Mittwoch, 3. Juni 2026

Das Haus bei den Blutbuchen


Bisweilen ereignen sich in unserer ebenso ruhigen wie reizenden Grafschaft doch bemerkenswerte Geschichten, von denen ich Ihnen die folgende nicht vorenthalten möchte:

Es war gegen elf Uhr morgens, ich war gerade mit der Lektüre des „Bad Nauheimer Morgen“ beschäftigt, als Johann, mein braver Kammerdiener, den Besuch einer jungen Dame meldete, die mich dringend zu sprechen wünschte. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, bin ich kein Freund unangemeldeter Besuche, da sie erstens den geregelten Tagesablauf durcheinander zu bringen pflegen, zweitens häufig mit unangenehmen Nachrichten verbunden sind und drittens einen mehr als deutlichen Hinweis auf die mangelnden Umgangsformen des Besuchers geben.

Ich empfing also die junge Dame, entgegen meinen Gepflogenheiten, in meinem Salon, obwohl ich nur mit einem seidenen Morgenrock, meinem rot-weiß-blau-gestreiften Pyjama und Plüschpantoffeln bekleidet war.

„Mister Bonetti, ich muss Sie unbedingt um Ihren Rat bitten.“ Die Frau mochte Anfang Zwanzig sein, sie war von schlankem Wuchs und hatte auffallend hellblonde lange Haare.

„Nehmen Sie bitte Platz, meine Werteste. Welche Angelegenheit führt Sie zu mir, wenn ich mir die Frage erlauben darf?“

Sie nahm Platz und schlug ihre auffallend langen Beine übereinander. „Mein Name ist Juliette Baxter. Es geht um ein Stellenangebot und ich weiß nicht, ob ich es annehmen kann.“

„Nun, ich bin unglücklicherweise kein Berufsberater“, antwortete ich kühl.

„Das Stellenangebot ist so rätselhaft, dass ich keinen anderen Ausweg wusste, als mich an Sie zu wenden, Mister Bonetti. Ich habe meine Unterlagen bei einer Casting-Agentur eingereicht und gestern bin ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Ein älterer und offenbar wohlhabender Herr hat mir eine Stelle als Gesellschafterin seiner Gattin angeboten. Ich soll in seinem Haus wohnen und bekomme dafür 50.000 Euro jährlich.“

„Das klingt doch sehr interessant für eine junge Dame, oder nicht?“ fragte ich mit kaum verhohlenem Desinteresse.

„Dieser Mann stellte aber einige seltsame Bedingungen: Ich solle mein Haar abschneiden und schwarz färben, außerdem müsse ich immer ein bestimmtes dunkelblaues Kleid tragen, das er für mich bereithalte. Und ich darf das Haus in den ersten Wochen nur in seiner Begleitung verlassen. Ist das nicht ungewöhnlich?“

„Das ist sicher richtig, aber ich verstehe nicht ganz, wie ich Ihnen in dieser Angelegenheit behilflich sein kann?“

Sie sah mich flehend mit ihren großen türkisfarbenen Augen an. „Ich kenne niemanden in dieser Grafschaft, Mister Bonetti, und jeder schätzt Sie hier als vollendeten Gentleman. Kann ich auf Ihre Hilfe zählen, wenn ich mich allein und schutzlos in diese abgelegene Villa begebe?“

Nun war ich natürlich bei meiner Ehre gepackt. „Selbstverständlich, Miss Baxter. Lassen Sie mir eine Nachricht zukommen, falls Sie in Schwierigkeiten sind.“

Dann klingelte ich mit meinem kleinen silbernen Glöckchen nach Johann, der die junge Dame hinaus begleitete.

