Blogstuff 1278
Drei Tage lang stand der
deutsche König Heinrich IV. im Jahre 1077 barfuß und im Büßergewand vor der
Burg des Papstes in Canossa im Schnee, bis er zur Audienz empfangen wurde. Und
in Berlin jammert man, wenn die Gehwege nicht schnell genug gestreut werden.
Wie viele Handy-Abhängige haben
sich in diesem Winter schon auf die Schnauze gelegt, weil sie nicht auf den Weg
geachtet haben?
Frankreichs Antwort auf
McDonald’s: Big Fernand. „L’Atelier du Hamburgé“. Die Antwort auf Burger King
ist King Marcel. „La Passion du Burger“. Der größte Burger ist „Le King“, eine
Art Doppel-Whopper. Kostet einzeln aber auch stolze 15 €.
Essen ist wie Leistungssport und
ich habe die besten Jahre hinter mir. In den USA gibt es einen Whopper mit vier
Patties, das sind 450 Gramm Fleisch. Hätte ich früher locker geschafft, heute würde
ich es gar nicht erst probieren.
Trump steht als geisteskranker
Herrscher in einer langen Tradition. Ludwig Zwo, König von Bayern, verlor sich
in Bauprojekten wie Neuschwanstein, Trump baut einen Ballsaal und einen
Triumphbogen. Der „Arc de Trump“ soll mit 76 Metern Höhe deutlich größer werden
als Napoleons Triumphbogen in Paris, Hitlers Triumphbogen in der geplanten
Welthauptstadt Germania wäre allerdings 117 Meter hoch gewesen. Caligula war
grausam und größenwahnsinnig, er hat ein Pferd zum Konsul ernannt. Trump hält
sich für den besten US-Präsidenten aller Zeiten und machte einen Fox-Reporter
zum „Kriegsminister“. Karl VI. von Frankreich (1368–1422) glaubte, er sei aus
Glas. Wann glaubt Trump, er sei aus Gold?
Werde ich alt? Genau vor fünfzig
Jahren, 1976, kam ich ins Gymnasium. Sextaner rulez!
Sieben Uhr morgens, ich wache
auf. Ich mache die Nachttischlampe an, ein kurzes Aufleuchten, dann ist die
Glühbirne durchgebrannt. Der Tag geht ja gut los, denke ich. Ich schraube die
kaputte Birne heraus, drehe eine neue Birne rein und fühle mich eine Stunde
lang wie Hulk. Und wieder mal: Problem (Glühbirne), Lösung (ich).
Dinkelsbühl, vor etwa zehn
Jahren. Restaurant. Am Nebentisch ein Ehepaar, irgendwo zwischen vierzig und
fünfzig Jahre alt. Eine Stunde lang schweigen sie sich an, während wir uns
köstlich amüsieren. Ich sehe zu ihnen hinüber, die Frau funkelt mich böse an. „Warum
lassen sie sich nicht einfach scheiden? Dann haben sie das Elend hinter sich.“
Hätte ich am liebsten gesagt. Aber wie immer spielt sich dieser Kommentar nur
in meinem Kopf ab.
Geschichten über persönliche Niederlagen
sind eigentlich immer lustiger als Geschichten über Erfolge.
Hätten Sie’s gewusst? Die
deutsche Krimiserie „Nord bei Nordwest“ ist nach dem Hitchcock-Krimi „North by
Northwest“ benannt.
Als die Welt noch in
Ordnung war.

Glühbirnen.
AntwortenLöschenFür einen Normalsterblichen wären die Betriebskosten der finanzielle Super-GAU. Nicht für Bonetti :)
Wer sich keine 100-Watt-Glühbirne leisten kann, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
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