitreden.“ (Franz-Josef Strauß)
„Die Demokratisierung der Gesellschaft ist der Beginn der Anarchie, das Ende der wahren Demokratie. Wenn die Demokratisierung weit genug fortgeschritten ist, dann endet sie im kommunistischen Zwangsstaat.“ (Franz-Josef Strauß)
Markus Söder war eine Zangengeburt. Lange hat es gedauert, bis die CSU ihn aus dem Arsch der Mutter aller Probleme aka Seehofer ins höchste Staatsamt gezerrt und gezogen hat. Kaum ist er als Ministerpräsident auf der Welt, droht ihm schon der Machtverlust. Er muss koalieren, die Macht teilen, Kompromisse finden, Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen führen. Das ist der Thronfolger einer Partei, die wie einst die Wittelsbacher über Bayern herrscht, nicht gewohnt. Ist nicht jedes Gespräch mit der Opposition schon eine Majestätsbeleidigung?
Sein thematischer Schwenk vom rechten Hetzer, der eigene Abschiebeflüge aus Bayern organisieren wollte, ein Bonsai-BAMF gegründet und eine private Grenzschutztruppe („Police Academy 8“) aufgebaut hat, zum Weißwurst-Kennedy mit eigener Mission to Mars wirkt nicht nur unglaubwürdig, sondern auch seltsam entrückt und unwirklich. Der Aufschlag des Spaceshuttles auf dem Boden der Realität, sei es das Raumschiff Berlin, sei es das Raumschiff München, wird brutal. Die V2 hat Hitler auch nicht mehr gerettet. Machtentzug ist schlimmer als Drogenentzug.

Die Götter wollen dein Verderben, fort eil ich, nicht mit dir zu sterben.“ (Friedrich Schiller: Ring des Polykrates) Wird man Seehofer nach der Wahl abschieben? Lässt er sich überhaupt abschieben? Muss der Söder auch weg? Ist Bayern noch ein sicheres Herkunftsland, wenn bald linksgrünversiffte Chaoten regieren? Oder gewährt ihnen Argentinien Asyl?


Dreizehn lange Jahre war der bayerische Löwe die Schmusekatze auf dem Schoß von Mutti in Preußisch-Sibirien. „Atomkraft, nein danke“, Ende der Wehrpflicht, Mörderkredite für Griechenland, Homoehe, Flüchtlingswelle – alles wurde von den Christsozialisten im Bundestag brav abgenickt. Im Wahlkampf hat das Kätzchen plötzlich die Krallen ausgefahren, zumindest in Person des Parteivorsitzenden. Schon im Juni kam es bei Horst Seehofer zum vorzeitigen Dramenerguss. Es hat alles nichts genutzt. Nach dem 14. Oktober ist wieder die Rolle als Samtpfote angesagt. Die CSU wird nach der Mega-Watschn am Sonntag nur noch ein demütiger CDU-Ortsverband in Lederhosen und Dirndl sein.
Die Menschen in Bayern werden merken, dass auch Minister anderer Parteien das Land völlig chaos- und katastrophenfrei regieren können. In Baden-Württemberg hat dieser Erkenntnisprozess bereits 2011 eingesetzt. Wird Söder der neue Mappus? Die Opposition muss derweil gar nichts machen. Man hört kaum etwas von ihrem Wahlkampf. Sie schaut genüsslich zu, wie sich die CSU selbst zerlegt und Anfängerfehler in Serie produziert. Der Sonntag wird ein schöner Tag für die Demokratie in den Südstaaten.

Diese Biobauern werden am Sonntag die Grünen wählen.


