Samstag, 25. September 2021

Herbsttag


Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Handys,
und auf den Fluren lass die Buchhalter los.

Befiehl den letzten Säufern, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei arbeitsfreie Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, kann sich keins mehr leisten.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird Netflix gucken, im Internet Kommentare schreiben
und wird unruhig zwischen Küche und Wohnzimmer
wandern, wenn die Blätter treiben.

Freitag, 24. September 2021

Hundert Gramm Wurst für Deutschland

 

„Ich werde mir von den Grünen und Linken nicht das Autofahren verbieten lassen.“ (Friedrich Merz auf einer Wahlkampfveranstaltung am 21.9.2021)

Ich weiß nicht, wie der Wahlkampf wirklich gelaufen ist. Ich habe ihn nur über die Medien mitbekommen. Aber was ich sagen kann: Die Berichterstattung war wirklich erbärmlich, peinlich und hatte mit Politik nichts zu tun. Was habe ich aus den Medien über die inhaltlichen Differenzen der Parteien erfahren? Ich bin Politikwissenschaftler. Gebt mit Steuerkonzepte und konkrete Pläne für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Ich will Grafiken und Tabellen fressen. Stattdessen werden persönliche Fehler der Kandidaten zu angeblichen Skandalen aufgebauscht. Und kommt mir jetzt nicht mit den Parteiprogrammen im Internet. Es gehört für mich zu den Dienstleistungen, die ich von Journalisten in Presse, Funk und Fernsehen erwarten darf, dass ein monströses Machwerk von hundert Seiten kurz und in klaren Worten für den Wähler zusammengefasst wird.

Fangen wir mit Frau Baerbock an. Sie hat ihren Lebenslauf gepimpt. Na und? Interessiert mich der Lebenslauf oder die Ziele ihrer Partei? Ghostwriter haben ihr Buch aus alten Versatzstücken der Partei zusammengestückelt. Na und? Ich habe als Wissenschaftler meine Tagungsvorträge aus alten Texten zusammengestoppelt. So wurden sie dann auch in den Tagungsbänden veröffentlicht. Wir nannten das damals „Disketten mischen“. An guten Tagen habe ich einen fünfzehnseitigen Text in drei Stunden gebastelt – davon waren vielleicht zwei Seiten neu geschrieben.

Was hat man Laschet vorzuwerfen? Als Dozent ein paar Klausuren verschlampt, ein Verwandter ist bei Opus Dei gewesen und er hat an der falschen Stelle gelacht. Können wir bitte mal über Politik reden? Olaf Scholz hat tatsächlich ein paar Mal Scheiße gebaut (Warburg, G 20, Wirecard), aber die Zusammenhänge sind offenbar zu komplex für das Publikum. Prinz Valium, wie ich ihn gerne nenne, hat es einfach weggeschnarcht. Es ist die Merkel-Methode: Alle einschläfern und Langeweile verbreiten, bis jeder froh ist, wenn der Unterricht endlich vorbei ist. Politik ist doof – seit also froh, dass ich für euch diesen Job mache. Läuft bei Scholz.

Ist es eine Zumutung, sich über Inhalte zu unterhalten? Könnten wir wenigstens vor einer Bundestagswahl, also alle vier Jahre, mal alle ernsthaft über Politik reden? Ist das zu viel verlangt? Ich habe den Eindruck, ein Teil der Bevölkerung gibt sich mit diesem erbarmungswürdigen Schauspiel des Wahlkampfs zufrieden und der andere Teil hat einfach resigniert. Am Ende müssen sie zwischen Scholz und Laschet entscheiden. Also zwischen zwei Sorten Gro-Ko-Bärchenwurst, in Plastik eingeschweißt und seit letztem Jahr abgelaufen.

P.S.: Liebe AfD-Wähler! Im Wahllokal gilt die 2G-Regel. Lassen Sie sich impfen, bevor Sie am Sonntag wählen gehen.

