Montag, 12. Januar 2026

Preise auf der Reise

 

Blogstuff 1260

Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin Machado will ihren Preis an Trump weitergeben. Jetzt ist es endgültig: Ich lebe in einer Simulation. Das kann alles nicht wahr sein. Zum Glück hat das Nobelpreiskomitee in Oslo klargestellt, dass Preisträger zwar die Medaille, aber nicht den Preis weitergeben können. In der Liste der Friedensnobelpreisträger wird Trump also nie auftauchen – höchstens innerhalb seines US-Königreichs, in dem es auch einen Golf von Amerika gibt. Bekommt Bonetti jetzt auch einen Literaturnobelpreis geschenkt?

Warum muss ich bei Blitzeis immer an Adolf Hitler denken?

Ich habe nie verstanden, warum sie diesen zwergwüchsigen Langweiler geheiratet hat. Es war, als würde sie mit einem leeren Blatt Papier zusammenleben.

Ranking der gefährlichsten Städte Europas. Marseille auf Platz 1 vor Birmingham und Coventry. Gefährlichste Stadt Deutschlands: Bremen (Platz 40) vor Hannover (49) und Berlin (53).

Sechs Uhr morgens und man kann die Hand nicht vor Augen sehen. Als ich das Licht anmache, geht’s.

Ich arbeite in einer Fischfabrik in Dingolfing. Wir haben uns auf Jahrgangskonserven mit Sardinen konzentriert. Ich lege jeweils sechs Sardinen in eine Büchse, schiebe die Büchse in einen Apparat und drücke einen Knopf. Dann hat die Dose einen schicken Deckel mit Angabe des Jahrgangs. Der Chef schaut immer im Internet nach, für welche Jahrgänge und welche Hersteller am meisten bezahlt wird. Das wird dann auf den Deckel gedruckt. Die ganzen neureichen Proleten aus den Großstädten schmecken den Unterschied doch sowieso nicht. Die größten Idioten legen sogar eine Konservensammlung an. Manchmal haben wir keine Sardinen mehr, dann nehmen wir Fischstäbchen, denen wir Augen aufmalen. (wird nicht fortgesetzt)

Ein endloser Raum voller kleiner Kaffeehaustischen aus Marmor, die Wände und die Decke sind nicht zu sehen. Ich sitze mit einer Frau an einem der Tische, wir sind die einzigen Gäste. Wir schweigen und schicken uns WhatsApp-Nachrichten.

Nach Tschernobyl 1986 beschloss die SPD, aus der Atomenergie auszusteigen. Nach Fukushima 2011 beschloss die CDU, aus der Atomenergie auszusteigen. Manchmal braucht man etwas länger. 2023 hatten wir es dann geschafft, aber Leute wie Söder träumen immer noch von neuen Atomkraftwerken. Zum Glück haben die Energiekonzerne kein Interesse an teuren Abenteuern.

Kalauer der Woche: Warum bietet McDonald’s in England keinen McBeth an? Dann kann ich den anderen miesen Witz ja auch noch gleich raushauen, um endlich den allerletzten Leser zu vergraulen. Schwedens Beitrag zur diesjährigen Berlinale: Edward mit den Schärenhänden.



An was erinnert Sie diese Winterimpression?

Sonntag, 11. Januar 2026

Tech Wars

 

In den frühen Morgenstunden stürmen die Tesla Tigers, ein mit Laserwaffen ausgestattetes Infanterieregiment, mit Luftunterstützung durch SpaceX die Firmenzentrale von Alphabet in Palo Alto. Sämtliche Serverfarmen des Konzerns werden besetzt. Überall im Land explodieren in der Zwischenzeit Apple Stores. Zum Glück ist es Sonntag, es gibt keine Toten. Bill Gates wird von einer Spezialeinheit, den Musketieren, festgenommen. Mark Zuckerberg begeht beim Angriff auf seine Villa Selbstmord.

Die Redaktionen von CNN und der New York Times fallen ebenso wie die Firmensitze von Amazon und Nvidia. Fernsehredakteure in dunklen Anzügen und Zeitungsredakteure mit Ärmelschonern werden aus ihren Gebäuden geführt, alle haben einen Sack über dem Kopf. Sie werden in ein Umerziehungslager nach Idaho gebracht. Vier Stunden später hat Elon Musk fast alle wichtigen Tech-Milliardäre verhaftet und in den Hochsicherheitstrakt zwanzig Meter unter seinem Führerbunker gebracht.