P.S.: Natürlich ist am Niedergang der Neuwittelsbacher auch „Berlin“ schuld. Erinnern wir uns an die vergangenen zwölf Monate. Die erste Hälfte dieser Zeit wurde mit der Regierungsbildung vergeudet. Am Ende war die neue Regierung die alte Regierung. Stellen Sie sich vor, Sie gehen jeden Sonntag ins gleiche Wirtshaus und bestellen jedes Mal ein Jägerschnitzel mit Pommes frites. Aber heute lesen Sie die Speisekarte ausnahmsweise einmal gründlich, schauen sich auch die Salate und die veganen Gerichte an, schicken den Kellner fünf Mal weg, weil Sie noch nicht wissen, was Sie wollen – und bestellen nach einer halben Stunde doch wieder ein Jägerschnitzel mit Pommes frites. So lief das. Nach dieser Aktion hatten die Wähler schon Halsschlagadern wie Gartenschläuche. Dann wollten die Leute in Ruhe die Fußball-WM schauen und anschließend in Urlaub fahren. Was passiert? Der Master of Desaster kommt mit seinem Masterplan daher, den keine Sau interessiert. Während einer WM! Das ist ein Sakrileg!! Sowas macht man nicht. Als sich gerade wieder alle beruhigt hatten - Sommer, Sonne, Südseefeeling – kommen Chemnitz, Maaßen und die nächste Regierungskrise. Und schon können die früheren Volksparteien von ihren katastrophalen Ergebnissen aus dem vergangenen Herbst nur noch träumen, denn jetzt sind sie laut Umfragen in den freien Fall übergegangen. Union 26 Prozent, SPD 15 Prozent. Das hilft der gespenstischen Nomenklatura in den Provinzen selbstverständlich nicht, weder Krenz in Bayern, noch Breschnew in Hessen.
Highland Fling. https://www.youtube.com/watch?v=nzABLewE9fE

Uli Hoeneß hat Spielphilosophie und Steuerrecht an der Fernuniversität Altötting studiert und hilft mit der aktuellen Tabellensituation des FC Bayern auch nicht, die Stimmung im Freistadl zu verbessern. Geht der Verein denselben Weg wie die CSU? Wer wird zuerst gefeuert: Kovac oder Seehofer? #Luschenduell
Unerreicht. Mr. Sechzig Prozent: Stoibers Gestammelte Werke. https://www.youtube.com/watch?v=uF6u0S61soI

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Die Bombe tickt nicht mehr richtig


Blogstuff 248
„Jemand berichtet von einer verbürgten Begegnung zwischen Robert Walser und Lenin an der Spiegelgasse in Zürich, 1917, dabei habe Robert Walser eine einzige Frage an Lenin gerichtet: Haben Sie auch das Glarner Birnbrot so gern?“ (Max Frisch, Tagebuch, 1968)
Es steckt noch so viel Hoffnung im Alter. Seine Großmutter hatte zum achtzigsten Geburtstag eine neue Kittelschürze geschenkt bekommen, die sie sorgfältig in ihrem Wäscheschrank verstaute und niemals anzog. Wie rührend sie bis zum letzten Tag an ein Morgen glaubte.
Es gibt so viele Bedeutungsebenen im Werk von Andy Bonetti – dagegen ist selbst ein Pastrami-Sandwich eine strukturelle Unterforderung.
Als wir alle ausgezogen waren, erst der Vater, dann die Schwester und zuletzt auch ich, hat meine Mutter sämtliche Türen aushängen und auf den Dachboden bringen lassen. Ich habe bis heute nicht den Sinn dieser Maßnahme verstanden.
Hätten Sie’s gewusst? Das „Schweizerische Idiotikon“ ist ein Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Jedenfalls hat man einen lustigen Namen gewählt.
„Hallöchen, ich bin ein Splittergruppenquerulant, der in seiner Kreischecke immer das letzte Wort hat.“ Warum stellen sich die Leute im Netz nicht gleich mit diesen Worten vor?
Schnäppchenjäger und Bierkrugsammler – unser wildes Erbe aus der Steinzeit hat uns nie verlassen.
Ein Schiff fährt vorüber. Menschen winken mir zu. Warum? Ich stehe am Ufer und winke zurück. Wieso?
Im kommenden Jahr wird es wegen Bauarbeiten zu weiteren Verspätungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn kommen. Die Fahrgäste werden also in den Genuss kommen, die Dienstleistungen der Deutschen Bahn länger in Anspruch zu nehmen. Jede Stunde Verspätung wird mit einem Fahrpreisaufschlag von zwanzig Euro berechnet. Senkju 4 dräwweling wis Deutsche Bahn.
Wohin haben vernünftige Menschen diese Welt gebracht? Eben. Deswegen sind jetzt die Verrückten dran. #Trump
Ich nenne sie die Verblödungselite: Dunja Hayali, Klaas Heufer-Umlauf, Peter Altmaier e tutti quanti.
Wer es immer eilig hat, hat nichts begriffen.
Männliche Sexualität ist viel unkomplizierter als weibliche. Nach unserem Tod findet man keine Dildos oder andere Gerätschaften aus dem weiten Feld der Eigenliebe im Nachtschränkchen. Einfach „Browserverlauf löschen“ ins Testament schreiben und fertig ist die Laube.
Yoga ist kein Sport. Sonst gäbe es Vereine, Meisterschaften und man könnte bei Eurosport zugucken.
Bonetti Media wurde für den Slogan “Wer liest, hält wenigstens die Schnauze” mit der silbernen Büroklammer der Buchhändlerinnung Bernau ausgezeichnet.
„Kiezschreiber“ klingt nach Dorfintellektueller, bemerke ich bereits im Mai 2009 hellsichtig in meinem Notizbuch.
Tuxedomoon – No Tears. https://www.youtube.com/watch?v=1GwdHe5nQSQ

