Dienstag, 10. März 2026

Erich’s Broilerstübchen

 

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Erinnert sich noch jemand an die Flugtaxis? Söder posierte mit einem Modell und versprach, so sähe die Zukunft aus. Dann das bayerische Weltraumprogramm Bavaria One mit seiner Hackfresse auf dem Logo. Davon hört man auch nichts mehr. Jetzt will Bayern den ersten Fusionsreaktor der Welt bauen. Sibylle Günter, Generaldirektorin des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, sagte, diese Technologie gäbe es „sicherlich nicht vor 2050“. In Frankreich bastelt man seit 2007 an einem Fusionsreaktor herum. Bierzeltschwätzer meets High Tech. Aber es gibt genug Idioten, die auf diesen Bauernfänger reinfallen.

Heinrich Burger: Springer-Reporter („Morgenpost“), später Sprecher der SPD-Berlin, Nahschach-Bundesligaspieler und nach seiner Enttarnung als Stasi-Spion immerhin noch Vizemeister im Fernschach, während er im Knast saß. Standesgemäß per Agententausch in die DDR transferiert – vom berühmten DDR-Anwalt Wolfgang Vogel, der sich am Freikauf politischer Gefangener durch die BRD dumm und dämlich verdient hat, persönlich im dicken Benz abgeholt. Kinder, die Siebziger waren noch voller Abenteuer. Toter Briefkasten in einem hohlen Baumstumpf in Schöneberg, als Kurier die Putzfrau Erna Nickel, Mini-Kamera wie bei James Bond. Verpfiffen von seiner Ex-Frau, die ebenfalls bei der Stasi war und lange Zeit hinter Gittern verbrachte.

Die SPD kommt bei der Wahl im Ländle auf 5,5 Prozent. Vorschau auf kommende Katastrophen. Geht sie den Weg der FDP? Wird sie in Rheinland-Pfalz nach 35 Jahren die Macht verlieren?

Wie süß. Hagel möchte nach der knappen Wahlniederlage das Amt des Ministerpräsidenten teilen. Plötzlich sind „linke“ Themen wie Job-Sharing, Work-Life-Balance und Lifestyle-Teilzeit bei der CDU schwer in Mode, wenn es einem mal zufällig in den Kram passt. Aber welche „Alternative“ hat er? Mit den Rechtsradikalen würde er buchstäblich sein blaues Wunder erleben.

Die wahren Opfer des Irankriegs sind doch deutsche Autofahrer und Aktienbesitzer.

In Amerika würde man König Charles einfach nur Charlie nennen, vielleicht auch Chuck, schlimmstenfalls Chucky – wie die Mörderpuppe.

Ein einziges Mal im Leben habe ich an einem Subbotnik teilgenommen, der von einer FDJ-Trine im Quartiersmanagement im Brunnenviertel organisiert wurde. Samstagnachmittag: vier Ostschrippen, der Westberliner Yogalehrer („Yoga auf dem Stuhl“ für Senioren) und ich, der Kiezschreiber, der einen Artikel über die Aktion verfassen soll. Was passiert? Die Zonen-Gabis bemalen ein drei Meter breites Stofftransparent mit Figuren auf Kindergartenniveau, wir Westmänner trinken ein Bier. Auf Geheiß der Chefin wird es von uns im lichtlosen Tunnel zwischen Brunnenviertel und Mauerpark aufgehängt. Nach einer Woche wurden wir vom Bezirk gebeten, es wieder abzuhängen. So hat man dem sozialen Brennpunkt im Wedding wirklich einen Dienst erwiesen. Die DDR ist mit solchen Schwachsinnsaktionen untergegangen, aber ihr Geist lebt in irgendwelchen Sozial- und Kulturtanten immer noch weiter.

 

4 Kommentare:

  1. Und, haben Sie? Einen Artikel über die Aktion verfasst, meine ich. Den würde ich nämlich ganz gerne lesen.

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    1. Natürlich. War ja mein Job. Aber da müsste ich jetzt in die Katakomben meines Archivs steigen.

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  2. товарищ Bonetti, Dir fehlt der richtige Klassenstandpunkt !
    https://www.youtube.com/watch?v=adeksvjiMQU

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    1. Ich gehöre zur herrschenden Klasse. Mein Standpunkt: Kommunisten jagen, Arbeiter bis aufs Blut ausbeuten und Maybach fahren.

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