Blogstuff 1327
„Ich habe keine Zeit zu bluten“. (Predator)
Wir
haben keine Kontrolle über unser Leben. Nicht nur im Bus, in der Bahn oder im
Flugzeug, wo wir uns in die Hände fremder Menschen begeben. Sondern auch im
Supermarkt oder im Restaurant. Wir sind nirgendwo sicher, aber in den
Fernsehkrimis sterben die Leute immer durch finstere Mordbuben. Das normale
Leben ist viel gruseliger.
Muttertag
ist an einem Sonntag. Vatertag ist an einem Donnerstag, der natürlich
arbeitsfrei ist. Zusammen mit einem Brückentag hat man ein verlängertes
Wochenende. Patriachat: 1. Matriarchat: 0.
16.
Mai. Restaurant, Nebentisch. Großeltern mit ihrer Enkelin. Die Kleene arbeitet
im KaDeWe und erzählt, seit gestern hätten Leute vor dem Eingang wegen einer
neuen Swatch-Uhr kampiert. Dann geht ihr Lamento los. Es gäbe an ihrem
Arbeitsplatz keine Fenster. Sie wüsste nie, ob es draußen hell oder dunkel wäre,
ob die Sonne scheint oder es regnet. Auch Frischluft gäbe es nicht. Dann musst
du auf dem Bau arbeiten, Mädel! In Kaufhäusern oder Supermärkten hat es noch
nie Fenster gegeben.
Bonetti
– Jetzt mit Antiauslaufbündchen.
AfD
gründet Radio Hitland. An wen erinnert mich der Name?
Das
US-Justizministerium hat entschieden, dass Trump, seine Unternehmen und seine
Familie nie wieder von der Steuerbehörde IRS überprüft werden. Im Gegenzug
erhält Trump 1,8 Milliarden Dollar für Opfer der Biden-Regierung, unter anderen
die Verbrecher, die 2021 das Kapitol gestürmt haben. Trump erreicht mit seiner
Regierung ein neues Korruptionslevel.
Ich
träume, ich hätte einen Einbrecher in der Wohnung. Allerdings in der Wohnung
meiner Mutter, die ich vor dreißig Jahren zuletzt gesehen habe. Ein kleiner
Mann mit Brille und schütterem Haar, der gerade das Schlafzimmer meiner Mutter
betreten will, da er dort den Schmuck vermutet. Mir bleiben die Worte im Hals
stecken. Schließlich sage ich zu ihm, ich hätte ein Messer. Er haut ab und ich
wache auf.
In der
DDR kostete eine Laube mit Kleingarten acht Mark Pacht – pro Jahr. Das war im
Vergleich zu heute doch recht günstig.
Ich
träume, ich wäre mit einem Freund auf der Suche nach Goldmünzen in Berlin. Wenn
man vier Münzen findet, darf man angeblich den Führer treffen. Ein fieser Nazi (sorry,
Pleonasmus) versucht, uns die beiden Münzen, die wir bereits haben, wieder
abzujagen. Ich habe gerade „Olympia“ von Volker Kutscher gelesen. Der Roman
spielt 1936 in Berlin.
Angenehme
Träume wünscht Ihnen
Der
Kiezschreiber