Arnold Böcklin - Die Toteninsel III. Adolf Hitler kaufte das Bild 1936. Ab 1940 hing es in der Neuen Reichskanzlei in Berlin.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Holgi

A: Was macht eigentlich Holgi?
B: Hab ich schon lange nicht mehr gesehen.
A: Seid ihr nicht früher öfter mal in die Kneipe am Bahnhof gegangen?
B: Das „Rattenloch“? Klar. Da gehe ich auch heute noch manchmal hin. Aber nicht mehr mit Holgi.
A: Warum?
B: Der trinkt doch nicht mehr. Keinen Tropfen. Veganer ist er jetzt auch.
A: Und?
B: Was „und“?! Als Holgi das letzte Mal dabei war, hat er sich einen Tee bestellt. Einen TEE !!
A: Das ist natürlich brutal.
B: Er hat die Susi tatsächlich nach einer Teekarte gefragt. Und was soll ich dir sagen? Die haben sogar eine Teekarte im „Rattenloch“.
A: Wahnsinn.
B: Dann hat er sich so einen Heubuschtee bestellt oder wie das heißt. Noch nicht mal einen richtigen Tee, sondern einen Früchtetee. Ich würde mir ja keinen schwarzen Tee bestellen, weil er mir zu gesund wäre. Er bestellt keinen wegen der Schadstoffe. Musst du dir mal überlegen.
A: Kann dir aber egal sein, was Holgi trinkt, oder?
B: Mich macht das aggressiv. Wenn ich sehe, wie er mit seinem Scheiß-Teebeutel herumfuhrwerkt, könnte ich komplett ausrasten. Der spült wahrscheinlich auch Joghurtgläser aus und trägt Kröten über die Straße. Er kann doch wenigstens mal einen Ouzo dazu trinken. Wir haben an dem Abend ja auch nicht nur Bier getrunken. Und weißt du, was dann passiert ist?
A: Nee.
B: So gegen neun Uhr fängt dieser Schattenparker plötzlich an, rum zu jammern. Er wäre müde, er wollte nach Hause. Mann, der Typ ist Beamter! Der kann gar nicht müde sein. Von was denn? Und um die Uhrzeit! Der Tag wäre sehr lang gewesen, hat er gemeint. Da habe ich ihm erklärt, dass der Tag immer gleich lang ist. Wir machen hier doch keinen Schwanzvergleich. Wir hatten gerade zwei, drei Bier getrunken und es fing so langsam an, lustig zu werden. Da will der Typ heim zu seiner Mutti.
A: Warum ist er nicht einfach nach Hause gegangen?
B: Wie denn? Er war der Fahrer. Sonst hätten wir diesen Salbeigurgler doch gar nicht mitgenommen. Wir haben schön einen gesoffen und ich habe sowieso keinen Führerschein mehr.
A: Was habt ihr dann gemacht?
B: Erst mal ’ne Runde Kurze bestellt und die Schlagzahl erhöht. Um zehn sind wir dann gefahren. Mit dem Typ gehe ich nie wieder in die Kneipe. Den kannst du vergessen.
Ray Charles - Mess Around. https://www.youtube.com/watch?v=iNe5npkid-s

