Samstag, 3. Dezember 2016

Worüber ich nicht schreibe

Ich schreibe nicht …
über den Tod von Fidel Castro, denn der Hoffnungsträger einer ganzen Generation schwebte nach dem Untergang der sozialistischen „Zweiten Welt“ nur noch wie ein Sputnik ohne Funkkontakt durch den karibischen Orbit.
über Merkels erneute Kandidatur, denn Kanzler treten nicht ohne Not zurück, sondern bleiben bis zum Untergang auf der Brücke ihres Regierungsschiffs (Kohl und Schröder wurden abgewählt, Schmidt wurde von einem konstruktiven Misstrauensvotum im Bundestag gefällt, Brandt ging wegen eines DDR-Spions in seiner Entourage usw.).
über einen Kanzlerkandidaten der SPD, egal wie er heißen mag, weil die SPD nicht den Kanzler stellen wird.
über den designierten Bundespräsidenten, dessen Wahl durch Hinterzimmermauscheleien erneut zur Farce verkommen ist.
über den Rücktritt des Formel 1-Weltmeisters Rosberg oder die Steuerhinterziehungsorgien der Fußballprofis.
über den Tod von Peter Hintze (CDU), Ilse Aichinger (Literatur) und Leonard Cohen (Klampfe).
über die digitale Agenda von Sascha Lobo, Giovanni di Lorenzo, Sibylle Berg und Jürgen Habermas, die sich noch nicht mal eine Promille der Bevölkerung durchliest.

Lob des Obskurantismus

Wo sind die merkwürdigen Gestalten hin, die früher mit einem Plakat einsam an der Gedächtniskirche standen? Wo werden noch Flugblätter mit revolutionärem Inhalt verteilt? Wer erklärt mir beim Bier in der Kneipe, die Sozialdemokratie sei „der wahre Handlanger der Bourgeoisie, der rote Henkersknecht am entrechteten Arbeiter“, wie Fallada es einen Kommunisten in „Bauern, Bonzen und Bomben“ sagen lässt?
Heute sitzen alle in ihrem stillen Kämmerlein und der elektrische Funke trägt schräge, amüsante und furchterregende Gedanken in alle Welt hinaus, so dass sich die Massenmedien der Verlagshäuser und Sendeanstalten um ihre Deutungsmacht und ihre Pfründe betrogen fühlen. Der glühende Ernst der Verrückten steht gegen die Scheinheiligkeit der staatstragenden Journaille. Wer in der Lage ist, den Meinungen und Streitereien gelassen entgegenzutreten, wer Geplärre und Information auf zahllosen Kanälen zu unterscheiden weiß, hat doch einen Riesenspaß in der Mediengesellschaft.
Und wenn man eine Weile hineingelauscht hat in die Welt der großen und kleinen Erklärbären, greift man zu einem guten Buch und nimmt wieder ein wenig Abstand von den Dingen. Aktuell der Fallada, zuletzt Huysmans „Gegen den Strich“, als nächstes „Die Preisgabe“ von James Purdy.