 The Payolas - Eyes Of A Stranger - YouTube  



 

Donnerstag, 23. September 2021

Andy Bonetti at Folsom Prison

 

Blogstuff 631

Natürlich wollen wir alle Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Aber wäre es nicht das Ende der Fragen, wenn wir die Antworten wüssten? Mit jeder Antwort stirbt eine Frage.

Er ist hochbegabt, hat jedoch ein sehr niedriges Motivations- und Aktivitätsniveau.

Bei Familie Biber gibt es heute Schaschlik vom Nierentisch.

Hätten Sie’s gewusst? Lettland, Estland und Litauen nennt man auch „Das Basilikum“.

Vulkane sind die Eiterpickel der Erde.

Die Briten haben sich vom metrischen System verabschiedet. Gülle wird jetzt wieder in Bonkies gemessen. Ein Bonky entspricht 22,7 Liter. Längenmaße werden in Handbreiten angegeben. Der Elfmeter wird aus einer Entfernung von 91,5 Handbreiten geschossen. Ein doppelter Whisky ist ein Mahony. 13,4 Mahonies ergeben ein Pint.

Fast zehn Jahre ist es jetzt her, seit ich zuletzt sozialversicherungspflichtig beschäftigt war und einen Arbeitsvertrag hatte. Am 30.11.2011 war Schluss. Damals habe ich als Kiezschreiber im Wedding hauptsächlich im Homeoffice (Wilmersdorf – on the right side of Ku’damm) gearbeitet. Zur Stellenbeschreibung gehörte damals: Schreiben Sie einen Roman, der im Brunnenviertel spielt, und betreiben Sie ein Blog. Seit damals zahle ich keine Einkommenssteuer oder Rentenbeiträge. Aber ich habe diesem Land in Form tausender Blogposts viel zurückgegeben.

Wir hatten seit Gründung der Bundesrepublik so viele Machtwechsel wie Weltmeistertitel: 1969 (Brandt), 1982 (Kohl), 1998 (Schröder), 2005 (Merkel); 1954 (Herberger), 1974 (Schön), 1990 (Beckenbauer), 2014 (Löw).

Mich macht es scharf, wenn eine Frau sich ein bisschen Tabasco hinter die Ohren und aufs Handgelenk macht.

Die deutsche Bischofskonferenz sieht aus wie die Taliban-Regierung.

Letzte Woche klingelte es tagsüber an der Haustür. Als ich nichtsahnend öffnete, stand ein Mann mit Maske vor mir und sagte: „Herr Doktor Eberling, wie uns mitgeteilt wurde, haben Sie massive Probleme beim Anbaggern von Frauen. Deswegen haben wir Ihnen etwas mitgebracht.“ Er deutete auf die Straße hinter sich, wo ein Auto mit Anhänger stand. Auf dem Anhänger war ein Mini-Bagger. Dann nahm er die Maske ab und lachte mich aus. Ein alter Freund aus Ingelheim, der inzwischen bei einem Baugeräte-Verleih arbeitet. Als wir im Wohnzimmer saßen, erzählte er mir, er wäre schon einmal mit einem Krankenwagen bei mir gewesen. Er hatte sich extra einen Arztkittel besorgt und wollte mit der Axt in der Hand die berühmte Organspendenszene von Monty Python nachspielen. Leute, ich bin zu alt für diese Späße! Denkt an mein Herz und meinen Blutdruck!

Remember the Future, Pt. 1 - YouTube



Mittwoch, 22. September 2021

Die letzte Hoffnung


Es ist Sonntag, der 19. September. Noch eine Woche bis zur Bundestagswahl. Wir befinden uns in der Villa Bonetti, einem prächtigen Gründerzeitbau am Wannsee.

Punkt 13 Uhr führt Johann, Bonettis Kammerdiener, Jan Fleischhauer und Ulf Poschardt in den eichenholzgetäfelten Speisesaal. Der Focus-Kolumnist und der Chefredakteur der WELT sind langjährige Freunde des allseits beliebten und bekannten Medienunternehmers.