Dienstag, 9. Oktober 2018

Sind denn jetzt alle übergeschnappt oder was?

Breaking News


Die SPD verzichtet auf eine Wahlparty in Berlin.
Obwohl in Bayern noch gar nicht gewählt wurde.
Was kommt als nächstes? Werden sie mit ihrer 16%-Power auch keinen Kanzlerkandidaten mehr stellen?
Was ist mit den Kugelschreibern an den Info-Ständen? Ich beziehe seit Jahrzehnten beträchtliche Teile meines Büromaterialbedarfs von der SPD.



Und täglich grüßt das Hakenkreuz

Neulich habe ich in den uferlosen Weiten meiner Bibliothek nach neuem Lesestoff gestöbert und bin auf ein Buch gestoßen, das ich mir vor einem Vierteljahrhundert angeschafft habe: „Un-Heil über Deutschland – Fremdenhass und Neofaschismus nach der Wiedervereinigung“. Ein STERN-Buch mit Beiträgen diverser Autoren. Nach der Lektüre ist mir klar geworden, dass sich eigentlich seit meiner Zeit als Student nix geändert hat. Gar nix.

Die Ausgangslage
1992 wurden 17 Menschen von Rechtsextremisten ermordet. Es gab hunderte Verletzte, 701 Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylantenheime und Häuser von Migranten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl rechter Gewalttaten um 54 Prozent. Jeder kennt noch die Namen der Orte: Rostock-Lichtenhagen, Mölln, Hoyerswerda, Hünxe. Westdeutschland, Ostdeutschland. Überall lodert der rechtsradikale Hass.
„Bonn war nicht Weimar, aber die ehemalige DDR ist dabei, es zu werden, mit allen Voraussetzungen, die dazu gehören: Zusammenbruch der gesellschaftlichen Strukturen, soziale Deklassierung von Millionen, Gefühl der Erniedrigung, Verlust der Identität, desolate Zukunftsaussichten. (…) Der Hass sucht sein Ventil und findet es beim Asylantenproblem.“ (S.10)

Politische Folgen
Die Politik reagiert. Nicht mit der Bekämpfung rechtsradikaler Ideen und Organisationen, sondern mit Verständnis für den besorgten Bürger. Schließlich lenkt der Hass die Menschen von den eigentlichen Ursachen für Massenarbeitslosigkeit und Zukunftsangst ab. „Es ist billig und bequem, einen Zusammenhang herzustellen zwischen dem neonazistischen Terror und dem Asylantenproblem. So wie es nach dem letzten Krieg populär war, einen Zusammenhang herzustellen zwischen Versailles und Auschwitz.“ (S. 9)
Ende 1992 wird das Asylrecht drastisch eingeschränkt. „Was war geschehen? 438.191 Flüchtlinge haben 1992 in Deutschland Asyl beantragt. Ein Grund, dass in einem der reichsten Länder der Welt Hysterie ausbricht? Dass Politiker aller Parteien monatelang kaum noch ein anderes Thema kennen als die ‚Asylantenflut‘ und den ‚Asylmissbrauch‘?“ (S. 200)
Die Grenzen werden dichtgemacht. „An der deutschen Ostgrenze drohen Zustände wie an jener berüchtigten Grenze zwischen reicher und armer Welt: zwischen den USA und Mexiko.“ (S. 208)
Schließlich könnten die wütenden Wähler zu den rechten Parteien überlaufen. „Der SPD-Politiker Gerhard Schröder beschreibt den Mechanismus für seine Partei so: ‚An den Stammtischen rumort es, und die oberste Heeresleitung will das Thema wegbekommen. Von daher gibt es da einen Zusammenhang.‘ Allerdings haben die Politiker durch ihre jahrelange Asyl-Rhetorik den Ausländerhass selbst geschürt.“ (S. 210)

