Mittwoch, 18. Februar 2026

Eat this, Batman

 

Aufgrund der hohen Trump-Zölle hat Mexiko die Einfuhr von US-Superheldencomics gestoppt. Die Latinas, Latinos und Chicanos haben jetzt ihren eigenen Helden:

Supergonzalez

Er trägt einen Sombrero und statt eines Umhangs einen Poncho mit Aztekenmuster. Bevor er zu neuen Heldentaten aufbricht, isst er eine Büchse Bohnen so wie Popeye seinen Spinat. Sein Kryptonit ist Tequila. Seine Superpower: Er kann mit seinen Tacos, die drei Tage in der Sonne gelegen haben und aus mit Käse überbackenen Hühnerherzen bestehen, schweren Durchfall verursachen.  

Sie denken, dieser Text wäre rassistisch und voller Stereotype? Dann warten Sie mal die Stelle mit der „mexikanischen Kreditkarte“ ab.

Nogales, zwölf Uhr mittags. Vier Vaqueros, mexikanische Cowboys, sitzen in einer Cantina und trinken Mescal. Links vom Eingang sitzt ein Mann auf dem Boden, den Sombrero tief ins Gesicht gezogen und die Hände unter dem Poncho verborgen.

Auf der Hauptstraße sieht man einen alten Mann auf einem Esel, der in der flimmernden Hitze immer näherkommt. Es ist Don Velasquez, der Pate von Nogales, der unsympathischen Stadt an der amerikanischen Grenze. Er wird von den Einheimischen auch ehrfürchtig El Lobo genannt. Die Vaqueros sollen für ihn Fentanyl über die Grenze schmuggeln.

Don Velasquez betritt die Cantina. Er beachtet den Fremden am Eingang nicht, der jetzt eine Dose Bohnen hervorholt, sie öffnet und mit einem geübten Schwung in den Mund kippt.

Als er einige Minuten später die Cantina betritt, legt Velasquez gerade ein Paket in eine Satteltasche unter dem Tisch. Er hat genug gesehen. Der Pate sitzt mit dem Rücken zur Tür. Ein großer Fehler.

„El Lobo?“

„Wer will das wissen, cabron?“

„Supergonzalez.“

Dann zieht er eine abgesägte Schrotflinte unter dem Poncho hervor.

„Dios mio, er hat eine mexikanische Kreditkarte!“ ruft der Wirt und versteckt sich hinter dem Tresen.

Die erste Ladung trifft Velasquez in den Rücken. Die Vaqueros springen auf und rennen in Panik davon.

Unser Superheld nimmt das Fentanyl und verteilt es kostenlos unter den Armen.

So kennen und lieben wir ihn.

 

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