Die Königin der Rückblenden

„Ich kann mir keine Namen und keine Gesichter merken. Aber wem sage ich das?“ (Friedemann Weise)
Ich habe es geschafft. Ich habe alles bekommen, was ich wollte. Das große Haus, die Limousinen, die Frauen, das Geld, das Koks – und den riesigen Swimming Pool voller Champagner. Genau in diesem Pool stehe ich jetzt in drei Meter Tiefe und habe Betonschuhe an. Während mein Leben an mir vorüberzieht, kann ich Ihnen genauso gut die ganze Geschichte erzählen. Sie beginnt mit den Worten:
Alles begann mit einem Schulpraktikum in einer Eisenwarenhandlung der Firma Stauber & Aschmann in der Scott Avenue in Brooklyn, deren Hinterhöfe und miese kleine Firmen eine weltberühmte Location für Dreharbeiten an Mafiafilmen sind.
Stellen Sie sich jetzt bitte ein Bild dieser Eisenwarenhandlung vor, dessen Ränder wellenförmig verschwimmen.
Eines Tages betrat ein Mann mit einer Sonnenbrille und einem schwarzen Nadelstreifenanzug das Geschäft. Natürlich habe ich mich erstmal hinter einem Regal versteckt. Damals trug ich einen Overall, der mit einem Bild von einem Regal bedruckt war, damit ich in der Eisenwarenhandlung möglichst wenig auffiel. Vorsichtig lugte ich hervor und beobachtete den Mann, der sich an den Info-Schalter stellte und wartete. Dazu muss man wissen, dass es keinen einsameren Ort auf der Welt gibt als den Info-Schalter von Stauber & Aschmann.
Fünf Minuten vergingen, zehn Minuten. Geh nach Hause, dachte ich. Geh endlich weg. Was willst du hier?
Plötzlich zog der Mann eine zwanzig Pfund schwere Knarre aus dem Schulterhalfter und schoss zweimal in die Decke. Dann schrie er: „Wessen Knie muss ich hier rammeln, um Kugeln für ein Kugellager zu bekommen?“
Vorsichtig schaute ich um die Ecke und sagte: „Kann ich Ihnen helfen, Sir?“
„Verdammt nochmal, das kannst du, Junge. Komm her.“
Wie es sich herausstellte, hatte ich es mit Maurizio Bora zu tun, dem Mafiaboss von Brooklyn, genannt „The Silver Bullet“. Den Spitznamen hatte er von einer Kugel, die er sich in einem Schusswechsel mit der New Yorker Polizei eingefangen hatte. Nachdem sie ihm entfernt worden war, hatte er sie versilbern lassen und trug sie seitdem an einer Kette um den Hals. Aber das ist eine andere Geschichte und ich habe nicht allzu viel Zeit, weil mir langsam die Luft ausgeht.
Ich sollte ihm also die Kugeln für sein Kugellager am nächsten Tag nach Hause liefern. Es stellte sich heraus, dass er in einer riesigen Villa in den Hamptons lebte. Als ich am Nachmittag das Grundstück erreichte, war das Eisentor der Einfahrt offen. Ich fuhr bis zur Tür des Hauses und stieg aus.
Die Tür war offen, aber ich klingelte.
Nichts. Ich klingelte nochmal.
Dann ging ich ins Haus.
Ich fand Mister Bora im Wohnzimmer auf seinem Sofa. Seine Stirn hatte ein hässliches Loch und sein halber Hinterkopf fehlte.
Auf dem Boden lag ein Revolver. Ich hob ihn auf. Der Lauf war noch heiß.
„Was machen Sie da?“
Ich drehte mich um und sah den Mann lange an. „Ich … äh … bringe die Kugeln.“
An den Rest der Geschichte kann ich mich nicht mehr erinnern.
Iggy Pop – Lust For Life. https://www.youtube.com/watch?v=jQvUBf5l7Vw

Freitag, 2. Dezember 2016

Mein erster Bananenmilchshake

Ich finde, die Überschriften in diesem Blog werden immer merkwürdiger.

Blogstuff 90
„Denn ist die Epoche, in der ein Mensch von Talent zu leben gezwungen ist, seicht und dumm, wird auch der Künstler, ohne dass er es vielleicht weiß, von der Sehnsucht nach einem anderen Jahrhundert heimgesucht.“ (Joris-Karl Huysmans: Gegen den Strich)
Woher kommt die hohe kulturelle Bedeutung des Herzens? Schließlich ist es nur ein Muskel. Auch die Lunge, der Magen, die Leber, die Nieren und selbst der Schließmuskel sind lebensnotwendig, ohne permanent literarisch und musikalisch überfrachtet zu werden („Du hast mir die Leber gebrochen, Erika“).
1930 gab es in den Messehallen am Funkturm eine Ausstellung über das alte Berlin: „Fundamente der Großstadt“. Schon damals gab es praktisch keine historischen Gebäude mehr, unter Humboldts Adresse fand man ein Warenhaus, Chamissos Haus musste einer Fabrik weichen. Nicht der Weltkrieg hat das alte Berlin vernichtet, die Stadt hat sich permanent verändert, sich immer wieder unsentimental erneuert und weiter entwickelt. Es gibt kein Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert, keine Stadtmauer, keine „Altstadt“, keinen Burgberg mit malerischer Ruine.
Warum taumeln Schmetterlinge eigentlich wie besoffen?
Selbstverwirklichung – das linke Codewort für Egoismus in Reinform.
Werbung: Freuen Sie sich auf Andy Bonettis „Käse & Zweifel-Tour 2017“ durch alle Kleinstädte, in deren Namen ein U vorkommt.