Eine Woche später erhielt ich ein Telegramm eben jener Dame, die mich bat, sie am Flussufer in der Nähe des Hauses zu treffen, das im Volksmund den Namen „The Copper Beeches“ trug. Ich ließ Johann also die Kutsche anspannen und meinen Reiseanzug herauslegen. Bereits eine Stunde später verließen wir mein Anwesen in Upper Ingleham und waren auf dem Weg nach Lower Ingleham. Es dämmerte schon, als ich die junge Dame am verabredeten Treffpunkt vorfand. Sie trug ein blaues Kleid, ihr Haar war kurz und schwarz.

„Nun, meine Liebe. Sie wünschen mich zu sprechen?“

„Mister Bonetti, ich bin so froh, Sie zu sehen. Mister und Mistress Wilshire sind im Theater. Sie müssen bald zurück sein, daher habe ich nur wenig Zeit.“

„Erzählen Sie mir alles und lassen Sie nichts aus, so unwichtig es Ihnen auch erscheinen mag“, sagte ich mit der beruhigenden Stimme eines erfahrenen Kriminalisten.

„Jeden Tag muss ich in diesem blauen Kleid, das mir Mistress Wilshire gegeben hat, stundenlang am offenen Fenster sitzen. Mister Wilshire erzählt mir köstliche Anekdoten und bringt mich zum Lachen. Ich bekomme Kuchen und Kaffee gereicht, darf mich aber nicht vom Fenster wegbewegen. Eines Tages, als ich mich zufällig umdrehe, sehe ich einen jungen Mann vor dem Fenster, der mich anstarrt. Als es Mister Wilshire bemerkte, war er sehr ungehalten und schloss das Fenster. Außerdem habe ich bei meinen Gartenspaziergängen mit Mistress Wilshire bemerkt, dass in einem Flügel des Anwesens die Fenster permanent geschlossen sind. Eines Nachts habe ich mich in diesen Flügel geschlichen, aber die Zugangstür war verschlossen. Gestern Abend habe ich gesehen, dass der Schlüssel zu diesem Flügel im Schloss steckte. Also sah ich mich vorsichtig um und schlüpfte hinein. Ich fand drei leere Zimmer, deren Türen offen standen. Die vierte Tür jedoch war verschlossen und mit schweren eisenbeschlagenen Balken verriegelt. Ich habe einen grauenhaftes Stöhnen von dort vernommen.“

„Ich verstehe, Miss Baxter. Mir scheint, als sei Eile geboten. Führen Sie mich bitte zum Haus der Wilshires.“

Als wir im Haus bei den Blutbuchen waren, ging ich sogleich zur Tür, die in jenen geheimnisvollen Flügel führte und die ich verschlossen vorfand. Ich zog einen Bund Dietriche hervor und in kurzer Zeit hatte ich die Tür geöffnet. Die mit eisenbeschlagenen Balken bewehrte Tür machte etwas mehr Mühe, aber auch sie ward schließlich geöffnet.

Auf einem Diwan lag eine junge Frau, gefesselt und geknebelt, die Miss Baxter aufs Haar glich. Ich löste den Knebel und die Fesseln, die Frau schlug die Augen auf. Mit ein wenig Riechsalz und Franzbranntwein holte ich sie ins Leben zurück und sie erzählte mir Ihre Geschichte. Mister Wilshire habe sie geschlagen und misshandelt. Ferner sei es ihrem Verlobten nicht erlaubt gewesen, sie zu besuchen. Als sie ihrem Hausherrn mit Anzeige gedroht habe, hätte er sie gefesselt und geknebelt in diesem Raum eingesperrt.

Plötzlich hörte ich einen Schrei. Das musste Miss Baxter sein. Offensichtlich waren die Wilshires zurückgekehrt. Ich versteckte mich hinter der Tür und tatsächlich kam wenige Augenblicke später Mister Wilshire durch die Tür ins Zimmer gestürmt. Ich trat hinter der Tür hervor, packte ihn am Schlafittchen und drehte ihm den Arm auf den Rücken.   

