Mittwoch, 28. Oktober 2026

Bonetti im Weltraum

 

„ … 7 … 6 … 5 … 4 … 3 … 2 … 1 … Ignition … Lift off.“

Mit einer gewaltigen Explosion hob die Raumfähre vom Boden ab und ließ das Weltraumzentrum Bad Nauheim hinter sich. Andy Bonetti nickte seinem Piloten anerkennend zu. Heinz Äugelein, sein treuer Chauffeur, hob den Daumen und lächelte. Er trug eine braune Lederhaube, deren Kinnriemen er nicht geschlossen hatte. In wenigen Stunden würden sie an der Raumstation „Nova Hassia“ (Neuhessen) andocken. Die beiden Antriebsraketen vom Typ Roland wurden abgeworfen, ihre ausgebrannten Hüllen verglühten hinter ihnen, als sie den Orbit erreichten.

Bonetti stand am Fenster seiner Kabine und sah auf den zarten Flaum der Atmosphäre hinab, die den wolkenverschleierten Erdball umgab. Ein paar kleine Schwäne, die er aus Papier gefaltet hatte, schwebten um seinen Kopf. Immer, wenn Bonetti lange nachdenken musste, beschäftigte er sich mit Origami. Der Fall war schwieriger, als er angenommen hatte. Aber wenn es einfach gewesen wäre, hätte man ihn nicht auf die Station hinaufgeschickt. Commander Friedemann Luft war zu diesem Zeitpunkt schon vierundzwanzig Stunden tot.

Äugelein brachte den ersten Astronauten zum Verhör in Bonettis Kabine. Alois Breitkopf war ein kleiner breitschultriger Mann mit Stirnglatze und dunklen Augen, die tief in seinem fleischigen Gesicht saßen. Äugelein gab ihm einen kleinen Schubs, so dass er näher zu Bonetti schwebte, und verließ die Kabine.

„Was wissen Sie über den Mord an Commander Luft?“ begann Bonetti.

„Der Commander war draußen, um eins der Sonnensegel neu zu justieren, das sich verklemmt hatte. Er war nur mit einem Schlauch mit der Station verbunden. Irgendjemand muss ihm den Sauerstoff abgedreht haben. Ich habe den Commander sofort an Bord geholt, aber er war schon tot. Dann habe ich die Erdleitstelle informiert.“

Breitkopf erschien Bonetti übertrieben diensteifrig. Aus den Akten, die er über Breitkopf studiert hatte, wusste er, dass der Astronaut sehr ehrgeizig war und sich Hoffnung auf die Leitung der Mission gemacht hatte. „Sie sind der neue Commander?“ fragte er.

Breitkopf konnte ein Lächeln nicht unterdrücken und nickte.

„Bitte halten Sie sich zu meiner weiteren Verfügung bereit. Außerdem möchte ich mit Ihrer Erlaubnis nach den Verhören die gesamte Raumstation und alle Mannschaftskabinen inspizieren.“

„Selbstverständlich, Mister Bonetti.“

Das zweite Gespräch führte Bonetti mit Tommy Hopperflap, einem kanadischen Austauschwissenschaftler, der die Auswirkungen der kosmischen Strahlung auf das Wachstum von Braugerste untersuchte. Zur Vorbereitung seines Aufenthalts auf der Raumstation hatte er den hessischen Dialekt erlernt. Er war fast zwei Meter groß und hatte weizenblonde Haare.

„Isch konn Ihne aach ned weidähelfe, Härr Bonetti“, sagte er in breitestem Hessisch mit englischem Akzent. „Als däs bassierd is, hunn isch miä grad in de Kisch wos zu esse gemachd.“ Dann überlegte er einen Augenblick. „Awwä die Fraa, die wo hiä schaffe duud, die hod gesdän Ohmd Schdraid midm Gommandä gehabd. Unn isch sachs Ihne gons ehrlisch: Isch glaab, die hodde was middenanäh.“

Bonetti erging sich in ausschweifenden Züchtigungsphantasien, während er Hopperflap zuhörte. Aus seinen Unterlagen wusste er, dass die Wissenschaftlerin an Bord früher ein Verhältnis mit Commander Luft gehabt hatte. Im vergangenen Jahr hatte er sie verlassen, um eine Beziehung mit ihrer Schwester anzufangen.

Als nächstes wurde Monika Hufnagel-Schreckenberger in Bonettis Kabine gebracht, die für die wissenschaftlichen Versuche an Weinreben unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit zuständig war. Sie hatte kurze dunkelrote Haare, war muskulös und ihre schwarzen Brauen bildeten einen durchgehenden Strich über ihren herausfordernd blickenden Augen. Auch sie hatte nichts bemerkt und war erst von Alois Breitkopf auf das Unglück aufmerksam gemacht worden.

„Ich werde Ihnen natürlich jede erdenkliche Hilfe geben, um diesen schrecklichen Mord aufzuklären“, sagte sie mit kaum verhohlenem Sarkasmus.

Auch dieses Gespräch brachte Bonetti keine neuen Erkenntnisse. Als er wieder alleine war, sog er nachdenklich an einer Plastikröhre und war enttäuscht. Auf einer Raumstation hatte er leider keine Möglichkeit, den hochdekorierten Spätburgunder atmen zu lassen. Er holte eine Tube aus seinem Gepäck und drückte mit geschlossenen Augen die Paste in seinen Mund. Jägerschnitzel mit Pommes frites. Sein Kammerdiener Johann war auf der Erde zurück geblieben, aber er hatte Bonettis Leibspeisen in Tubenform gebracht und seinem Herrn mit auf die Reise gegeben. Bonetti war bereit, vieles im Namen der Gerechtigkeit hinzunehmen, aber das ging zu weit. Jägerschnitzel aus der Tube. Er musste diesen Fall schleunigst abschließen, um dessen Klärung ihn die hessische Weltraumbehörde gebeten hatte.

Er untersuchte zunächst die Kabine von Frau Hufnagel-Schreckenberger. Er fand in ihrem Spind diverse Peitschen und eine Ledermaske mit Augenlöchern und Reißverschluss. Interessant, dachte er. Aber wie funktionierte Flagellantismus in der Schwerelosigkeit? In der Kabine von Herrn Breitkopf fand er unter der Matratze ein Dutzend Urkunden von Bundesjugendspielen, bei denen Breitkopf immer den zweiten Platz belegt hatte. Außerdem ein Notizbuch voller Zeichnungen, auf denen zu sehen war, wie Commander Luft auf unterschiedliche Weisen umgebracht wurde. Bonetti nahm das Buch an sich. Dann begab er sich in die Kabine des kanadischen Wissenschaftlers.  

Bonetti sah sich genau um, aber er konnte nichts Verdächtiges finden. Plötzlich drang ein schwacher Geruch in seine feine Nase. War das Käse? Konnte das sein? Vor ihm war nur das Gitter eines Lüftungsschachts. Er suchte weiter, aber er fand die Quelle des Geruchs nicht. Er schwebte zurück zum Lüftungsschacht und ließ sich von Äugelein einen Schraubenzieher geben. Er entfernte das Gitter und fand einen kreisrunden gelben Gegenstand.

