Sonntag, 28. Februar 2021

Bonetti’s Delight

 

Heiß, heiß, Baby

Heiß, heiß, Baby

 

Haltet alle das Maul und hört mir zu

Das ist Bonetti mit seiner Crew

Hier fliegen keine Löcher aus’m Käse

Denn wir sind das konzentrierte Böse

 

Jeder Reim ist eine tödliche Kugel

Findet dich schneller als motherfuckin‘ Google

No way! Kein Ende des Tanzes ist in Sicht

Wenn es dunkel wird, sind wir dein letztes Licht

 

Wir schlagen in deinem Hirn ein wie LSD

Wie eine Riesenbong und reiner Schnee

Du hattest Zweifel und warst ganz unten

Endlich sind alle Probleme verschwunden

 

Dieser Rap trifft genau dein Bull’s Eye

An diesem Rap kommt keiner vorbei

Auf dich wartet eine ganze Galaxie

Kauf diesen Song und tanz wie nie

 

Heiß, heiß, Baby

Heiß, heiß, Baby


Stinkstevel on Twitter: "Wenn ich Ihre Aufmerksamkeit kurz auf diesen jungen Herren richten dürfte: https://t.co/1SEHFjIShF" / Twitter

Samstag, 27. Februar 2021

Das Meer gibt keinen von uns zurück

 Blogstuff 565

„Einer alten Legende zufolge nehmen wir, wenn wir sterben, den Traum mit uns, der zuletzt in unserem Herzen war. Und in diesem Traum leben wir dann in alle Ewigkeit.“ (Ben Hecht: 1001 Nachmittage in New York)

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Demokratie den Klassengegensatz sozialstaatlich befriedet. Durch den Ausbau des Arbeitslosgengeldes, der Sozialhilfe, der Rente, der Krankenkassen, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall usw. wurde das Bewusstsein, zur Arbeiterklasse zu gehören, ausgelöscht. Jeder hatte Kündigungsschutz, bekam bezahlten Urlaub und war krankenversichert. Nach dem Ende des Kommunismus in Europa 1990 drehten sich die Vorzeichen um, die Kapitalfraktion ging in die Offensive. Wieder wurde durch die gewählten Regierungen der Klassengegensatz befriedet. Aber diesmal durch Abbau des Sozialstaats, Senkung von Spitzensteuersätzen, Privatisierung von Volkseigentum (Energieversorgung, Telekommunikation, Post, Wohnungen usw.) und die Sozialisierung von Verlusten im Krisenfall (Bankenkrise, Pandemie).

Unsere Sprache ist nicht nur schön und wohlklingend, sondern auch äußerst elegant: Planfeststellungsverfahren, Doppelhaushälfte, Übergangsjacke, Hab-Seligkeit, Warentrenner, Bäckereifachverkäuferin, Pflanzenschutzanwendungsverordnung, Umschaltspiel, Zufriedenheitsgarantie, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, Herrenausstatter. Und natürlich Personenvereinzelungsanlage für Drehkreuz.

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien wie Internet und Smartphone, von deren sozialem Organisationspotential die erste Generation von Nutzern einst geschwärmt hat, hat sein Vereinzelungspotential gezeigt. Je häufiger und je länger man die Meinungsmoleküle auf Twitter oder die egozentrischen Bildstrecken auf Instagram konsumiert, desto einsamer wird man.

„Also, auf den Schwanthaler Rudi lass ich nix kommen. Der ist schon in Ordnung und wenn er am Samstagabend im Wirtshaus seine Gedichte vorliest, ist immer eine Mordsgaudi. So manche Grantler im Dorf nennen ihn einen pummeligen Faulpelz oder einen mopsgesichtigen Nichtsnutz, aber der Rudi ist für mich ein Pfundskerl. Oft sind seine Sachen erst eine Stunde alt. Er hat sie auf Bierdeckel oder die Rückseite eines Kassenbons geschrieben, auf Zeitungsränder oder kleine Notizzettel, die er aus seinen Jacken- und Hosentaschen zieht. Eins hab ich noch irgendwo, sagt er dann immer, und die Leute lachen, weil sie wissen, dass er immer noch ein paar Reime auf Lager hat. So ist er halt, der Schwanthaler Rudi.“

Jan Böhmermanns investigativer Journalismus hat mit einer Quote von 18,6 Prozent (19. Februar) mit der Heute-Show gleichgezogen. Das öde Magazin „aspekte“, das er von seinem Sendeplatz verdrängt hat, kam noch nicht einmal auf ein Drittel der Zuschauer von „ZDF Magazin Royale“.

