Sonntag, 31. Oktober 2021

Sonntagnachmittag

 

Gibt es in deutschen Familien eigentlich nicht mehr die bürgerliche Tradition von Kaffee & Kuchen am Sonntagnachmittag oder werde ich einfach nicht mehr eingeladen?

Einst galt das eherne Gesetz: sonntags um 15:30 Uhr versammelt sich die Familie um den Esstisch. Dort stehen mindestens zwei Kuchen, die aus Supermarktbackmischungen hergestellt oder beim Bäcker gekauft wurden. Bei hohen Anlässen wie Geburtstagen oder Feiertagen auch drei Kuchen. Zum Standardrepertoire gehörten Käsekuchen, Streuselkuchen, Pflaumenkuchen, Erdbeerkuchen, Sandkuchen, Schokoladenkuchen und Marmorkuchen. Manchmal auch Bienenstich und ganz selten Schwarzwälder Kirschtorte.

Ein weiteres ungeschriebenes Gesetz lautete: Jeder Kuchen muss probiert werden. Wer weniger als drei Stück Kuchen aß, wurde behandelt wie ein Aussätziger und von der tödlich beleidigten Oma oder Mutter mit dem Vorwurf konfrontiert, es habe nicht geschmeckt. Zum Glück kann man in einer Familie nicht fristlos entlassen werden. Dazu wurde kannenweise Bohnenkaffee getrunken. „Die Krönung“ und andere edle Pulversorten aus goldenen Vakuumverpackungen. Die Kinder bekamen Limonade. Der erste Kaffee war ein Initiationsritus und wurde nicht vor dem 16. Geburtstag verabreicht.

Überhaupt haben wir am Sonntag gefressen, als gäbe es ab Montag nur noch Wasser und Brot. Zum Mittagessen Schweinebraten und Kartoffeln, dazu Wirsinggemüse. Im Anschluss eine Portion Erdbeeren, dick mit Zucker überstreut, oder eine Schüssel Dr. Oetker-Pudding mit Haut. Zwischen dem Essen und Kaffee & Kuchen lagen oft nur zwei Stunden, zwischen Kaffee & Kuchen und dem Abendbrot manchmal nur eine Stunde. Es war ein Mampfmarathon, den die Kriegsgeneration mit leuchtenden Augen genoss. Es erschien mir, als müssten sie sich des aktuellen Wohlstands jeden Sonntag neu versichern. Und wehe, es blieb etwas übrig.

Biréli Lagrène - One Take (Live) - YouTube



 

Hallo, Wien! Bilderwelten, Weltbilder 95

 In der heutigen Auswahl ist ein Glumm versteckt.












Samstag, 30. Oktober 2021

Herbstgedanken

 

Ihr habt mich ganz schön hängen lassen

So spricht der Apfel dort am Baum

Ich sitz im Trocknen, er im Nassen

Ess‘ lieber Chips und aus der Traum

Literatur – ein Frontbericht

 

Buchhandlung Engelbert in Cloppenburg. Eine recht erfolgreiche Lesung. Knapp zwanzig Zuhörer, ein halbes Dutzend verkaufte und signierte Exemplare meines neuen Buchs „Der Schrei - Langzeitwirkungen der sozialen Medien“.

Frau Engelbert, die Buchhändlerin, lädt mich am Ende noch zum Abendessen ein. Es kämen einige nette Leute aus dem Cloppenburger Kulturmilieu. Ich sage ihr zu, möchte aber noch schnell ins Hotel, um mich frisch zu machen, vulgo: ein Bier zu trinken und mich eine halbe Stunde aufs Bett zu legen. Sie gibt mir die Adresse und ich kann nach meinem fulminanten Auftritt etwas abschalten.

Als mich das Taxi später zu dieser Adresse bringt, bin ich überrascht. Nirgendwo ist ein Restaurant zu sehen. Ich frage den Fahrer, ob wir hier richten seien. Goethestraße 9. Er nickt und fährt weg. Ich stehe vor einem Mehrfamilienhaus aus der Gründerzeit. Ich gehe durch den kleinen Vorgarten und ein paar Stufen hinauf zur Haustür. Tatsächlich: Engelbert steht auf dem Klingelbrett.

Die Buchhändlerin begrüßt mich an der Wohnungstür, nimmt mir Mantel und Hut ab und führt mich ins Speisezimmer. Sie stellt mich den anderen Gästen vor: Herr Mommsen, ein pensionierter Studienrat, und seine Frau Ilse. Dazu Herr Engelbert. Ich hatte mehr Gäste erwartet, aber gut. Ein ruhiger Abend.

„Was darf ich Ihnen bringen?“ fragt Frau Engelbert. „Mineralwasser oder Apfelsaft? Wir haben keinen Alkohol, da wir beide Abstinenzler sind.“

Na, großartig. „Ein stilles Wasser, bitte.“

Ich beantworte zwanzig Minuten lang die üblichen Schriftstellerfragen. Wie kommen Sie auf Ihre Ideen? Kann man davon leben? Haben Sie XY gelesen?

