Montag, 5. Dezember 2016

Es geht uns gut?

„Den Deutschen geht es so gut wie noch nie“ (FAZ, SZ und der ganze Rest). Dämlicher kann man die Gesellschaft nicht beschreiben. Die Deutschen? Schon in einer einzelnen Straße Berlins leben Akademiker mit Klavier und Riesterrente neben Hartz IV-Empfängern, leben Menschen unterschiedlicher Herkunft, Bildung, Einkommen, Alter und Weltbild. Wer Sätze mit „Die Deutschen“ beginnt, dem ist nicht mehr zu helfen. Wahlweise gehen die Beschreibungen schlicht von sich selbst aus, nach dem Motto „Mir geht’s doch gut, also geht es allen gut“ (FAZ-Hank fragt ernsthaft, ob irgendeiner seiner Leser einen „Abgehängten“ persönlich kennt), oder von einem Idealbild, das in die eigene Sicht der Dinge passt. Linke Erweckungsprediger sehen dann nur noch Arme und Ausgebeutete. „Der Deutsche“ existiert nur in der Phantasie und sämtliche Durchschnittswerte, z.B. das durchschnittliche Einkommen oder Vermögen, die ihn beschreiben sollen, sagen nichts über die Lebensverhältnisse der Leute, die man zufällig heute in der Fußgängerzone gesehen hat.Wie geht es uns wirklich? Wer sind wir überhaupt? Medien, Politik und Wissenschaft können uns zu diesen Fragen keine Auskunft geben.

Wenn der Porzellanmann zweimal klingelt

„Das Ei heute ist besser als die Henne morgen.“ (Francois Rabelais)
Ich komme aus der drückenden Hitze in die Halle. In der Mitte sehe ich drei farbige Holzwände, auf dem Boden einen Kaschmirteppich. Kameras, Ventilatoren. Überall sind Kabel verlegt. Ansonsten nur nackter Beton, in den Ecken liegen leere Getränkebüchsen und Papierfetzen.
Ich gehe in den Cateringbereich, wo auf einem Holztisch ein paar Schüsseln mit exotischen Früchten, Reis und Currysoße stehen. Eike sitzt auf einem Barhocker und trinkt seinen Chai aus einem Styroporbecher. Ein kleiner Junge bringt ein neues Tablett mit Tee, die Mitglieder der Filmcrew nehmen sich achtlos einen Becher.
Gegenüber probt eine Gruppe junger Mädchen einen Tanz, der später vor der Kamera aufgeführt werden soll. Der berühmte Regisseur Rupert Singh lässt sich das Gesicht mit Ayurvedaöl massieren.
Eike betrachtet ihn lange und denkt: ‚Man muss schon ein richtig übles Arschloch sein, um Erfolg zu haben. Und dieser Mann hat Erfolg.‘
Dann gehen die Dreharbeiten weiter. In Bollywood, einer kleinen Stadt in der Nähe von Mumbai, wird bis zu 23 Stunden am Tag gearbeitet. Manchmal auch länger. Eike weiß natürlich, dass er als Weißer privilegiert ist. Dunkelhäutige haben in der Filmstadt keine Chance, selbst die Hautfarbe der Superstars wird digital nachbearbeitet. Am Tag verdient man hier eine Million Rupien. Das klingt nach viel Geld, in Wirklichkeit sind es umgerechnet nur fünf Euro.
„Kamera läuft.“ – „Ton läuft.“ – „Schweiß läuft.“ Ein uralter Witz beim indischen Film.
‚Aber was willst du machen?‘ fragte sich Eike. ‚In Amerika wollten sie mein Drehbuch nicht, also bin ich jetzt hier.‘
Es hat auch nur leichte Änderungen am Text gegeben, im Prinzip ist die Story die gleiche geblieben. Eike spielt einen Eierbecher, der in einem indischen Slum aufgewachsen ist. Er nimmt an einem Fernsehquiz teil und kann alle Fragen beantworten. In Rückblenden wird sein Leben gezeigt.
Eike wird von einem Fernsehmoderator, gespielt vom berühmten Bollywood-Star Mortimer Khan, gefragt, in welcher deutschen Stadt das erste Porzellan hergestellt wurde. Er grübelt eine Weile.
„Kleiner Tipp: Was reimt sich auf Scheißen?“ fragt der Moderator lachend.
In der nächsten Szene soll Eike eine indische Teekanne küssen.
„Du musst glücklich aussehen, verdammt!“ schreit der Regisseur. „Noch mal! Alles auf Position!“
Ein Dutzend Mal muss er die Kanne aus einfachem Steingut küssen. Sie hat die Form eines Elefanten, der mit kostbaren Teppichen und Ornamenten geschmückt ist. Der Rüssel hat eine Öffnung, aus der man den Tee einschenken kann.
Eike kommt kaum an die Rüsselöffnung heran. Seine Lebensgefährtin Akuma kann gar nicht hinsehen, traurig steht sie hinter den Kameras und Scheinwerfern im Dunkeln.
Dann ist endlich wieder Drehpause.
„Endlich habe ich dich gefunden, Eike.“
Er sieht mich erwartungsvoll aus seinen kleinen Porzellanaugen an.
„Deine Familie vermisst dich. Sie möchten, dass du nach Hause kommst.“
Fortsetzung folgt.
Stan & Laurel do AC/DC. https://www.youtube.com/watch?v=O7fz779suNM

