Dienstag, 21. August 2018

Unser Glaube

Wenn du nur das besitzt, was du wirklich brauchst, bist du arm.
Wenn du Dinge teilst, bist du naiv.
Wenn du keine Wünsche hast, bist du blöd.

Wenn du fünfzig Paar Schuhe besitzt, obwohl du nur zwei Füße hast, bist du wohlhabend.
Wenn du ein Haus mit zehn Zimmern hast, obwohl du alleine lebst, bist du reich.

Wenn du ein eigenes Auto hast und nicht im Bus sitzt, wirst du respektiert.
Wenn du zwei große Autos mit Allradantrieb hast, wirst du bewundert.

Wenn du immer unzufrieden bist, machst du alles richtig.
Wenn deine Gier nie stirbt, kommst du ganz nach oben.



Die turbogelbe Dschungeldschunke


Blogstuff 228
„Es gibt kein Gericht
Die schwere Schuld
Ist leicht wie Schnee“
(Yakitori Honda)
Am Ende ihrer Geschichte schlägt die parlamentarische Praxis um in die ritualisierte Wiederholung leerer Phrasen und die albernen Zeremonien greiser Schamanen. Wir dürfen gespannt sein, was an ihre Stelle tritt, wenn eines Tages der gesellschaftliche Wille zur Veränderung größer sein wird als die individuelle Ohnmacht des Rückzugs.
Nachmittag im Park. Ich gehe mittlerweile einer geregelten Banktätigkeit nach.
„Doch, Herr Kommissar, ich schreibe mir nämlich von allen Geldscheinen, die ich in der Brieftasche habe, die Nummern auf.“ (vom Lektorat gestrichen)
Bin i Horsti, bin i Sepp, König is der Söder-Depp.
Zum ersten Mal seit dem Rekordsommer 2003 nutzt mein Winzer seinen Grundwasserbrunnen, um seine Weinberge zu wässern. Ansonsten konnte er auf den Regen vertrauen. #Hitze
Traum vom 21.7.2018: Aufgrund vieler Verletzter und Absagen werde ich zu einem Testspiel der Fußballnationalmannschaft eingeladen. Es findet auf einer Wiese rund um eine Holzhütte statt, in der eine Kneipe ist. Zwischen den Toren stehen Bäume und die Wiese liegt an einem Hang. Wir spielen gegen Kamerun. Es sind höchstens fünfzig Zuschauer da. In der deutschen Mannschaft sind keine Spieler, die ich aus der Wirklichkeit kenne. Die Afrikaner haben noch nicht einmal Fußballschuhe, sondern nur gewöhnliche Straßenschuhe. Wir liegen bei Halbzeit schon 0:2 hinten, in unserem Tor steht ein junger Engländer (!). In der Pause steht Jogi Löw direkt vor mir und macht mich zur Sau, weil ich an einem Tor schuld bin. Eigentlich wollte ich in der Pause in der Kneipe ein Bier trinken und eine Bratwurst essen. Ich reiße mich aber zusammen und bestelle nur ein großes Glas Wasser und ein Snickers. Wir verlieren das Spiel und ich werde nie wieder zu einem Länderspiel berufen. Zuhause will ich mir im Internet ein paar Spielberichte anschauen, finde aber nur die Auftritte von Kabarettisten, die sich über die Mannschaft lustig machen. Ich kaufe mir den nächsten „Kicker“, um wenigstens eine Erinnerung an das Spiel zu haben. Im Spielbericht steht aber nicht „Eberling / TuS 09 Schweppenhausen“, sondern „Ehrlich / Pfalz“. Die „Pfalz“ war übrigens früher die Dorfkneipe von Schweppenhausen. In der nächsten Traumsequenz sitze ich mit einer Frau auf dem Sofa, die sich die ganze Zeit über mein Gewicht lustig macht. Sie sagt beispielsweise, man könne eine ganze Faust in meinen Bauchnabel stecken. Ich schlage vor, Pizza essen zu gehen. Sie antwortet, ich bekäme aber nur eine Vegetaria ohne Käse. Dann wache ich auf und habe das Gefühl, im Schlaf wäre mein Leben noch beschissener, als es ohnehin schon ist.
Lob für Indien: der Beutel Basmati-Reis, MHD 2014, war noch voll in Ordnung.
Die sogenannten „linken“ Parteien haben sich lange mit dem Gedanken getröstet, dass die Wähler schon wieder zurückkommen, wenn sie von Merkel und der Union die Schnauze voll haben. 2013, nach vier desaströsen Jahren Schwarz-Gelb, war es soweit: die Linke hatte im Bundestag eine Mehrheit. Aber sie hat sie nicht genutzt. Die SPD wurde ein zweites Mal zur Hofschranze der konservativen Minderheit im Parlament. Jetzt suchen die Wähler eine Merkel-Alternative rechts von der Union. Das alte Spiel – Wechsel zwischen CDU- und SPD-Kanzlern – funktioniert nicht mehr.
Visage – Mind Of A Toy. https://www.youtube.com/watch?v=Vbcxo4Q8ACU

