Donnerstag, 7. Mai 2026

Andy Bonetti, Optionalist

 

Blogstuff 1319

Es gibt von Söder keine neuen Fressvideos und -bilder mehr. Was macht der Mann jetzt stattdessen? Ich mache mir Sorgen.

„Iglo. Iss was G‘scheits”. Es geht doch nichts über österreichische Fernsehwerbung.

Neu! Jetzt mit noch mehr Verfassungsschutz. In jedem siebten Überwachungsei.

Milka hat auf den Kundendruck reagiert. Ich habe gerade drei 100(!)-Gramm-Tafeln für jeweils 1,11 € gekauft. Wen knöpfen wir uns als nächsten vor?

Merz: Standpauke statt Standpunkte.

Bonetti Media hat sich die Filmrechte an „Free Timmy“ gesichert.

Warum benutzt eigentlich niemand den Begriff „Gruselkabinett“ für diese Regierung? Nach dem Herbst der Entscheidungen geht jetzt auch der Frühling der Entscheidungen vorüber.

Tragen alle Deutschen einen Fahrradhelm auf dem Hometrainer?

Konrad Schürzenflicker und Roswitha Schlunz kennt niemand, aber unter ihren Künstlernamen Florian Silbereisen und Helene Fischer sind sie berühmt geworden.

Preisausschreiben! Gewinnen Sie drei Zeilen im Wellnessblog von Andy Bonetti. Beantworten Sie einfach folgende Frage: Warum lesen Sie diesen Mist jeden Tag?

Um Politik zu begreifen, muss man sich in die Welt der Politiker hineinversetzen. Am wichtigsten sind nicht die Überzeugungen eines Politikers, sondern sein Netzwerk. Je höher man aufsteigt, umso wichtiger sind die Kontakte innerhalb der Partei, zu den Medien, zu den großen Verbänden und im Fall von Regierungsverantwortung natürlich auch zum Koalitionspartner. Kohl war berühmt für sein Adressbuch. Bis zum letzten Kreisvorsitzenden hatte er die CDU im Griff. So wie Karl der Große ständig von Kaiserpfalz zu Kaiserpfalz unterwegs war, um sein riesiges Reich zusammenzuhalten, hatte Kohl permanent Kontakt zu vielen Gefolgsleuten. Seine Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner FDP war hervorragend, Kohl und Genscher waren ein perfektes Team (lustigerweise war Genschman 1994/1995 Honorarprofessor am OSI, wo ich gerade promoviert habe; wir waren also „Kollegen“, während Kinkel seine Rolle in der Regierung weiterspielte). Merz ist zwar Parteivorsitzender und Kanzler, hat aber in seiner Partei nie über ein solches Netzwerk verfügt. Nach Merkels Rücktritt hatte die CDU Kramp-Karrenbauer und Laschet verschlissen und Merz kam erst im dritten Anlauf an die Spitze – mit seiner typischen Mischung aus Hartnäckigkeit und Arroganz. Seine Zusammenarbeit mit der SPD könnte man vornehm als dysfunktional beschreiben. Er kann es einfach nicht und wird bestenfalls eine Fußnote in der deutschen Geschichte bleiben.

Greta - Fathom

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