Rechtsextremistische Wahlerfolge
Asylanten klauen wie die Raben und haben alle ein Messer dabei. Was jeder weiß, muss niemand gesehen haben. Muslime werden sich nie „integrieren“, also werden wie wir Deutsche, und produzieren immer neue Kopftuchmädchen. Wer diese Meinung teilt, findet im Parteienspektrum ein vielfältiges Angebot. Für echte Nazis die NPD, für Nazis light die Republikaner und die DVU.
Die Republikaner ziehen 1992 mit 10,9 Prozent in den Landtag von Baden-Württemberg ein. Sie blieben bis 2001. In den Bundestag wurden sie nicht gewählt, hatten durch Parteiübertritte von CSU- und CDU-Abgeordneten aber drei Vertreter im Parlament. Hochburg in Ostdeutschland war Chemnitz, aus den dortigen Republikanern im Stadtrat ging die Bewegung „Pro Chemnitz“ hervor, die wiederum gute Verbindungen zur NPD Sachsen pflegt.
Die DVU wird 1991 in die Bremer Bürgerschaft gewählt (6,2 Prozent). 1992 kommt die Partei in den Landtag von Schleswig-Holstein (6,3 Prozent), 1998 in den Landtag von Sachsen-Anhalt (12,9 Prozent) und 1999 in den Landtag von Brandenburg (5,3 Prozent), wo 2004 der erneute Einzug ins Parlament gelingt (6,1 Prozent). 2011 folgt die Fusion mit der NPD zu „NPD – die Volksunion“.

Wirtschaft und Gesellschaft
Gott schütze unsere Exportindustrie. Die Gier ist mächtiger als der Hass, für die Leitkultur wird der Profit nicht geopfert. Hans-Peter Stihl, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, erklärt: „In Deutschland hängen Millionen Arbeitsplätze vom Verkauf unserer Waren und Dienstleistungen ans Ausland ab (…). Wir brauchen ein positives Bild im Ausland.“ (S. 183) Der BDI-Präsident Tyll Necker ergänzt: „Die Ausländerfeindlichkeit macht uns hässlich und unsere Produkte schwer verkäuflich.“ (S. 186).
Liebe Nazis, liebe Politiker! Bitte lenkt die Bevölkerung von den eigentlichen Problemen ab, aber übertreibt es nicht. Kommt nur mir diese Schallplatte bekannt vor? Helmut Kohl hat es begriffen: „Die Wertigkeit eines Menschenlebens hängt in Deutschland nicht unwesentlich davon ab, ob der Mensch Steuern und Rentenbeiträge zahlt. Nach den Morden an Türkinnen in Mölln wird Kanzler Kohl nicht müde, die wirtschaftliche Bedeutung der ausländischen Arbeitnehmer zu unterstreichen.“ (S. 209)
Die Bevölkerung reagiert mit Lichterketten. Es gab noch kein Internet und damit auch keine Online-Petitionen, aber wir hatten damals wenigstens Kerzen. Über eine Million Menschen demonstrieren im Dezember 1992 in München, Berlin, Essen und Hamburg, dazu viele hunderttausend Menschen in anderen Städten. Die böse taz schreibt von einer „Betroffenheitsgala“, von „versammelten Spätzündern“ und „Wunderkerzenhaltern“. (S. 163)

Fazit
Genutzt hat es bekanntlich nichts. Mit dem NSU ging es weiter. Inzwischen haben sich die Nazis mit der AfD einen erfolgreichen parlamentarischen Arm geschaffen. Rechtsradikale Gewalt, rechtsradikale Umzüge gehören längst zu unserem Alltag. Fortsetzung folgt.
„Der Neonazismus muss als Neonazismus bekämpft werden und nicht als Folge von irgendetwas. (…) Wir dürfen der Konfrontation nicht mehr ausweichen. Die Weimarer Republik ist weniger an den Schlägerkolonnen der NSDAP zugrunde gegangen als an der Komplizenschaft der Konservativen mit Hitler und der Hilfslosigkeit der Demokraten.“ (S. 11).
Diese Sätze haben auch nach 25 Jahren nichts an ihrer Aktualität verloren.

