Sonntag, 22. Oktober 2023

Endlich trocken – Wenn die Menopause kommt

 

Blogstuff 852

„Verzweiflung, Nacht in traurigen Gehirnen.“ (Georg Trakl: Menschheit)

Sahra Dingens, Armani-Queen der „kleinen Leute“, Ostdeutsche der Herzen, die mit einem linken Millionär am westdeutschen Froschschenkeläquator lebt und ihrer neuen Partei ganz unbescheiden ihren eigenen Namen gibt. So wie die Adenauer-Union und die Höcke-SS.

Nur mal so zur Info für Nahostexperten: Die Hamas hat explizit kein Interesse an einer Zwei-Staaten-Lösung, sie wollen alles, „from the river to the sea“. In der Hamas-Charta in Artikel 7 steht: „Die Stunde wird kommen, da die Muslime gegen die Juden so lange kämpfen und sie töten, bis sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken. Doch die Bäume und Steine werden sprechen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt. Komm und töte ihn!‘“ Die Hamas will einen judenfreien Nahen Osten, Hitler wollte ein judenfreies Europa. Man muss in diesen Tagen wissen, wo man steht. „Aber, Bonetti, nicht alle Palästinenser sind Hamas-Anhänger.“ – „Richtig. Und nicht alle Deutschen waren im Dritten Reich Nazis. Oder? Meine Großeltern waren im Widerstand. So wie die meisten Araber im Gaza-Streifen. ODER?“

Stellen Sie sich vor, Sie machen Urlaub in einem bayrischen Dorf. Die Leute sind vielleicht anfangs neugierig, wer ein Zimmer in der Pension bezogen hat und jeden Tag am See spazieren geht, aber das legt sich schnell. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie sagen nur einem einzigen Einheimischen, Sie hätten Krebs im Endstadium und wären zum Sterben in dieses Dorf gekommen. Jeder wird Sie plötzlich auf der Straße anstarren, keiner wird mit Ihnen sprechen und wenn Sie ins Wirtshaus kommen, wird bei Ihrem Eintritt jedes Gespräch schlagartig verstummen. Sie gehen wie in einem Sergio-Leone-Western durch den Raum bis zur Theke, bestellen einen Whisky und wenn der Wirt Ihnen ein Glas einschenkt, sagen Sie ihm, er könne die Flasche gleich stehenlassen. Was wäre das für eine Reise?

Mit Haien tauchen? Ich würde mich noch nicht mal mit einem Hering in die Badewanne setzen.

Tempelhof-Schöneberg und der Landkreis Bad Kreuznach verbindet eine Partnerschaft, lese ich an der Wand des Schöneberger Rathauses, während ich auf meinen neuen Personalausweis warte (sie haben jetzt meine Fingerabdrücke!). Schon erscheint Schweppenhausen in einem ganz anderen Licht.

Andy Bonetti hat mit seiner Band „Einzugsermächtigung“ gerade ein Requiem für Gehörlose aufgenommen.

Und dann war da noch Gianni Ventile, der Ersatzteilhändler.

Bei der Selbsthilfegruppe für Übergewichtige gibt es heute Schweinehaxe mit Klößen. Vielleicht schaue ich doch mal vorbei.

Wir lagen auf dem Boden der Tatsachen und lachten.

Samstag, 21. Oktober 2023

True Crime

 

Seit einer Stunde warteten sie vor dem Haus und sahen dem Regen auf ihrer Windschutzscheibe zu. Dann kam sie aus dem Haus. Rocco stieg aus und ging hinter ihr her. Er packte sie im Genick und hielt ihr ein Tuch mit Chloroform vor Mund und Nase.

Sandro hielt neben ihm und Rocco legte die bewusstlose Frau in den Kofferraum.

„Klebeband, Seil, Wasser, Müsliriegel. Hast du an alles gedacht?“ fragte Sandro.

„Sehe ich aus wie ein Idiot?“ fragte Rocco.

Sie fuhren auf ein verlassenes Fabrikgelände und stiegen aus.