Mein Haus besteht hauptsächlich aus Sitz- und Trinkgelegenheiten.
Du merkst, dass du alt geworden bist, wenn du am FKK-Strand an einer nackten Frau vorbeikommst, die auf dem Bauch liegt, und an einen Fahrradständer denken musst.
Er ernährte sich von nächtlichen Überfällen auf Pizzaboten und Spätis, tagsüber schlief er in einer stillgelegten Fabrik an der Spree.
Margot Hermannova-Blunzngröstl, die neue österreichische Kulturministerin.
Kinder, die beim Zahnwechsel lächeln wie ein russischer Eishockeyspieler.
Mir war sehr früh klar, dass ich aus anatomischen Gründen eine Hälfte meines Körpers – gewissermaßen die dunkle Seite des Mondes – nicht sehen kann. Neu ist, dass ich auch für diverse Teile der Vorderseite einen Spiegel brauche.
Woher kommt eigentlich das Wort „Richtschnur“? Damit ist doch hoffentlich nicht der Galgenstrick des Henkers gemeint?
Fünf Jahre ist es jetzt her: Mein letzter Arbeitstag als Kiezschreiber im Wedding am 30.11.2011. Der Job war sehr angenehm, ich habe eine Menge netter Leute kennengelernt. Genervt haben wie immer nur die Vorgesetzten. Auf Seiten des Quartiersmanagements eine sächsische Kampflesbe, die mich schon deswegen nicht ausstehen konnte, weil ich ein Mann bin. Wegen meiner Texte gegen die Bebauung des Mauerparks hat sie mir einmal sogar mit Entlassung gedroht. Auf Seiten der Kulturinitiative, meinem offiziellen Arbeitgeber, war es eine DDR-Nostalgikerin, die mich nicht leiden konnte, weil ich Wessi bin. Ständig hat sie an meinen Texten rumgemeckert, weil sie nicht positiv genug waren (in einem „sozialen Brennpunkt“ der Stadt!). Warum darf ich nicht auch mal zu einer Minderheit gehören? Aber einem männlichen, heterosexuellen, blütenweißen Gewinner des Kalten Krieges darf man natürlich ungestraft ins Gesicht spucken und er soll sich doch, bitteschön, anschließend noch für die Erfrischung bedanken.
http://kiezschreiber.blogspot.de/2011/11/auf-wiedersehen.html
Bei Bonetti X-Treme Media Solutions kommt das Öl ins Getriebe und der Sand ins Feuer – und nicht umgekehrt.
Fun Facts for Fans: Laos ist das einzige Land weltweit, dessen Name sich auf Chaos reimt. Dennoch hört man nie schlechte Nachrichten aus Laos, während in sämtlichen anderen Ländern Südostasiens die Kacke dampft: Vietnam (Krieg), Kambodscha (Pol Pots Killing Fields), Thailand (Tsunami), Myanmar (Diktatur).

Champion Jack Dupree - Nasty Boogie. https://www.youtube.com/watch?v=IJa-W6Zx9bY

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Die ungeplante Leichtfertigkeit des Schweins

„Schreiben ist wie Cunnilingus: dunkle, einsame Arbeit.“ (Andy Bonetti)
Es war einer dieser elend heißen Nachmittage in meinem kleinen Hinterhofbüro, an denen ich mich fragte, wie lange ich diese Farce noch durchhalten würde. Mein Vermieter hatte seit Monaten kein Geld gesehen und selbst die Kakerlaken hatten sich mit einem höhnischen Grinsen von mir verabschiedet. Was für eine Schnapsidee: Schriftsteller.
Ich saß in meinem schäbigen Fünfzig-Euro-Anzug auf einem schäbigen Bürosessel und hatte meine schäbigen Stiefel auf den schäbigen Schreibtisch gelegt, in dessen Schubladen nur leere Whiskyflaschen, unveröffentlichte Manuskripte und Büroklammern lagen.
Dann kam diese unglaubliche Blondine in einem wahnsinnig kurzen schwarzen Kleid in mein Büro. Ich wollte es gar nicht glauben, aber als sie zu sprechen anfing, hatte ich den Glauben an meine Chance zurückgewonnen.