Montag, 20. August 2018

Eine Geschichte ohne Ende

Es ist jetzt fünfzehn Jahre her, als ich nachts alleine nach Hause ging. Ein schmaler Fußweg an der Selz, einem Bach in Ingelheim. Es war dichter Nebel, man sah selbst in der Nähe der Laternen nur wenige Schritte weit. Da hörte ich ein Hundebellen in der Ferne. Ich hörte auch das Geräusch der Pfoten auf dem gepflasterten Weg. Es kam immer näher, ich sah nichts und die Sekunden wurden immer länger. Es dauerte unglaublich lange, bis ich den Hund sehen konnte, und ich hatte mich schon damit abgefunden, von einer grässlichen Bestie angefallen zu werden. Aber dann war es nur ein kleiner Köter, der mich ankläffte. Ich sah die Angst in seinen Augen. Endlich kam auch der Besitzer. Er lächelte und sagte, der Hund habe vermutlich mehr Angst vor mir als ich vor ihm. Ich war sein Gespenst. Er war mein Monster. Wir machen uns alle gegenseitig Angst, es ist so lächerlich.
Jefferson Airplane – How Do You Feel. https://www.youtube.com/watch?v=40Ngcs4aJ0c

Berliner Anekdoten

Der Politikbetrieb macht Urlaub und ich möchte zwei kleine Geschichten aus der abgelaufenen Saison 2017/2018 zum Besten geben. Beide Histörchen sind verbürgt, meine Quellen sind absolut zuverlässig (d.h. weder Journalisten noch Politiker).
Die erste Geschichte spielt in einem italienischen Restaurant in Berlin, das seit Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt für Spitzenpolitiker der SPD ist. Eines Abends kommt Martin Schulz, damals noch Parteivorsitzender, mit seiner Entourage ins Lokal. Der Wirt erkennt den hohen Gast sogleich und begrüßt ihn mit aller gebotenen Herzlichkeit. Seinem Sohn – der hoffnungsvolle Spross soll eines Tages das Geschäft übernehmen – überlässt er die Ehre, die Politiker zu bedienen. Alles läuft perfekt, es geht ans Bezahlen. Da stellt der junge Mann, der erst seit zwei Jahren in Deutschland lebt und offenbar die Vita des Kanzlerkandidaten nicht kennt, als Scheidebecher auf Kosten des Hauses einen Grappa vor Herrn Schulz auf den Tisch. Der trockene Alkoholiker aus Würselen bleibt ganz gelassen, hebt das Glas und schnuppert genießerisch am Tresterschnaps. Dann stellt er ihn wieder zurück und sagt: „Danke, aber ich muss noch fahren.“
Die zweite Geschichte spielt am Tag vor der Vereidigung der neuen Bundesregierung in den Iden des März. Frau Klöckner, die designierte Landwirtschaftsministerin, reist aus Frankfurt kommend mit der Lufthansa in die Hauptstadt. Dort angekommen stellt sie fest, dass die Airline das Gepäck verschlampt hat. Mit ihrem Kleid, das sie bei der Zeremonie im Bundestag tragen möchte. Soll sie darauf warten, dass ihr Gepäck später ins Hotel kommt? Sie geht auf Nummer sicher und kauft sich ein neues Kleid. Bei Peek & Cloppenburg an der Tauentzienstraße. Sie entscheidet sich für ein blaues Kleid und die Verkäuferin beglückwünscht sie zur ihrer Wahl. Vor einer Stunde habe sie das gleiche Kleid schon einmal verkauft. Frau Klöckner denkt sich nichts dabei. Berlin ist groß und bei P&C gibt es nun mal keine Einzelstücke. Am nächsten Tag tritt sie mit den neuen Kolleginnen und Kollegen vor die Weltpresse. Und siehe da: Frau Giffey von der SPD trägt genau das gleiche Kleid wie sie. Natürlich sprechen die beiden Frauen über diesen Zufall. Es stellt sich heraus, dass es Frau Giffey war, die kurz vor Frau Klöckner im selben Geschäft die gleiche Entscheidung getroffen hat. So klein ist Berlin.
Kraftwerk – Ohm Sweet Ohm. https://www.youtube.com/watch?v=QLwEG3cdeRw

