Blogstuff 688
„Die Menschheit ist wie eine Band, die vor
Ewigkeiten mal ein paar Hits hatte, inzwischen aber nur noch nervt und sich
wahrscheinlich demnächst auflöst.“ (Ringo Trutschke)
Was
ist Spargel? Gemüse. Ich möchte mich als heteronormativer Cis-Mann nicht zum
Thema Gemüse äußern.
Und
könnten wir wenigstens in diesem Jahr das Thema Tanzverbot an Karfreitag mal
auslassen?
Von
1976 bis 1980 war der Alkoholiker Jimmy Kater US-Präsident. Immerhin hat er
keinen Krieg angefangen.
Was
macht eigentlich Heinz Pralinski? Er hat die Haferflocken mit dem Hammer selbst
hergestellt, dann mit Chiasamen und Macadamia-Nüssen garniert, das Müsli mit
Tofumilch aufgegossen und präsentiert jetzt sein Frühstück auf Insta. Fünf
Millionen Follower sind begeistert. Danach kippt er die ganze Scheiße weg und
macht sich Spiegeleier mit Bacon. Pralinski ist so cool, auf dem könnte man
Schlittschuh laufen.
Natürlich
habe ich im Supermarkt auch weiterhin die Maske auf. Ich lasse mir von der
Corona-Diktatur doch nicht vorschreiben, wann ich die Maske abnehmen soll!
Das
Universum hat erheblich mehr Dimensionen, als wir ahnten. Es stellt sich
heraus: Die doofe Menschheit lebt auf dem untersten Level dieses Universums,
sozusagen Souterrain mit befristetem Mietvertrag. Aus den anderen Dimensionen
kommen schlechte Laune, noch schlechteres Wetter und TV-Programme, die anderswo
keiner sehen will. Die anderen Galaxien laden ihren Schrott bei uns ab.
Ich
lernte François Lachenal kennen, als ich noch ein Kind war. Seit 1959
organisierte der gebürtige Schweizer in Ingelheim die „Internationalen Tage“,
eine Kunstausstellung, die sich entweder einem Land oder einem Künstler
widmete. Es begann mit dem Thema Schweiz, es folgten Spanien, Österreich,
Großbritannien und Italien. In diesem Jahr steht Edvard Munch im Mittelpunkt. Da
ihn mein Vater bei der technischen Umsetzung der Ausstellungen unterstützte,
wurde ich ihm bei einer Vernissage vorgestellt. Erst jetzt habe ich seine
Lebensgeschichte gelesen. Er war als Schweizer Diplomat im Zweiten Weltkrieg im
besetzten Frankreich. Im Diplomatengepäck schmuggelte er literarische Arbeiten
der Résistance in die Schweiz, wo sie gedruckt wurden. Dann schmuggelte er im
Diplomatengepäck die Bücher nach Frankreich, wo sie verteilt wurden. 1953
verschlug es ihn in unsere bedeutungslose Kleinstadt, wo er für Boehringer
Ingelheim arbeitete. Das Unternehmen finanziert jedes Jahr die Ausstellung. Lachenal
verstarb 1997.
Vintage French Minimal
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