Menüvorschlag der Woche: Oktopusgröstl an Kastanienrisotto in Salbeisugo.

1945 HITS ARCHIVE: Who Threw The Whiskey In The Well? - Lucky Millinder (Wynonie Harris, vocal) - YouTube

Donnerstag, 25. Februar 2021

Sieben auf einen Streich

 

Es lohnt sich, im „Superwahljahr“ 2021 mal wieder auf die Tatsache hinzuweisen, dass es in unserem politischen System namens Demokratie strukturell nicht angelegt ist, das ökonomische System namens Kapitalismus zu ändern. Im Gegenteil ist die Demokratie der Burgwall, der die gesellschaftlichen Kräfte der Kritik am Kapitalismus absorbieren und umlenken soll. Nur demokratisch gewählte Parteipolitiker haben die theoretische Möglichkeit, das System zu verändern.

Alle anderen Formen wie Demonstrationen oder Petitionen besitzen nicht die Legitimation, die das Parlament besitzt. Daher sind sie regelmäßig zum Scheitern verurteilt. Daran ändert auch eine huldvoll gewährte Audienz für die klimabewegte Jugend bei Kanzlerin Merkel nichts. Wandelt sich eine kritische soziale Bewegung in eine Partei, wird sie Teil des Verteidigungssystems, das der Konzernkapitalismus zum Schutz seiner Interessen entwickelt hat, wie die Grünen eindrucksvoll beweisen.

Es ist auch müßig, auf die Erfahrungen von Weimar hinzuweisen. Der politisch interessierte Mensch weiß, dass der Kapitalismus seinen Burgwall neu streichen kann: von bunt zu braun. In den Medien wird es bewusst ausgeblendet, erfahrene Politiker sprechen von „marktkonformer Demokratie“, um keine Zweifel aufkommen zu lassen. Faschismus und Diktatur bilden noch immer das Drohpotential der herrschenden Klasse. Insofern kann man die Pandemie und die sie begleitenden Maßnahmen auch als willkommene Möglichkeit eines groß angelegten Manövers betrachten, um die Belastbarkeit der Bevölkerung in dieser Hinsicht zu prüfen. Das Volk gehorcht und ersetzt die wegbrechenden Profite der Konzerne mit Steuergeldern.

Wer persönlich Politik gestalten will, ist gezwungen, sich einer Massenorganisation anzuschließen und die „Ochsentour“ durch die zahllosen Hierarchieebenen einer Partei auf sich zu nehmen. Wer sich mit dem Ausfüllen eines Wahlzettels begnügt, findet ein reichhaltiges Angebot vor, das sich bei näher Betrachtung als uniformes Produkt in unterschiedlichen Verpackungen darstellt. Substanzielle Kritik am Warenfetischismus, an der Zurichtung des Menschen zum geräuschlos funktionierenden Arbeitnehmer und Steuerzahler, an ökonomischer Expansion um jeden Preis und irreversibler Umweltzerstörung ist nicht vorgesehen.

Die AfD als neue Partei ist nichts anderes als der rechte Flügel der Union, der in der Flüchtlingskrise in die Defensive geraten ist, und eine neoliberale Konkurrenzorganisation der FDP, die im Gründungsjahr der AfD, 2013, gerade aus dem Bundestag geflogen war. Den letzten Kritikern des kapitalistischen Systems bleiben die Kleinparteien, die regelmäßig im Burggraben namens Fünf-Prozent-Hürde absaufen. Echte Alternativen sind nicht vorgesehen. Wer sie sucht, bekommt schnell den Eindruck, er müsse sich gegen die gesamte Zivilisation stellen.

Wir haben keine Wahl im Wortsinn. Die Entscheidung, an den Wahlen nicht teilzunehmen, ist nicht nur das Resultat politischer Apathie und Resignation. Sie kann auch Ausdruck einer persönlichen Analyse der Herrschaftsverhältnisse sein. Viel Spaß beim Ausfüllen der Zettel und bei der spannenden Show mit den Hochrechnungen. Ich habe Besseres zu tun.  

