Samstag, 10. Januar 2026

Madurito

 

Blogstuff 1259

#Wegner. Es ist alles noch viel schlimmer. Er war am Tag des Anschlags und des Stromausfalls nicht nur von 13 bis 14 Uhr mit seiner Freundin Tennis spielen, sie waren danach auch noch beim Italiener um die Ecke und haben es sich bei Lasagne und Lambrusco gemütlich gemacht. Als sie das Restaurant verließen, dämmerte es schon. Jetzt noch bei schlechtgelaunten Leuten vorbeischauen, die im Dunkeln sitzen und frieren? Hätte ich auch nicht gemacht. Wegner hat anschließend noch mit zwei Freunden Skat gespielt und sich dann mit seiner Uschi einen schönen Fernsehabend gemacht. Leute, es war Wochenende! Kann die nächste Krise nicht mal an einem Dienstag stattfinden?

Warum haben wir Haare in den Achselhöhlen, aber nicht in den Kniekehlen?

Aus meinem neuen Stand-up-Programm: „Wisst ihr, wie meine Freundin meinen Penis nennt? Microsoft. Wisst ihr, wie ich sie nenne? Deutsche Bahn. Weil sie immer zu spät kommt.“ Jetzt muss ich nur noch lernen, mit den Ohren zu wackeln wie Fozzie-Bär.

Wenn ich eine Niere spende und damit das Leben des Empfängers rette und er bringt später jemanden um – ist das dann Beihilfe zum Mord?

Hätten Sie’s gewusst? Erna war die Gelsenkirchener Göttin der Weisheit und wurde im Ruhrpott bis zur Christianisierung im siebten Jahrhundert in eigenen Tempeln verehrt.

Warum gibt es keine richtig coolen Stellenanzeigen wie „Ninja (w/m/d) gesucht“?

Schwarz => die Schwärze, rot => die Röte, blau => die Bläue. Was ist mit weiß, gelb, grün, lila usw.?

Endlich! Die Kalender für 2025 gibt es für nur noch einen Euro.

Vor zwanzig Jahren fing es an. Die Friseurin schnitt nicht nur mein Haupthaar, sondern auch die Haare an den Ohren. Später kamen der Nacken und die Augenbrauen dazu. Inzwischen rasiert sie mir die Haare auf den Schultern. Wie geht es weiter?

#Venezuela. Es ist viel von der Monroe-Doktrin von 1823 die Rede. Damals ging es darum, dass sich die europäischen Kolonialmächte nicht mehr in die amerikanischen Angelegenheiten einmischen, nicht dass die USA den kompletten Kontinent beherrschen.

Was mir gefehlt hat: die Überschrift „Großer korrupter Diktator entführt kleinen korrupten Diktator, um dessen Ölgeschäft zu übernehmen“.

#Maduro. Erst schmeißen die USA Latinos aus dem Land, dann entführen sie einen aus Venezuela. Mir fehlt die Szene, in der Trump zu ihm sagt: „You are fired.“ Fun Fact For Fans: Einen attraktiven älteren Herrn wie Bonetti nennt man im spanischen Sprachraum übrigens Madurito.

Nächste Woche in Bonetti’s tönende Wochenschau: Infanterieregiment Großwichtelbach im Kampf gegen bolschewistische Sabotagetrupps in Tegel.



  

Freitag, 9. Januar 2026

Ein verhängnisvolles Gespräch

 

Ich saß wie jeden Tag, wenn es nicht gerade regnete, schneite oder stürmte, auf meiner Lieblingsparkbank und betrachtete den kleinen Weiher, auf dem die Enten, in sicherer Erwartung von Rentnerbrot, kreuzten wie Segelboote. Manchmal saß ich allein, manchmal saß jemand schweigend neben mir, manchmal kam man mit Fremden ins Gespräch.

An diesem Tag setzte sich eine alte Dame zu mir, deren Hut, von künstlichem Obst gekrönt, eines Auftritts im Café Kranzler würdig gewesen wäre, zu mir und begann zu häkeln. Ich holte nach einer Weile ein altes gelbes Reclam-Heft hervor und begann zu lesen.

„Was lesen Sie da?“ fragte sich mich.

„King Lear“, antwortete ich.