Dann kommt Frau Engelbert mit einem festlichen Lächeln und einer großen Schüssel Kürbiscremesuppe herein.

Ich schöpfe mir zwei Kellen auf den Teller und hoffe, der Hauptgang möge gehaltvoller sein. Ich hatte nur einen Döner Kebab zur Mittagszeit und bin voller Hoffnung auf ein saftiges Stück Schweinebraten mit Klößen.

Als sie die Schüssel wieder in die Küche trägt, bin ich schon gespannt, was sie als nächstes bringen würde.

Es ist ein Päckchen Spielkarten.

„Spielen Sie Rommé?“ fragt sie mich.

Es folgt ein fürchterlicher Abend, gekrönt von einigen selbst verfassten Gedichten, die Herr Mommsen stehend vorträgt.

Ich bin nie wieder in Cloppenburg gewesen.   

The Toadies - Possum Kingdom (Official Music Video) - YouTube



Freitag, 29. Oktober 2021

Alle lieben Andy – eine bisweilen heitere Dramödie


Blogstuff 639

„Ein Grüner ist nur ein Liberaler, der für Dosenpfand ist!“ (Volker Pispers)

„Herr Ober, auf meinem Roquefort ist Schimmel.“

Artensterben, positiv betrachtet: Tote Tiere sind biologisch abbaubar und der Vorgang der Verwesung ist CO2-neutral.

Ist der Begriff Fruchtfleisch nicht genauso irreführend wie Sojamilch?

Es heißt nicht mehr Sturm, sondern Bio-Kärcher.

Was ist das Geheimnis von Bonettis ungebrochener Kreativität? Jeden Morgen ein Schuss Kaffee in den Mariacron-Humpen.

Um das Ungeheuer von Loch Ness ist es ziemlich ruhig geworden.

Einfach mal an einer Wohnungstür klingeln und dem Familienvater das Salzteignamensschild links und rechts um die Ohren hauen.

Von den Grünen aka der Tofu-Union können wir in Sachen Klimaschutz nichts erwarten.

Werbung: Bonetti Media - seit 55 Jahren ohne Gegentor.

Warum lebe ich nicht in einem Spiegeluniversum, in dem man Geld bekommt, wenn man etwas kauft, und Geld bezahlen muss, wenn man arbeitet? Ich könnte mich reich essen und trinken.

Schlimmste Publikumsfrage bei einer Lesung: „Was machen Sie beruflich?“

„Mensch ärgert sich: Spieleabend endet in Schlägerei“. Wenn das Lügenblatt mit den Spezialgebieten Intrigen und Intimspeck wenigstens mal so lustige Überschriften wie Bonetti Media hätte.

Hätten Sie’s gewusst? Veganer bestehen aus Fleisch.

„Drink positive. Das neue Mental-Wellbeing-Getränk Rotwein ist mit pflanzlichen Boostern und weiteren Vitaminen sowie Frucht- und Pflanzenextrakten versetzt.“

Sobald die Grünen regieren, nenne ich mein Badezimmer Pullerbü.

Warum kommt aus dem Heißwasserhahn in der Küche kein Kaffee? Warum kommt aus dem Kaltwasserhahn kein Riesling?

Es gibt jetzt Adventskalender für Hunde.

Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er wurde von Bonetti zum Deputy Chief Content Director befördert.

Menschheit: liebgemeinte zwei von fünf Sternen. Für Alkohol, Pommes und Musik.

Can't Stop Get Enough - YouTube



Donnerstag, 28. Oktober 2021

Wer ist Hendrik Wüst?

 

Der neue Ministerpräsident hat zu Beginn eine steile Karriere hingelegt. Mit 15 gründet er in seiner Heimatstadt Rhede einen Ortsverband der Jungen Union, mit 20 sitzt er im Stadtrat und ist mit 24 Aufsichtsrat bei den Stadtwerken. Mit 25 wird er JU-Chef in NRW und mit 27 Mitglied des CDU-Bundesvorstands. Kurz vor seinem 30. Geburtstag wird er als Abgeordneter in den Düsseldorfer Landtag gewählt und übernimmt ein Jahr später den Posten des CDU-Generalsekretärs in NRW. Der Jurist und Hobby-Jäger gilt als strammer Rechter.

2010 muss er als Generalsekretär zurücktreten, weil er Kontakte mit dem damaligen Ministerpräsidenten Rüttgers auf dem CDU-Parteitag an Unternehmen für 6.000 Euro pro Einzelgespräch + 14.000 Euro Standgebühr verkauft hatte. Außerdem hat er die damalige SPD-Oppositionsführerin von einer Überwachungsfirma ausspionieren lassen. Dennoch bleibt er weiterhin Landtagsabgeordneter und wird 2017 unter Laschet Verkehrsminister. Zuvor hatte er Nebenjobs in einer Lobbyagentur und als Geschäftsführer des nordrhein-westfälischen Landesverbands der Deutschen Zeitungsverleger. Präsident des Bundesverbands ist übrigens Mathias Döpfner. Der Mann ist gut vernetzt.