„Mister Wilshire, hätten Sie die Liebenswürdigkeit, mich zu Polizei zu begleiten?“

Und so war auch dieser Fall gelöst. Für das Double ihrer Gefangenen hatten die Wilshires keine Verwendung mehr und so engagierten sie als nächstes einen Rechtsanwalt. In einer der folgenden Nächte brannte das Haus bei den Blutbuchen vollständig nieder. Der Täter wurde nie gefasst.

Montag, 1. Juni 2026

Geisel der Mafia entführt – Polizei endgültig ratlos


Blogstuff 1333

„Der Optimismus darf in keinem philosophischen System fehlen, denn die Welt will hören, dass sie löblich und vortrefflich sei, und die Philosophen wollen der Welt gefallen. Aber Optimismus ist, in den Religionen, wie in der Philosophie, ein Grundirrtum, der aller Wahrheit den Weg vertritt.“ (Arthur Schopenhauer)

Rente mit 70, Neuer bis 50.

Bevölkerung plant Reform: eine neue Regierung.

37 Jahre nach dem Mauerfall hat die ehemalige DDR über hundert Milliarden Euro Schulden, das sind etwa eine Billion Mark der DDR. Die Ossis sind zum zweiten Mal in der Schuldenfalle gelandet. So läuft es im Kapitalismus. Freundschaft!

*Mundharmonikasolo*

Ich bin mit 32 von zuhause weggelaufen.

In der „Economy Class” sitzt die Arbeiterklasse. In der First Class arbeitet niemand.

Was wurde eigentlich aus dem Feinstaub?

Ich bin ja auch dafür, dass Kinder frühzeitig an das Thema Finanzen herangeführt werden. Aber ein Lakritze-Konto bei der Haribo-Bank? Und nur ein Prozent Goldbärchen aufs Tagesgeld? Das ist doch pervers.

Bonetti ist selbst im Alter so schnell, dass er mit seinem Rollator geblitzt wurde.

Cortisonmangel. Können wir im Sommer noch in den Urlaub fliegen?

Hausmüll – Sondermüll – Ebay

Orkan in Berlin – ganz Spandau muss ejakuliert werden.

Ich bin so alt, in meinem Kindergarten gab es hinter dem Sandkasten noch eine Raucherecke.

Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Nach seinem Sieg bei „Das Promi-Haus der Stars“ fiel er in ein Loch. Bis zum Dschungelcamp ist es noch ein halbes Jahr,

Von REWE abgelehnt: „Falls es jemand juckt / Wir haben das richtige Produkt.“

Es muss nicht immer die chemische Keule sein. Meinen Hirntumor habe ich mit Brenneselsaft geheilt.

Info für Sie: Dieser Blog wird aus steuerlichen Gründen an Bonetti Content Service (BCS) mit Sitz in Manila ausgelagert.

Andy Bonetti ist natürlich nur ein Künstlername. In Wirklichkeit heißt der Blogger-Titan Gustav Amadeus Maria Bonifazius Reichsgraf von Kohlen und Reibach.

Bist Du Einsam Heut' Nacht - Peter Alexander



31. Juni 1951: Thomas Mann ist zum ersten Mal gut gelaunt.

 

Sonntag, 31. Mai 2026

Neulich im MV

 

“Was willst’n du hier, Opa?“

„Fresse, du Opfer.“

„Pass auf, Schwanzlutscher.“

„Isch mach dich Messer.“

Sein Kumpel fängt an zu lachen.

„Hab dich hier noch nie gesehen.“

„Paar Jahre weggewesen.“

„Malle?“

„Tegel.“

Er grinst. Ghettofaust. Ich gehe weiter.

„Ich glaube an dich, Opa.“

„Danke.“

„Ich glaube, du bist ein Vollidiot.“

Bonetti = 100 Prozent Street Credibility.

Afroman - Because I Got High (Clean Version)




Samstag, 30. Mai 2026

Holgi der Nichtschwimmer


Er merkte viel zu spät, wie sehr sie ihn manipulierte.