Sie setzen sich an den Tisch, wo ihnen sogleich ein Glas Champagner als Aperitif serviert wird. Dann bringt der Leibkoch Bonettis den Rehrücken auf einem Silbertablett. Als Beilagen gibt es Serviettenknödel, Rosenkohl, karamellisierte Maroni und Preiselbeersoße. Frau Bonetti, die eine cremefarbene Seidenbluse und eine Perlenkette trägt, lässt es sich nicht nehmen, den Herren selbst die erste Portion auf den Teller zu legen. Dann zieht sie sich zurück, da die Männer heute etwas Wichtiges zu besprechen haben.

Sie beginnen zu essen.

„Es schmeckt vorzüglich“, sagt Fleischhauer.

„Ganz großartig“, sagt Poschardt.

„Selbst geschossen“, sagt Bonetti.

Beim Nachtisch – es werden Mirabellentörtchen mit Ahorn-Pekannuss-Eis serviert – kommen sie zum eigentlichen Thema.

„Wir stehen kurz vor einem kommunistischen Putsch“, sagt Bonetti. „Mit Scholz könnten wir einen linksextremistischen Kanzler bekommen. Es drohen Steuererhöhungen, Enteignungen und unternehmensfeindliche Gesetze. Vielleicht sogar ein Staatsbankrott und der Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft. Wie sie wissen, bin ich finanziell stark in den Bereichen Braunkohle, Rüstung, Schweinemast und Automobilindustrie engagiert. Was können wir tun, um das zu verhindern?“

„Ich habe da eine tolle Idee, wie wir Scholz noch stoppen können. Wir haben seine ehemalige Sekretärin für hunderttausend Euro gekauft. Sie wird unter Eid aussagen, dass sie von Scholz vergewaltigt wurde“, sagt Poschardt. „Ich könnte eine entsprechende Medienkampagne bei Springer inszenieren.“

„Ausgezeichnet“, sagt Fleischhauer. „Ich habe gute Kontakte zu einigen Großkonzernen. Sie könnten damit drohen, das Land zu verlassen, wenn dieses linksgrün-versiffte Gesocks an die Macht kommt.“

„Das gefällt mir sehr gut, Freunde.“ Bonetti strahlt. „So machen wir’s. Vielleicht könnte Laschet noch persönlich ein kleines Kind aus einem Brunnen retten? Irgendwas mit Herz als Krönung unserer Aktion? Wir müssen die Diktatur des Proletariats auf jeden Fall verhindern.“

„Jawohl, mein Schriftführer“, rufen Poschardt und Fleischhauer wie aus einem Mund.

Joy Division - New Dawn Fades (a music video) - YouTube



Dienstag, 21. September 2021

Sensationelle Bilder von Bonetti im FKK-Biergarten

 

Blogstuff 630

„Wenn man nur Bücher liest, die jeder liest, kann man auch nur denken, was jeder denkt.“ (Haruki Murakami)

Scholz ist so aalglatt, nach der Wahl kann er „Oil of Olaf“ verkaufen.

Bonettis 3G: geistreich, gemein und genial.

Ich habe eine ziegelrote Backsteinmauer schwarz angemalt, um sie anschließend mit einem ziegelroten Backsteinmuster zu übermalen. Das ist Kunst.

Wenn Bonetti die Hand erhebt, dann nur, um die Lesenden zu segnen, nicht um sie zu schlagen.

„Der Berliner Senat verkaufte 2004 rund 65.000 Wohnungen für 405 Millionen Euro. Heute kaufte der Senat rund 15.000 Wohnungen für 2,46 Milliarden Euro. Ohne Worte.“ (Oliver Santen, 18.9.21)

Das Wort Arschloch ist genderneutral.

Laschet verliert 2021 die Bundestagswahl, 2022 die Landtagswahl in NRW und darf 2023 am Dschungelcamp teilnehmen.

Wie die Zeit vergeht … vor zwanzig Jahren war ich noch das Bauch-Double von Brad Pitt.