Sonntag, 4. Dezember 2016

Der achte Zwerg – Schneewittchen Reloaded

„So verschaffte es ihm auch eine besondere Lust, sich inmitten der dunklen und schlafenden Häuser rings als Einziger, der noch wach und auf war, in einem großzügig erleuchteten Zimmer aufzuhalten, eine Art von Lust, der vielleicht auch ein Anflug von Eitelkeit, eine ganz eigene Befriedigung beigemengt war, wie sie Nachtarbeiter empfinden, wenn sie beim Lüpfen der Fenstervorhänge bemerken, dass alles um sie herum erloschen ist, stumm ist, tot ist.“ (Joris-Karl Huysmans: Gegen den Strich)

Leider reichte der Stoff nur für Blogstuff 91.
Der schönste Straßenname in Berlin ist: Sonnenallee.
Haben Sie, unbedeutender Leser, jemals Autogramme gegeben? Ich schon. Wenn ich auch einschränkend hinzufügen muss, dass ich mir zu diesem Zweck einen weißen Paillettenanzug à la Late Elvis, eine Siebziger-Jahre-Sonnenbrille und eine absurd hohe Kunststofffrisur ausleihen musste. Auf der Mainzer Fassenacht, am Wochenende vor dem Rosenmontagsumzug, wenn in der Innenstadt die Bühnen für die Rockbands aufgebaut sind und die Stadt tanzt, war ich eine Nacht lang der King. Diesen Erfolg werde ich als Autor nie erreichen.
Ganz offensichtlich gab es früher im Bereich der Piraterie überdurchschnittlich viele Arbeitsunfälle: Augenklappen, Holzbeine und Eisenhaken als Handersatz sprechen für sich.
Was macht Heinz Pralinski? Er arbeitet seit zehn Jahren halbtags als Dozent an der HEU (Hochschule für erfolgreiche Unternehmensgründung) in BH (Badnau Heim).
Hätten Sie’s gewusst? Vor dem Mauerfall gab es in Ost-Berlin nur zwei U-Bahn-Linien. Die heutige U 5 vom Alex nach Hönow und die heutige U 2 von Pankow zur Otto-Grotewohl-Straße (inzwischen in Mohrenstraße umbenannt).
Der Atem der Stadt riecht nach Schweiß und billigem Parfüm, Diesel und Fritteuse.
Wolfgang „Doppelskalp“ Bosbach verlässt im kommenden Jahr den Bundestag, um sich ganz auf seine Auftritte in Talkshows zu konzentrieren.
Versteckte christliche Botschaften im Fernsehen? „Sie kommt aus Halle: Julia.“
Wenn du nicht mehr den Unterschied zwischen einem Punkt und einem Schmutzpartikel auf dem Monitor erkennst, solltest du selbigen einer Reinigung unterziehen.
Ich habe bei Menschen in gehobenen Positionen zwei unterschiedliche Umgangsformen mit Zeit erlebt. Die einen dokumentieren ihre Wichtigkeit mit dem Verweis auf die Knappheit ihrer Zeit. Die Gespräche mit ihnen sind kurz und anstrengend. Die anderen beweisen ihre Souveränität durch einen sehr großzügigen Umgang mit Zeit. Sie lassen sich demonstrativ Zeit, um zu zeigen, dass sie sich nicht hetzen lassen. Die Gespräche mit ihnen sind lang und oft sehr amüsant. Geschäftige Eiligkeit oder entspannte Gelassenheit – wem meine Sympathie gehört, dürfte klar sein.
Die bekannte Moderatorin war etwa 1,50 groß und wog keine vierzig Kilo. Ein geschminkter Beutel voller Hühnerknochen.
„Herrlich! Was waren das für Zeiten, als wir die ganze Nacht in unserem Club ‚Die Tortenwerkstatt‘ durchgefeiert und durchgezecht haben. Wir hatten alle rote Hosen und rote Hemden an, manche trugen Masken und wir haben Witze erzählt. Heute machst du nachts das Licht an, um einen Witz aufzuschreiben, und deine Frau meckert, was das denn soll, ich würde die Kinder wecken, und Opa nutzt die aufkommende Unruhe und geht auf’s Klo. Wir haben früher immer viel Spaß gehabt. Der legendäre Club. Was gab’s da noch zu essen? Leberkäse auf jeden Fall, daran kann ich mich noch erinnern. Jede Menge Pils haben wir getrunken. Wir hatten sogar eigene Lieder. Das weiß ich noch.“
Orchestral Manoeuvres In The Dark – Messages. https://www.youtube.com/watch?v=WXvlzUCB74o