Montag, 8. Oktober 2018

Das Geräusch der aufgehenden Sonne


Blogstuff 247
„Stark von der sozialen Norm abweichende Individuen nennt man Exzentriker. Im kulturellen Kontext spricht man von Zugehörigkeit zu einer Gegenkultur oder „Underground“-Bewegung, im politischen von Dissidententum. Einzelne nonkonforme Handlungen, die gegen Rechtsnormen verstoßen, jedoch aus Gewissensgründen vollzogen werden, um symbolisch auf eine Unrechtssituation hinzuweisen, werden als Akte des zivilen Ungehorsams bezeichnet.“ (wikipedia: Nonkonformismus)
Was ändert sich, wenn man den Benachteiligten hohe Ämter gibt? Eddie Murphy war acht Jahre US-Präsident, das Land ist immer noch rassistisch. Mutter Beimer ist jetzt 13 Jahre Kanzlerin, für die Frauen und die Zonis ist alles beim Alten geblieben.
Aus einem Bericht von Zeit-Online über eine Demo am Hambacher Forst. Finde den Fehler: „An zahlreichen Ständen, die mit Holzlatten notdürftig zusammengenagelt wurden, verteilen Umweltschutzorganisationen Demoschilder mit Anti-Braunkohle-Slogans.“ Wie viele Bäume wohl für die Info-Stände, Broschüren und Flyer gefällt werden mussten? Ist der Hambacher Forst mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen? Werden schon wieder irgendwelche Baumhippies Fuchs und Hase, Wildschein und Reh, Marder und Dachs das Leben im Wald unmöglich machen, weil sie unbedingt ihre Montessoriphantasien verwirklichen und Mogli spielen müssen? Werden schon wieder Baumhäuser aus Holz gebaut und Brutvögel aus den Wipfeln vertrieben? „Die Nachrichtenagentur dpa berichtete am Sonntag jedoch, Aktivisten hätten schon mit dem Neubau von Baumhäusern begonnen. Gut 100 Braunkohlegegner hätten dort in Zelten übernachtet und seien mit Bauen und Sägen beschäftigt“, schreibt faz.net. Wahrscheinlich grillen sie gerade ihr Gemüse mit Braunkohle.
Schauspieler sagen: Die Kamera liebt mich. Ich sage: Der Kühlschrank liebt mich.
Gegendarstellung: Es wird behauptet, Donald Trump hätte nicht in den amerikanischen Streitkräften gedient. Hierzu stellen wir fest, dass er 130 Kampfeinsätze in einer F-22 in Disneyland (Kalifornien) und 58 Einsätze in einer F-24 Tomcat im Magic Kingdom (Florida) geflogen hat.
Wenn du nur noch drei Monate hast, weil du eine unheilbare Krankheit hast, kannst du niemanden um Rat bitten. Wer die Situation kennt, ist tot. Wer die Situation nicht kennt, kann sich auch nicht in deine Lage versetzen.
Die Hauptstadt von Äthiopien wurde jetzt in Adidas Abeba umgetauft. Geht die Werbung zu weit?
„Heiko Maas, diese halbe Portion. Der sieht aus wie der Typ, dem ich zwölf Jahre lang auf dem Schulhof das Pausenbrot geklaut habe.“ – „Hast du eine Klasse übersprungen?“ – „Wieso? Ich war auf der Hauptschule.“
Hätten Sie’s gewusst? Vor hundert Jahren gab es in Israel noch den syrischen Braunbär (kein Witz!), Krokodile, Strauße, Gazellen und Geparde. Löwen und Rothirsche starben auf dem Gebiet des heutigen Staates Israel bereits im Frühmittelalter aus, Flusspferde in der Eisenzeit. Bis heute gibt es den arabischen Wolf, die Palästina-Berggazelle, der nubische Steinbock und die syrische Streifenhyäne.
https://de.wikipedia.org/wiki/Flora_und_Fauna_Israels#Fauna
Wenn immer weniger Bücher gekauft werden, geht auch der Verkauf von Bücherregalen und Buchstützen zurück. Darüber berichten die Medien leider nicht.
Montell Jordan - This Is How We Do It. https://www.youtube.com/watch?v=0hiUuL5uTKc&index=5&list=RDBI5IA8assfk