Sponsoring-Affäre: Absturz einer Nachwuchshoffnung | ZEIT ONLINE

Code Brown – Proktologen am Limit

 


Es ist später Abend und der Assman geht mit seinem Hund im Park von Bad Nirgendwo spazieren. Huldreich von Wittelsbach, ein reinrassiger Weimaraner, bleibt plötzlich stehen. Er hat Witterung aufgenommen. Tatsächlich, in etwa hundert Metern Entfernung liegt ein junger Mann auf der Parkbank. Vermutlich ist er aus dem Wirtshaus gekommen und hat den Heimweg nicht mehr geschafft.

Als der Assman noch überlegt, den jungen Mann zu wecken, um ihn vor einer nächtlichen Verkühlung zu bewahren, schleicht sich ein anderer Mann heran. Er hat wirres Haar und trägt Siebziger-Jahre-Klamotten: Schlaghosen, ein psychedelisch gemustertes Hemd und Plateauschuhe. Jeder kennt ihn. Es ist Daddy Cool, bürgerlicher Name Leopold Sperling. Ein Intimchirurg aus Braunschweig, der wegen einer verpfuschten Schamlippenkorrektur seine Zulassung verloren hat.

Er drückt dem Schlafenden einen Lappen auf Mund und Nase, offensichtlich mit Chloroform getränkt. Dann wirft er sich das Opfer über die Schulter und schleicht davon. Assman beschließt, ihm zu folgen. Hier werden gerade schwere Straftaten begangen, denkt er. Seinem Hund erklärt er, er möge den Heimweg allein antreten. Das wohlerzogene Tier nickt und trabt brav davon, während der Assman die Verfolgung aufnimmt.

Daddy Cool verlässt den Park und geht durch ein paar Straßen auf den Wald zu. Eine Viertelstunde später erreichen sie eine Lichtung. Hier steht ein Schloss, von dem der Assman bisher nichts wusste. Der ruchlose Intimchirurg geht zum Vordereingang und klingelt. Der Assman beobachtet aus seiner sicheren Deckung, wie ihm die Tür geöffnet wird und er im Gebäude verschwindet.

Assman schleicht sich um das Schloss herum und betritt auf der Rückseite die Veranda. Durch ein mannshohes Fenster kann er in einen hellerleuchteten Saal blicken. Er sieht, wie Daddy Cool den bewusstlosen jungen Mann hereinträgt. Im Raum sind noch ein alter Mann mit Rollator und eine Frau. Sie trägt ein blutrotes Kleid und um ihren Hals züngelt eine schwarze Mamba. Das ist Lady Doom, die sinistere Todesfürstin aus Gummersbach. Er kennt sie aus der Super-Illu, dem offiziellen Fachorgan für alle Superhelden. Offensichtlich hat sie den Intimchirurgen verhext, um ihn zu einem willigen Werkzeug ihres abscheulichen Plans zu machen.  

„Ich erkläre Ihnen noch einmal den Vorgang“, sagt Lady Doom zu dem alten Mann. „Ich werde Sie und den jungen Mann jetzt an den Zerebralmanipulator anschließen, eine Maschine, die ich selbst entwickelt habe. Im Großhirn Ihres neuen Körpers werden alle Informationen, alle Erinnerungen und Gedanken, gelöscht. Dann werden wir Ihr Bewusstsein übertragen. Es ist, als ob meine eine leere Festplatte mit neuen Inhalten überspielen würde. Das Kleinhirn bleibt unangetastet, so dass alle motorischen Fähigkeiten erhalten bleiben. Sobald die finanzielle Transaktion abgeschlossen ist, können wir anfangen.“

Der alte Mann holt sein Handy aus der Hosentasche, tippt auf eine Taste und sagt „Code Brown“.

Der Assman hat genug gehört. Mit einem Supertritt öffnet er die Terrassentür, die krachend auseinanderfliegt. Er wirbelt die kreischende Lady Doom über seinem Kopf im Kreis und zerschmettert das garstige Luder an der Wand über dem Kamin. Dann schlägt er den Zerebralmanipulator in tausend Stücke und verpasst Daddy Cool noch eine Kopfnuss, so dass der Hexenzauber von ihm abfällt.

Am nächsten Tag sitzt der junge Mann, nennen wir ihn Schlucky Luke, schon wieder mopsfidel am Tresen der Lazy Monkey Bar, während der moribunde Millionär seinem Tod entgegendämmert.