„Äugelein. Bringen Sie mir bitte etwas Kümmel und Äppelwoi aus der Bordküche.“

Äugelein schwebte davon. Handkäs mit Musik, dachte Bonetti. Auch wenn es strenggenommen ein Handkäs ohne Musik war, da die Zwiebeln fehlten. Obwohl es der strengen kulinarischen Tradition seiner hessischen Heimat widersprach – er musste einfach hineinbeißen. Selbst wenn Kümmel und Zwiebeln fehlten und der Apfelwein noch nicht bereitstand. Er näherte den kleinen Käselaib langsam seinen vor freudiger Erwartung feuchten Lippen, da wurde er hart an der Schulter gepackt.

„Des konnsde abhage unnä U wie Uffschnid“, sagte eine Stimme hinter ihm. „Loss des Ding in Ruh!“

Bonetti wirbelte mit einem Purzelbaum herum und stieß Hopperflap mit beiden Beinen davon. Der Kanadier schwebte zur gegenüberliegenden Wand. Bonetti drückte geistesgegenwärtig den Alarmknopf an seinem Raumanzug, während sein Angreifer ein Messer zog.

„Des daff niemand gabuddmache. Des habbe mir von de Außerirdische.“

„Den Käse?“ fragte Bonetti.

„Des is kahn Käs, des is’n Geräd. Des hod de Gommander vunn drauße midgebrung. Dodemit kammä Gondagd mid onnere Zivilisatzione uffnehme. Des könne mir in Kanada guud gebrauche“, rief Hopperflap und stieß sich von der Wand ab. Mit einem irrsinnigen Funkeln in den Augen schwebte er auf Bonetti zu.

Bonetti stieß sich ebenfalls von der Wand ab und schwebte zur Decke. Der Angriff ging ins Leere. Dann kamen Breitkopf und Äugelein herein und entwaffneten Hopperflap. Es war vorbei. Offensichtlich hatte der irrsinnige Kanadier den Commander ermordet, weil er dessen Käsespezialität für ein extraterrestrisches Artefakt gehalten hatte.

Bonetti und Äugelein schwebten im Shuttle „Manfred Kanther“ zur Erde zurück. Unter ihnen war schon die hessische Weltraumbehörde in Wiesbaden zu erkennen, die in einem monströsen Betonfurunkel am Rande der Stadt untergebracht war. Das letzte Abendrot verglomm unter einer Ascheschicht von flachen Wolken.

„Ist es nicht verrückt, mein lieber Äugelein“, sagte Bonetti. „Nur der Wahnsinnige ist in unserer heutigen Zeit wirklich frei. Hopperflap hat einen Mord begangen, aber niemand kann ihn zur Verantwortung ziehen. Er ist nicht schuldfähig, das Gericht wird ihn freisprechen.“ Er lächelte. „Ein unschuldiger Mörder. Welche Ironie. Schade, dass wir keinen Champagner an Bord haben. Man müsste auf den Irrsinn dieser Welt anstoßen.“


In nächster Zeit erscheinen hier alte Kurzgeschichten aus den Jahren 2014ff. 

Samstag, 24. Oktober 2026

Und es geht weiter ...

 

Gestern in der Wohnung gestürzt. Konnte die Beine nicht mehr bewegen, keine Kraft. Bin zum Telefon gerobbt, habe die Feuerwehr angerufen, die mithilfe des Ersatzschlüssels der Nachbarin in die Wohnung kam und mich in die Notaufnahme vom Sankt-Getrauden-Krankenhaus (schon wieder!) gebracht hat. Untersuchungen, Wunde genäht. Nachts wieder zuhause. Heute Vormittag Pflegedienst, habe ich seit Mittwoch.

Vorerst keine weiteren Blogposts.

Freitag, 23. Oktober 2026

Hiob 2.0

 

Was für ein Jahr. Januar: zwei Weisheitszähne gezogen. Februar: Grippe. April: Einbruch – zum Glück war ich zuhause. Juli: Zusammenbruch bei 38 Grad auf offener Straße. Den Sommer verbringe ich wie James Stewart in Hitchcocks „Fenster zum Hof“, immerhin kann ich mich innerhalb der Wohnung am Krückstock bewegen. Oktober: zwei Wochen im Krankenhaus der Hölle wegen eines Ödems. Und einen Tag nach der Entlassung verursacht der defekte Spülkasten meines WC einen Wasserschaden eine Etage tiefer. Der herbeigerufene Klempner verlangt tatsächlich 522 Euro für eine halbe Stunde Arbeit. Und ich Idiot habe studiert. Hoffentlich übernimmt meine Privathaftpflicht den ganzen Spaß. Und 2026 ist noch lange nicht zu Ende …

Ich befinde mich augenblicklich in der Phase der Resignation. Ich spüre die Schläge nicht mehr. Gestern habe ich ein Rezept für den Pflegedienst, der täglich mein Bein bandagiert,, und Pflegemittel von meinem Hausarzt gebraucht. Exakt seit gestern ist er im Urlaub. Na und? Die Leberzirrhose wird in ein paar Jahren meine Geschichte beenden. Und wie kann man diese Unglücksserie nüchtern ertragen? Zum Glück habe ich vor zwei Jahren ein wenig Geld geerbt, so dass ich unbeschwert dem Tod entgegentanzen kann. Rein statistisch betrachtet habe ich achtzig Jahre. Sechzig davon habe ich hinter mir, also drei Viertel. Bekanntlich ist das Alter öde und voller Schmerzen. Das Beste habe ich erlebt, das kann mir keiner mehr nehmen. Ich erspare mir den Rollator und Kreuzfahrten, Tanztees und Altersheim. Alles fühlt sich frei und leicht an.

 

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Zwei Krankenhausgeschichten


Die Schreier

Schreier sind ein Phänomen, mit dem ich gar nicht gerechnet habe. Da gibt es den Mann, der immer „Hallo!“ ruft. Tage später kommt ein zweiter, der stundenlang „Hilfe!“ ruft. Der Dritte im Chor wird von wechselnden Personen gespielt. Er ruft „Schwester!“ Dazu kommen die grauenhaften Schmerzensschreie und das laute Stöhnen, als wäre ich in einem Feldlazarett an der Ostfront. Man kommt sich vor wie in einer Inszenierung von Frank Castorf.

 

Der Hühnermann

Am Abend wird das leere Bett neben mir belegt. Ein kleiner dicker Mann Mitte dreißig, der seinen kargen Haarkranz mit einem Vollbart kombiniert hat. Bei seiner Ankunft bittet er er gleich um Messer und Gabel. Meine Neugier ist geweckt. Das ist seine Geschichte: Er sitzt bei Nhas City Chicken am Stutti und wartet auf sein halbes Hähnchen mit Pommes. Plötzlich wird er ohnmächtig und fällt auf den Boden. Die Angestellten rufen einen Krankenwagen und geben einem Sanitäter noch die Bestellung mit. Sehr aufmerksam. Im Krankenhaus isst er dann sein mitgebrachtes Abendessen. Er hatte übrigens schon zwei Bypässe am Herz.

 

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Lagebericht

 

Was bisher geschah: Zwei Tage lang habe ich große Schmerzen im rechten Unterschenkel, wenn ich gehe. Am dritten Tag rufe ich den ärztlichen Notdienst an, nach einer halben Stunde ist der Arzt da. Nach seiner Untersuchung vermutet er, ich hätte eine Thrombose und ruft einen Krankenwagen.

Man bringt mich ins Sankt-Getrauden-Krankenhaus, ein riesiger Moloch mit tausend Mitarbeitern. Mein erster Krankenhausaufenthalt seit 1980, damals war Helmut Schmidt noch Bundeskanzler. Die gute Nachricht: Es ist keine Thrombose, sondern nur ein Ödem („Wasser im Bein“).