„Shakespeare“, sagte sie mit einem Lächeln. „Sie sind ein gebildeter junger Mann.“

„Ich ziehe die Lektüre der Zeitverschwendung mit dem Handy vor.“

„Es geht mir genauso. Ich habe keine Familie, keine Kinder oder Enkel. Die Bücher geben uns so viel und sie verlangen nichts. Ruhig, geduldig und bescheiden warten sie in meiner Bibliothek auf mich.“

„Sie haben eine Bibliothek?“

„Ja“, sagte sie und häkelte weiter. „In unserer Villa am Halensee haben wir tausende Bücher.“

„Ihre Erben dürfen sich glücklich schätzen.“

„Es gibt keine“. Ihre Stimme klang traurig.

Wir schwiegen eine Weile.

„Ich habe nicht mehr lange zu leben und ich möchte nicht, dass mein Besitz an den Staat fällt. Kommen Sie doch morgen zu Notar Berthold, wenn Sie möchten.“

Sie gab mir seine Adresse und ging fort.

Damals hatte ich Geldprobleme, eine vornehme Umschreibung für totale Ebbe in der Kasse. Ich ging zum Notar. Ich wurde von der Sekretärin sofort in sein Arbeitszimmer geschickt, es war nicht sonderlich groß und durch das Fenster sah man nur einen düsteren Hinterhof.

„Schön, dass Sie gekommen sind“, sagte er. „Gräfin von Storz hat Sie mir angekündigt.“

Dann erzählte er mir vom umfangreichen Erbe, von Immobilien, Wertpapieren und Goldschmuck. Ich konnte es gar nicht fassen. Gab es solche Wunder wirklich? Ich unterschrieb ein Formular, in dem ich bestätigte, nach dem Ableben der Gräfin ihr Erbe anzutreten.

Bereits zwei Tage später hatte ich die Rechnung des Notars in meinem Briefkasten. Zweitausend Euro. Gut angelegtes Geld, wie ich fand – auch wenn ich danach knietief im Dispo stand.

Ich hörte nie wieder was von der alten Dame und dem Notar. Wie viele Menschen sind bis heute auf den Rentner-Trick reingefallen?

 

Donnerstag, 8. Januar 2026

Politischer Selbstmord

 

Kai Wegner hat es geschafft, innerhalb weniger Stunden seine politische Karriere zu zerstören. Bis zu den Wahlen zum Abgeordnetenhaus im September ist er ein Dead Man Walking. Nach dem Anschlag auf das Stromnetz am Samstagmorgen waren hunderttausend Berliner ohne Strom und Heizung. Wegner blieb bei Minustemperaturen in seinem behaglichen Heim, als er um 8:07 Uhr (nach eigenen Angaben) vom Katastrophenfall erfuhr. Homeoffice nennt man das heutzutage. Er telefonierte herum und ging mittags für eine Stunde Tennis spielen, was er allerdings erst am Mittwoch zugab. Anstatt vor Ort Flagge zu zeigen und den Menschen persönlich schnelle Hilfe zu versprechen, blieb er an diesem Tag unsichtbar, selbst Interviews gab er nicht. Es war der längste Stromausfall in der Geschichte Berlins nach 1945, als alliierte Bomber die Stadt in Schutt und Asche gelegt haben.

Erschütternd war die Szene einen Tag später, als er in einer Notunterkunft am Feldbett einer 98jährigen Frau mit Pflegestufe 4 stand. Er fragte sie nach ihrem Alter und kokettierte, wie ein aus der Zeit gefallener Charmeur, dass man eine Dame ja nicht nach ihrem Alter fragen solle. Für die Greisin ging es um Leben und Tod, er besuchte die verzweifelten Menschen, wie es Marie Antoinette nicht besser gekonnt hätte. Dann bot der Senat den Betroffenen großzügig Hotelzimmer für siebzig Euro die Nacht an, man habe mit einer Hotelkette verhandelt. Diese Menschen waren Flüchtlinge in ihrer eigenen Stadt, jedem Flüchtling aus Afrika oder dem Orient stellt man Unterkunft, Verpflegung, Krankenkasse und Sozialhilfe auf Staatskosten zur Verfügung. Erst nach dem Shitstorm übernahm der Senat die Hotelrechnungen.

Das war es, Wegner. Das war es, CDU. Ihr habt euch selbst ins Aus geschossen.

 

Fluss ohne Ufer


Blogstuff 1258

Es wird immer lustiger. Eine Vulkangruppe, offenbar die erste Generation, distanziert sind von den Aktionen der Vulkangruppe der letzten Jahre. Judäische Volksfront gegen Volksfront von Judäa. Also sind es definitiv Linke. Die Gruppe kann noch so klein sein – sie spaltet sich und bekämpft sich dann gegenseitig.

Wenn ein Unternehmen „schwarze Zahlen“ schreibt – ist das rassistisch?  