Wenn ich heute etwas vom Thema Wohnungsnot lese, denke ich an alte Freunde. In den achtziger Jahren lebte ein Freund, der leider im letzten Jahr gestorben ist (er lebte in den Jahren zuvor von Cola-Weizenbier und nahm kaum noch Nahrung zu sich) auf einem Campingplatz in Heidesheim. Eine Holzhütte, vielleicht zehn Quadratmeter, mit Bett, ein paar Stühlen, Kochecke und Klo. Ein Kneipenkumpel aus Schweppenhausen, spielsüchtig und arbeitslos, landete nach der Scheidung auf dem Campingplatz von Schweppenhausen – in einem Wohnwagen. Eine Freundin aus meinen Kreuznacher WG-Zeiten lebte jahrelang in einem Holzhaus auf dem Campingplatz in Guldental. Dagegen sind die Tiny-Houses von heute der pure Luxus.

Mir gehen die ganzen Appelle von Künstlern, doch bitte ins Kino oder ins Theater zu gehen, weil sonst „die Kultur stirbt“, inzwischen tierisch auf den Zeiger. Wenn ich auf ein Rockkonzert gehe, tausche ich Geld gegen Unterhaltung. Ein ganz einfaches Geschäft. Da muss mir niemand mit der Moralkeule kommen. Diese ganzen privilegierten Medienstars heulen rum, als wären sie eine afghanische Mutter mit drei unterernährten Kindern. Ich lasse mir doch nicht einreden, ich sei am Tod der Kultur schuld, nur weil in Berlin noch ein paar Musiker und Schauspieler mehr als Kellner arbeiten müssen.

P.S.: Kaufen Sie meine Bücher! Daddy braucht ein neues Paar Schuhe.

Yazoo Don't Go Reconstructed 12inch Mix - YouTube

Montag, 20. September 2021

Jetzt ist es also passiert

 

In Idar-Oberstein, fünfzig Kilometer von Schweppenhausen entfernt, hat ein Impfgegner einen Mord begangen. Der Täter gab in seinem Geständnis an, er habe ein Zeichen gegen die Corona-Maßnahmen setzen wollen. Er war in eine Tanke gegangen, um Bier zu kaufen. Der Verkäufer, ein zwanzigjähriger Student, habe ihn aufgefordert, eine Schutzmaske zu tragen. Daraufhin sei er nach Hause gegangen, habe seine Schusswaffe geholt und den jungen Mann mit einem Kopfschuss ermordet.

Kann bitte jemand den kleinen Armin aus dem Bällebad abholen?

 

Die Fakten: Am 9. Februar hatte die CDU/CSU in einer Forsa-Umfrage noch 37 Prozent, die SPD 15 Prozent. Das kann man in einem halben Jahr vor der Wahl nicht mehr aufholen. 22 Prozentpunkte – wie soll das gehen? Heute liegt die Union bei 21 Prozent, die SPD bei 25 Prozent. Im Juni 2020 stand es sogar mal 40:14 für die CDU/CSU.

Wie konnte es eigentlich passieren, dass eine SPD, die bereits klinisch tot war und nur deshalb einen Kanzlerkandidaten aufgestellt hat, weil es alten Gewohnheiten entsprach, kurz vor der Bundestagswahl auf Platz 1 der Umfragen liegt? Hat die SPD sich geändert? Hat sie einen charismatischen Kandidaten wie einst Willy Brandt? Hat sie ein paar phantastische Ideen entwickelt, die den Wähler begeistert haben? Nein. Es war viel einfacher. Ihre Auferstehung verdankt sie der Selbstzerstörung der CDU.

Beginnen wir mit dem Kardinalfehler der CDU: Armin Laschet. In sämtlichen Meinungsumfragen zum Wunschkandidaten für den CDU-Vorsitz landet Laschet auf dem letzten Platz. Wen macht die Partei-Nomenklatura zum neuen Vorsitzenden? Armin Laschet. In sämtlichen Umfragen zur Frage nach dem Kanzlerkandidaten der Union liegt Laschet auf dem letzten Platz. Wen macht die Partei-Nomenklatura zum Kandidaten? Armin Laschet. Die Partei will den Wählern einen Kanzler aufs Auge drücken, den die Wähler gar nicht wollen. Das ist selbstherrlich und arrogant, überheblich und hochnäsig. Und geht natürlich in die Hose.