Sonntag, 7. Oktober 2018

Der Schuldige ist gefunden


Mark Benecke (Die Partei) und Bela B (Die Ärzte) haben die Schuldfrage geklärt.


Okay, ich geb's zu. Ich bin schuld. Holt das Kreuz, holt den Hammer, holt die Nägel.
Einer muss die Schuld auf sich nehmen. Jetzt ist der Schuldige gefunden. Im Hunsrück. Genauer gesagt in 55444 Schweppenhausen. War klar gewesen.
Ich hab nicht gegen die Abholzung des Hambacher Forsts unterschrieben. Ich war auf keinem Konzert "Rock gegen rechts". Ich habe Wurst gegessen.
Die Heizung läuft. Der Fernseher läuft. Der Kapitalismus läuft.
Ich bin 52 und habe nix verändert. Außer meinem Gewicht und der Haarfarbe. Ich lese den Kicker und nicht die taz. Ich esse kein Gemüse - außer Pommes frites.
Ich bin's gewesen und ich gestehe es freimütig. Wo ist der Mob, der mich durch die Straßen schleift? Wo ist der Strick, wo ist der Laternenpfahl? 

Danke, Bela B, alter Schallplattenmillionär. Danke, Dipl.-Biol. Dr. rer. medic., M.Sc., Ph.D. Mark Benecke, Kriminalbiologe, der nach eigener Auskunft u.a. beim FBI ausgebildet wurde und Adolf Hitlers Schädel untersucht hat. 

Fall geklärt. Ich hoffe, jetzt geht es Euch allen besser.