Samstag, 3. Dezember 2016

Worüber ich nicht schreibe

Ich schreibe nicht …
über den Tod von Fidel Castro, denn der Hoffnungsträger einer ganzen Generation schwebte nach dem Untergang der sozialistischen „Zweiten Welt“ nur noch wie ein Sputnik ohne Funkkontakt durch den karibischen Orbit.
über Merkels erneute Kandidatur, denn Kanzler treten nicht ohne Not zurück, sondern bleiben bis zum Untergang auf der Brücke ihres Regierungsschiffs (Kohl und Schröder wurden abgewählt, Schmidt wurde von einem konstruktiven Misstrauensvotum im Bundestag gefällt, Brandt ging wegen eines DDR-Spions in seiner Entourage usw.).
über einen Kanzlerkandidaten der SPD, egal wie er heißen mag, weil die SPD nicht den Kanzler stellen wird.
über den designierten Bundespräsidenten, dessen Wahl durch Hinterzimmermauscheleien erneut zur Farce verkommen ist.
über den Rücktritt des Formel 1-Weltmeisters Rosberg oder die Steuerhinterziehungsorgien der Fußballprofis.
über den Tod von Peter Hintze (CDU), Ilse Aichinger (Literatur) und Leonard Cohen (Klampfe).
über die digitale Agenda von Sascha Lobo, Giovanni di Lorenzo, Sibylle Berg und Jürgen Habermas, die sich noch nicht mal eine Promille der Bevölkerung durchliest.

Lob des Obskurantismus

Wo sind die merkwürdigen Gestalten hin, die früher mit einem Plakat einsam an der Gedächtniskirche standen? Wo werden noch Flugblätter mit revolutionärem Inhalt verteilt? Wer erklärt mir beim Bier in der Kneipe, die Sozialdemokratie sei „der wahre Handlanger der Bourgeoisie, der rote Henkersknecht am entrechteten Arbeiter“, wie Fallada es einen Kommunisten in „Bauern, Bonzen und Bomben“ sagen lässt?
Heute sitzen alle in ihrem stillen Kämmerlein und der elektrische Funke trägt schräge, amüsante und furchterregende Gedanken in alle Welt hinaus, so dass sich die Massenmedien der Verlagshäuser und Sendeanstalten um ihre Deutungsmacht und ihre Pfründe betrogen fühlen. Der glühende Ernst der Verrückten steht gegen die Scheinheiligkeit der staatstragenden Journaille. Wer in der Lage ist, den Meinungen und Streitereien gelassen entgegenzutreten, wer Geplärre und Information auf zahllosen Kanälen zu unterscheiden weiß, hat doch einen Riesenspaß in der Mediengesellschaft.
Und wenn man eine Weile hineingelauscht hat in die Welt der großen und kleinen Erklärbären, greift man zu einem guten Buch und nimmt wieder ein wenig Abstand von den Dingen. Aktuell der Fallada, zuletzt Huysmans „Gegen den Strich“, als nächstes „Die Preisgabe“ von James Purdy.