P.S.: Wo ist bei diesem Abenteuer eigentlich Vaginette? Sie kann leider nicht dabei sein, weil sie gerade ihre Tage hat. Besuch aus Rothenburg, Sie verstehen?

Verpassen Sie auf keinen Fall die nächste Folge „Das schwarze Loch zwischen zwei prallen Planeten“. In jeder guten Bahnhofsbuchhandlung!

Boney M. - Daddy Cool - YouTube




Mittwoch, 27. Oktober 2021

Für die Ewigkeit

 


Solche Momente des Glücks erlebt man als Fan nicht oft. Die Bayern, die Titel wie Briefmarken sammeln, werden es übermorgen vergessen haben. Ich erinnere mich noch Jahrzehnte an so einen denkwürdigen Abend.

Assman & Vaginette – Zwei Löcher für ein Halleluja

 

„Warum bist du eigentlich Proktologe geworden?“

„Es ist eine schreckliche Geschichte. Ich habe sie noch nie jemandem erzählt.“

„Ich verstehe.“

Assman und Vaginette schweigen eine Weile, während sie am Analkanal im Westerwald spazieren gehen. Die Sonne scheint und die Vögel zwitschern.

Assman sieht Vaginette tief in die Augen.

„Aber für dich mache ich eine Ausnahme. Als Kind habe ich erlebt, wie meine Eltern kurz hintereinander an Darmkrebs gestorben sind, weil sie sich als Verschwörungsideologen geweigert hatten, eine Darmspiegelung zu machen. Deswegen habe ich mir damals vorgenommen, Proktologe zu werden.“

Assman arbeitet derzeit am neuen Enddarmzentrum in Sulzbach. Irgendwo zwischen Metropolis und Gotham City. Ein kleines Dorf, in dem die Menschen in Frieden und Harmonie leben. Im Klinikorchester spielt er das Endoskop. Menschen, die den Begriff Neurogastroenterologie nicht fehlerfrei aussprechen und präzise erklären können, nimmt er gar nicht ernst.

Plötzlich hören sie einen fürchterlichen Lärm. Ein riesiges Raumschiff landet auf einer Wiese ganz in ihrer Nähe. Eine Luke öffnet sich und ein furchterregender Mann in einer goldenen Rüstung tritt ins Freie.

„Ich bin Xandor vom Planeten Kardashia Prime“, ruft er. „Ich will meinen Vater rächen, der einst von Superman getötet wurde. Mein Plan: Unterdrückung und Gewaltherrschaft, Sklaverei und ein Billiglohnsektor. Dazu habe ich eine Armee von Paradämonen mitgebracht, die sogenannten Blutmulacken, die man auf keinen Fall nach Mitternacht mit Menschenhirn füttern darf.“

„Ich bin Assman. Mit meinen Superheldenkräften werde ich dich aufhalten.“

„Der Worte sind genug gewechselt. Lass uns um das Schicksal der Menschheit kämpfen.“

Xandor hebt seinen gigantischen Hammer, der aus einem einzigen Diamanten vom Planeten Vegas geschliffen wurde. Ein fürchterlicher Schlag, der Assman knapp verfehlt. Assman erhebt sich in die Lüfte und setzt seine tödlichen Blähungen ein. Für einen Augenblick ist Xandor geblendet und ringt um Atem. Der Assman geht in den Nahkampf über und tritt seinen Gegner in den Unterleib.

Hinter Xandor verlässt eine Horde Blutmulacken das Raumschiff. Aber Vaginette gelingt es, die gefährlichen Paradämonen mit einer Spur aus Menschenhirn in ein Wurmloch zu locken und sie verschwinden in eine andere Dimension. Dafür muss allerdings die gesamte CDU geopfert werden.

Als sie zum Schauplatz des Kampfs zurückkehrt, hat der Assman schon in einer unnachahmlichen Geste des Triumphs seinen Stiefel auf die Brust des außerirdischen Bösewichts gestellt. Er macht ein Selfie nach dem anderen. Sein Gegner ist besiegt, die Erde ist gerettet. Proktos, in der griechischen Mythologie der Gott der Ärsche, ist immer auf der Seite der Guten.

In einer Post-Credit-Szene sehen wir, wie Xandors kleiner Finger zuckt. Der Kampf ist noch nicht vorbei, Freunde!

Lesen Sie nächste Woche: Assman vs. die Tentakel der Killerhämorrhoiden. Oder so.

Jamiroquai - Cosmic Girl (Video) - YouTube

Xandors Raumschiff, die Interstellar Bitch.

 

Dienstag, 26. Oktober 2021

Assman


In Sulzbach im Loch ist die Welt noch in Ordnung. Hier tragen ältere Damen kokette Hütchen und in den Restaurants serviert man das Essen auf dem Boden, um auf die einwandfreien Hygienebedingungen vor Ort hinzuweisen. Bedauerlicherweise spielt die Geschichte jedoch nicht in Sulzbach, sondern in Berlin, dem Neapel an der Spree. Venezuela ist nicht weit. Geistig, moralisch, verwaltungstechnisch. Dies sind die wunderbaren Abenteuer eines Proktologen, der Superkräfte entwickelt hat: Assman.

