Blogstuff 1299
„USA
geben Reisewarnung heraus – für die ganze Welt“ (t-online)
Der wunderbare
und hochgeschätzte Kollege Chris Kurbjuhn ist gestorben. Eines der letzten
Blogs, das ich noch gelesen habe, schließt seine Pforten für immer. Er wohnte
nicht weit entfernt in Friedenau, leider habe ich ihn nie persönlich kennengelernt.
Mein herzliches Beileid an seine Frau, seine Familie und seine Freunde.
Josef
„Jupp“ Eisbrenner erblickte im Alter von drei Jahren das Licht der Welt. Vorher
hatte er sein gesamtes Leben in einem Jutesack verbracht, der im Kellerschrank
seiner Eltern hing. Seine Mutter war eine willenlose Heroinabhängige, sein
Vater ein cholerischer Drogendealer, der im Haus herumbrüllte, bis Speichelfäden
aus seinem Mund flogen wie bei einem wütenden Rottweiler. Das Jugendamt
befreite ihn und brachte ihn in einer Pflegefamilie unter, wo er bis zu seinem
18. Geburtstag kein Wort sprach. Mit seinem Sonderschulabschluss wurde er in
die Welt entlassen und ist heute Bundestagsabgeordneter für die SPD.
+++breaking
news+++ Iran blockiert Spargelexport nach Deutschland. Kilopreis explodiert auf
über zwanzig Euro. Wirtschaftsministerin Reiche empfiehlt Schwarzwurzeln als
Ersatz. Plündernde Horden in Beelitz gesichtet.
Die
„gute, alte Zeit“ ist einfach unsere Kindheit und sie war nicht besser als die
Kindheit heute.
Beim
Münchner Oktoberfest wird in diesem Jahr zum ersten Mal ein Grüner „O’zapft is“
rufen. Wird ein Smoothie aus dem Zapfhahn kommen?
Zwölf
Jahre war ich nicht beim Zahnarzt. Dann habe ich mir im Januar zwei wackelige
Weisheitszähne ziehen lassen und nächste Woche habe ich schon den sechsten
Zahnarzttermin in diesem Jahr, zwei weitere folgen im April. Von den
verbliebenen 27 Zähnen, hat der Arzt nach der Zahnreinigung am Mittwoch gesagt,
seien sieben „nicht erhaltungswürdig“, einer wird am 31. März extrahiert, wie
es bei uns in Wilmersdorf vornehm heißt. Keine sechzig und ich bin schon eine
wandelnde Ruine. Ich sehe schon, wie ich abends mein Gebiss in ein Glas mit Corega-Tabs
lege und mir beim Einschlafen mein neues Lächeln betrachte.
Ostermontag:
Auf der Straße von Jerusalem nach Emmaus begegnen zwei Leser einem Fremden und
erkennen ihn nicht. Erst als er an einer Tankstelle Wasser in Benzin verwandelt
und eine Runde Duplo spendiert, erkennen sie Bonetti. So steht es geschrieben.
In
eigener Sache: Entgegen anderslautenden Meldungen kommen die in diesem Blog
veröffentlichten Pointen nicht durch die Straße von Hormus in unsere Redaktion.

Josef E. spricht noch immer nicht.
AntwortenLöschenDaher fehlt er auf der Abgeordnetenliste. Denn Bonetti würde seine Leser doch niemals beschummeln. Das würde er doch ganz gewiss nicht. Würde er doch nicht.... Oder..?
Auf der Liste steht er unter seinem Pseudonym Alfred E. Neumann.
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