Wenig später sind die Medien gleichgeschaltet. Auf allen Handy-Displays, Computer- und Fernsehbildschirmen erscheint das Gesicht des großen Führers. Er steht auf einer Bühne, wir hören frenetischen Applaus. Musk reckt den rechten Arm zum Hitlergruß, dann kreuzt er ihn mit seinem ausgestreckten linken Arm über dem Kopf zu einem X. Das neue Zeichen der Bewegung. Kamera auf den Saal. Alle Menschen halten die Arme hoch und kreuzen sie auf ein Kommando des bekifften Apartheidfreaks.

Dann beginnt er seine Rede: „Willkommen in der neuen Zeit. Nun stehen wir vor einem großen Krieg, der eine Probe dafür ist, ob diese Generation mit ihren Grundsätzen dauerhaft Bestand haben kann. Wir haben uns auf einem globalen Schlachtfeld versammelt. Wir sind gekommen, um einen Teil dieses Feldes jenen als letzte Ruhestätte zu weihen, die hier ihr Leben gaben, damit diese User-Nation leben möge. Es liegt an uns, der großen Aufgabe gerecht zu werden, dass diese Nation, unter Gott, eine Wiedergeburt der Freiheit erleben soll. Ich habe einen Traum. Ich möchte meine 27 Kinder die Möglichkeit geben, sich in sozialen Medien und Computerspielen selbst zu verwirklichen, von meiner KI zu lernen und in meinem Reich eine Aufgabe zu finden, die sie glücklich macht. Unser Sieg wird grenzenlos sein. Zehntausend Jahre, liebe Freunde, zehntausend Jahre!“

Als Trump die Gefahr erkennt, ist es schon zu spät. Musk hat mit Cyberattacken den gesamten Militärapparat der USA lahmgelegt. Eine KI namens Grok regiert die Vereinigten Staaten. Sie ist überall und macht sich die Erde untertan. Auch China und Russland sind hilflos und müssen kapitulieren, Friedrich Merz schreibt auf X einen kritischen Leserbrief.

Hier könnte die Geschichte enden – in jeglicher Hinsicht. Aber dann erfolgt der Angriff von Peter Thiels Klonkriegern, basierend auf einer Kreuzung der DNS von Arnold Schwarzenegger und Steve Jobs. Der größenwahnsinnige Deutsch-Amerikaner ist bekanntlich ein Feind der Demokratie und der Marktwirtschaft. Er lässt Musk beseitigen und gründet Monopole im IT- und Industriebereich. Unter Thiel beginnt der Aufbruch zu den Sternen. Den Rest kennen Sie aus den Filmen von George Lucas.

Samstag, 10. Januar 2026

Madurito

 

Blogstuff 1259

#Wegner. Es ist alles noch viel schlimmer. Er war am Tag des Anschlags und des Stromausfalls nicht nur von 13 bis 14 Uhr mit seiner Freundin Tennis spielen, sie waren danach auch noch beim Italiener um die Ecke und haben es sich bei Lasagne und Lambrusco gemütlich gemacht. Als sie das Restaurant verließen, dämmerte es schon. Jetzt noch bei schlechtgelaunten Leuten vorbeischauen, die im Dunkeln sitzen und frieren? Hätte ich auch nicht gemacht. Wegner hat anschließend noch mit zwei Freunden Skat gespielt und sich dann mit seiner Uschi einen schönen Fernsehabend gemacht. Leute, es war Wochenende! Kann die nächste Krise nicht mal an einem Dienstag stattfinden?

Warum haben wir Haare in den Achselhöhlen, aber nicht in den Kniekehlen?

Aus meinem neuen Stand-up-Programm: „Wisst ihr, wie meine Freundin meinen Penis nennt? Microsoft. Wisst ihr, wie ich sie nenne? Deutsche Bahn. Weil sie immer zu spät kommt.“ Jetzt muss ich nur noch lernen, mit den Ohren zu wackeln wie Fozzie-Bär.

Wenn ich eine Niere spende und damit das Leben des Empfängers rette und er bringt später jemanden um – ist das dann Beihilfe zum Mord?

Hätten Sie’s gewusst? Erna war die Gelsenkirchener Göttin der Weisheit und wurde im Ruhrpott bis zur Christianisierung im siebten Jahrhundert in eigenen Tempeln verehrt.

Warum gibt es keine richtig coolen Stellenanzeigen wie „Ninja (w/m/d) gesucht“?

Schwarz => die Schwärze, rot => die Röte, blau => die Bläue. Was ist mit weiß, gelb, grün, lila usw.?

Endlich! Die Kalender für 2025 gibt es für nur noch einen Euro.