Es ist Mitternacht und wir befinden uns in den Gedärmen der Stadt. Im Abwasserkanal steht ein einsamer Held. Groß, muskulös, gutaussehend. Er trägt ein dunkelbraunes Cape über einem hellbraunen Bodysuit. Auf seiner Brust prangt ein blutrotes A. Jeder in der Stadt kennt ihn. Er greift tief in die Geschicke der gescheiterten Metropole ein. Er fistet die Bösen und er heilt die Guten. Hinter der Eisentür, vor der Assman in diesem Augenblick steht, befindet sich der Finsterste der Finsteren.

Dr. Prostata hat in seinem Labor tief unter der Stadt ein Serum entwickelt, das ihm übermenschliche Fähigkeiten verleiht, ihn jedoch gleichzeitig total aggressiv und komplett wahnsinnig macht. Er trägt einen weißen Arztkittel, der zugleich kugelsicher und hochgiftig ist. Er will die Baupläne für eine Monsterkillerdrohne stehlen, die gerade von der Black Forrest Corp. entwickelt wird. Damit will er die Weltherrschaft an sich reißen. Er hat Korbidian Paschulke entführt, den Eigentümer des Rüstungskonzerns.

„Hilfe“, hört Assman das gefesselte Opfer rufen. „Zu Hilfe! Warum hört mich denn keiner?“

Aber schon hat unser Held mit einem Endoskop die Tür geöffnet und tritt ein. Dr. Prostata dreht sich zu ihm um. Ein wütender Schrei. Dann wirft er ein Reagenzglas auf den Boden und das ganze Labor füllt sich blitzschnell mit dichtem Qualm.

Während sich Assman hustend zurückziehen muss und seine Gasmaske aus dem Instrumentenköfferchen holt, flieht Dr. Prostata mit Paschulke durch einen Geheimgang, der sich hinter dem Laborschrank verbirgt.

Assman rennt ihm hinterher, aber als er an der Oberfläche ist, kann er nur noch zusehen, wie der verdorbene Erzschurke mit seinem Opfer in einen Hubschrauber steigt und davonfliegt. Was der elende Schuft, der noch nicht mal richtig promoviert hat, nicht weiß: der Assman kann fliegen. Allerdings nur mit bis zu 130 km/h, weil er die Grünen gewählt hat.

Auf dem Teufelsberg im Grunewald kommt es zum Showdown. Dr. Prostata steht hinter Paschulke und hält ihm eine Strahlenpistole an den Kopf. Wenn doch jetzt Darm-Boy hier wäre, der Gehilfe von Assman! Aber leider liegt der Darm-Boy mit Durchfall zuhause im Bett.

„Gib auf, Dr. Prostata!“

„Noch einen Schritt näher und Paschulke ist ein Haufen Asche!“

Aber da kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel eine Superheldin angeschossen, die niemand auf der Rechnung hatte. Oha! Es ist Vaginette, die ein rosa Cape und einen schwarzen Bodysuit trägt. Sie kickt dem Unhold bei ihrer Landung gegen den Kopf. Während er stürzt, hat sie ihm schon die Waffe aus der Hand geschlagen. Jetzt steckt Dr. Prostata bis zum Hals in der Scheiße. Bravo, Vaginette! Du und Assman seid ein unschlagbares Duo.

Freuen Sie sich auf weitere Abenteuer von Assman & Vaginette!  

Sounds Like a Melody (Special Long Version) (2019 Remaster) - YouTube

Dr. Prostata.

Montag, 25. Oktober 2021

Bonetti Media, die letzte Bastion des journalistischen Anstands

 

Blogstuff 638

„Das Werk eines Meisters riecht nicht nach Schweiß, verrät keine Anstrengung und ist von Anfang an fertig.“ (James McNeill Whistler)

Helmut Kohl war 5869 Tage Bundeskanzler. Um ihn zu überholen, müsste Angela Merkel bis 17. Dezember im Amt bleiben. Scholz plant seinen Amtsantritt in der zweiten Dezemberwoche. Das wird spannend!

In Marktl, dem Geburtsort von Wir-sind-Papst-Ratzinger, gibt es eine Metzgerei, die mit einem „Wursttaxi“ im Umkreis von 15 km ausliefert. In Deutschland ist nicht alles schlecht.

Am Gymnasium hatten wir im Religionsunterricht ein Lehrbuch, das den Titel „Anpassung oder Wagnis“ trug. Wir haben uns inzwischen alle angepasst.

Der Religionslehrer hat übrigens mal einen Ghettoblaster mitgebracht und uns „By the rivers of Babylon“ von Boney M. vorgespielt. Wir haben anhand des Textes Zeile für Zeile den Auszug der Juden aus der Gefangenschatz durchgenommen. Das waren die „coolen“ Siebziger.

