Donnerstag, 21. Mai 2026

Welcome to your world

 

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„Ich habe keine Zeit zu bluten“. (Predator)

Wir haben keine Kontrolle über unser Leben. Nicht nur im Bus, in der Bahn oder im Flugzeug, wo wir uns in die Hände fremder Menschen begeben. Sondern auch im Supermarkt oder im Restaurant. Wir sind nirgendwo sicher, aber in den Fernsehkrimis sterben die Leute immer durch finstere Mordbuben. Das normale Leben ist viel gruseliger.

Muttertag ist an einem Sonntag. Vatertag ist an einem Donnerstag, der natürlich arbeitsfrei ist. Zusammen mit einem Brückentag hat man ein verlängertes Wochenende. Patriachat: 1. Matriarchat: 0.

16. Mai. Restaurant, Nebentisch. Großeltern mit ihrer Enkelin. Die Kleene arbeitet im KaDeWe und erzählt, seit gestern hätten Leute vor dem Eingang wegen einer neuen Swatch-Uhr kampiert. Dann geht ihr Lamento los. Es gäbe an ihrem Arbeitsplatz keine Fenster. Sie wüsste nie, ob es draußen hell oder dunkel wäre, ob die Sonne scheint oder es regnet. Auch Frischluft gäbe es nicht. Dann musst du auf dem Bau arbeiten, Mädel! In Kaufhäusern oder Supermärkten hat es noch nie Fenster gegeben.

Bonetti – Jetzt mit Antiauslaufbündchen.

AfD gründet Radio Hitland. An wen erinnert mich der Name?

Das US-Justizministerium hat entschieden, dass Trump, seine Unternehmen und seine Familie nie wieder von der Steuerbehörde IRS überprüft werden. Im Gegenzug erhält Trump 1,8 Milliarden Dollar für Opfer der Biden-Regierung, unter anderen die Verbrecher, die 2021 das Kapitol gestürmt haben. Trump erreicht mit seiner Regierung ein neues Korruptionslevel.

Ich träume, ich hätte einen Einbrecher in der Wohnung. Allerdings in der Wohnung meiner Mutter, die ich vor dreißig Jahren zuletzt gesehen habe. Ein kleiner Mann mit Brille und schütterem Haar, der gerade das Schlafzimmer meiner Mutter betreten will, da er dort den Schmuck vermutet. Mir bleiben die Worte im Hals stecken. Schließlich sage ich zu ihm, ich hätte ein Messer. Er haut ab und ich wache auf.

In der DDR kostete eine Laube mit Kleingarten acht Mark Pacht – pro Jahr. Das war im Vergleich zu heute doch recht günstig.

Ich träume, ich wäre mit einem Freund auf der Suche nach Goldmünzen in Berlin. Wenn man vier Münzen findet, darf man angeblich den Führer treffen. Ein fieser Nazi (sorry, Pleonasmus) versucht, uns die beiden Münzen, die wir bereits haben, wieder abzujagen. Ich habe gerade „Olympia“ von Volker Kutscher gelesen. Der Roman spielt 1936 in Berlin.

Angenehme Träume wünscht Ihnen

Der Kiezschreiber

  

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