Ich komme in ein Vier-Bett-Zimmer mit drei alten Menschen, die das Bett nicht mehr allein verlassen können aka „bettlägerig“ sind, Windeln tragen und in Urinflaschen pinkeln. Immerhin habe ich das gemeinsame Bad exklusiv. Meine neue Heimat für zwei Wochen.

In der folgenden Zeit macht man Unmengen an Untersuchungen. Jeden Tag bekomme ich Blut abgenommen und vier Flaschen Penicillin als Infusion verabreicht. Ultraschall sämtlicher Organe, dazu eine CT, eine Magenspiegelung und eine Darmspiegelung. Es ist wie beim TÜV, alles wird gecheckt. Ergebnis: Blutarmut (ich habe nur halb so viel Hämoglobin wie ein normaler Mensch, daher vermutlich meine Antriebs- und Kraftlosigkeit), Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut) und Lebezirrhose. Aber immerhin kein Darmkrebs. Es ist meine alte Obsession, dass ich einmal an Darmkrebs sterbe.

Thema Leberzirrhose: In der zweiten Woche liegt ein obdachloser Alkoholiker aus Polen neben mir. Ich höre das Gespräch mit der Ärztin, das von einer App übersetzt wird, da er weder Deutsch noch Englisch spricht. Er trinkt zwei Flaschen Wodka am Tag, dazu ein paar Liter Bier. Und mir kommen sie hier dumm? Waisenknabe. Mehr sage ich nicht.

Thema Blutarmut: Ich bekomme zum ersten Mal im Leben Bluttransfusionen. Fremdes Blut in meinen Adern. Merkwürdige Vorstellung. Wer von Ihnen, liebe Lesende, ist Blutspender und hat B -? Vielleicht sind Sie jetzt Teil der ewigen Literaturlegende Bonetti?

Nach zwei Wochen verlasse ich das Krankenhaus. Folgendes Triptychon bleibt mir in Erinnerung. Links steht ein Mann und pinkelt in seine Urinflasche, rechts sitzt ein Mann auf einem Stuhl mit Loch und presst unter pornomäßigem Stöhnen seinen Darminhalt heraus („Stuhlgang“), in der Mitte über beiden ist der Fernseher, ich habe Kopfhörer auf und hoffe, dass ich hier bald wieder herauskomme.

Leider hat man nach all den Tests nie die Ursache des Ödems finden können, sondern behandelt nur die Symptome. Auch meine Frage, warum nur das rechte Bein betroffen ist, bleibt unbeantwortet. Ich bekomme nach meiner Entlassung noch drei Wochen Bandagen von einem Pflegedienst. Und dann? Sollen Stützstrümpfe helfen. Wir werden sehen.

Schlusspointe: Am Tag meiner Entlassung möchte man mich in eine neue Abteilung verlegen – zur Behandlung meiner Leberzirrhose. Ich lehne ab und lasse mich gegen die Zustimmung der Ärzte aus dem Krankenhaus entlassen. Nach zwei gesunden Wochen gönne ich mir zuhause eine Flasche Wein.

PS: Vor zwei Jahren sollte das Krankenhaus geschlossen werden, dann hat es ein privater Investor (Alexianer) übernommen, daraus eine GmbH gemacht und gnadenlos auf Profit getrimmt. Die alten Mitarbeiter, die übernommen wurden, werden noch nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezahlt, die neuen Mitarbeiter nach dem Haustarif, der deutlich niedriger ist. Hier kommt Profit vor Patient, deswegen immer neue Untersuchungen und Therapien. Man wollte eine CT vom meinem Kopf machen und in den letzten Tagen habe ich auch noch eine Atemtherapie gemacht – wegen meiner Probleme im rechten Unterschenkel.

Yazoo - Situation ( Original Video Clip ) HQ

Dienstag, 6. Oktober 2026

Rise and fucking shine you goddamn sun

 

Blogstuff 1394

In eigener Sache: Ich schlage mich gerade mit einer Thrombose herum. Morgen kommt jemand vom ärztlichen Notdienst, um sich mein rechtes Bein anzuschauen. Daher habe ich im Augenblick wenig Lust zu schreiben. Nachfolgend die Restbestände Blogstuff, die noch auf dem Recnher waren. 

Der perfekte Lebenslauf: Taschengeld – Bafög – Grundsicherung – Armenrente.

Warum wird Bürgersteig nicht gegendert?

Natürlich gab es in Berlin wieder eine Wahlpanne. Alle Parteien verlieren Sitze im Abgeordnetenhaus, nur die AfD gewinnt. Unsere Hauptstadt ist sooo PISA.

Die Linken haben in Thüringen zehn Jahre lang den Ministerpräsidenten gestellt. Mussten die Juden damals Angst haben? Aber jeder Türke muss Angst haben, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten stellt. Aber die Vermieter-Lobby und ihre Partei, die CDU sähen jetzt Hass gegen die Linke. Als ob es um Antisemitismus ginge, lächerlich.

Work-Life-Balance? Spahn ist mein Vorbild.

„Fluchtursachen“: ALDI, IKEA, VW, Frieden, Grundsicherung, Mallorca.

Sie kennen das. Sie brauchen einen Karton und sie haben keinen. Es fehlen bundesweit Millionen Kartons. Wählen Sie deshalb Bonettis Alternative für Dummheit (BAD).

Ich bin ein Kassen-Blogger. Wäre ich ein Privat-Blogger, könnten Sie sich das Lesen gar nicht leisten und sie bekämen erst in drei Monaten einen Termin.

Spahn bekommt ein Kind und soll dich danach um den Haushalt kümmern. Das ist doch ganz normal. Aber der Bevölkerung war es natürlich auch wieder nicht recht.  

„Stein auf Stein“. Ein großartiger Film. Ich habe danach viel über Steine nachgedacht. Sie erscheinen uns so selbstverständlich, aber was wissen wir über sie? Backsteine. Wir leben zwischen Backsteinen. Mein Großvater war Maurer. Ich habe nie über seine Arbeit nachgedacht. Warum kommt das Thema Steine so selten in den Medien vor?

Wer von der Gen Z ist jemals vom Baum gefallen? Wer von uns hatte jemals einen Energy Drink?

 

Freitag, 2. Oktober 2026

Bonetti spricht über seine Vergangenheit

 

Blogstuff 1393

Warum ist niemand gegen Tofu allergisch?

Hausarrest und Fernsehverbot? Da lacht der Teenie.

Ich habe neulich eine englische Profi-Esserin gesehen, Spezialdisziplin Speed-Eating, die 24 Wiener Würstchen in 1:09 min. geschafft hat. Ihr Geheimnis: Sie hat nicht gekaut, sondern die Würstchen runtergeschlungen wie eine Anakonda.

Warum gibt es auf Weinfesten eigentlich Bierbänke?

Im Hunsrück gibt es Dörfer, da haben alle den gleichen Nachnamen und die gleiche Blutgruppe.

1978 habe ich meinen kleinen Bruder in einem Maislabyrinth verloren. Immer, wenn ich Mais sehe, höre ich seine Hilferufe.