Die Königin der Rückblenden

„Ich kann mir keine Namen und keine Gesichter merken. Aber wem sage ich das?“ (Friedemann Weise)
Ich habe es geschafft. Ich habe alles bekommen, was ich wollte. Das große Haus, die Limousinen, die Frauen, das Geld, das Koks – und den riesigen Swimming Pool voller Champagner. Genau in diesem Pool stehe ich jetzt in drei Meter Tiefe und habe Betonschuhe an. Während mein Leben an mir vorüberzieht, kann ich Ihnen genauso gut die ganze Geschichte erzählen. Sie beginnt mit den Worten:
Alles begann mit einem Schulpraktikum in einer Eisenwarenhandlung der Firma Stauber & Aschmann in der Scott Avenue in Brooklyn, deren Hinterhöfe und miese kleine Firmen eine weltberühmte Location für Dreharbeiten an Mafiafilmen sind.
Stellen Sie sich jetzt bitte ein Bild dieser Eisenwarenhandlung vor, dessen Ränder wellenförmig verschwimmen.
Eines Tages betrat ein Mann mit einer Sonnenbrille und einem schwarzen Nadelstreifenanzug das Geschäft. Natürlich habe ich mich erstmal hinter einem Regal versteckt. Damals trug ich einen Overall, der mit einem Bild von einem Regal bedruckt war, damit ich in der Eisenwarenhandlung möglichst wenig auffiel. Vorsichtig lugte ich hervor und beobachtete den Mann, der sich an den Info-Schalter stellte und wartete. Dazu muss man wissen, dass es keinen einsameren Ort auf der Welt gibt als den Info-Schalter von Stauber & Aschmann.
Fünf Minuten vergingen, zehn Minuten. Geh nach Hause, dachte ich. Geh endlich weg. Was willst du hier?
Plötzlich zog der Mann eine zwanzig Pfund schwere Knarre aus dem Schulterhalfter und schoss zweimal in die Decke. Dann schrie er: „Wessen Knie muss ich hier rammeln, um Kugeln für ein Kugellager zu bekommen?“
Vorsichtig schaute ich um die Ecke und sagte: „Kann ich Ihnen helfen, Sir?“
„Verdammt nochmal, das kannst du, Junge. Komm her.“
Wie es sich herausstellte, hatte ich es mit Maurizio Bora zu tun, dem Mafiaboss von Brooklyn, genannt „The Silver Bullet“. Den Spitznamen hatte er von einer Kugel, die er sich in einem Schusswechsel mit der New Yorker Polizei eingefangen hatte. Nachdem sie ihm entfernt worden war, hatte er sie versilbern lassen und trug sie seitdem an einer Kette um den Hals. Aber das ist eine andere Geschichte und ich habe nicht allzu viel Zeit, weil mir langsam die Luft ausgeht.
Ich sollte ihm also die Kugeln für sein Kugellager am nächsten Tag nach Hause liefern. Es stellte sich heraus, dass er in einer riesigen Villa in den Hamptons lebte. Als ich am Nachmittag das Grundstück erreichte, war das Eisentor der Einfahrt offen. Ich fuhr bis zur Tür des Hauses und stieg aus.
Die Tür war offen, aber ich klingelte.
Nichts. Ich klingelte nochmal.
Dann ging ich ins Haus.
Ich fand Mister Bora im Wohnzimmer auf seinem Sofa. Seine Stirn hatte ein hässliches Loch und sein halber Hinterkopf fehlte.
Auf dem Boden lag ein Revolver. Ich hob ihn auf. Der Lauf war noch heiß.
„Was machen Sie da?“
Ich drehte mich um und sah den Mann lange an. „Ich … äh … bringe die Kugeln.“
An den Rest der Geschichte kann ich mich nicht mehr erinnern.
Iggy Pop – Lust For Life. https://www.youtube.com/watch?v=jQvUBf5l7Vw

Freitag, 2. Dezember 2016

Mein erster Bananenmilchshake

Ich finde, die Überschriften in diesem Blog werden immer merkwürdiger.