„Mister Bonetti. Ich brauche einen Autor für eine Biographie.“

„Wann soll es losgehen?“ fragte ich, ohne den Zahnstocher aus dem Mundwinkel zu nehmen.

„Sofort. Haben Sie Zeit?“ Ihre verführerische Stimme duldete keinen Widerspruch.

Sie wusste es. Ich wusste es. Also nickte ich einfach.

„150 Seiten. Zweitausend Euro Vorschuss plus Gewinnbeteiligung. Sind Sie einverstanden?“

Diesmal nickte ich mit einem breiten Grinsen.

„Kennen Sie Eike, den kleinen Eierbecher?“

„Natürlich.“

„Was wissen Sie über ihn?“

„Ich habe den Film gesehen."

Wir lachten beide, bis der Arzt kam. Und wir lachten auch noch, als der Mann wieder kopfschüttelnd die Tür hinter sich geschlossen hatte.

„Wie lange brauchen Sie für ein Exposé?“

„Achtundvierzig Stunden.“

„Cool.“

Ich hatte keine Ahnung, ob ich es in dieser Zeit schaffen würde. Schließlich war es mein erster Auftrag als Schriftsteller. Aber ich musste meiner Mandantin Zuversicht vermitteln. Jede Faser meines Körpers strahlte die Botschaft aus: Ich bin der richtige Mann für diesen Job. Es ging um zweitausend Euro Vorschuss. Eine Menge Whisky, wenn Sie mich fragen.

P.S.: So und nicht anders bin ich an meinen ersten Auftrag als Schriftsteller gekommen. Die Lektorin von Suhrkamp rief mich wegen einer Gandhi-Biographie an – und der Rest ist Legende. Wir hatten tatsächlich beide nur den Film gesehen, aber der Verlag hatte nur noch wenige Monate Zeit bis zur Frankfurter Buchmesse 2006, auf der Indien als Gastland präsentiert wurde.

Ennio Morricone – Metti, una sera a cena. https://www.youtube.com/watch?v=dsN3QoYh7dA

Mittwoch, 30. November 2016

Hoffen und Glauben

Neulich war ich in Kreuzberg zum Abendessen bei Freunden eingeladen.
Das Down-Kind fragt mich, wie alt ich bin.
Fünfzig, antworte ich.
"Dann musst du bald sterben", sagt es lachend.
Ich lache auch, während sich die erschrockene Mutter noch entschuldigt.
"Ja, da hast du recht."
Was bleibt von dir? Deine Accounts werden noch auf dem Sterbebett gelöscht, deine Familie ist längst in alle Winde zerstreut. Was bleibt von dir? Ein Reihenhaus in Fulda. Und in diesem Haus werden fremde Menschen wohnen. Denk mal drüber nach.
Eighth Wonder - I'm Not Scared. https://www.youtube.com/watch?v=J-PYqUHfTMA
Party-Wissen, Teil 491: Eighth Wonder-Sängerin Patsy Kensit ist die Tochter eines britischen Berufsverbrechers, der zur Gang der Kray-Zwillinge gehörte, die früher das Londoner East End beherrscht haben. Zur Zeit ihrer Geburt saß ihr Vater im Gefängnis.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kray-Zwillinge
Zum Ausklang des Totenmonats November lesen Sie bitte beim Kiezneurotiker weiter: http://kiezneurotiker.blogspot.de/2016/11/tranenschwarz-tod.html

Katzenbabys – The Niedlichkeit strikes back

„Ein schlechter Schriftsteller wird manchmal ein guter Kritiker, genauso wie man aus einem schlechten Wein einen guten Essig machen kann.“ (Henry de Montherlant)