Ein Standardspruch aus meiner frühen Berliner Zeit war: „Sprechen Sie langsam, ich bin aus Rheinland-Pfalz.“ Auf uns blicken alle mitleidig hinunter. Wir sind nicht der Arsch der Welt, aber man kann ihn von uns aus schon sehen: das Saarland. Die sind noch unter uns. Es ist wie in einer Familie. Die Frau schreit ihren Mann an, der Mann schreit die Kinder an, die Kinder schreien den Hund an und der Hund ist das Saarland.

Ich mag weder Klima noch Umwelt. Ständig soll ich irgendwas für sie machen. Was machen die eigentlich für mich?

Manches klingt auf Englisch einfach besser. Ein Rapper, der Schnüffel Hündchen Hund heißt? Aber Snoop Doggy Dog hört sich gut an. Sein echter Name Calvin Cordozar Broadus Jr. ist nicht ganz so cool.

Auf dem Balkon im Haus gegenüber nimmt eine Frau Schnee von der Brüstung und legt ihn in einen Kochtopf. Was wird das? Sachdienliche Hinweise an: Andy Bonetti, Allee der Bloggernauten, Wichtelbach-Marzahn.

Holgi hat einen Lebenslauf wie wir alle. Müssen wir nicht groß drüber reden. Er lebte mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem Armenviertel, wurde Gangmitglied, bekam seine erste Vorstrafe wegen Kokainhandels und war mehrere Jahre im Gefängnis.

Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er hat gerade „Cello con carne – Das musikalische Kochbuch“ veröffentlicht. Ein Riesenerfolg. In Planung sind der Ratgeber „Die Pralinendiät – Abnehmen mit Spaß und Schokolade“ und der Erotikthriller „Der Mönch mit der Fleischpeitsche“.

„Tetzlaff Burnetti, born and raised in Little Balcony, Wisconsin …” Niemand will solche Lebensläufe lesen.

Vermögenssteuer? Zum Glück haben wir die Union, Schild und Schwert der Oberschicht.

Ich hatte mal ein selbstfahrendes Auto. Als ich aus der Kneipe kam, war es einfach weg. Es ist bis heute nicht zu mir zurückgekehrt. Was es wohl gerade macht?

Hans Henny Jahn ist ein zu Unrecht vergessener Schriftsteller. Ich kenne bis heute niemanden, der „Fluss ohne Ufer“ gelesen hat. Zugegeben: 3000 Seiten sind heftig. Aber es lohnt sich. Wie „Mann ohne Eigenschaften“ oder „Krieg und Frieden“. Wenn man sich auf solche Leseprojekte einlässt, sollte man sich ein paar Wochen freinehmen.

Mittwoch, 7. Januar 2026

Vulkangruppe

 

Erstens: Es gibt keine „Vulkangruppe“. Das ist eine Erfindung des Verfassungsschutzes. Es gab auch nie Anschläge auf die Berliner Infrastruktur oder die Deutsche Bahn. Jeder weiß, dass die deutsche Infrastruktur marode ist. Man denke nur an Straßen, Brücken und Schulen. Wenn also mal wieder ein Teil des Systems zusammenbricht, wird so getan, als sei ein Anschlag die Ursache. Fake News. Und aus politischen Gründen macht man die Linken verantwortlich. Warum? Die Linken sind – jede Umfrage beweist es – die dominante Kraft in unserer Gesellschaft und stehen ganz, wirklich ganz ganz kurz vor der Abschaffung des Kapitalismus. Fragen Sie die rote Heidi. Es gab übrigens auch nie eine „RAF“. Ponto, Buback, Schleyer leben heute noch. In Florida.

Zweitens: Es gab nie eine „Berliner Mauer“. Das war eine Attrappe, um Touristen anzulocken. Passierte man den Grenzübergang Friedrichstraße, kam man in einen phantasievoll gestalteten Themenpark mit lustigen Komparsen („Ossis“, „Vopos“), Spielgeld aus Aluminium, unbunten Kulissen (sozialistische Parolen und trostlose Schaufenster) und Spielzeugautos („Trabbis“). Hinter dem Alexanderplatz war Schluss, weiter ist ohnehin kein Tourist gekommen. Als Helmut Kohl nach dem verhinderten CDU-internen Putsch 1989 nach einem Ausweg suchte, inszenierte er die „Deutsche Einheit“. Alles Fake. Aber er blieb bis 1998 Kanzler. Die Schauspieler, die man uns immer wieder vorführt, wenn es um den „Mauerfall“ geht – alle vom Verfassungsschutz bezahlt. Viele von ihnen verschwanden in den Monaten danach auf rätselhafte Weise.