Blogstuff 90
„Denn ist die Epoche, in der ein Mensch von Talent zu leben gezwungen ist, seicht und dumm, wird auch der Künstler, ohne dass er es vielleicht weiß, von der Sehnsucht nach einem anderen Jahrhundert heimgesucht.“ (Joris-Karl Huysmans: Gegen den Strich)
Woher kommt die hohe kulturelle Bedeutung des Herzens? Schließlich ist es nur ein Muskel. Auch die Lunge, der Magen, die Leber, die Nieren und selbst der Schließmuskel sind lebensnotwendig, ohne permanent literarisch und musikalisch überfrachtet zu werden („Du hast mir die Leber gebrochen, Erika“).
1930 gab es in den Messehallen am Funkturm eine Ausstellung über das alte Berlin: „Fundamente der Großstadt“. Schon damals gab es praktisch keine historischen Gebäude mehr, unter Humboldts Adresse fand man ein Warenhaus, Chamissos Haus musste einer Fabrik weichen. Nicht der Weltkrieg hat das alte Berlin vernichtet, die Stadt hat sich permanent verändert, sich immer wieder unsentimental erneuert und weiter entwickelt. Es gibt kein Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert, keine Stadtmauer, keine „Altstadt“, keinen Burgberg mit malerischer Ruine.
Warum taumeln Schmetterlinge eigentlich wie besoffen?
Selbstverwirklichung – das linke Codewort für Egoismus in Reinform.
Werbung: Freuen Sie sich auf Andy Bonettis „Käse & Zweifel-Tour 2017“ durch alle Kleinstädte, in deren Namen ein U vorkommt.

Mein Haus besteht hauptsächlich aus Sitz- und Trinkgelegenheiten.
Du merkst, dass du alt geworden bist, wenn du am FKK-Strand an einer nackten Frau vorbeikommst, die auf dem Bauch liegt, und an einen Fahrradständer denken musst.
Er ernährte sich von nächtlichen Überfällen auf Pizzaboten und Spätis, tagsüber schlief er in einer stillgelegten Fabrik an der Spree.
Margot Hermannova-Blunzngröstl, die neue österreichische Kulturministerin.
Kinder, die beim Zahnwechsel lächeln wie ein russischer Eishockeyspieler.
Mir war sehr früh klar, dass ich aus anatomischen Gründen eine Hälfte meines Körpers – gewissermaßen die dunkle Seite des Mondes – nicht sehen kann. Neu ist, dass ich auch für diverse Teile der Vorderseite einen Spiegel brauche.
Woher kommt eigentlich das Wort „Richtschnur“? Damit ist doch hoffentlich nicht der Galgenstrick des Henkers gemeint?
Fünf Jahre ist es jetzt her: Mein letzter Arbeitstag als Kiezschreiber im Wedding am 30.11.2011. Der Job war sehr angenehm, ich habe eine Menge netter Leute kennengelernt. Genervt haben wie immer nur die Vorgesetzten. Auf Seiten des Quartiersmanagements eine sächsische Kampflesbe, die mich schon deswegen nicht ausstehen konnte, weil ich ein Mann bin. Wegen meiner Texte gegen die Bebauung des Mauerparks hat sie mir einmal sogar mit Entlassung gedroht. Auf Seiten der Kulturinitiative, meinem offiziellen Arbeitgeber, war es eine DDR-Nostalgikerin, die mich nicht leiden konnte, weil ich Wessi bin. Ständig hat sie an meinen Texten rumgemeckert, weil sie nicht positiv genug waren (in einem „sozialen Brennpunkt“ der Stadt!). Warum darf ich nicht auch mal zu einer Minderheit gehören? Aber einem männlichen, heterosexuellen, blütenweißen Gewinner des Kalten Krieges darf man natürlich ungestraft ins Gesicht spucken und er soll sich doch, bitteschön, anschließend noch für die Erfrischung bedanken.
http://kiezschreiber.blogspot.de/2011/11/auf-wiedersehen.html
Bei Bonetti X-Treme Media Solutions kommt das Öl ins Getriebe und der Sand ins Feuer – und nicht umgekehrt.
Fun Facts for Fans: Laos ist das einzige Land weltweit, dessen Name sich auf Chaos reimt. Dennoch hört man nie schlechte Nachrichten aus Laos, während in sämtlichen anderen Ländern Südostasiens die Kacke dampft: Vietnam (Krieg), Kambodscha (Pol Pots Killing Fields), Thailand (Tsunami), Myanmar (Diktatur).

Champion Jack Dupree - Nasty Boogie. https://www.youtube.com/watch?v=IJa-W6Zx9bY