„Holst du mir Popcorn?“

„Es ist Sonntag. Die Geschäfte haben geschlossen.“

„Du liebst mich nicht mehr.“

„Du weißt, ich würde nachts um drei bei einem Orkan ein Magnum für dich holen.“

„Hast du je so etwas für mich getan?“

„Da fällt mir auf die Schnelle nichts ein. Ich meine eher so generell.“

„Im Kino in der Innenstadt gibt es frisches Popcorn.“

Also zog er Mantel, Schal, Mütze und Handschuhe an und machte sich auf den Weg. Schließlich musste sie sonntags immer den Tatort sehen und das ging nicht ohne Popcorn.

Ein halbes Jahr später waren sie verheiratet und lebten zusammen in seiner Zwei-Zimmer-Wohnung. Dann zündete sie die nächste Eskalationsstufe. Es war nach einem Besuch bei ihrer Freundin Erika, die in einem Dorf in Brandenburg lebte. Nach einem katastrophal langweiligen Abend, bei der sie Erika und ihrem Mann beim Square Dance zusahen, und er am liebsten den Geiger erwürgt hätte, wollte sie ein Kind. Den ganzen Abend hatte sie den hässlichen rosa Wurm von Erika im Arm gehalten und sich offensichtlich mit dem Mütterwahn infiziert. Sein erster Instinkt war: Lauf jetzt, lauf schnell, lauf weit. Aber er blieb.

Ein Jahr später brachte sie Zwillinge zur Welt. Hubert war ein jähzorniger Schreihals, der ständig blaurot angelaufen war und schrie wie ein abgestochenes Schwein. Ein Choleriker, der seine Umwelt in den Wahnsinn treiben würde, noch bevor er das Wort Hass überhaupt kennen würde. Dazu Gesine, ein phlegmatischer Lappen, dem keinerlei Reaktion zu entlocken war, selbst wenn man eine Drucklufthupe direkt an ihr Ohr gehalten hätte.

Er saß endgültig im Familienkerker, musste drei undankbare Gestalten mit seinem Einkommen als Nachtbusfahrer ernähren und die Verachtung seiner Frau ertragen, wenn es im Sommer wieder nur für die Lüneburger Heide reichte. Seine Haare fielen ihm aus und er nahm zwanzig Kilo zu. Hätte er noch Freunde gehabt, würden sie ihn auslachen. Möge sein Schicksal allen Männern eine Warnung sein.

The Farm - All Together Now (Official HD Video)

 

Freitag, 29. Mai 2026

Mitten im Leben sind wir von Toast umgeben

 

Blogstuff 1332

„Je länger wir die Schnauze halten, desto intelligenter wirken wir.“ (Nikita Miller)

Ich habe meine Krypto-Wallet in der U-Bahn liegen lassen. Meine Privat-Hasspflichtversicherung weigert sich, mir die 1,5 Millionen € Verlust zu ersetzen.

Mein Vater war Architekt. Im Sommerurlaub habe ich am Strand keine Sandburgen gebaut, sondern einen Sandbungalow mit Garage und Carport.

Warum heißt es Zucker und nicht Kinder-Crack?

Bärbel Bas kürzt arbeitslosen AfD-Wählern das Bürgergeld und verpflichtet sie zum Müllsammeln in den städtischen Grünanlagen. Deal, Who-the-fuck-is-Alice?

Nutzloses Partywissen: Die USS Enterprise (1938 – 1947 in Dienst) ist mit zwanzig verliehenen Battle Stars das am höchsten dekorierte Schiff der U.S. Navy. Die heutigen Flugzeugträger nehmen nicht mehr an Seeschlachten teil, sie werden auch nicht mit Raketen oder Torpedos angegriffen, sie dienen nur noch der Symbolpolitik größenwahnsinniger US-Präsidenten.