Vor zwanzig Jahren fing es an. Die Friseurin schnitt nicht nur mein Haupthaar, sondern auch die Haare an den Ohren. Später kamen der Nacken und die Augenbrauen dazu. Inzwischen rasiert sie mir die Haare auf den Schultern. Wie geht es weiter?

#Venezuela. Es ist viel von der Monroe-Doktrin von 1823 die Rede. Damals ging es darum, dass sich die europäischen Kolonialmächte nicht mehr in die amerikanischen Angelegenheiten einmischen, nicht dass die USA den kompletten Kontinent beherrschen.

Was mir gefehlt hat: die Überschrift „Großer korrupter Diktator entführt kleinen korrupten Diktator, um dessen Ölgeschäft zu übernehmen“.

#Maduro. Erst schmeißen die USA Latinos aus dem Land, dann entführen sie einen aus Venezuela. Mir fehlt die Szene, in der Trump zu ihm sagt: „You are fired.“ Fun Fact For Fans: Einen attraktiven älteren Herrn wie Bonetti nennt man im spanischen Sprachraum übrigens Madurito.

Nächste Woche in Bonetti’s tönende Wochenschau: Infanterieregiment Großwichtelbach im Kampf gegen bolschewistische Sabotagetrupps in Tegel.



  

Freitag, 9. Januar 2026

Ein verhängnisvolles Gespräch

 

Ich saß wie jeden Tag, wenn es nicht gerade regnete, schneite oder stürmte, auf meiner Lieblingsparkbank und betrachtete den kleinen Weiher, auf dem die Enten, in sicherer Erwartung von Rentnerbrot, kreuzten wie Segelboote. Manchmal saß ich allein, manchmal saß jemand schweigend neben mir, manchmal kam man mit Fremden ins Gespräch.

An diesem Tag setzte sich eine alte Dame zu mir, deren Hut, von künstlichem Obst gekrönt, eines Auftritts im Café Kranzler würdig gewesen wäre, zu mir und begann zu häkeln. Ich holte nach einer Weile ein altes gelbes Reclam-Heft hervor und begann zu lesen.

„Was lesen Sie da?“ fragte sich mich.

„King Lear“, antwortete ich.

„Shakespeare“, sagte sie mit einem Lächeln. „Sie sind ein gebildeter junger Mann.“

„Ich ziehe die Lektüre der Zeitverschwendung mit dem Handy vor.“

„Es geht mir genauso. Ich habe keine Familie, keine Kinder oder Enkel. Die Bücher geben uns so viel und sie verlangen nichts. Ruhig, geduldig und bescheiden warten sie in meiner Bibliothek auf mich.“

„Sie haben eine Bibliothek?“

„Ja“, sagte sie und häkelte weiter. „In unserer Villa am Halensee haben wir tausende Bücher.“

„Ihre Erben dürfen sich glücklich schätzen.“

„Es gibt keine“. Ihre Stimme klang traurig.

Wir schwiegen eine Weile.

„Ich habe nicht mehr lange zu leben und ich möchte nicht, dass mein Besitz an den Staat fällt. Kommen Sie doch morgen zu Notar Berthold, wenn Sie möchten.“

Sie gab mir seine Adresse und ging fort.

Damals hatte ich Geldprobleme, eine vornehme Umschreibung für totale Ebbe in der Kasse. Ich ging zum Notar. Ich wurde von der Sekretärin sofort in sein Arbeitszimmer geschickt, es war nicht sonderlich groß und durch das Fenster sah man nur einen düsteren Hinterhof.

„Schön, dass Sie gekommen sind“, sagte er. „Gräfin von Storz hat Sie mir angekündigt.“

Dann erzählte er mir vom umfangreichen Erbe, von Immobilien, Wertpapieren und Goldschmuck. Ich konnte es gar nicht fassen. Gab es solche Wunder wirklich? Ich unterschrieb ein Formular, in dem ich bestätigte, nach dem Ableben der Gräfin ihr Erbe anzutreten.

Bereits zwei Tage später hatte ich die Rechnung des Notars in meinem Briefkasten. Zweitausend Euro. Gut angelegtes Geld, wie ich fand – auch wenn ich danach knietief im Dispo stand.

Ich hörte nie wieder was von der alten Dame und dem Notar. Wie viele Menschen sind bis heute auf den Rentner-Trick reingefallen?