„Wo ist das Klebeband?“

„Scheiße, das liegt noch zuhause.“

„Dann müssen wir nochmal zum Baumarkt.“

Als sie aus dem Markt zurückkamen, hörten sie dumpfe Schreie und Klopfgeräusche aus ihrem Auto. Nicht weit entfernt stand ein Rentner, der an seinem Hörgerät herumfummelte.

„Ich dachte, du hättest sie betäubt.“

„Das dachte ich auch.“

Sie fuhren wieder auf das Fabrikgelände. Dort fesselten und knebelten sie die Frau.

Auf dem Weg in ihr Versteck fuhr Sandro über einen rostigen Nagel und sie hatten einen Platten. Als sie gerade den Reifen wechselten wollten, fiel ihnen ein, dass er im Kofferraum unter der Frau lag. Die Straße war stark befahren.

Ein Streifenwagen hielt hinter ihnen. Ein Polizist stieg aus.

„Was wird das hier?“

„Wir haben eine Panne“, sagte Rocco.

„Warum haben sie kein Warndreieck aufgestellt?“

„Wollten wir gerade machen“, sagte Sandro.

Natürlich lag das Warndreieck auch im Kofferraum.

Plötzlich hörte man ein Handyklingeln. „Waterloo“ von ABBA. Es kam aus dem Kofferraum.

 

Freitag, 20. Oktober 2023

Greta unterstützt Hamas-Terror - Goodbye Klimabewegung

 


Bonetti stößt auf eine Goldader der Erkenntnis

 

Blogstuff 851

„Das philosophische Spekulieren ist eine Erfindung der Reichen.“ (Wladimir Nabokov: Verzweiflung)

Das Universum expandiert, Wichtelbach nicht.

Was essen Einhörner zum Frühstück? Horn Flakes. Mega-Brüller günstig abzugeben.

Frauen würden nie etwas steif und fest behaupten.

Früher war die Zukunft besser.

Warum heißt es Kölsch und nicht Kölnisch Wasser?

Die Pharaonen waren auch die besser als die SUV-Fahrer. Wer hat die größte Pyramide?

Das Angebot für Veganer war auch auf dem diesjährigen Oktoberfest ernüchternd.

Ich trage mein Gebiss eigentlich nur noch, wenn ich ins Restaurant gehe. Für den Supermarkt oder die Kneipe lohnt sich der Aufwand nicht.

Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er hat eine neue Frisur, trägt ein violettes Sportsakko und sieht jetzt aus wie ein junger, aufstrebender Werbeagenturangestellter.

Woher haben die Eszet Schnitten eigentlich ihren Namen? Egal. Irgendwann habe ich als Kind festgestellt, dass sie ohne Butter und Brot viel besser schmecken. Dieses Prinzip habe ich später auf Nutella ausgeweitet. Paradiesische Zeiten, als man vor dem Fernseher ein halbes Glas Schokofett in sich reinschaufeln konnte, ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen.

Es regnet. Ich stehe am Fenster und schaue auf den Parkplatz hinunter. Ein dunkelgrüner Renault Twingo rollt langsam in eine Parklücke. Der Mann muss über sechzig sein, das Grau seiner Haare geht langsam in ein schmutziges Weiß über. Er holt seinen Musterkoffer aus dem Kofferraum und geht auf das Haus zu. Ich kenne ihn, er verkauft Bürsten. Ich werde meine Tür nicht öffnen. Du hast es auch nicht geschafft, denke ich. Und jetzt ist es zu spät, um nochmal neu anzufangen.

Es heißt, Bonetti hätte sich nie ehrenamtlich engagiert, aber er saß drei Jahre lang im Komitee für Straßenverbreiterung.

Ich hatte mal eine sehr kurze Affäre mit einer dicken Frau. Die Formulierung „notgeile Schweinehälfte“ war das Ende jeder Romantik.