Internet-Debatte über „Hitzefrei“ in unserer Kindheit. Es waren, je nach Region, 26 bis 28 Grad um zehn Uhr im Klassenzimmer, dann durfte man nach der großen Pause nach Hause gehen. Heute lachen wir über diese „Hitze“, weil uns hundert Tage im Jahr das Wasser im Arsch kocht, ohne dass man seinen Arbeitsplatz verlassen darf. In meinem Pförtnerhäuschen im Parkhaus Europacenter sind es schnell über dreißig Grad. In der heutigen Arbeitsstättenverordnung gelten erst Temperaturen ab 35 Grad am Arbeitsplatz als gesundheitsgefährdend.

Es gibt ja Sachen, die gibt's gar nicht. An Pfingsten habe ich meinen Rappel bekommen und das Amazon-Paket von Frau X aufgemacht, das seit knapp drei Monaten an meiner Tür steht. Frauenzeugs. So komische Nippel-Pads (mein Neologismus, weil ich mich mit solchen Sachen nicht auskenne), die man offenbar in den BH macht, damit die Brustwarzen anderen Leuten nicht die Augen ausstechen. Dazu eine Boxer-Shorts, die mir passt. U-Hose behalten, Rest entsorgt. Und gerade eben steht sie vor meiner Tür und will das Paket abholen. Holy Shit! Ich habe gesagt, ich wüsste von nix. Das Leben ist ein Traum der Hölle ... Andere Menschen erleben Glück und Trauer, meine gesamte Biographie ist eine Farce, eine Ansammlung schlechter Scherze, über die niemand lachen wird.

Bosniak und Salmiak

Riechen beide stark

Nach Urin und Ammoniak

Ich glaub, mich trifft der Schlag

Rodgau Monotones - Die Hesse komme (Na Sowas! 1984)

 

Donnerstag, 28. Mai 2026

Der Schein trügt – die Geschichte des Falschgelds

 

Blogstuff 1331

Ich bin derzeit süchtig nach Videos, in denen Leute unwahrscheinliche Mengen essen. Ein Typ vernichtet eine 82cm-Pizza, eine junge Frau einen 1,2-kg-Burger mit Pommes in 13 Minuten. In einem Lokal bekommt man das 2-kg-Steak umsonst, wenn man es in einer Stunde schafft. 3,6 Kilo (8 pounds) Spaghetti mit Chili und Käse in acht Minuten? Das geht. Man kann gar nicht hinsehen, man kann aber auch nicht wegsehen.

Ich bin die erste Generation Ketchup. Zu meinen frühesten kulinarischen Erinnerungen gehören Nudeln mit Ketchup. Später habe ich trockene Brötchen mit Ketchup als Zwischenmahlzeit gegessen. Mein Vater und mein Großvater, beide auf einem Bauernhof großgeworden, kannten es gar nicht. Noch heute habe ich immer eine Flasche im Kühlschrank.

Hätten Sie’s gewusst? Windschutzscheibe heißt auf Englisch nicht Wind Protection Frisbee.

Lasimboca: Nudelplatten mit Kalbsfleisch und Tomatensoße, überbacken mit Käse. Kulinarische Innovation á la Bonetti. Mein Dank geht an die treue Leserin Luise Kleinschmidt aus Wuppertal.

Fruchtfleisch – irgendwie irritierend.

Oliver Kalkofe hat hellsichtig erkannt, dass sich US-Präsident und Papst doch viel besser verstehen müssten. Beide sind Amerikaner, halten sich für den Stellvertreter Gottes auf Erden und haben kein Problem mit dem sexuellen Missbrauch von Minderjährigen.

Ich habe noch nie sieben Tafeln Schokolade auf einmal gekauft, aber bei 99 Cent für eine Ritter Sport konnte ich nicht nein sagen.

Eigentlich bin ich seit zwanzig Jahren Nichtraucher, aber jetzt habe ich mit Nikotinpflastern angefangen.

Bolzenschneider: Werkzeug. Bonzenschneider: Hugo Boss.

Der große Vorteil meiner Wohnung in der Berliner Innenstadt ist der Room-Service. Ich kann zwischen 1229 Lieferdiensten wählen, die alle bis zu meiner Tür kommen. Da kann selbst das Waldorf-Astoria in New York nicht mithalten.