The Outfield - Your Love (Official HD Video) - YouTube

 

Mittwoch, 24. Februar 2021

Gratis-Download: Die fünf besten Anlagetipps 2021

 

Blogstuff 564

„Er ist ein Sklave seiner Einfälle. Eine unsichtbare Macht, deren Quelle in ihm oder außerhalb liegen mag, lässt ihm keine Ruhe, bis er noch den letzten Mist, der ihm gerade durchs Hirn geflattert ist, zu Papier gebracht hat.“ (Goethe über Bonetti, in: Superbusen 11/97)

Früher hat man eine Frau kennengelernt, wenn man ihr von einem Baustellengerüst hinterher gepfiffen hat. Wie macht man das heute? Wegen der Maske fallen ja auch viele non-verbale Signale weg, mit Ausnahme des Mittelfingers.

Haben Sie schon mal in völliger Finsternis in Ihrer Badewanne gelegen? Und dann hören Sie drei harte Faustschläge an Ihrer Wohnungstür? Willkommen bei den Short-Plots von Bonetti Media.

Wenn man als dicker Mensch vor dem Fernseher sitzt, kann man die vielen Speckterrassen zur Ablage der Fernbedienung und der Snacks nutzen.

FDR wurde 33 Tage nach Hitlers Vereidigung zum Reichskanzler US-Präsident und starb 18 Tage vor ihm am 12. April 1945.

Bonetti Media, der Stützstrumpf der Demokratie.

TAZ-Schlagzeile: „Schwarzfußindianer wegen Rassismus angezeigt.“

Ich sitze auf der Parkbank und schreie die vorbeilaufenden Jogger an: „Vor wem läufst du eigentlich weg?“

Die Mitarbeiter von Bonetti Media bekommen jeden Morgen das Personal Briefing von der Geschäftsleitung: Arbeite hart, arbeite schnell, arbeite länger. Das macht die DNA des Konzerns aus. Deswegen ist Bonetti Deutschlands Blogger Nr. 1. Wir brauchen keine Gewerkschaft, wir verteilen Aktienoptionen.  

Wenn ich besser Fußball spielen könnte, wäre ich systemrelevant.

Leute, die glauben, mit der Corona-Impfung von Bill Gates gechippt zu werden, vertrauen auch auf Alexa und haben in jedem Zimmer einen Rauchmelder von der NSA.

Wir folgen Reizen wie die Tiere. Nahrung? Wir öffnen als Kind automatisch den Mund. Geld? Wir öffnen als Erwachsene automatisch die Hand. Lob? Erfolg? Wir schwimmen hinterher wie der dämlichste Goldfisch im Aquarium. Dann dürfen wir uns aber auch nicht darüber wundern, dass Politiker uns wie Kinder behandeln.

Wenn Covid-19 vorbei ist, muss Keith Richards Gitarrenunterricht nehmen.

Ich freue mich jede Nacht aufs Einschlafen. Meine Träume sind wesentlich interessanter als mein Leben.

1941 HITS ARCHIVE: The Booglie Wooglie Piggy - Glenn Miller (Tex Beneke & The Modernaires, vocal) - YouTube

 

Dienstag, 23. Februar 2021

Das Essen ist ausgezeichnet

 

Gisela und Hartmut Mörbel sitzen im Chez Pierre, einem Restaurant, das sich seinen Stern im Guide Michelin redlich verdient hat. Das Ehepaar Mörbel hat sich das Abendessen auch redlich verdient. Frau Mörbel hat den ganzen Tag in ihrer Anwaltskanzlei verbracht, Herr Mörbel ist Vorstandsvorsitzender der Mörbel Kieswerke AG.

Als Aperitif wählen sie ein Glas Champagner. Veuve Cliquot. Das ist Frau Mörbels Lieblingsmarke. Der Oberkellner stellt Ihnen das heutige Menü vor. Es klingt ausgezeichnet.

Als Vorspeise gibt es Gänseleberparfait mit karamellisierten Macadamia-Nüssen und getrockneten Aprikosen. Dazu trinken sie einen 2018 Scharzhofberger Riesling Kabinett, perfekt gekühlt und eine vorzügliche Begleitung zu den verschiedenen Aromen, die sich gerade an ihrem Gaumen entfalten.

Ihr Kellner heißt Gojko Zukanovic, aber sie beachten ihn gar nicht. Er ist seit über zehn Jahren in Deutschland und seit zwei Jahren im Chez Pierre. Im Bürgerkrieg in den neunziger Jahren hat er seine Eltern verloren, ein Bruder ist im Kampf gefallen, seine Schwester lebt in London. Nach dem Brexit fürchtet sie, ausgewiesen zu werden.