Als ich 25 war, habe ich die Nacht in einer Bar verbracht, dann eine Stunde mit AC/DC in Konzertlautstärke in meinem Auto geschlafen, nach dem Aufwachen habe ich eine Gitanes geraucht und bin dann arbeiten gegangen. Kann die Gen Z das auch?

Wir Reichen sind doch auch eine Minderheit, die diskriminiert wird. Was kann ich denn dafür, dass ich geerbt habe?

Ich kann Lieder aus den Achtzigern komplett mitsingen, weiß aber nicht, was ich eigentlich in der Küche wollte. Sicherheitshalber nehme ich ein Bier mit.

Ich kenne immer noch unsere erste Telefonnummer: 06132/2925.

In Berlin gibt es bei Rot-Grün-Rot jetzt Vorgespräche, auf die eventuell Sondierungen folgen und am Ende vielleicht Koalitionsverhandlungen. 1. Herr Ober, ich möchte mit Ihnen über die Existenz einer Speisekarte sprechen. 2. Herr Ober, ich möchte wissen, ob es den Schweinebarten wirklich gibt. 3. Herr Ober, können wir über den Preis verhandeln. Wir werden eine Menge Geduld mitbringen müssen, bevor wir eine neue Regierung bekommen, die alles beim Alten belässt.

Männer haben Instinkt, Frauen haben Intuition. Wo ist der Unterschied?  

Wir sind in unserer Jugend zu wildfremden Leuten ins Auto gestiegen und nannten es „trampen“. Unsere Eltern wussten nie, wo wir waren und wann wir nach Hause kommen würden. Wer am nächsten Morgen zum Frühstück erschien, war offenbar okay.

Ich kann mich noch an das wissende Lächeln erinnern, wenn neue Gäste kamen. Wir saßen mit Dauergrinsen auf dem Sofa und sahen „SpongeBob Schwammkopf“. Natürlich waren wir bekifft. Seit zwanzig Jahren nehme ich keine Drogen mehr und der lustige Kerl ist aus meinem Leben verschwunden. Manchmal vermisse ich Patrick Star.




Donnerstag, 1. Oktober 2026

Hier könnte Ihre Überschrift stehen

 

Blogstuff 1392

Als Merz im zweiten Wahlgang doch noch Kanzler wurde, haben ihm die Linken den Arsch gerettet. Jetzt sind die Linken feindliche Antisemiten, denen man den Kampf ansagen muss. Genau mein Humor.

Jeder liebt Grogu, auch als Baby Yoda bekannt. Warum gibt es keinen Baby-Terminator?

Hätten Sie’s gewusst? 84 Prozent aller Wähler der Republikaner in den USA sind für die Todesstrafe, aber nur 32 Prozent der Demokraten.

Fünfzigjähriges Jubiläum von U 2. Ich kann mich noch daran erinnern, wo ich die Musik zum ersten Mal gehört habe. Ein damaliger Freund war in einem Plattenladen in Bad Kreuznach, sah die Platte, dachte bei U 2 an ein deutsches U-Boot und auf dem Cover stand auch noch „War“. Muss ich haben, dachte er. So tickt der Hunsrück. Aber ich mochte die Musik, sie flachte allerdings von Platte zu Platte immer weiter ab.  

Das war sicher einer der merkwürdigsten Träume meines Lebens. Zusammen mit anderen Leuten arbeite ich 1944 an einem 150 Meter langen Sandwich, mit dem der Führer die Überlegenheit der arischen Rasse demonstrieren will. Bitte fragen Sie nicht. Aber für Interpretationen wäre ich dankbar.

Trump ist eine Arschkrampe. Es spielt keine Rolle, dass er Christ ist. Netanjahu ist eine Arschkrampe. Es spielt keine Rolle, ob er Jude ist.

Jetzt hatte ich viermal Pech bei Essensbestellungen. Der M mit Bacon von McDonalds kam mit einem Patty statt mit zwei, beim Mexikaner fehlten die Beilagen und es war ein Metallstück im Essen, beim Griechen gab es den indischen Lieferfahrer, der durchgedreht ist, weil ich ihm kein drittes Mal mein Geburtsdatum gesagt habe (wg. Alkohol) – und jetzt kriege ich vom Chinesen das falsche Essen. Mein Karma ist komplett am Arsch.

Ich verstehe die Enteignungsdebatte in Berlin nicht. Von den Irrsinnssummen, die für den Vermieterwechsel von Konzern zu Staat notwendig wären, könnte man doch auch einfach Wohnungen bauen. Wir brauchen doch neue Wohnungen und nicht neue Vermieter.

Es gibt nichts Unhygienischeres als die Touchscreens der Bestellautomaten bei McDonalds. Hunderte von Leute fassen sie jeden Tag an, ein Tummelplatz für Bakterien.

Jetzt dreht die Statistikabteilung von Google endgültig durch. 203.752 Klicks im September. Ich glaub, ich spinne. Oder gibt es da draußen einen Leser, der den ganzen Tag die Seite anklickt, immer und immer wieder?

Bonetti Media kämpft um jeden Lesenden.

 

Mittwoch, 30. September 2026

Neulich im Café

 

Pralinski: Hast du einen Job?

Holgi: Nein.

P: Hast du Geld?

H: Nein.

P: Hast du eine Freundin?

H: Nein.

P: Hast du irgendwelche Aussichten auf Veränderung?

H: Nein.

P: Hast du Pläne für die Zukunft?

H: Nein.

P: Gibt es Action in deinem Leben?

H: Nein.

P: Gibt es irgendeinen Grund, morgens aufzustehen?

H: Ja, ich will den Kiezschreiber-Blog lesen.

 

Dienstag, 29. September 2026

Wirf die Flinte endlich ins Korn, Fritz

 

Blogstuff 1391

„Jeder dritte Politiker ist inzwischen genauso blöd wie die anderen zwei.“ (Rolf Miller)

Der Urknall war an einem Montag.

Woher hatte Noah die Kängurus für seine Arche?

Bonetti war schon als Kind so groß, dass seine Eltern ihn als Nesthaken und nicht als Nesthäkchen bezeichneten.

Wären alle Menschen vernünftig, müsste die Tagesschau von Kita-Eröffnungen und Straßenfesten berichten. Kein kleinkarierter Koalitionsstreit, kein Krieg, kein Konkurrenzkampf ganzer Staaten.

Tibetanische Mönche stehen morgens auf, wenn sie die Adern auf ihrem Handrücken sehen, nicht zu einer bestimmten Uhrzeit. Ich weiß gar nicht, wann mich zuletzt ein Wecker aus dem Schlaf gerissen hat. Muss irgendwann in den Nuller Jahren gewesen sein.

Krankmeldung einreichen und dann nach Italien in den Urlaub fliegen. In jedem Unternehmen wäre Spahn längst fristlos entlassen worden, bei Kohl auch und Merkel hat Röttgen wegen ein Lappalie als Minister entlassen. Aber Merz ist ein rückgratloser Schattenparker, der selbst als Abteilungsleiter einer Kreissparkasse von seinen Mitarbeitern ausgelacht werden würde. Immerhin hat der Finanzchaot seinen Sitz im Haushaltsausschuss aufgegeben.

Ich neige ja nicht zur Häme, aber es war mir doch ein innerer Reichsparteitag. Die Wagenknecht gründet das BSW, um ihren Erzfeinden von den Linken den Todesstoß zu verpassen (rufen Sie jetzt bitte einmal laut: „Spalter“). Ergebnis in Berlin: Die Linken werden stärkste Partei mit 25,7 Prozent, das BSW kommt mit 4,7 Prozent noch nicht mal ins Abgeordnetenhaus.