Drittens: Die „Mondlandung“. Bekanntlich von Stanley Kubrick in den Kulissen von „2001“ gedreht.

Viertens: „Australien“. Von findigen bis halbkriminösen Reisebüros erfunden, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Man wird zwanzig Stunden im Kreis geflogen und kommt dann an einen Ort, wo auf einem Pappschild „Australien“ steht. Kängurus und Koalabären (Ursprungsland: Albanien) werden vorgeführt und im Fernsehen läuft „Crocodile Dundee“ in Dauerschleife. Das Essen liefert McDonald’s.

Fünftens: Corona war noch nicht mal eine Grippe, es war eine leichte Erkältung. Niemand ist gestorben. Das hat sich alles der Deep State ausgedacht, um eine Diktatur zu errichten, unter der wir alle bis heute leiden. Es wurde auch kein Impfstoff gespritzt, sondern nur Ortungschips und Zombiedrogen, die das eigenständige Denken unmöglich gemacht haben. Nix darf man mehr sagen, gar nix! Sonst holen sie dich!!!

Sechstens: Das „Universum“. Es wurde von einem gewissen „Einstein“ erfunden, einem Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, der in Wirklichkeit Holgi heißt.  

PS: Als echte Perle in Sachen Verschwörungstheorie entpuppt sich der Kommentarbereich des „Betonflüsterers“. „Ungeimpfte aber sind die am härtesten diskriminierten Aussenseiter“ (Eat this, PoC). Man verabredet sich in Untergrund-Cafés, von denen es einmal „20.000“ gegeben hat (Quelle: Tante Gisela). „Und immer unter dem Radar. Ohne Bürgen kam keiner rein.“ Natürlich hinterlassen alle Widerstandskämpfer brav ihre IP im Blog. Man will es dem Verfassungsschutz, der bekanntlich auch 2026 noch Jagd auf alle Ungeimpften macht, nicht allzu schwer machen. Slapstick pur. Danke!  

 

Dienstag, 6. Januar 2026

Keeping up with Bonetti

 

Blogstuff 1257

Venezuela wird seit Jahrzehnten von Oligarchen ausgeplündert, die ihr Geld in die USA, die Schweiz oder irgendwelche Steuerparadiese bringen. Dazu hilft ihnen eine korrupte Elite in Politik, Verwaltung, Militär und Polizei. Mit dem Reichtum an Bodenschätzen, v.a. Öl, könnten die Venezolaner leben wie die Araber, tatsächlich vegetieren sie in bitterer Armut vor sich hin oder verlassen das Land – egal, ob sie von Linken, Rechten oder einer Militär-Junta regiert werden. Im Prinzip hat sich seit der Eroberung des Landes durch die Spanier vor fünfhundert Jahren nichts geändert. Damals ging es in Lateinamerika um Gold und Silber, das nach Europa verschifft wurde. Nun sind es nach der vor zweihundert Jahren erkämpften Unabhängigkeit Einheimische, die das Geschäftsmodell übernommen haben. Frage: Hört Siemens auf zu existieren, wenn man den Vorstandsvorsitzenden ins Gefängnis steckt? Nein. Aufträge kommen auch weiterhin rein, Ware wird produziert und verkauft, die Profite fließen. Aber das kapiert ein Schwachkopf wie Trump natürlich nicht.

Es ist immer wieder lustig, wie Linke sich winden, wenn andere Linke Gewalt anwenden. Dann kommen diese peinlichen Haarspaltereien wie „mutmaßlich“ usw., als würden alle Kommentatoren im Internet plötzlich in der Heute-Redaktion sitzen. Geht es um Attacken auf Flüchtlingsheime, steckt der rhetorische Colt etwas lockerer im Holster. Ockhams Rasiermesser. Es gibt ein Bekennerschreiben der linksextremistischen Vulkangruppe, die seit 2011 nach dem immer gleichen Muster Anschläge auf die Infrastruktur in Berlin und im Umland verübt, nicht drei oder sieben Bekennerschreiben. Niemand hat widersprochen und gesagt: „Nee, wir waren das.“ Ich lese diese Bekennerschreiben seit Jahrzehnten, Duktus, Länge (endlos) und Inhalt bleiben immer gleich. Man wollte einem Villenviertel den Saft abdrehen. Auf solche Ideen kommt der Untergrundstammtisch eben gelegentlich. Nur trifft es die Bonzen leider nie. Die haben in ihren Zehlendorfer Villen Notstromaggregate oder sind noch am Samstag losgefahren und haben sich welche besorgt. Die sind jetzt in Berlin ausverkauft. Ansonsten fliegt man halt eine Woche in die Sonne, Malle, Hurghada, trallala. Nur Oma Krause sitzt in der Scheiße.   