Es gibt ja die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn man unfähig im Beruf ist, bekommt man Geld. Kleiner Tipp für die Mitglieder der Bundesregierung.

Ich habe Hausverbot bei Rewe, weil ich die Aufschrift „Hier öffnen“ zu wörtlich genommen habe. Bei zwölf Tetrapaks H-Milch.

Das Schöne am Ruhestand ist ja, dass man sich schon zum Mittagessen die Lichter ausschießen kann. Notfalls auch ohne feste Nahrung.  



Mittwoch, 27. Mai 2026

Das Märchen vom falschen Hasen und dem Mettigel

 

Blogstuff 1330

Zahlenspiele: Andrea Kimi Antonelli gewinnt seinen vierten F1-GP in Folge und hat bereits 43 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen Russell. Sollte er noch zwei weitere Siege holen, zieht er mit Russell gleich, der aber bereits 157-GP-Starts auf dem Buckel hat. Antonelli (19 Jahre alt) hat bereits jetzt so viele Siege wie Sainz oder Irvine. Da er gerade einmal 29 Rennen gefahren ist, hat er eine Siegquote von 13,8 Prozent. Zum Vergleich: Alonso hat 7,4 Prozent seiner Rennen gewonnen, Norris 7 Prozent, Russell 3,8 Prozent, Räikkönen 6 Prozent.

Früher, als ich noch als Wissenschaftler in einem Forschungslabor gearbeitet habe, trug ich immer einen weißen Kittel und hatte wirres Haar. Wenn die Stadt von Außerirdischen, einem Tsunami oder unbekannten Viren bedroht wurde, sprach ich mit dem Bürgermeister über kluge Lösungsmöglichkeiten. Aber jedes Mal kam ein General ins Zimmer und sagte, wir müssten das Problem mit Gewalt lösen. Sie kennen mich aus vielen Katastrophenfilmen.

Der größte Flop von Bonetti Media war der Film „Sindbad, der Seefahrer“, der am 15. September 2001, vier Tage nach den Terroranschlägen, in die Kinos kommen sollte, aber nie gezeigt wurde.

Fun Fact For Fans: Die Bergpredigt wurde auf einem Hügel gehalten.

Idee für einen Action-Thriller: Bonetti steigt in die Regionalbahn von Bingen nach Bacharach, um einen schönen Tag am Rhein zu erleben. Was er nicht weiß: Im Zug sind 58 Killer, die ihn umbringen möchten.

Am Samstag war ich zum ersten Mal ohne Jacke draußen. Am Dienstag sitze ich zum ersten Mal, nur mit Unterhose bekleidet, vor dem Computer und der Ventilator läuft. That escalated quickly.

Kaum ist das Wetter gut, sterben die Leute reihenweise beim Baden. Ein paar Sachen habe ich bei der DLRG gelernt. Nie in fließenden Gewässern schwimmen. Wir waren alle gute und erfahrene Schwimmer. Ich hatte, wie die anderen, das Totenkopf-Abzeichen für zwei Stunden Schwimmen. Trotzdem sollte man wissen, dass der Fluss stärker ist als du. Am besten geht man ins Schwimmbad, wo viele Menschen sind, und ein Bademeister aufpasst. Mein Vater wäre mit einem Ruderboot fast von einem Schubverband auf dem Rhein untergepflügt worden. Er rettete sich durch einen beherzten Sprung ins Wasser und gab das Boot auf, das er vom Schifferstechen in Oppenheim nach Ingelheim bringen wollte. Pro-Tipp, wenn man in einen Strudel kommt (z.B. an der Nahemündung in Bingen, wo vor ein paar Jahren mal wieder ein Mensch sein Leben gelassen hat): Nicht dagegen ankämpfen, sondern sich nach unten ziehen lassen und unten rausschwimmen (an besagter Stelle ist der Rhein nur vier Meter tief).