Hätten Sie’s gewusst? Nazis machen Runenyoga. Kein Witz.

In Deutschland benutzt man ein Bolzenschussgerät, um einen Stier zu töten, in Spanien sterben sie in einem fairen Zweikampf mit einem Torero. Warum verbindet Tönnies nicht die Show mit dem Geschäft? Stierkampf bei BILD-TV. Ich wäre dabei.

„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ Steht schon im Matthäus-Evangelium. Also stellt euch nicht so an, ihr Paketboten und Kellnerinnen!

Ich bin in einem Streichelzoo, in dem es nicht nur Ziegen und Katzen gibt, sondern auch Otter und Seehunde. Nachdem ich genug Tiere gestreichelt habe, gehe ich zur Bushaltestellte, um nach Hause zu fahren. Aber der Bus fährt nicht. Ich frage eine Frau, wie ich zum Bahnhof komme. Freundlicherweise bringt sie mich hin, sie hat den gleichen Weg. Am Bahnhof fragt sie mich, wohin die Reise gehen soll. Ich sage: Hunsrück, und sie holt ein Gerät raus, das mir die Fahrkarte druckt. Sie verlangt 170 Euro. Das ist viel zu viel für die Strecke. Außerdem habe ich eine Bahncard, das hat sie nicht berücksichtigt. Jetzt steht plötzlich ihr Komplize neben ihr und verlangt das Geld. Die wollen mich abzocken! Also laufe ich weg. Auf der Flucht komme ich an einer Expressrolltreppe zu den Gleisen vorbei. Ich springe auf, aber die wilde Fahrt endet in einer automatischen Waschstraße, wo ich mit Wasser besprüht werde und riesigen Bürsten ausweichen muss. Ich rufe um Hilfe, aber keiner hört mich. Am Ende lande ich in einem Zimmer, wo schon andere pudelnasse Passagiere warten. Einer wird gerade von einem Mann mit russischem Akzent angebrüllt: „Das kostet dich zehn Monate Wodka oder du kommst in den Knast.“ Ich renne weg, aber der Russe fängt mich und hält mich fest. Ich versuche, ihm in die Nase zu beißen, aber er gibt mir eine Kopfnuss. Dann wache ich auf.

china crisis - wishful thinking - YouTube



 

Sonntag, 24. Oktober 2021

Muttis erstes Denkmal

 



Tempel Museum Etsdorf: Reiterstandbild Angela Merkel (tempel-museum.de)

Bilderwelten, Weltbilder 94

 












Neulich in Bonetti’s Poesiestüberl

 

Von Bonetti, uns’rem Helden

Gibt es Neues zu vermelden

Denn der edle Dichterknabe

Ist im Besitz der großen Gabe

Nicht nur Abenteuer zu erleben

Sondern auch den Text zu weben

Setzt Euch, Kinder, gebt fein acht

Er hat uns etwas mitgebracht

Und er führte uns sogleich

In sein schönes Märchenreich

Wo es Teufel gibt und Elfen

Die den guten Menschen helfen

Doch der kühne Bloggerjunge

Wanderte in heit’rem Schwunge

Vorbei an Räubern, Rittern, Wachen

In die Höhle eines Drachen

Wo Gefahr droht und zum Schluss

Gibt’s den Schatz und einen Kuss

Lange schallt’s im Walde noch

Bonetti Media lebe hoch

Samstag, 23. Oktober 2021

Der Leberwurstesser

 

Blogstuff 637

„Ein geistreicher Mensch wäre oft recht in Verlegenheit ohne die Gesellschaft der Dummköpfe.“ (François de la Rochefoucauld)

Einmal in einem offenen Sarg die Rennrodelbahn in Oberhof runterbrettern.

Wann wird die erste Nachrichtensendung oder Quizshow von einem Menschen im Rollstuhl moderiert?

Wird Bayern nach der Landtagswahl 2023 von einer Ampelkoalition regiert?

Mein Vorname ist hebräisch und bedeutet „Geschenk Gottes“. Ein Fall von kultureller Aneignung? Der biblische Matthias war übrigens ein Schriftgelehrter wie ich und sein Sarkophag steht in Trier – nicht weit von Schweppenhausen entfernt.

Wenn es mit der Inflation so weitergeht, schenken wir uns zu Weihnachten Gemüse und volle Benzinkanister.

Die neue Knödel-Werbung kommt mir irgendwie bekannt vor. „Das ist nicht lustig.“ Und dann alle im Chor: „Aber Pfanni“. Schlechte Dialoge kann ich.

Bonettis Aufstieg: wie ein Föhn aus der Asche.

Wer ist am Untergang des römischen Imperiums schuld? Die alten Römer. Wer hat uns aktuell in die Scheiße geritten? Die Rentner.