 

Donnerstag, 8. Januar 2026

Politischer Selbstmord

 

Kai Wegner hat es geschafft, innerhalb weniger Stunden seine politische Karriere zu zerstören. Bis zu den Wahlen zum Abgeordnetenhaus im September ist er ein Dead Man Walking. Nach dem Anschlag auf das Stromnetz am Samstagmorgen waren hunderttausend Berliner ohne Strom und Heizung. Wegner blieb bei Minustemperaturen in seinem behaglichen Heim, als er um 8:07 Uhr (nach eigenen Angaben) vom Katastrophenfall erfuhr. Homeoffice nennt man das heutzutage. Er telefonierte herum und ging mittags für eine Stunde Tennis spielen, was er allerdings erst am Mittwoch zugab. Anstatt vor Ort Flagge zu zeigen und den Menschen persönlich schnelle Hilfe zu versprechen, blieb er an diesem Tag unsichtbar, selbst Interviews gab er nicht. Es war der längste Stromausfall in der Geschichte Berlins nach 1945, als alliierte Bomber die Stadt in Schutt und Asche gelegt haben.

Erschütternd war die Szene einen Tag später, als er in einer Notunterkunft am Feldbett einer 98jährigen Frau mit Pflegestufe 4 stand. Er fragte sie nach ihrem Alter und kokettierte, wie ein aus der Zeit gefallener Charmeur, dass man eine Dame ja nicht nach ihrem Alter fragen solle. Für die Greisin ging es um Leben und Tod, er besuchte die verzweifelten Menschen, wie es Marie Antoinette nicht besser gekonnt hätte. Dann bot der Senat den Betroffenen großzügig Hotelzimmer für siebzig Euro die Nacht an, man habe mit einer Hotelkette verhandelt. Diese Menschen waren Flüchtlinge in ihrer eigenen Stadt, jedem Flüchtling aus Afrika oder dem Orient stellt man Unterkunft, Verpflegung, Krankenkasse und Sozialhilfe auf Staatskosten zur Verfügung. Erst nach dem Shitstorm übernahm der Senat die Hotelrechnungen.

Das war es, Wegner. Das war es, CDU. Ihr habt euch selbst ins Aus geschossen.

 

Fluss ohne Ufer


Blogstuff 1258

Es wird immer lustiger. Eine Vulkangruppe, offenbar die erste Generation, distanziert sind von den Aktionen der Vulkangruppe der letzten Jahre. Judäische Volksfront gegen Volksfront von Judäa. Also sind es definitiv Linke. Die Gruppe kann noch so klein sein – sie spaltet sich und bekämpft sich dann gegenseitig.

Wenn ein Unternehmen „schwarze Zahlen“ schreibt – ist das rassistisch?  

Ein Standardspruch aus meiner frühen Berliner Zeit war: „Sprechen Sie langsam, ich bin aus Rheinland-Pfalz.“ Auf uns blicken alle mitleidig hinunter. Wir sind nicht der Arsch der Welt, aber man kann ihn von uns aus schon sehen: das Saarland. Die sind noch unter uns. Es ist wie in einer Familie. Die Frau schreit ihren Mann an, der Mann schreit die Kinder an, die Kinder schreien den Hund an und der Hund ist das Saarland.

Ich mag weder Klima noch Umwelt. Ständig soll ich irgendwas für sie machen. Was machen die eigentlich für mich?

Manches klingt auf Englisch einfach besser. Ein Rapper, der Schnüffel Hündchen Hund heißt? Aber Snoop Doggy Dog hört sich gut an. Sein echter Name Calvin Cordozar Broadus Jr. ist nicht ganz so cool.

Auf dem Balkon im Haus gegenüber nimmt eine Frau Schnee von der Brüstung und legt ihn in einen Kochtopf. Was wird das? Sachdienliche Hinweise an: Andy Bonetti, Allee der Bloggernauten, Wichtelbach-Marzahn.

Holgi hat einen Lebenslauf wie wir alle. Müssen wir nicht groß drüber reden. Er lebte mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem Armenviertel, wurde Gangmitglied, bekam seine erste Vorstrafe wegen Kokainhandels und war mehrere Jahre im Gefängnis.

Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er hat gerade „Cello con carne – Das musikalische Kochbuch“ veröffentlicht. Ein Riesenerfolg. In Planung sind der Ratgeber „Die Pralinendiät – Abnehmen mit Spaß und Schokolade“ und der Erotikthriller „Der Mönch mit der Fleischpeitsche“.

„Tetzlaff Burnetti, born and raised in Little Balcony, Wisconsin …” Niemand will solche Lebensläufe lesen.

Vermögenssteuer? Zum Glück haben wir die Union, Schild und Schwert der Oberschicht.