Früher arteten Hinrichtungen zu regelrechten Volksfesten mit zehntausenden Schaulustigen aus. So geht es heute in den Medien zu, wenn es um Politiker geht. Hängt ihn höher!

Machen wir uns nichts vor. Wer, wie ich, im Internet nur noch Werbung für Rollatoren, Treppenlifter, Klosterfrau Melissengeist und Sterbeversicherungen bekommt, ist einfach alt.

Das teuerste Fleisch ist Menschenfleisch. Nehmen wir mal an, ich entführe einen Menschen, der hundert Kilo wiegt, und verlange 100.000 Euro. Dann sind das tausend Euro pro Kilo. Selbst Kobe-Rind ist billiger.

Schwarzwald? Nicht rassistisch, hatten wir schon. Aber Schwarzes Meer? Schwarzes Loch? Schwarzes Brett? Schwarzes Gold ist gut. So wird Erdöl genannt.

Der Erfolg ist immer auf mehreren Schultern verteilt. Bei Bonetti sind es genau zwei.

 

Montag, 28. September 2026

Hell – Heller - Hellas

 

Blogstuff 1390

„Er hat mit mir gesprochen und mir gesagt, dass ich einfach Spaß haben und ich selbst sein soll auf dem Platz.“ (Klopps „Anweisungen“ an den Debütanten Conté vor dem Spiel gegen Griechenland)

Deutschland – Griechenland. Mit Kimmich und Nübel nur zwei Ethno-Deutsche in der Startelf. Die ganzen Nazis werden sich vor Wut in die Auslegeware verbeißen. Für mich ist das kein Problem. Es ist Leistungssport. Entweder du lieferst oder du bist geliefert.

Das sind die typischen Jobs für Migranten: Küchenhilfe, Putzfrau, Nationalspieler.

Wir halten fest: erster Sieg einer griechischen über eine deutsche Nationalmannschaft in der Geschichte des Fußballs, Klopp schafft 0,5 Punkte pro Spiel. Zum Vergleich: Nagelsmann holte 2,05 Punkte, Vogts ist der King mit 2,18 Punkten.

Meine Mail ans Restaurant Berkis in Schöneberg. Sonntagnachmittag. Betreff „Terror“:

„Ihr Fahrer hat mir gerade meine Bestellung geliefert, darunter auch Wein. Zweimal musste ich mein Geburtsdatum wegen des Alkohols angeben. Offenbar war er zweimal zu blöd es abzuspeichern. Zu Ihrer Information: ich bin sechzig und habe ausschließlich graue Haare. Danach habe ich die Tür geschlossen. Dieser Geisteskranke hat daraufhin 15 min. geklingelt, an die Tür gehämmert und gerufen. Das ganze Stockwerk hat er terrorisiert, während ich mein Gyros gegessen habe. Beschäftigen Sie als Lieferfahrer ausschließlich Psychopathen? Ich war in den letzten zwanzig Jahren schon oft in ihrem Restaurant, aber sowas habe ich überhaupt noch nie erlebt. Leben Sie wohl!“

Antwort: „Hallo, es sind nicht unsere Fahrer. Lieferando vermittelt als Online-Marktplatz Bestellungen zwischen Kunden und Restaurants oder Geschäften und bietet optional auch den Logistikdienst für die Auslieferung an. Es tut uns leid für die Umstände. Berkis Team“ Scheiß-Lieferando!

Ich habe nachgezählt. Vom 1.10.25 bis heute habe ich genau 52-mal Essen bestellt, also einmal die Woche. Top: 11 x chinesisch oder japanisch, 8 x Burger. Das wird jetzt deutlich weniger werden.

Seit ich denken kann, finden die Rennen der Formel 1 an einem Sonntag statt. Das ist so sicher wie die Reihenfolge des Alphabets. In Aserbaidschan war es wegen eines Feiertags am Samstag. Den halben Sonntag dachte ich, es wäre Montag und wartete auf ein Paket.

Mythos. Griechisches Bier von der Olympic Brewery. Klingt verheißungsvoll.

Samstag, 26. September 2026

Jens Spahn und andere Teletubbieszurückwinker

 

Blogstuff 1389

Jens Spahn, die hundertzwölfte. Er meldet sich im Bundestag krank und wird von einem Leser auf Sardinien fotografiert. BILD bringt das Foto, nimmt es aber später wieder aus dem Netz und entschuldigt sich für die Verletzung der Privatsphäre. BILD und die Privatsphäre …

Im sächsischen Heidenau sind die Stolpersteine, die an das jüdische Leben in Deutschland erinnern, verboten worden. AfD, ick hör dir trapsen.

Ich warne vor dem mexikanischen Restaurant Tulum in Berlin. In der Lieferung fehlten Guacamole, Sauerrahm und Salat, dafür war ein kleines Metallstück im Burrito.

Die Bundeswehr hat gerade F-35-Kampfjets gekauft. Ein einziger Pilotenhelm kostet 500.000 Dollar. Nur für den Fall, dass ein Politiker mal wieder mit dem Spruch um die Ecke kommt, für Kitas sei kein Geld da.

Ich arbeite gerade an einem SF-Plot. In einer Reality-Show jagen Menschen winzige Predators und Aliens. Irgendwann stellt sich heraus, dass es frisch geschlüpfte Monster sind. Dann kommen die Eltern in die Arena, eine abgelegene Insel im Pazifik.

„Die Blut-Nacht von Delmenhorst“. BILD lohnt sich allein wegen der Überschriften. Fehlt nur noch: „BILD sprach mit den Leichen.“

Davon könnten sich andere Medien eine Scheibe abschneiden. Zum Beispiel die dröge Apotheken-Rundschau. „Nicht so cool: Blut im Stuhl.“

Jubiläum. Bonetti bekommt das tausendste Dickpic in diesem Jahr zugeschickt. Warum Männer immer mit ihrem hässlichsten und mickrigsten Körperteil hausieren gehen, bleibt uns allen ein Rätsel.

Ragnarök kommt immer näher. Der Feind lauert schon im Supermarkt: Gluten und Laktose. Auf den Straßen Radfahrer. Extremistische Regierungen: AfD-Herrschaft in Sachsen-Anhalt und Sozialismus in Berlin, Remigration und Enteignung, drohen. Ein ratloser König Friedrich der Letzte, sitzt einsam in seinem Schloss. Sein Fluchtflugzeug ist stets vollgetankt und startbereit. Die Bäume sterben und die Sterne fallen vom Himmel. Jenseits der Grenzen bedrohen uns die kriegslüsternen Autokraten Trump und Putin. Alles, was wir kaufen können, ist aus China, selbst die Dirndl und die Tiroler Hüte. Und dann gibt es noch den FC Bayern München.

Noch ein SF-Plot. Auf einem Gasplaneten leben gasförmige Wesen, die eines schönen Tages die Erde angreifen. Gewehrkugeln, Bomben und Granaten helfen nicht, um sich gegen sie zu verteidigen. Da kommt Heinz Pralinski, einem Hausmeister aus Wichtelbach, die rettende Idee. Alsbald bekämpfen ganze Kompanien die Invasoren mit Laubbläsern.

