Dienstag, 21. April 2026

Bonetti kennt die Namen der Hintermänner


Blogstuff 1310

Meine Ex hat sich nie die Achselhöhlen rasiert. Im Sommer sah es aus, als hätte sie zwei Hippies im Schwitzkasten.

Im Papiermüll fand ich einen Haufen verschiedenfarbiger Post-It-Zettel mit rätselhaften Botschaften und musste sie einfach mitnehmen. Hier eine Auswahl der Inhalte: „Weak security“, „Reparations from Russia“, „Paternalism financially unsustainable!”, “Ongoing war”, “Investments”, “Energy price”, “Cost competitiveness”, “New generation requests and engagements”, “Decrease of demand”, “Lack of investment”, “Climate change”, “Rule of law”, “Weak government structure”, “Social pressure”, “Work force / human capital”, “Bloody Russians”, “USA China”, “Political chaos”. Haben wir ein Genie im Haus oder einen Büttenredner?

Ich habe die sogenannten „Ultras“ beim Fußball noch nie verstanden. Beim Tennis oder beim Motorsport prügeln sich die Fans nie. Haben diese Leute kein Leben, keine Familie, keinen Beruf, keine anderen Hobbys? Die Hooligans sind ja noch schlimmer. Da geht es nur um Gewalt, die interessieren sich nicht mal für Sport. Und wo ist bitte schön der Zusammenhang von Fußball und Feuerwerk? Warum brennt man im Stadion Bengalos ab? Wenn bei mir um die Ecke Sommerschlussverkauf ist, ziehe ich ja auch nicht grölend und mit brennenden Fackeln ins Kaufhaus. Fußball ist Unterhaltung und nach Abpfiff geht es in die Kneipe. Es gibt immer einen Grund zu trinken. Man feiert den Sieg, man betrauert die Niederlage und analysiert fachkundig bei vier, fünf Bier das Spiel und vor allem die Leistung des Schiedsrichters.

Die würdelose Routine einer unbedeutenden Angestelltenexistenz. Wieder waren acht Stunden vorbei. Er bestellte sich eine zweite Erdbeer-Margarita.

Kinder haben Kindergärten, Männer haben Biergärten. Die Welt ist wohlgeordnet.

Mitten in der Nacht wache ich plötzlich auf. Ein Mann steht an meinem Bett und sieht mich an. „Hören Sie damit auf“, sagt er und geht.

„Du hast doch früher hinterm Bahnhof Zoo Schwänze gelutscht und machst jetzt einen auf Künstler, du Münzgeld-Stricher.“ Für diesen Kommentar hat mich Harald Martenstein angezeigt. Die Leute sind so dünnhäutig geworden.

Die Linken haben meinen Vater umgebracht. Als in seiner Stammkneipe das Rauchverbot eingeführt wurde, musste er im Winter alle dreißig Minuten bei Eiseskälte vor der Tür stehen und eilig eine Zigarette rauchen, bevor er schließlich an Lungenentzündung gestorben ist.

Als ich nach Manila versetzt wurde, änderte sich mein Leben schlagartig. Statt der kleinen Mietwohnung hatte ich ein Haus mit Garten. Dienstpersonal kostete pro Person nur hundert Euro im Monat. Ich engagierte ein Ehepaar. Sie putzte, kochte und ging einkaufen, er bewachte das Haus und kümmerte sich um den Garten. Beide wohnten im Gartenhäuschen und haben sich nie beschwert. Versuchen sie mal in Deutschland, so zu leben.

2 Kommentare:

  1. Kinder und Männer wären also versorgt, was Gärten angeht. Aber was haben Frauen? Küchenkräutergärten?

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