Montag, 26. Januar 2026

Bonetti stabilisiert sich auf Top-Niveau

 

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„Sehr geehrter Premierminister Carney, mit diesem Schreiben möchte ich Ihnen mitteilen, dass der Friedensrat seine Einladung an Sie, Kanada in den wohl prestigeträchtigsten Rat von Staats- und Regierungschefs aller Zeiten aufzunehmen, zurückzieht.“ (Gouverneur Swamp) 

Hätten Sie’s gewusst? Nine-Eleven war bisher der einzige Anlass, den NATO-Bündnisfall nach Artikel 5 auszurufen. Die Verbündeten folgten der USA in ein sinnloses Afghanistan-Abenteuer, obwohl die Terroristen nicht von dort kamen und sich auch dort nicht versteckten. In 77 Jahren hat also nur die USA die NATO gebraucht, umgekehrt gab es keinen einzigen Fall. Aber für Trump sind alle anderen Mitglieder nur schutzbedürftige Vasallen und Trittbrettfahrer, er verhöhnt ihren Einsatz und ihre Toten. Wie irre wird es noch?

Die Berliner Politik hat ein generelles Problem: Die Parteien finden keine guten Leute. Früher waren Lichtgestalten wie Willy Brandt und Richard von Weizsäcker Bürgermeister. Wer hat die Stadt in diesem Jahrhundert regiert? Partyluder Wowereit, der Schlafwagenschaffner Müller, das dicke Mädchen mit der Puppenstimme Giffey und jetzt Wimbledon-Wegner. Was steht uns noch bevor? Florian Silbereisen?

Samstagvormittag im Supermarkt. Ich bevorrate mich für die nächsten Tage, um das Haus bei dieser Kälte möglichst selten verlassen zu müssen. Ich lege drei Flaschen Rotwein in meinen Korb (schwere Sachen immer nach unten), bevor es weiter in Richtung Süßigkeiten und Chips geht. Etwa zwei Meter neben mir stehen zwei Frauen in meinem Alter und die eine sagt leise zur anderen (aber nicht leise genug): „Man sieht es ihm schon an.“

Bei der Kieferchirurgin. Zwei Weisheitszähne sollen gezogen werden. Mental fühle ich mich fit, keine Angstzustände, nichts, obwohl mir zuletzt in ferner Kindheit ein Zahn gezogen wurde. Aber der Körper macht nicht mit, Kreislaufschwäche, leichtes Schwindelgefühl, es juckt mich an verschiedenen Stellen. Als ich ins Behandlungszimmer wanke, baut mir die Ärztin eine letzte goldene Brücke, in dem sie betont beiläufig fragt, ob wir die Zähne an diesem Tag ziehen sollen. Meine Chance zur Flucht. Einfach nein sagen und dann: Lauf, Forrest, lauf. Ich bleibe und in fünf Minuten sind die Zähne draußen. Als ich das Behandlungszimmer verlasse, kann ich vor Kraft kaum laufen. Glückshormone durchfluten meinen Körper. Ich beschließe, jedem zu erzählen, dass ich keine Betäubung gebraucht hätte. Wie echte Kerle, Winnetou nix dagegen. In Wirklichkeit habe ich zum Abschied einen roten Luftballon und einen Stoffteddy bekommen, die Tapferkeitsmedaillen des modernen Manns.  

Ich erinnere mich auf dem Weg nach Hause an ein MRT vor einigen Jahren. Ich liege in der Röhre, meine breiten Schultern passen kaum hinein und meine Nase ist nur zwei Zentimeter von der Decke entfernt. In jedem Sarg hätte ich bequemer gelegen. In der Hand halte ich einen Buzzer mit einem roten Knopf, den ich drücken soll, wenn ich Platzangst bekomme. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich diesen Knopf gedrückt habe. Als ich endlich draußen bin, renne ich aus der Praxis und die Treppe hinunter, als sei der Teufel hinter mir her.




 

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