Freitag, 25. September 2026

Faschos, Fußball und Freidemokraten

 

Blogstuff 1388

Die FDP hat in M-V 1,0 Prozent der Stimmen erhalten, die Tierschutzpartei 1,1 Prozent. Kubicki wird es sicher noch rausreißen.

Früher hat man UFOs gesehen, heute sind es Drohnen.

Der Zugang zum deutschen Mindset läuft normalerweise über die Nazi-Schiene. Aber es gibt noch einen anderen Zugang: Deutsche sind Autisten. Sie haben es gerne ruhig, sind in allem extrem gründlich, sie mögen klare Regeln und Ordnung, sie hassen Überraschungen, sind im Gespräch definitiv nicht originell oder gar lustig und sie lieben Züge. Passt, oder?

Wir haben alle dem ersten Spiel von Jürgen Klopp entgegengefiebert. Die Kirche des runden Leders hat einen neuen Messias. Und dann wurde es ein lauwarmes Unentschieden gegen die kiffenden Käseköpfe. Aber 44 Spieler in zwei Kadern. Schnapsidee oder genialer Schachzug? Schon nach dem Spiel gegen die Ouzo-Kicker am Sonntag wissen wir mehr.

Offenbar führt das BSW in S-A den Wahlsieger an der langen Leine. Keine Koalition, aber Kooperation. Aber ich habe ohnehin schon immer den Eindruck gehabt, dass die Hoschis von der AfD sowieso keinen Bock auf richtige Politik haben. Die vielen Gesetze und Verordnungen … können wir bitte Neuwahlen haben und auf Stammtischniveau weiterkläffen?

Seit 2020 habe ich endlich wieder eine Putzfrau. Meine pakistanische Perle bringt Glanz in meine abgeranzte Bude, die wir 1992 für einen Appel und ein Ei gekauft haben. Ich hatte 2003 bis 2007 mal eine Polin und in Schweppenhausen deutsche Haushaltshilfen, die im Vergleich faul und frech waren. Ich zahle 25 Euro pro Stunde und fühle mich wie Albert Schweitzer im Dschungel.

Am selben Tag kommen zwei Polen, zerlegen mit gesunder Brutalität mein Futon-Bett, das ich vor 34 Jahren noch selbst zusammengebaut habe, und montieren ein Boxspringbett. In der ersten Nacht liege ich wie auf Wolken und träume, ich würde ein indisches Restaurant eröffnen. Bevor ich lerne, wie man einen Turban wickelt, und ins Sonnenstudio gehe, gilt es, Grundsätzliches zu klären. Sollte Salz auf dem Tisch stehen? Sollte es rein vegan und ayurvedisch zugehen? Pawel, mein Chefkoch und einziger Angestellter, präsentiert mir stolz seine erste Kreation: das Mahatma-Sandwich. Im Grunde genommen ein Club-Sandwich mit Rindfleisch statt Huhn. Namaste, liebe Lesende.

Manche wollen zu sich selbst finden. Urlaub in Katmandu und dann allen Freunden ein halbes Jahr auf den Sack gehen. Aber was findet man? Will man das wirklich? Ist mein Ich nicht einfach ein Gefährt und ein Gefäß, wie ein 1965er Mustang mit Rallyestreifen?

Dienstag, 22. September 2026

Geld ist unser Gott

 

Blogstuff 1387

Wenn du dich einsam und unglücklich fühlst, denk immer daran: Du bist auch noch arm.

Mein Körper ist ein Geisterhaus. Es wird von einem Gespenst bewohnt, vor dem jeder Besucher Angst bekommt.

Ich sehe ein altes Zeugnis. Sehr oft „befriedigend“. Wen habe ich damals befriedigt? Meine Klassenlehrerin Frau Friedrich?

Warum haben wir dieses Glücksgefühl, wenn auf der anderen Seite der Autobahn Stau ist, und wir haben freie Fahrt?

Antisemiten wählen nicht die AfD, sondern die Linken. Herzlichen Glückwunsch, ihr Arschkrampen.

Um zwölf Uhr geht jemand in Richtung Kantine und sagt „Mahlzeit“. Du sagst auch „Mahlzeit“ und keiner kann dieses Ritual erklären.  

Wie konnte ein gütiger und liebender Gott die Gründung der AfD genehmigen?

Ich bin Boomer, bei mir kochen die Nudeln auf der Festplatte.

Auf dem Mond gibt es kein Wetter und keinen Regen.

Jetzt bin ich völlig durcheinander. Am Freitag lege ich mich um 13 Uhr kurz für ein Nickerchen hin und wache am Samstag um acht Uhr wieder auf. Alles ist verdreht, ich habe die heute-show verpasst und gleich gibt es Bundesliga. Nein, erst in zwölf Stunden!

+++ KI-Hausmeister lässt keine Menschen aus dem Haus, weil sie für den Dreck auf dem Bürgersteig verantwortlich sind +++

Sesamstraße 2026. Das Krümelmonster isst jetzt Obst. Und Oskar lebt in einer Recyclingtonne.

Auch ein großer Stuhl kann wackeln.

Friedrich Merz ist nach eineinhalb Jahren gescheitert, Wegener nach drei Jahren. Zum ersten Mal fliegt eine CDU-Fraktion aus dem Landtag. Abgeordnete und ihre Mitarbeiter verlieren ihren Job. In einem zweiten Bundesland ist die AfD stärkste Partei. Die Dominosteine im Osten fallen, auch wenn in MV und Berlin Rot-Grün-Rot regieren werden. Man will sich gar nicht vorstellen, wenn eine rechtsradikale Volkspartei irgendwo die Macht übernimmt. 2026 ist in jedem Fall eine Zäsur. Wer wird der Nachfolger von Großmaul Merz?

 Letztes Jahr hatten wir einen Herbst der Reformen. Dieses Jahr wieder. Ich bin begeistert.

Freitag, 18. September 2026

Welt kaputt, Bonetti stabil

 

Blogstuff 1386

In einem lamaistischen Kloster in China. Sowas gibt es nicht nur in Tibet. Ich sehe einen Mönch, den Hollywood sofort für den nächsten Film gecastet hätte. Schlohweißer Bart, Augenbrauen wie Wolkenbänke, Wanderstab und die fernöstliche Weisheit quoll ihm aus den Augen. Natürlich zücke ich sofort den Fotoapparat und er ruft „One Dollar“. Auf das Geschäft habe ich verzichtet. Junge Mönche in Turnschuhen und mit Kopfhörern. Ein Mönch sitzt auf der Treppe nach draußen, streckt mir die Hand entgegen und ruft „Money“. Die ganze Spiritualitätsscheiße ist nichts anderes als ein Geschäftsmodell wie die Abzocke von Musk oder Bezos. Danke für diese Erfahrung.

Meine Eltern haben mir gesagt, ich könne alles werden, was ich will. Sie haben mir jede Menge Selbstvertrauen mitgegeben. Und so wurde ich ein Faulpelz und Taugenichts.

Ich höre oft Radio. Nachts gibt es immer Falschfahrer (früher: Geisterfahrer). Außerdem gibt es Leute, die sinnlos herumstehen. „Auf der A 55 sind Nonnen auf der Straße. Fahren Sie bitte langsam.“

Die höchste Stufe beim Karate: der schwarze Gürtel. Da redet niemand über Rassismus.

Wieviel Prozent wählen inzwischen die AfD aus Protest und wieviel wählen die AfD aus Überzeugung? Der Horror wird noch lange Teil unserer Wirklichkeit sein.

