Pünktlich zum Auftakt des
Wahljahres, im März wird in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt, bläst
die Union zum Generalangriff auf die Bürger. Die Panzerkreuzer Merz, Söder und
Reiche feuern aus allen Rohren.
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Krankenstand. Schaut
man sich den Krankenstand nach Berufsgruppen an, haben Wissenschaftler und die
oberste Managementebene die wenigsten Tage p.a. und die Pflegekräfte die
meisten. Wer hätte das gedacht? Staatsdiener sind viel länger krankgeschrieben
als Angestellte aus der Privatwirtschaft. Möglicherweise spielt auch die
Überalterung der Bevölkerung eine Rolle. In den nächsten Jahren gehen die
geburtenreichsten Jahrgänge der Bundesrepublik in Rente. Löst sich das „Problem“
dann von selbst?
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Mehrarbeit. Kann
jetzt die Regierung bestimmen, wie lange wir arbeiten? Noch gilt die
Tarifautonomie: Arbeitgeber und Arbeitnehmer handeln die Arbeitsverträge
selbständig aus. Oder leben wir jetzt im Sozialismus? Das ist ein massiver
Eingriff des Staates ins Wirtschaftsleben. Übrigens schaffen Überstunden weder Arbeitsplätze noch Aufträge für die Unternehmen.
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Lifestyle-Teilzeit.
Kampfbegriff der konservativen Boulevardmedien. Viele Frauen arbeiten nur halbtags,
weil es zu wenig Kita-Plätze und zu wenig Angebote zur nachschulischen
Betreuung gibt. In diesem Zusammenhang könnte man auch über Fehlanreize wie das
Ehegattensplitting sprechen.
· Work-Life-Balance. Früher hieß das mal “Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. Dazu gehört
z.B. die Flexibilisierung der Arbeitszeit über Arbeitszeitkonten, der Wechsel
von Voll- zu Teilzeit in der Phase der intensiven Kinderbetreuung – und zurück,
wenn die Kinder im Teenageralter sind oder das Haus verlassen. Natürlich
gehören auch hier Betreuungsangebote zur Diskussion. Die Denunzierung der
Familien durch die Unionspolitiker wird nicht zu mehr Geburten in diesem Land
führen.
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Rentenalter.
Natürlich kommt auch dieser alte Hut wieder, wenn einem gar nichts mehr
einfällt. Sollen die Alten eben länger arbeiten. Vielleicht haben diese Leute
aber auch gar keine Lust, sich den Befehlen des Kanzlers zu beugen?
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Krankenkassenreform.
Wenn ich in Zukunft Ohrenschmerzen habe, zahlt die Krankenkasse, wenn ich
Zahnschmerzen habe, zahle ich selbst? Ich bitte um genauere Erklärung. Erst vor
wenigen Wochen wurden die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung erhöht,
jetzt werden die Leistungen gekürzt.
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Lohnfortzahlung im
Krankheitsfall. Je nach Wahnwitz der beteiligten Politiker und Unternehmer werden
der erste oder die ersten drei Krankheitstage nicht mehr bezahlt. War da nicht auch
irgendwas mit Tarifautonomie?
Da werden die CDU-Landespolitiker
in allen fünf Bundesländern, in denen in diesem Jahr gewählt wird (+
Kommunalwahl in Bayern) alle Händevoll zu tun haben. Den Anfang machen im März die Schwaben, denen man gerade weißmachen will, sie seien alle Faulpelze
und Blaumacher. Viel Erfolg am Wahlkampfstand und bei den Kundgebungen.
.......diese Typen lernen es nie......wie sagte Oma: "wer nicht hören will muss fühlen.."...
AntwortenLöschenNannte man früher auch Arroganz der Macht. Berufspolitiker ohne praktische Erfahrung in der Wirtschaft erklären der arbeitenden Bevölkerung, was sie zu tun (härter arbeiten) und zu lassen hat (seltener krank werden).
LöschenDas ist eine Kampagne !
AntwortenLöschenDas haben sich die Linken ausgedacht !
Der Wirtschaftsrat ist nicht die CDU !
Wir ! müssen !
Nach dem Glatteis kommt der Aufschwung !
Wählt Bonetti !
Im September stelle ich mich als regierender Bürgermeister zur Wahl. Dann manage ich Berlin wie Trump die USA vom Golfplatz aus.
LöschenHat das Regierungsgebäude denn noch Platz für einen Ballsaalanbau...? Oh, und den Triumphbogen nicht vergessen! Die Nike auf der Siegessäule ist doch nicht mehr zeitgemäß, da muss etwas fetzigeres her.
LöschenWas mit oben ohne.
LöschenSchlieffen ist out. Nun heißt es „Macht mir den linken Flügel stark!“ lol
AntwortenLöschen"lol" habe ich ja schon ewig nicht mehr gelesen. Bei Ihnen im Seniorenheim ist immer der Teufel los, oder? Und ein Witz, in dem der Schlieffenplan vorkommt. Den müssen Sie Ihren Urenkeln aber erklären.
LöschenNaja, das waren jetzt Forderungen eines Flügels innerhalb der CDU. Es gab dazu auch viel Widerspruch aus der Partei selbst. Was Rente angeht, sind eher SPD und grüne für Streichungen bekannt. Und bei der Krankenversicherung sind auch immer mehr die Versicherungsfremden Leistungen das Problem. Wir zahlen dafür das Politik sich weigert den Anteil, den die Allgemeinheit mittragen müsste, zu übernehmen.
AntwortenLöschenDas Spiel ist bei der Rente seit Jahrzehnten bekannt. Nennt sich Teufel Tabelle.
Dann hätte man die Debatte intern führen müssen und nicht in aller Öffentlichkeit. So hat sich die CDU selbst gefickt. Nicht zum ersten Mal. Nicht zum letzten Mal. Und dann wundert sich diese Gurkentruppe, warum sie im 25%-Umfragekeller bleibt. Kohl würde sich im Grab umdrehen.
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