Ich habe vier Semester Faustrecht in Neukölln studiert.

Traum: Ich sitze mit einer schönen Frau in einem Frühstückscafé. Gerade als mein Rührei mit Käse und Tomaten serviert wird, sagt sie zu mir: „Es ist acht Uhr. Du musst aufstehen.“ Tatsächlich wache ich auf und es ist Punkt acht.

Das letzte Refugium des Mannes: Mit der Pumpgun auf Pandajagd gehen.

Hätten Sie’s gewusst? Nicht nur die Autobahnen, auch die Jogginghosen von Adidas haben Seitenstreifen.

Wenn es eine Dreier-Koalition gibt, müssen wir uns in den nächsten Jahren auf folgende Wortspiele einstellen: die drei Fragezeichen (jeweils ergänzen: Die drei ??? und das Klima, Die drei ??? und die Schuldenbremse usw.), die drei Musketiere, drei Damen vom Grill, die Drei von der Tankstelle (aus der schnell die Zankstelle wird), drei Haselnüsse für Aschenbrödel (aka Aschenblödel Scholz), aller schlechten Dinge sind drei (bei Koalitionsstreit).

Hey, hey, Mister Blue

Ich geb‘ es nicht gerne zu

Manchmal wär‘ ich gern wie du

Schubidu dab dudidu

Under Your Spell - Desire (Drive) - YouTube

 Orient-Express 1883

Freitag, 22. Oktober 2021

Wachstum ist gut


Es ist Ende Oktober und die Rosen blühen nochmal. Verrückte Welt.







Die Villa Bonetti wird von Pflanzen in gefährlichen Ampelfarben überwuchert.



Nebel des Grauens

 


Ich gehe gerade in ein bayrisches Wirtshaus, als dieser seltsame Nebel kommt. Wie in der Geschichte von Stephen King, deren Verfilmung ich neulich gesehen habe. Im Nebel sind nämlich Monster, fürchterliche und mörderische Kreaturen, deswegen müssen wir jetzt ganz lange im Wirtshaus bleiben. Zum Glück haben die Monster die Glastür nicht aufgekriegt, weil die nämlich abgeschlossen ist.

Wir haben dann zur Beruhigung erst mal eine doppelte Portion Weißwürste gegessen. Danach haben wir mit zwei Maß Bier nachgespült. Was für ein Horror! Wir werden hierbleiben müssen. Aber was wird mit unseren Familien? Wie lange können wir durchhalten? Der Wirt sagt, er habe noch zweihundert Liter Bier in seinen Fässern, dazu kommt das Flaschenbier. Obstler, Whisky, Gin. Aber wir sind vierundzwanzig Männer, die sich vor der Alien-Invasion in dieses Gasthaus retten konnten. Selbst wenn wir das Bier rationieren, reicht es höchstens für drei Tage.

Ein Gast glaubt nicht an die Bedrohung und will vom Bäcker auf der anderen Straßenseite frische Brezel holen. Er verschwindet im Nebel. Lange hören wir nichts, dann gellen seine Todesschreie durch das Dorf. Keine Brezel, kein Ludwig Huber, keine Hoffnung. Wir sind in der Hölle gelandet, Gott straft uns für unsere Sünden, aber der Schweinebraten hält uns die nächsten Tage am Leben.

Ich weiß nicht, warum ich mir dessen so sicher bin, aber wenn wir demnächst nüchtern und hungrig sind, werden uns die Aliens überwältigen. Prost!

Supermode - Tell Me Why (Original Mix) - YouTube

 



Donnerstag, 21. Oktober 2021

Das Zeitalter der Herrenkosmetik und des Frauenfußballs

 

Blogstuff 636

„Rom kann nur herrschen, wenn die Welt dumm ist.“ (Papst Alexander VI.)

Allen Texten wohnt ein Anfang inne.

Der Sozialist will diskutieren, der Kapitalist will Golf spielen.

Auf das reaktionäre Sprachrohr des herrschenden Konzernimperialismus, vulgo Springer, ist immer noch Verlass. Steuererhöhung! Manager in Panik! Die Hunnen kommen!

Insolvenz des Flughafens Hahn / Hunsrück: „Dein Muddakonzern ist pleite!“

Stechschritt für Stechschritt bewegt sich die AfD in Richtung Nationalsozialismus.

Lieber Rezo, wir Intellektuellen bevorzugen den Begriff „Dekonstruktion“ gegenüber dem Begriff „Zerstörung“. Denk mal drüber nach.

In der Medienlandschaft sitze ich unter dem Baum der Erkenntnis am Informationsfluss und warte auf den Kuss der Muse. Mehr Bildsprache war nie.

Um wieder junge Leute in ihre Organisation zu locken, plant die katholische Kirche jetzt am Samstagabend eine „Christothek“ in ihren sogenannten Gotteshäusern.