Hasnain Kazim schreibt im SPIEGELEI über den „Sittenverfall“ in Berlin, weil hier Sperrmüll an der Straße steht. Oft ist aber die BSR informiert, weil man hier individuelle Sperrmülltermine machen kann. Dazu die Suggestivfrage in der Überschrift „Finden Sie Berlin schön?“ Eine Stadt musss nicht schön sein. Köln und Stuttgart sind hässlich und trotzdem leben auch dort Menschen. Berlin funktioniert – zumindest besser als die Deutsche Bahn. Die Leute sind nett. Als ich krank war, klopften meine Nachbarn an meine Tür und fragten, was sie für mich machen könnten. Besser ist es auf dem Land auch nicht. Ich muss es wissen, denn ich komme vom Kaff.

 




Donnerstag, 17. September 2026

Das Schweigen der Hämmer – Wirtschaftskrise 2026

 

Blogstuff 1385

R.I.P. Ralf Richter. Bin ein großer Fan und habe ihn sogar mal „in echt“ gesehen, als er auf dem Breitscheidplatz auf jemanden gewartet hat. Die Stimme und das Lachen – einmalig.

1983: Nick Cave zieht ins Loft eines Freundes in Kreuzberg. 250 qm für 400 DM. Das waren noch Zeiten. Künstler wie Iggy Pop oder David Bowie lebten von wenig Geld und hatten Zeit für ihre Musik und lange Kneipenabende.

Hätten Sie’s gewusst? In der Traumphase des Schlafs legt das Gehirn die Muskeln lahm, damit man seine Träume nicht körperlich auslebt.

Warum spricht es niemand klar aus? Trumps Krieg gegen den Iran ist ein lupenreiner Angriffskrieg und er begann am ersten Tag mit einem Kriegsverbrechen. 170 Tote in einer Mädchenschule, die von einer amerikanischen Tomahawk-Rakete getroffen wurde.

„Jemand hat meinen zwanzig Jahre alten Dacia geklaut.“ – „Das glaube ich nicht.“ – „Er war vollgetankt.“

Ich habe ein Fachgeschäft für Duschvorhangringe und fahre einen Maserati. Wie machst du das? Die Frage höre ich öfter und ich grinse nur. Im Hinterzimmer gibt es eine Pokerrunde, Black Jack und Roulette.

Wenn der Sprit 2,50 kostet und dein Wagen verbraucht acht Liter pro hundert Kilometer, kosten fünf Kilometer deiner Fahrt ein Euro bzw. eine Flasche Bier.

Heute war was los: zwei Päckchen von Amazon, ein Lieferessen (Cordon Bleu mit Pommes), eine Lebensmittellieferung, Spendenbettler an der Haustür und ein Anruf von Trickbetrügern („Die Nummer kenne ich schon“ und direkt aufgelegt). Da war es erst 15 Uhr!

Merz beim kanzlern zuzusehen ist wie den Absturz der „Hindenburg“ zu beobachten.

23. August 1939: Der Hitler-Stalin-Pakt wird unterschrieben. Dann ging der Krieg los. Wann kommt der Merz-Weidel-Pakt?

Es wird gerne unterschätzt, wie viel Kraft man aus dem Morbiden und aus dem Negativen schöpfen kann. Ich war mal in Brighton an der britischen Südküste, einer untergegangenen Erholungsoase, die nur noch von Rentnern frequentiert wird. Oder Bad Gastein. Hier hat früher Sissi Urlaub gemacht, Bismarck und andere Promis der Kaiserzeit. Ich hatte ein Zimmer in einer Villa, die Sigmund Freud für seine hysterischen Patientinnen bauen ließ, mit schalldichten Doppeltüren und mit Originaleinrichtung. Abendessen mit Silberbesteck. Überall leerstehende Grand Hotels und Untergangsstimmung de luxe. Warum Ballermann?

Biko

Mittwoch, 16. September 2026

König Faxe und das Piano

 Blogstuff 1384

Die Chinesen haben auch ihre Probleme mit Spinnern. Nur heißen sie dort eben Reisbürger.

Wie könnte man einer AfD/BSW-Landesregierung die Daumenschrauben anlegen? Dazu gibt es Artikel 37 GG. Wenn Bundesgesetze missachtet werden, können sie mithilfe des Bundesrats durchgesetzt werden, im Notfall mit direkten Weisungen an die Landesbehörden oder dem Einbehalten finanzieller Zuwendungen des Bundes. Der Art. 37 wurde noch nie angewendet, aber er gehört zu den Instrumenten einer wehrhaften Demokratie.

Der Krieg gegen den Terror nach 9/11 hat nach Berechnungen der Brown University die USA acht Billionen Dollar gekostet hat. Ergebnis: Es gibt immer noch Terrorismus.

Heutiger Traum: Es ist schon später Abend, als ein Mann am Ufer eines großen Sees ankommt. Sein Gepäck, Kisten und Kästen werden ausgeladen. Alsbald macht sich der Kutscher wieder auf den Rückweg. Wie soll der Reisende jetzt auf die andere Seite des Sees kommen? Da erscheint ein dienstbarer Geist. Er bittet ihn um Hilfe. Der Geist schickt ihm zwei Helfer, die alles ans andere Ufer bringen. Zwei große Haufen bilden sich. Um die letzte Kiste, die ein Piano enthält, streiten sie sich. Es macht kurz „puff, puff“ und die Helfer sind verschwunden. Der Geist erscheint erneut und bringt die Kiste und den Reisenden auf die anderen Seite. Er fragt, wie er sich für die Hilfe bedanken könne. Der gute Geist sagt, eines Tages würde er ihm im Traum erscheinen und einen Gefallen einfordern. Dann verschwindet er so plötzlich, wie er gekommen ist. Am Morgen darauf geht der Mann ins nächste Dorf, um die Weiterreise zu organisieren. Im Wirtshaus erzählt er dem Schankwirt die Geschichte. Der lacht nur und sagt, er wäre dem toten König Faxe begegnet, der im See hause.     

Erstmals ist in einer Meinungsumfrage (GMS) die AfD bei dreißig Prozent und der Abstand zur Union (zwanzig Prozent) zweistellig. Der Faschismus wird langsam zu einer Volksbewegung. Rechnet man bei der Union die CSU heraus, ist die CDU jetzt auf dem Level der SPD. Bei YouGov kommt die Union sogar nur auf 18 Prozent – elf Punkte hinter dem Marktführer.

Trump will bei den Midterms die „sozialistischen“ Demokraten bekämpfen – und verspricht jedem Wähler 5000 Dollar Staatsknete. Genau mein Humor.

Wer weiß noch, was ein Kapuzenpulli war?

Aus Hitlers Terminkalender: „30. Januar 1933, 12 Uhr: Machtergreifung. Nachmittags Schwimmschule“.

Die AfD greift nach der Macht, aber wenn sie die Macht bekommt, fehlt das Personal, um die Stellen zu besetzen. Nach den niedersächsischen Kommunalwahlen bleiben hunderte Stellen offen. Aber immer schön einen auf dicke Hose machen.

Dienstag, 15. September 2026

Causa Merz - stützen oder stürzen?

 

Blogstuff 1383

In Magdeburg gab es in einem Einkaufszentrum den ersten AfD-Flashmob. Sie haben das Horst-Wessel-Lied gesungen.

Jeder spricht inzwischen über dieses kleine Bundesland. Es geht natürlich um das Saarland und die SV Elversberg.