Als zweiten Gang gibt es Bressehuhn mit gedünsteter Artischocke und schwarzem Trüffel. Dazu ein Glas 2015 Grand Cru “Clos du Vougeot”. In der Küche garniert Hussam al-Sayed aus Syrien gerade einen Nachtisch mit Mandelsplittern. Er ist vor fünf Jahren über die Türkei und Griechenland nach Deutschland geflüchtet. Seine Frau und seine kleine Tochter leben immer noch in einem Flüchtlingslager auf Lesbos. Sie können nur telefonieren.

Die Krönung des Abends ist der Atlantik Hummer mit Imperial Kaviar, Baby Oktopus und Meerkräuter-Salat. Als Getränk serviert ihnen Gojko einen 2008 Jaspis Spätburgunder Alte Reben trocken. Im Nebenraum der Küche macht M’Bamakan Konaté gerade den Abwasch. Er kam vor einem Jahr mit einem Schlauchboot über das Mittelmeer. Seine Frau ist bei der Überfahrt verdurstet. Er schickt jeden Monat Geld an seine Familie in Mali.

Zum Nachtisch gibt es frische Waldbeeren mit Valrhona Schokolade auf Crepes, dazu noch einen 2016 Chevalier-Montrachet Grand Cru. Der libanesische Küchenjunge, dessen Namen wir uns nicht merken müssen, hat die Beeren heute Morgen vom Großmarkt geholt. Die Mörbels sind zufrieden. Das Essen ist ausgezeichnet.

P.S.: Morgen früh kommt die weißrussische Ex-Journalistin Alina Swerewa zum Putzen. Auch sie hätte uns eine Geschichte zu erzählen, wenn wir ihr zuhören würden.

Richard Wagner -Rienzi- Overture - YouTube

Montag, 22. Februar 2021

Zahlen runter, Zahlen rauf – Seuche & Business

 

Blogstuff 563

„Denn die Zukunft ist immer ein Snob gegenüber der Vergangenheit, und schon immer hatte sie ihren Spaß auf Kosten der Naivität von gestern.“ (Ben Hecht: 1001 Nachmittage in New York)

Im Jahr 2071 werden die Menschen verwundert auf die Bilder unserer Gegenwart schauen. Vielleicht werden die älteren unter ihnen sogar so etwas wie sentimentale Rührung empfinden, wenn sie uns betrachten. Unsere altmodische Kleidung, unsere merkwürdigen Frisuren. Die klobigen Automobile, die wir noch von Hand bedienen mussten. Die albernen Reklametafeln. Die Modegeschäfte, wo man doch längst in vollautomatischen Bekleidungszentren, die ein 3-D-Modell unseres Körpers haben, maßgeschneiderte Klamotten bestellen kann, deren Muster und Stoff wir zuhause im Internet ausgesucht haben. Das verkeimte Bargeld, das von Hand zu Hand gewandert ist. Die grotesken Berufe, die man damals hatte. Vielleicht ist nur die Politik gleich geblieben.

Ein Sonntag im Februar. Es sind zwanzig Grad im Schatten und in der Sonne ist es fast schon zu warm, obwohl ich nur ein T-Shirt und Shorts trage. Die Bienen brummen von Blüte zu Blüte und im Garten des Nachbarn spielen die Kinder mit dem Hund. Das muss diese neue Normalität sein, von der alle sprechen.

Ich bin so alt, ich kenne nicht nur Raider, sondern auch den alten Milky Way-Riegel. Erinnerungsflimmern an den Rändern Ihres Monitors. Damals war das einfach ein Mars-Riegel ohne Karamellcreme. 1990 wurde die Rezeptur geändert (Todsünde!) und der Inhalt sah nun weißlich aus. Ich habe ihn probiert. Der Geschmack war einfach nur mies. Kein Vergleich. Damit war ich natürlich draußen.

Es sind immer die Migranten, die sich nicht assimilieren wollen, die den Hass der Rechten auf sich ziehen. Menschen, die ihrer Kultur und ihrer nicht-christlichen Religion treu bleiben möchten. Ferner sind es Menschen, die sich nicht assimilieren können, weil sie keine weiße Haut haben. Polen und Italiener sind darum nie Ziel des rechten Hasses, aber Muslime und Afrikaner. Juden leben seit 1700 Jahren in Mitteleuropa. Sie haben sich nie assimiliert, sind ihrer Religion treu geblieben, öffnen sie auch nicht für Konvertiten, heiraten meist untereinander und wagen es, sich für Gottes auserwähltes Volk zu halten. Sie hat der Hass schon immer in besonderem Maße getroffen. Diese Weigerung, sich unterzuordnen, erträgt der deutsche Herrenmensch nicht.