Aber das war erst der Beginn einer Orgie von Fehlentscheidungen: Wie kann man erst drei Wochen vor der Wahl ein Zukunftsteam vorstellen? Das muss drei Monate vor der Wahl passieren, damit man das Team auch noch medial vermarkten kann. Warum sind außer Merz nur Leute im Team, die der Wähler nicht kennt? Die Truppe wirkt so, als hätte Laschet sie an einem verregneten Montagmorgen am Berliner Hauptbahnhof aufgesammelt. Warum ist Jens Spahn mit dem wichtigen Thema Gesundheit in Zeiten der Pandemie nicht im Team? Im Frühling erklärte er selbst noch, er gehöre zum „Team Laschet“. Wo sind die jüngeren Partei-Promis wie Julia Klöckner, Ralph Brinkhaus, Tobias Hans, Daniel Günther, Carsten Linnemann und Paul Ziemiak? Und warum hört man inzwischen nichts mehr von diesem Team?

Auch das Programm für die ersten hundert Tage seiner Kanzlerschaft präsentiert Laschet erst in der Woche vor der Wahl, als die Briefwahl bereits in vollem Gange ist. Es ist immer noch nicht klar, für was dieser Mann und seine Partei eigentlich stehen. Klima, Digitalisierung, keine Steuererhöhungen. Das haben alle Parteien im Programm, wenn man von Nazis und Querdenkern einmal absieht. Das ist inhaltlich nur Graubrot mit Margarine. Warum will er Kanzler werden? Was ist sein Plan? Kann man sich die Aachener Zwergprinte überhaupt auf einem G7-Gipfel zwischen dem amerikanischen und dem französischen Präsidenten vorstellen? Ist er in der Lage, in Brüssel oder Moskau deutsche Interessen zu vertreten?

Laschet reiht Fehler an Fehler, er wirkt überfordert und unprofessionell, sei es das alberne und pietätlose Gelächter in der Todeszone der Flutkatastrophe, sei es beim Pro7-Prank mit den Kinderreportern. Der Mann erinnert an Kramp-Karrenbauer. Ministerpräsidentin im Saarland, in Berlin völlig überfordert. Im Haifischbecken der Bundespolitik bald in der Defensive, seither auf dem Rückzug. Wer in der Kreisklasse der Provinzpolitik glänzt, muss nicht unbedingt für die Champions League geeignet sein, wenn es um die Führung eines der größten Industriestaaten der Erde geht.

Neben der Nominierung von Laschet hat die Union noch einen zweiten strategischen Fehler gemacht. Sie hat im Wahlkampf einen Großteil ihrer Energie auf die Demontage von Baerbock verwendet. Die Aktion gelang, die Grünen verloren in den Umfragen massiv an Boden. Aber wohin sind die potenziellen Wähler gewandert? Nicht zur CDU/CSU, sondern zur SPD. Hätte Laschet auf der Zielgeraden des Wahlkampfs gegen Baerbock antreten müssen, wären seine Chancen besser gewesen als gegen Scholz. Eine unerfahrene junge Frau hätten die Deutschen vermutlich nicht ins Kanzleramt gewählt, Laschet hätte seine Führungserfahrung ausspielen können. Das funktioniert gegen den drei Jahre älteren Vize-Kanzler, der zuvor schon Bundesarbeitsminister und Hamburger Bürgermeister war, natürlich nicht.   

Und so zerbröselt der Keks.

Achten Sie auf die herzförmigen Teller. Wahre Liebe – Laschet und Söder sind einfach unzertrennlich. Laschet, Söder und Scholz sind übrigens alle Juristen.

Eddie Money - Take Me Home Tonight/Be My Baby - YouTube