Ich hatte mal ein selbstfahrendes Auto. Als ich aus der Kneipe kam, war es einfach weg. Es ist bis heute nicht zu mir zurückgekehrt. Was es wohl gerade macht?

Hans Henny Jahn ist ein zu Unrecht vergessener Schriftsteller. Ich kenne bis heute niemanden, der „Fluss ohne Ufer“ gelesen hat. Zugegeben: 3000 Seiten sind heftig. Aber es lohnt sich. Wie „Mann ohne Eigenschaften“ oder „Krieg und Frieden“. Wenn man sich auf solche Leseprojekte einlässt, sollte man sich ein paar Wochen freinehmen.

Mittwoch, 7. Januar 2026

Vulkangruppe

 

Erstens: Es gibt keine „Vulkangruppe“. Das ist eine Erfindung des Verfassungsschutzes. Es gab auch nie Anschläge auf die Berliner Infrastruktur oder die Deutsche Bahn. Jeder weiß, dass die deutsche Infrastruktur marode ist. Man denke nur an Straßen, Brücken und Schulen. Wenn also mal wieder ein Teil des Systems zusammenbricht, wird so getan, als sei ein Anschlag die Ursache. Fake News. Und aus politischen Gründen macht man die Linken verantwortlich. Warum? Die Linken sind – jede Umfrage beweist es – die dominante Kraft in unserer Gesellschaft und stehen ganz, wirklich ganz ganz kurz vor der Abschaffung des Kapitalismus. Fragen Sie die rote Heidi. Es gab übrigens auch nie eine „RAF“. Ponto, Buback, Schleyer leben heute noch. In Florida.

Zweitens: Es gab nie eine „Berliner Mauer“. Das war eine Attrappe, um Touristen anzulocken. Passierte man den Grenzübergang Friedrichstraße, kam man in einen phantasievoll gestalteten Themenpark mit lustigen Komparsen („Ossis“, „Vopos“), Spielgeld aus Aluminium, unbunten Kulissen (sozialistische Parolen und trostlose Schaufenster) und Spielzeugautos („Trabbis“). Hinter dem Alexanderplatz war Schluss, weiter ist ohnehin kein Tourist gekommen. Als Helmut Kohl nach dem verhinderten CDU-internen Putsch 1989 nach einem Ausweg suchte, inszenierte er die „Deutsche Einheit“. Alles Fake. Aber er blieb bis 1998 Kanzler. Die Schauspieler, die man uns immer wieder vorführt, wenn es um den „Mauerfall“ geht – alle vom Verfassungsschutz bezahlt. Viele von ihnen verschwanden in den Monaten danach auf rätselhafte Weise.

Drittens: Die „Mondlandung“. Bekanntlich von Stanley Kubrick in den Kulissen von „2001“ gedreht.

Viertens: „Australien“. Von findigen bis halbkriminösen Reisebüros erfunden, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Man wird zwanzig Stunden im Kreis geflogen und kommt dann an einen Ort, wo auf einem Pappschild „Australien“ steht. Kängurus und Koalabären (Ursprungsland: Albanien) werden vorgeführt und im Fernsehen läuft „Crocodile Dundee“ in Dauerschleife. Das Essen liefert McDonald’s.

Fünftens: Corona war noch nicht mal eine Grippe, es war eine leichte Erkältung. Niemand ist gestorben. Das hat sich alles der Deep State ausgedacht, um eine Diktatur zu errichten, unter der wir alle bis heute leiden. Es wurde auch kein Impfstoff gespritzt, sondern nur Ortungschips und Zombiedrogen, die das eigenständige Denken unmöglich gemacht haben. Nix darf man mehr sagen, gar nix! Sonst holen sie dich!!!

Sechstens: Das „Universum“. Es wurde von einem gewissen „Einstein“ erfunden, einem Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, der in Wirklichkeit Holgi heißt.  

PS: Als echte Perle in Sachen Verschwörungstheorie entpuppt sich der Kommentarbereich des „Betonflüsterers“. „Ungeimpfte aber sind die am härtesten diskriminierten Aussenseiter“ (Eat this, PoC). Man verabredet sich in Untergrund-Cafés, von denen es einmal „20.000“ gegeben hat (Quelle: Tante Gisela). „Und immer unter dem Radar. Ohne Bürgen kam keiner rein.“ Natürlich hinterlassen alle Widerstandskämpfer brav ihre IP im Blog. Man will es dem Verfassungsschutz, der bekanntlich auch 2026 noch Jagd auf alle Ungeimpften macht, nicht allzu schwer machen. Slapstick pur. Danke!