Wie oft habe ich mir im Leben über diese Frage den Kopf zerbrochen: Warum ist die Banane krumm? Salatgurken waren in meiner Kindheit auch krumm, jetzt hat man sie kerzengerade gezüchtet, damit mehr von ihnen in einen Karton passen. Warum geht das nicht auch mit Bananen?

Wir dachten, wir würden eine Tochter bekommen. Wir wollten sie Klara nennen. Dann wurde es ein Junge und wir nannten ihn Klarer.

Erster Einkauf 2026. An der Supermarktkasse wünscht mir der Kassierer einen schönen Tag, ich bedanke mich und wünsche ihm auch einen schönen Tag. So geht es weiter mit „Schönes Wochenende“ und „Frohes neues Jahr“. Und dann: „Alles Schöne, das Sie sich wünschen“. Dazu ein breites Lächeln. Arabische Gastfreundschaft in Berlin. Stoppt die Abschiebungen! Jetzt!

Neulich im Knallifat in Neukölln.

 

Montag, 5. Januar 2026

Gen Z – Die Grinder-Generation

 

Blogstuff 1256

Die Welt ist in drei Einflussbereiche geteilt, die von jeweils einer Großmacht beherrscht werden. Amerika von den USA, Asien von China, Europa von Russland – oder, wie George Orwell sagen würde: Ozeanien, Ostasien und Eurasien. Doppelplusgut.

Ich freue mich schon auf den Schauprozess gegen Maduro. „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ und „Verschwörung zum Kokainimport“ (was ist mit Fentanyl?) lauten die Anklagepunkte, man denkt unwillkürlich an Panamas Diktator Noriega, den 1990 das gleiche Schicksal ereilte. Natürlich hatte er mit Drogengeschäften sein Geld verdient.

Wenn ein US-Bürger Drogen nimmt, ist er nicht selbst an den Folgen schuld, sondern jemand anderes. Beispielsweise Venezuela, Mexiko und Kolumbien. Wir sollten uns daran ein Beispiel nehmen. Whisky? Lasst uns Schottland angreifen. Cognac? Lasst uns Frankreich angreifen. Grappa? Lasst und Italien angreifen. Gras? Lasst uns Holland angreifen.

Ich ging den Hotelflur zu meinem Zimmer entlang, als ich fünf Kellner vor der Nr. 217 sah. „Was ist denn hier los?“, fragte ich den letzten, der ein Tablett mit einer Flasche Chateau Lafite-Rothschild, einer Flasche River-Cola und einem großen Bierglas trug. „Bonetti ist in der Stadt“, antwortete er und ein zweiter Zimmerkellner ergänzte: „Und er hat Hunger und Durst“. Auf seinem Wagen standen drei Teller, die mit silbernen Hauben abgedeckt waren, dazu zwei Teller mit einer Käseauswahl und Petit Fours. Dieser Bonetti musste ein beeindruckender Mann sein. Als ich vor meinem Zimmer stand, hörte ich, wie seine Tür geöffnet wurde. Man hörte mehrere Stimmen und Gelächter. Als ich zwei Stunden später zum Abendessen, war ich neugierig. Wer war Bonetti? Ich klopfte, aber niemand öffnete. Ich klopfte noch einmal und wartete. Schließlich drückte ich die Türklinke runter. Die Tür war nicht verschlossen, das Zimmer war dunkel. Ich machte das Licht an. Nichts, noch nicht einmal Möbel. Die Leere des Raums war vollkommen.

Wenn man keine Kinder hat, kann man als Rentner auch nicht auf den Enkeltrick reinfallen. Alles richtig gemacht.

Warum hat Shakespeare nicht Hamlet 2 geschrieben? Das Theaterstück war doch ein voller Erfolg.

Erster toter Promi des Jahres: Annabella Cortese. Die italienische Filmdiva starb mit 96 Jahren in ihrer Villa am Comer See.

Erst als ich mit dem Zuckerstreuer nach der Kellnerin warf, hatte ich im Café die nötige Aufmerksamkeit.

„Ich sehe schwarz.“ Früher hat man bei diesem Satz an Pessimismus gedacht. Jetzt an das Stadtbild von Friedrich Merz. Wie wird man ihn in den Geschichtsbüchern würdigen? Friedrich der Kleine? Friedrich der Wirkungslose? Friedrich der Gescheiterte?