Wenn das Backpfeifengesicht Klingbeil anpackt, ist das so, wie wenn zwei loslassen.

Subventionen der Bundesregierung: 2020 waren es 27,1 Milliarden Euro, 2025 waren es 77,9 Milliarden. Könnte man hier kürzen, statt beim Sozialstaat? Zwischen 2010 und 2020 gab der Staat nur zwei bis drei Prozent des Bundeshaushalts für Subventionen aus.

1970 war noch in jedem Sitz der Lufthansa-Maschinen ein Aschenbecher. Die Promillegrenze für Autofahrer lag damals bei 1,3 Promille. Am Arbeitsplatz gab es Bierautomaten.

1976: Die Helmpflicht für Motorradfahrer wird eingeführt. Bußgeld gibt es allerdings nicht.

Eine Sprengstoffweste ist auch eine Übergangsjacke (Michael Mittermeier).

In den 70er Jahren gab es die DKP-Parole „Rein in die Bundeswehr“, um den Militarismus von innen zu bekämpfen. Ich sage: rein in die AfD.  

„Ich habe mich schwarzgeärgert“. Ist das rassistisch oder nicht?

Komm nicht. Geh nicht.

Söder stärkt Merz den Rücken – und ist der erste in der Schlange zum Chefsessel in Berlin.

1,9 Millionen leerstehende Wohnungen. In Suhl (Thüringen) stehen fast vierzig Prozent der Wohnungen leer. Warum eröffnet niemand in dieser Stadt neue Unternehmen und stellt seinen Mitarbeitern günstige Wohnungen zur Verfügung?

Wie nennt man es, wenn ein AfD-Wähler nach dem Urlaub aus dem Ausland zurückkehrt? Er kommt heim ins Reich.

Menschen, die gerne allein sind und ihre Einsamkeit genießen, sind schwer zu manipulieren.

Oktoberfestprofis gehen nach fünf Maß Bier im Festzelt noch zu einer After Wiesn Party.

1935: Das Dosenbier wird erfunden. Das ist für mich wichtiger als die Atombombe und die Mondlandung.

Warum spricht niemand über den italienischen Faschismus?

Trio Mandili - Kakhuri

Sonntag, 13. September 2026

Am Strand mit Bonetti


Ihr Gesicht war schneeweiß, kugelrund und voller Speckwülste. Es schwebte wie ein Mond über ihm und als sie zu lächeln begann, rieselten Puderkrümel aus den Falten um ihren Mund.

„Darf ich Sie kurz stören?“ fragte sie mit der tiefen rauen Stimme einer in Würde gealterten Theaterdiva.

Andy Bonetti saß gerade mit seinen Freunden Johnny Malta und Heinz Pralinski auf der Terrasse der „Mirabelle“, dem einzigen Sterne-Restaurant Bad Nauheims, von der man einen phantastischen Blick auf den Strand hatte. Träge rollten die Wellen auf den Sand oder schlugen schmatzend an die Yachten, die im Hafen lagen. Über allem das Kreischen der Möwen, die auf ein wenig Atzung durch gnädige Restaurantgäste hofften. Der Klimawandel war wirklich ein Segen, Bad Nauheim lag inzwischen am Meer, was die Aufenthaltsqualität und die Besucherzahlen in diesem hessischen Kurort natürlich rasch erhöht hatte.

Der Dichterfürst war gerade im Begriff, eine Crevette aufzubrechen, um ihr köstliches Fleisch zu entnehmen, und antwortete: „Um was handelt es sich denn, Gnädigste?“

Eigentlich wollte er nicht gestört werden, da er mit seinen Freunden gerade die wundersame Rettung in der vorigen Nacht feierte. Da sich Bonetti weder bei seinem Chauffeur noch bei seinem Kammerdiener gemeldet hatte, wurden Malta und Pralinski informiert, die sich umgehend mit einem Motorboot auf die Suche nach der „Shangdang“ machten. Das chinesische Restaurantschiff tuckerte gemächlich vor der Küste Nordhessens. An Bord konnte man ihnen aber keine Auskunft über Andy Bonetti geben. Der ältere Chinese, der einen schwarzen Anzug und eine Augenklappe trug, war im Gespräch recht kurz angebunden gewesen. Sie waren in Richtung Strand weitergefahren und hatten Bonetti, um den schon die Haie kreisten, in den Wellen entdeckt. Rasch zogen sie ihn an Bord und hüllten ihn in eine warme Decke. Bereits auf dem Weg zum Hafen diktierte der größte Sohn Bad Nauheims sein neues Abenteuer auf Band.

„Es geht um die Formel, Mister Bonetti. Mütterchen Russland ist bereit, Ihnen jede gewünschte Summe zu zahlen. Außerdem heizen wir ihr Haus bis an ihr Lebensende kostenlos mit Gas.“

Bonetti tupfte sich behutsam die Lippen mit seiner Serviette, bevor er antwortete: „Sagen Sie Herrn Putin, ich werde über sein Angebot nachdenken.“

 

Donnerstag, 10. September 2026

Influencer (43) stirbt nach Penisvergrößerung

 

Blogstuff 1382

„Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Diesen Punkt gilt es zu erreichen.“ (Franz Kafka)

Ein Rennen über 100 Meter gewinnt der Gepard, ein Rennen über tausend Kilometer gewinnt die Schildkröte.

Bonetti beschließt, dass Sachsen-Anhalt jetzt zu Niedersachsen gehört. Problem gelöst.

Die AfD hat eine schlichte, aber erfolgreiche Strategie: Den Armen geben sie den Hass auf Ausländer und Flüchtlinge, also die Menschen, die noch ärmer sind als sie; den Reichen versprechen sie Steuererleichterungen = noch mehr Geld.

Wir müssen über Restpopelisten reden.

Ich werde schon aus kulinarischen Gründen niemals ein Nazi werden. Keine Pizza, kein Sushi, kein Thai-Food? Den ganzen Tag nur Bratwurst mit Kartoffeln? Vergiss es.

Holgi hat Adipositas, nur einen Hauptschulabschluss, ist Kettenraucher und Alkoholiker, Langzeitarbeitsloser, aber die Ausländer sind schuld an seiner Lage.

1934 trat das Heimtückegesetz in Kraft. Wer Staat und Regierung kritisierte, konnte verhaftet und ins Gefängnis gesteckt werden. Demnächst in Sachsen-Anhalt?

Die Vermögenssteuer steht im Grundgesetz, Artikel 106. Warum gibt es sie nicht?

Eigentlich müsste die Überschrift „AfD zerstört CDU“ heißen, aber ich hatte keine Lust, weil alles so deprimierend ist.

Trump will den Bundesstaat New Mexico in New America umbenennen. Warum machen wir aus Neuschwanstein nicht Neu-Bonetti?   

Conny Lingus. Ich hätte schon vor dem Date misstrauisch werden müssen.

Symbolpolitik: Bürgergeld heißt jetzt Grundsicherung, Die ausgezahlte Summe bleibt gleich, dazu Miete plus Nebenkosten und kostenlose Krankenversicherung.

In meinem Alter redet man nicht mehr über Penisvergrößerung, sondern über Hodenstraffung.

Musk und Trump gratulieren der AfD zum Wahlsieg. Danke!

Seit einem halben Jahr biete ich eine gebrauchte Zahnbürste bei eBay an und niemand meldet sich.