A: „Mein Hund ist mal verspielt und mal bissig.“

B: „Was ist er für eine Rasse?“

A: „Borderline-Collie.“

Donnerstag, 19. Oktober 2023

Der Riese

 

Ich hatte gerade mein Philosophiestudium abgeschlossen und musste feststellen, dass in unserer Stadt kein Philosoph benötigt wurde. Auf den Seiten diverser Jobbörsen im Internet fand ich keine passende Stelle, doch eines Nachmittages sah ich am schwarzen Brett meines Supermarkts folgende Anzeige: „Haushaltshilfe für leichte Tätigkeiten gesucht. 1200 Euro im Monat.“

Ich ging noch am selben Tag zur angegebenen Adresse und klingelte. Das Haus stammte aus der Gründerzeit und hatte zwei Stockwerke. Als ich eine Weile gewartet hatte, klingelte ich ein zweites Mal. Ich wollte gerade gehen, als die Tür endlich geöffnet wurde. Ich blickte auf eine menschliche Wand, anders kann man es nicht sagen. Vor mir stand ein Mann, der etwa drei Meter groß sein musste. Er beugte sein Haupt, um durch die Tür sehen zu können.

„Kommen Sie doch herein“, sagte er und trat zur Seite.

Ich schaute ihn fassungslos an. Er trug einen weiten Umhang mit einem blauroten Blümchenmuster, der einmal eine Gardine gewesen sein mochte. Seine Hände waren so groß wie Klodeckel und seine Füße steckten in Kindersärgen, die mit Lederriemen bespannt waren.

„Ich habe eine seltene Krankheit“, begann er. „Seit meiner Geburt wachse ich immer weiter. Inzwischen komme ich noch nicht mal durch die Haustür. Eines Tages werde ich einen ganzen Raum ausfüllen und muss durch das Fenster gefüttert werden.“

Er führte mich in sein Wohnzimmer, wo eine Reihe Matratzen auf dem Boden lag. Unter großen Mühen legte er sich hin.

„Ich brauche dringend Hilfe. Würden Sie für mich arbeiten?“

Ich nickte. Er deutete auf den Tisch, auf dem seine Brieftasche lag.

„Können Sie bitte für mich einkaufen gehen? Ich habe schrecklichen Hunger.“

So begann alles. Ich kochte ihm zwei Kilo Spaghetti und machte aus einem Kilo Hackfleisch und einer Flasche Ketchup eine leckere Soße. Ich füllte alles in eine große Schüssel und rieb ein halbes Kilo Käse darüber. Zum Nachtisch brachte ich ihm einen ganzen Pfirsichkuchen.

Wenn ich morgens zu ihm kam, hatte ich eine Tüte mit zehn Brötchen dabei, die ich mit Wurst und Schinken belegte. Dazu trank er drei Kannen Kaffee. Ich nähte ihm aus Zelten, die ich in einem Outdoorladen gekauft hatte, neue Umhänge und brachte seine Klamotten in die Wäscherei.

Wir freundeten uns an und er erzählte mir eines Abends bei einer Fünfzig-Zentimeter-Familienpizza vom Lieferdienst von seinem Traum, ein Gegenmittel zu finden, das ihn wieder schrumpfen ließe. Am liebsten wäre er so groß wie ein dreijähriges Kind. Dann trüge er kleine Hemden und kleine Schuhe. Er würde nur noch winzige Kinderportionen essen und den ganzen Tag durchs Haus rennen. Kleine Menschen könnten sich auch sehr gut verstecken, während Riesen überall auffallen würden.

Ich lebe inzwischen in seinem Haus und habe das ganze obere Stockwerk für mich, da er keine Treppen steigen kann.

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Solidarität mit Israel

 

Ich bin gestern aus Berlin zurückgekommen. Araber bejubeln den Massenmord an Juden, israelische Flaggen werden verbrannt und jüdische Einrichtungen angegriffen. Berliner Juden leben in Angst und haben ihre Kinder von den Schulen genommen. Es ist beschämend, was ich in der Hauptstadtpresse lesen musste. Judenhass ist das einzige, das rechte und linke, christliche und muslimische Deutsche und Migranten zu verbinden scheint. Was viele vergessen: Israel ist die einzige Demokratie und der einzige Rechtsstaat der Region, was sich auch in den erlaubten öffentlichen Massendemonstrationen gegen die rechte Regierung manifestiert.