In den finsteren Winkeln der Psyche, in jenem Morast, den wir euphemistisch als Charakter bezeichnen, wächst der Hass, lange gedüngt durch Enttäuschungen und Demütigungen. Dann bricht er plötzlich hervor, gerne durch ein Erweckungserlebnis in der Gruppe, wo er sich explosionsartig vermehren kann wie ein Virus. Es gibt viele Beispiele in der Geschichte, QAnon und Querdenker sind aktuelle Erscheinungen dieses Phänomens.

The Beta Band - Dry The Rain ( High Audio Quality ) - YouTube

Samstag, 20. Februar 2021

Leck mich am Arsch, Bonetti wird gendersensibel


Blogstuff 562

„Die Einkünfte aus meinen Büchern reichen inzwischen für Kaviar und Champagner. Eines Tages werde ich so weit sein, davon auch meine Wohnung bezahlen zu können.“ (Oscar Wilde)

Es heißt jetzt nicht mehr Aktionär, sondern Person mit Aktienbesitz. Aus den Alkoholikern werden nicht etwa Alkoholiker*innen, sondern Alkoholsüchtige. Aus den Amateuren werden Beginnende. Aus dem Anbieter wird die angebotsmachende Person. Anhänger sind Unterstützende. Der Astronaut ist eine ins Weltall reisende Person. Marxisten müssen jetzt ganz tapfer sein. Die Arbeiterklasse wurde abgeschafft. Es gibt nur noch die arbeitende Klasse. Nächste Woche: das B.

Geschickt gendern – Das Genderwörterbuch

Der aggressive Nihilismus saturierter Senioren, die man für nichts mehr begeistern kann, weil sie alles zu kennen glauben. Für manche Menschen ist der Tod eine Erlösung vom Sein.

Wenn die Natur zu Besuch in der Stadt ist, im Winter beispielsweise in Form von Schnee, wird der Stadtmensch misstrauisch und der Zeitungsmensch noch viel misstrauischer. Droht das Verkehrschaos oder eine Wetterkatastrophe? Wir könnten uns auch einfach über die unschuldige Schönheit, über die in der Sonne leuchtende weiße Pracht freuen. Das kleine Schauspiel vollzieht sich selten genug und ist auch nicht von Dauer. Aber die meisten Menschen ziehen es vor, argwöhnisch aus dem Fenster zu schauen, bevor sie sich wieder ihren Computer-Monitoren, Handy-Displays und Fernsehbildschirmen zuwenden.

Der Trümmerhaufen des Wolkenkratzers war pyramidenförmig und besaß ein kleines Plateau auf der Spitze. Hier saß ein aztekischer Priester und vollführte sein Ritual. Vor der Pyramide stand ein Ägypter und fragte sich, wer hier wohl begraben lag.

Wenn ich auf dem Weg von einem bayrischen Gasthaus nach Hause den Kellner parodiere („Wuist no a Hoibe?“), ist es nicht ausländerfeindlich. Schließlich sind die Bayern ja keine Ausländer. Wenn ich es auf dem Rückweg von einem österreichischen Lokal mache („Mecht der gnädige Herr no an Verlängerten, bittscheen?“), ist es auch nicht weiter schlimm, obwohl der Österreicher ja ein Ausländer ist. Wenn ich es aber auf dem Rückweg von einer Pizzeria mache („Darf ich Ihne bringe no eine Espresso auffe die ’ause?“), bin ich ein Rassist. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, ich käme aus einem koscheren Restaurant.

Ich hau jetzt mal eine knallharte Prognose raus, an die sich 2024 niemand mehr erinnern wird, wenn es soweit ist: Die Republikanische Partei wird Ivanka Trump als Präsidentschaftskandidatin aufstellen.

Querdenker und Corona-Leugner leiden unter dem Märtyrersyndrom. Sie erwarten ihre Internierung in Lager, Zwangsimpfung inklusive Ortungschip und eine menschenfeindliche Diktatur, während das gewöhnliche Leben einfach weitergeht und man ihnen nur mit Gleichgültigkeit, schlimmstenfalls mit Spott begegnet.   

Beloved - YouTube