Blogstuff 89
Hackerangriff auf das Netz der Telekom. In den Nachrichten heißt es, der Angriff sei von außen erfolgt, die Täter seien so schnell und effektiv vorgegangen, dass es keine Mitarbeiter des Unternehmens gewesen seien können. Realsatire 2016.
Ächzend wuchtete er seine irdische Hülle in den Fernsehsessel und blinzelte, traumblöde von sieben Bier, die Nachrichtensprecherin an. Die Revolution wird kommen, dachte der alte Klassenkämpfer. Ich kann warten.
Hätten Sie’s gewusst? Lupo Laminetti hat seine Masterarbeit in Germanistik über „Die Pizza in der Literaturgeschichte“ geschrieben.
Es ist völlig aus der Mode gekommen, sich gegenseitig darauf hinzuweisen, dass man sich etwas „an den Hut stecken“ kann.
Extra-Info für die weibliche Leserschaft: Andy Bonetti trägt bei seinen öffentlichen Lesungen keine Unterwäsche.
Ich beantrage Titelschutz für „CETA – Wenn das Ausgemachte ans Eingemachte geht“ und für „Vom Schurken zum Musterknaben – Deutschland seit 1945“.
Der Italiener Ronaldo di Filiale wechselt in der Winterpause zu Turbine Wichtelbach.
Ein Hoch auf das substantivierte Partizip, das uns die Genderia beschert hat. Wir Bloggende sind ja nicht nur Schreibende sowie Bilder- und Linkpostende, sondern auch Schlafende, Essende, Trinkende, Sehende, Hörende, Sprechende, Restaurantbesuchende, Inskinogehende, Schuhezubindende und anderes Nichtzuvergessende.
Hätten Sie’s gewusst? Andy Bonettis Frau Mandy war früher Mitglied einer berühmten Gesangs- und Tanzformation. Damals hieß sie Mandy Spice.
„Und so tranken wir segensreich dem neuen Morgen entgegen.“ (Finale eines geplanten Braugaststättenepos über Amberg)
Abends spiele ich immer mit meiner Modell-S-Bahn. Sie steht in Berlin, braucht keinen Strom und ich habe große Freude an den traurigen und verzweifelten Figuren auf den Modellbahnhöfen.
Hätten Sie’s gewusst? Wenn das Raumschiff Enterprise schneller als Warp 1 fliegt, überholt es das Signal seiner eigenen Lichthupe.

Gibt es ein kollektives Bewusstsein? Können sich Haare eine Frisur merken?
TV-News: Andy Bonetti bekommt jetzt ein eigenes Fernsehformat im ZDF. „Literatur ist Trumpf“ wird ab nächsten Monat jeden Freitag gesendet und ersetzt „Neo Magazin Royale“. Außerdem soll in den Nachrichten der Begriff „Wutbürger“ ab sofort durch den Begriff „Bluthochdruckbürger“ ersetzt werden.
„Sauer macht lustig“ ist eine alte rheinische Redensart aus den Zeiten vor dem Klimawandel, als die Oechsle-Werte noch niedrig und der Wein oft sauer war.
Rückrufaktion: Achtung! Der Roman „Risco Tanner und der Rollmops des Todes“ kann Spuren von Haselnüssen enthalten.
Der sinnlose Rekord als letzter Fluchtpunkt der Ruhmsucht und der Eitelkeit. Komme ich mit dreihundert verspeisten Lakritzschnecken ins Guinness-Buch oder nur ins Krankenhaus?
Hätten Sie’s gewusst? Im Berlin der Weimarer Republik war um drei Uhr nachts Polizeistunde. Für die Angehörigen des Gastronomiegewerbes – Köche, Kellnerinnen, Wirte und Tellerwäscher – gab es aber noch offene Lokale, in denen sie, nach Vorlage eines Ausweises, ihren Feierabend als Gast genießen konnten. Außerdem wohnten viele Beschäftigte günstig in einem Vorort oder im Umland, die Züge noch Frohnau oder Zossen fuhren aber erst ab fünf Uhr. Hochburgen des Nachtlebens waren damals die Friedrichstadt rund um den Gendarmenmarkt sowie die Straßen um die Jannowitzbrücke und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er recherchiert für sein neues Sachbuch „Extreme Ekzeme – die Wunderwelt der Hautkrankheiten“ in Kalkutta.
Fliehende Stürme – Trümmergemüt. https://www.youtube.com/watch?v=4Oqsy7GsbMw
Jetzt neu: „Andy Bonetti – Inferno und Ekstase.“ Für 4,99 € als E-Book.