Der Terroranschlag der Hamas ist nicht mit dem 11. September zu vergleichen. Er ist wesentlich schlimmer. In Israel leben etwa sieben Millionen Juden und zwei Millionen Araber, Bahai u.a. In den USA leben 330 Millionen Menschen. Außerdem sitzt der Aggressor in der unmittelbaren Nachbarschaft, im Gazastreifen, und nicht zehntausend Kilometer vom Ort des Massakers entfernt. Ein Leben mit der Hamas ist nicht mehr möglich, also muss die Hamas und alle anderen Terrororganisationen vernichtet werden. Ich freue mich auf den israelischen Einmarsch und hoffe, dass Gaza-Stadt vollständig dem Erdboden gleichgemacht wird. Den Palästinensern, die offen die Vernichtung aller Juden zum Ziel haben, soll im restlichen Gebiet das Leben so unerträglich gemacht werden, dass sie sich freiwillig in anderen arabischen Ländern, in Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon und Saudi-Arabien, ansiedeln möchten. Gaza wird dann wieder israelisch und ist keine Gefahr mehr für den jüdischen Staat.

 

Ein Zahnputzbecher voll Würde

 

Blogstuff 850

„Die Wirklichkeit ist leider anders als die Realität.“ (Helmut Kohl)

Ein Dritteljahrhundert nach der Wiedervereinigung: Jetzt ignoriert sich, was nie zusammengehört hat.

Die Taktik der CDU, im rechten Spektrum Stimmen von der AfD zurückzugewinnen, ist an Schlichtheit nicht mehr zu überbieten. Populisten sollen mit Populismus bekämpft werden. Dabei ist Merz mit seinen markigen Sprüchen besonders unglaubwürdig, denn der Multimillionär passt nun mal besser auf den Golfplatz als ins Bierzelt.

Precht: Hohle Phrasen und Kalendersprüche, mit denen sich die geistig Notleidenden die Reste ihres Lebens aufwärmen. #Antisemitismus

Bonetti ist das Licht der Weisheit, die Quelle der Gnade und Barmherzigkeit, der Schutzherr der Verzweifelten, der Springbrunnen der Freude.

Ich muss beim Klimaschutz nicht mitmachen. Ich habe ein Attest.

Es gibt ein Sprichwort: „Wenn du der klügste Mensch in einem Raum bist, befindest du dich im falschen Raum.“ Lehrer – ob in der Grundschule, am Gymnasium oder auf der Universität – sind ständig in dieser Situation. Im Laufe der Jahrzehnte verfestigt sich die Einbildung, sie seien unglaublich schlau. Ich habe es selbst schon oft erlebt. Nach ein paar Jahrzehnten Unterricht glauben diese Leute tatsächlich, sie müssten auch in ihrer Freizeit permanent andere Menschen belehren. Andreas Rebers hat einmal gesagt: "Provinz ist da, wo man die Lehrer zu den Intellektuellen zählt."

Vor einem Jahr war ich auf der Hochzeit eines jungen Paars. Sie bezeichneten ihren Hund als „unser Kind“ und haben ihn von vorne bis hinten mit Spielzeug und Spezialfutter verwöhnt. Im Sommer haben sie das Tier, gerade mal vier Jahre alt, einschläfern lassen, weil es angeblich bissig war. Sie hätten ihn auch anders erziehen oder wenigstens ins Tierheim bringen können. Sie haben den Hund einfach umgebracht und sich wenige Wochen später einen neuen Welpen gekauft. Wegwerfgesellschaft 2023.

Ich habe keine sexuelle Orientierung.

Warum heißt es „Ampel“ und nicht „KleiKo“?

Die einarmige Obdachlose, die mir in der Hamburger S-Bahn gegenübersitzt, und leise mit einer imaginären Person spricht.

Die Therapie habe ich nach der zweiten Sitzung abgebrochen. Der Psychiater wollte mir tatsächlich einreden, ich hätte ein Problem.

Der Weg zum Zahnarzt führt über das Mittelmeer. Das müssen die Leute endlich mal begreifen. Danke, Fritz!