Sonntag, 19. August 2018

Meanwhile in da hood

Heute Nacht in Stromberg, Nachbarort von Schweppenhausen. Hier wird mit dem Dildo geprügelt, bis der Arzt kommt. Make war, not love.
https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bad-kreuznach/vg-stromberg/stromberg-stadt/handfester-streit-in-stromberg-mit-dildo-geschlagen_19013928

Ein Politologe analysiert

Deswegen ist das neue Einwanderungsgesetz besser als das Asylgesetz:

1. Es kommen Leistungsträger und keine traumatisierten Schlauchboot-Spastis.
2. Keine Neger.
3. Keine Behinderten.
4. Keine Rentner.
5. Keine Moslems.
6. Frauen nur, wenn unverheiratet und unschwanger.
7. Punktgenau die Qualifikationen, die am Arbeitsmarkt gefragt sind.
8. Bei Arbeitsplatzverlust keine Duldung, sofortige Abschiebung auf eigene Kosten.
9. Kein Anspruch auf Mindestlohn oder Tariflohn.
10. Arbeitszeiten bestimmen die M’am Sahib oder Bwana.
11. Im Krankheits- und Rentenfall geht es nach Hause, Leute.
12. Wohnungen müssen im Bedarfsfall für Biodeutsche geräumt werden.
13. Um das Verfahren für die Öffentlichkeit transparent zu machen, werden amtlich bestellte Sklavenhändler Ärzte auf den Marktplätzen Zähne und Muskulatur der internationalen Leiharbeiter überprüfen. Hier können Einwanderer von Unternehmern oder solventen Privatpersonen gekauft  eingestellt werden.



Vertrauen Sie CDU, CSU und SPD. Die Regierung macht alles richtig. Jetzt müssen wir nur noch das doofe Asylgesetz loswerden. Mit dem Dublin-Verfahren hatten wir es fast geschafft. Jetzt noch mal nachlegen, Freunde!

Schreibtischkunst

31.7.2018. 36 Grad. Im Schatten. Daher beschränke ich meine kreative Tätigkeit auf das unmittelbare Umfeld. Gott schütze die tapferen Jungs vom mobilen Einsatzkommando meiner Pizzeria. Die berühmte „Five Cheese“ bleibt Ihnen in Käsefragen keine Antwort schuldig und sie kommt jedes Mal so heiß, dass man sie nicht anfassen kann. Heiße Pizza – nicht warme Pizza. Der Käse ist noch flüssig … - aber ich schweife ab. Hier kommt die Kunst, die bekanntlich nicht von Können, sondern von Müssen kommt (Arnold Schönberg fragen).


Historischer Flaschenöffner aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Besitz der Familie Eberling.


Inspirationsobjekt auf dem Schreibtisch von Andy Bonetti.


In diesem Gefäß werden Büroklammern aufbewahrt. Flohmarktkauf, frühe neunziger Jahre.


Aquamongo greift nach der Macht.

The Lurkers – I’m On Heat. https://www.youtube.com/watch?v=Qts7Z2T5NO4