Der blaue Traumfisch

Du schließt die Augen, dein Atem wird ruhig und dann steigen die Bilder aus deiner Seele empor. Was bedeuten unsere Träume? Hier die wichtigsten Fakten:
„Die psychologische Sicht der Traumdeutung des Traumsymbols Pizza: Erstaunlich viele Menschen träumen heutzutage von der Pizza und verbinden damit einen informellen, erholsamen Abend mit Freunden. Psychologisch stellt die Pizza ein Freizeitsymbol - und ein Mandala dar!“
„Die Traumdeutung des Traumsymbols Fußfall. (…) vor anderen machen: bedeutet Erniedrigung und Demütigung.“
„Die psychologische Sicht der Traumdeutung des Traumsymbols Bier: Bier signalisiert eine unerschütterliche innere Ruhe und Gelassenheit (umgangssprachlich sagt man ja auch Bierruhe), die aus Selbstsicherheit und Einklang mit sich selbst stammt. Man sollte jedoch prüfen, ob man nicht vielleicht zu phlegmatisch geworden ist. Mehrere volle Gläser sind ein Ausdruck für die Zufriedenheit mit dem Leben. Ein oder mehrere leere Biergläser zeigen hingegen oft die unbewusste Sehnsucht nach Gesellschaft auf.“
„Die psychologische Sicht der Traumdeutung des Traumsymbol Text: Texte im Traum verweisen auf das Bedürfnis des Träumenden, erfolgversprechende Anweisungen zu erhalten und ihnen zu folgen. Allgemein: Ein Text symbolisiert eine Ansammlung von Worten, die eine bestimmte Bedeutung haben. Wenn ein Text etwa in Form eines Buches im Traum erscheint, symbolisiert dies ein Bedürfnis nach Ermutigung und vielleicht nach Weisheit.“
„Das Traumsymbol Spaghetti aus arabischer Sicht: Du hast mit widerspenstigen Menschen zu tun.“
„Die Traumdeutung des Traumsymbols Käse. (…):Käse wird als Traumsymbol meistens weiblich angesehen, da sein Grundbestandteil die Milch ist. (…) Schweizer Käse: verspricht Wohlstand, Gesundheit und Annehmlichkeiten im Leben. (…) überbackene Käseschnitten zubereiten oder essen: man muss auf größere Komplikationen gefasst sein, diese werden sich aber bald wieder in Spaß und gute Laune auflösen.“ Persische Traumdeutung: „Käse mit geschälten Nüssen essen bedeutet, man werde nur geringe Mittel und obendrein Ärger bekommen.“ Indische Traumdeutung: „essen: Gewinn im Spiel, (…) faulen sehen: Krankheit.“
„Allgemeine Traumdeutung des Traumsymbols Wein: Träume vom Wein bedeuten - wenn es sich nicht um einen an eine Wirtshaus- Geschichte anknüpfenden kleinen Traum handelt - stets die Begegnung mit einem geistig- seelischen Inhalt. Der Traum kennt keine Alkoholfrage. Ist der Träumer im Leben durch seine Unmäßigkeit bedroht, dann wird die Seele das rechte Bild finden für die Gefahr, in der er, ein Kulturgut missbrauchend, steht. Es ist aber unseres Erfahrens nie ein Weintraum, der ihm dies verkündet. (…)Weingenuss: ist ein Vorbote von Vergnügen und treuen Freunden. (…)sich daran berauschen: du wirst dir die Achtung einer einflussreichen Person erwerben. (…) Das Traumsymbol Wein aus indischer Sicht: (…) Hat er sich am Wein betrunken, wird er auf unrechtmäßige Weise Geld und, der Trunkenheit entsprechend, eine höhere Stellung gewinnen,- hat er keinen Wein getrunken, gleichwohl aber einen Rausch bekommen, wird er Macht erlangen, diese aber in Nichts zerrinnen.“
„Das Traumsymbol Whisky (…) ist kein gutes Omen, es beinhaltet Schulden und Schwierigkeiten, Enttäuschungen aller Art.“
„Die Traumdeutung des Traumsymbols Frau: (…) dunkelhaarige Frau mit blauen Augen und Stupsnase: man wird ein Wettrennen, bei dem der Sieg schon sicher war, letztendlich verlieren. (…) mit einem Kind: lässt auf bevorstehende Sorgen schließen."
„Die psychologische Traumdeutung sieht Träume vom Autofahren oder vom Auto selbst als Rausch der Freiheit, als Symbol der Unabhängigkeit, Energie, Antrieb und Potenz. Träume von Autos zeigen in der Psychologie häufig die Art, wie Sie auf psychischer oder emotionaler Ebene mit sich selbst umgehen. So steht ein Auto oftmals für den persönlichen Raum und damit für die Erweiterung des Seins.“
https://www.lexikon-der-traumdeutung.de/
Ozzy Osbourne - Dreamer. https://www.youtube.com/watch?v=LCCiwPEdEpg

Samstag, 6. Oktober 2018

Don't click on it!

Sie haben es natürlich trotzdem getan. Vermutlich fassen Sie auch Wände an, die mit der Warnung "Frisch gestrichen" versehen sind.

Woher hat der Kiezschreiber eigentlich die Ideen für seine Überschriften?




Mandy Bonetti, Ehefrau und Muse des literarischen Großmeisters.




Bis 1997 wurden die Blogposts noch auf Lochkarten gedruckt und per Post versendet.



Im Modellbau sind die Immobilienpreise erstaunlich stabil geblieben - selbst in München.




1970: Andy Bonetti arbeitet an seinem ersten Roman "Marijuana Girl".