Blogstuff 1292
Erinnert sich noch jemand an die
Flugtaxis? Söder posierte mit einem Modell und versprach, so sähe die Zukunft
aus. Dann das bayerische Weltraumprogramm Bavaria One mit seiner Hackfresse auf
dem Logo. Davon hört man auch nichts mehr. Jetzt will Bayern den ersten
Fusionsreaktor der Welt bauen. Sibylle Günter, Generaldirektorin des
Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, sagte, diese Technologie gäbe es „sicherlich
nicht vor 2050“. In Frankreich bastelt man seit 2007 an einem Fusionsreaktor
herum. Bierzeltschwätzer meets High Tech. Aber es gibt genug Idioten, die auf
diesen Bauernfänger reinfallen.
Heinrich Burger: Springer-Reporter
(„Morgenpost“), später Sprecher der SPD-Berlin, Nahschach-Bundesligaspieler und
nach seiner Enttarnung als Stasi-Spion immerhin noch Vizemeister im Fernschach,
während er im Knast saß. Standesgemäß per Agententausch in die DDR transferiert
– vom berühmten DDR-Anwalt Wolfgang Vogel, der sich am Freikauf politischer
Gefangener durch die BRD dumm und dämlich verdient hat, persönlich im dicken
Benz abgeholt. Kinder, die Siebziger waren noch voller Abenteuer. Toter
Briefkasten in einem hohlen Baumstumpf in Schöneberg, als Kurier die Putzfrau
Erna Nickel, Mini-Kamera wie bei James Bond. Verpfiffen von seiner Ex-Frau, die
ebenfalls bei der Stasi war und lange Zeit hinter Gittern verbrachte.
Die SPD kommt bei der Wahl im
Ländle auf 5,5 Prozent. Vorschau auf kommende Katastrophen. Geht sie den Weg
der FDP? Wird sie in Rheinland-Pfalz nach 35 Jahren die Macht verlieren?
Wie süß. Hagel möchte nach der
knappen Wahlniederlage das Amt des Ministerpräsidenten teilen. Plötzlich sind
„linke“ Themen wie Job-Sharing, Work-Life-Balance und Lifestyle-Teilzeit bei
der CDU schwer in Mode, wenn es einem mal zufällig in den Kram passt. Aber
welche „Alternative“ hat er? Mit den Rechtsradikalen würde er buchstäblich sein
blaues Wunder erleben.
Die wahren Opfer des Irankriegs
sind doch deutsche Autofahrer und Aktienbesitzer.
In Amerika würde man König
Charles einfach nur Charlie nennen, vielleicht auch Chuck, schlimmstenfalls
Chucky – wie die Mörderpuppe.
Ein einziges Mal im Leben habe
ich an einem Subbotnik teilgenommen, der von einer FDJ-Trine im Quartiersmanagement
im Brunnenviertel organisiert wurde. Samstagnachmittag: vier Ostschrippen, der
Westberliner Yogalehrer („Yoga auf dem Stuhl“ für Senioren) und ich, der
Kiezschreiber, der einen Artikel über die Aktion verfassen soll. Was passiert?
Die Zonen-Gabis bemalen ein drei Meter breites Stofftransparent mit Figuren auf
Kindergartenniveau, wir Westmänner trinken ein Bier. Auf Geheiß der Chefin wird
es von uns im lichtlosen Tunnel zwischen Brunnenviertel und Mauerpark
aufgehängt. Nach einer Woche wurden wir vom Bezirk gebeten, es wieder
abzuhängen. So hat man dem sozialen Brennpunkt im Wedding wirklich einen Dienst
erwiesen. Die DDR ist mit solchen Schwachsinnsaktionen untergegangen, aber ihr
Geist lebt in irgendwelchen Sozial- und Kulturtanten immer noch weiter.
Und, haben Sie? Einen Artikel über die Aktion verfasst, meine ich. Den würde ich nämlich ganz gerne lesen.
AntwortenLöschenNatürlich. War ja mein Job. Aber da müsste ich jetzt in die Katakomben meines Archivs steigen.
Löschenтоварищ Bonetti, Dir fehlt der richtige Klassenstandpunkt !
AntwortenLöschenhttps://www.youtube.com/watch?v=adeksvjiMQU
Ich gehöre zur herrschenden Klasse. Mein Standpunkt: Kommunisten jagen, Arbeiter bis aufs Blut ausbeuten und Maybach fahren.
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