Blogstuff 1319
Es
gibt von Söder keine neuen Fressvideos und -bilder mehr. Was macht der Mann
jetzt stattdessen? Ich mache mir Sorgen.
„Iglo.
Iss was G‘scheits”. Es geht doch nichts über österreichische Fernsehwerbung.
Neu!
Jetzt mit noch mehr Verfassungsschutz. In jedem siebten Überwachungsei.
Milka
hat auf den Kundendruck reagiert. Ich habe gerade drei 100(!)-Gramm-Tafeln für
jeweils 1,11 € gekauft. Wen knöpfen wir uns als nächsten vor?
Merz:
Standpauke statt Standpunkte.
Bonetti
Media hat sich die Filmrechte an „Free Timmy“ gesichert.
Warum
benutzt eigentlich niemand den Begriff „Gruselkabinett“ für diese Regierung?
Nach dem Herbst der Entscheidungen geht jetzt auch der Frühling der
Entscheidungen vorüber.
Tragen
alle Deutschen einen Fahrradhelm auf dem Hometrainer?
Konrad
Schürzenflicker und Roswitha Schlunz kennt niemand, aber unter ihren Künstlernamen
Florian Silbereisen und Helene Fischer sind sie berühmt geworden.
Preisausschreiben!
Gewinnen Sie drei Zeilen im Wellnessblog von Andy Bonetti. Beantworten Sie
einfach folgende Frage: Warum lesen Sie diesen Mist jeden Tag?
Um
Politik zu begreifen, muss man sich in die Welt der Politiker hineinversetzen. Am
wichtigsten sind nicht die Überzeugungen eines Politikers, sondern sein
Netzwerk. Je höher man aufsteigt, umso wichtiger sind die Kontakte innerhalb
der Partei, zu den Medien, zu den großen Verbänden und im Fall von
Regierungsverantwortung natürlich auch zum Koalitionspartner. Kohl war berühmt
für sein Adressbuch. Bis zum letzten Kreisvorsitzenden hatte er die CDU im
Griff. So wie Karl der Große ständig von Kaiserpfalz zu Kaiserpfalz unterwegs
war, um sein riesiges Reich zusammenzuhalten, hatte Kohl permanent Kontakt zu
vielen Gefolgsleuten. Seine Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner FDP war
hervorragend, Kohl und Genscher waren ein perfektes Team (lustigerweise war
Genschman 1994/1995 Honorarprofessor am OSI, wo ich gerade promoviert habe; wir
waren also „Kollegen“, während Kinkel seine Rolle in der Regierung weiterspielte).
Merz ist zwar Parteivorsitzender und Kanzler, hat aber in seiner Partei nie
über ein solches Netzwerk verfügt. Nach Merkels Rücktritt hatte die CDU
Kramp-Karrenbauer und Laschet verschlissen und Merz kam erst im dritten Anlauf
an die Spitze – mit seiner typischen Mischung aus Hartnäckigkeit und Arroganz. Seine
Zusammenarbeit mit der SPD könnte man vornehm als dysfunktional beschreiben. Er
kann es einfach nicht und wird bestenfalls eine Fußnote in der deutschen
Geschichte bleiben.
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