Was wurde eigentlich aus dem Schlagersänger Christian Anders? Er hat in Wuppertal ein Reisebüro eröffnet und wirbt mit dem Slogan „Anders Reisen mit Anders-Reisen“. Ziemlich clever.

Es gibt nicht nur im Fußball Standardsituationen.

Der ewige Fernsehdreiklang Glotz Motz Kotz. Wäre auch ein schöner Name für eine Anwaltskanzlei.

Sonnabendabendfieber klingt nicht ganz so gut wie Saturday Night Fever.

In der ZEIT heißt es in einem Reklametext: „Die Sehnsuchtslandschaft des Oberen Mittelrheintals“. Ich wusste gar nicht, wie schön meine Heimat ist.

Klimawandel, positiv betrachtet: Eskimos unter Kokospalmen.

Ich bin in den letzten zwanzig Jahren sicher nicht dünner geworden, aber es gibt ein Kleidungsstück, das mir immer noch passt: mein Schal.

Hunsrück-Dialog:

A: Was machst du morgen?

B: Nichts.

A: Was machst du übermorgen?

B: Nichts.

A: Was machst du am Wochenende?

B: Nichts.

P.S.: Aufgrund der Präsenz von rechtsradikalen Verlagen und Autoren wird Andy Bonetti nicht im Rahmen der Frankfurter Buchmesse auftreten. Dazu gehören auch der BILD-TV-Buchmessen-Stammtisch und Die große SAT 1-Büchershow.

Wham - club tropicana - YouTube

Markus Söder hat übrigens bei Wham! angefangen und ist erst später zur CSU gegangen.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Die Doppelnull

 

Schon als Kind hatte Hauke Moosleitner davon geträumt, Geheimagent zu werden. Ein Leben wie James Bond, voller Abenteuer und Gefahren, hemmungsloser Sex im Dienst fürs Vaterland, wilde Verfolgungsjagden und Zweikämpfe auf Leben und Tod. Das ganze Programm.

Als er sich mit 30, nach zehn verlorenen Jahren in der Buchhaltung eines Autozulieferers, der sich auf Türgriffe spezialisiert hatte, endlich beim BND bewarb, wäre es um ein Haar zu spät gewesen. Er fiel durch den Fitnesstest, was ihn angesichts seiner Adipositas im Endstadium allerdings nicht überraschte, hatte keinerlei Erfahrungen in Nahkampftechniken und mit Waffen, keinen Führerschein und in der Prüfung zum Thema Innen- und Außenpolitik nur drei von hundert möglichen Punkten.

Dennoch wurde er auf Probe eingestellt. Zunächst jedoch ohne Gehalt, bis er sich im Dienst bewähren würde. Er solle in seinem Kiez in Berlin-Wilmersdorf als Beobachter tätig sein, sagte man ihm. Verdächtige Elemente ausfindig machen und alles Ungewöhnliche melden, das ihm auffiel. Er war mehrere Stunden täglich im Einsatz, durchstreifte die Straßen und setzte sich auf Parkbänke, um sich unauffällig die Passanten anzusehen. Da gab es zum Beispiel diesen Araber, der jeden Mittag um zwölf Uhr an der Bundesallee joggte. Seit wann joggen Araber? Um diese ungewöhnliche Uhrzeit? In einem grünen Trainingsanzug? Grün ist die Farbe des Islam. Ein Terrorist? Ein Schläfer?

Jede Woche schrieb er einen ausführlichen Bericht, den er im vereinbarten toten Briefkasten, einem Mülleimer am Viktoria-Luise-Platz, deponierte. Sein Führungsoffizier, Deckname Loriot, würde ihn dort abholen. Zum ersten Mal im Leben war Moosleitner glücklich. 

The Long And Winding Road (2021 Mix) - YouTube

Dienstag, 19. Oktober 2021

Ein längst überfälliges Geständnis

 

Liebe Lesende!

Ich habe lange mit mir gerungen, aber sie haben ein Anrecht auf die Wahrheit. Heute erfahren Sie, wer ich wirklich bin.

Ich bin ein vierzigjähriger Hedgefonds-Manager im Ruhestand. Ich habe die Finanzen diverser kasachischer und ukrainischer Oligarchen betreut. Am Ende hatte ich 120 Briefkastenfirmen auf Jersey, ohne die Insel je betreten zu haben.

Meine Hobbys sind Golf und Gruppensex, letzteres bevorzugt mit drei Frauen. Meine Villa steht nicht in Wichtelbach, sondern im Tessin. In Malibu bin ich der Nachbar von Charlie Sheen. Ich habe Christian Lindner bei einem Investorentreffen persönlich kennengelernt und wähle seither FDP.

Ich möchte, dass Sie es von mir erfahren, bevor es morgen in der New York Times steht. Bleiben Sie dem „Kiezschreiber“ auch weiterhin gewogen.



Bonetti arbeitet an seinem Geständnis.