Blogstuff 1362
Montag.
Die Fußball-Deko ist aus dem Supermarkt verschwunden. Das Personal muss auch
nicht mehr die albernen T-Shirts in schwarz-rot-gelb tragen (Aufschrift:
Fanbetreuer – die Marketingfritzen werden alle in der Hölle landen). Fun Fact:
Vor dem langweiligsten Endspiel aller Zeiten fand im Spiel um Platz 3 das beste
Match der WM statt. Zum Glück kann ich Servus TV (Österreich) empfangen.
Den
spektakulären englischen Sieg und das Finale hat Kevin Keegan noch gesehen,
dann ist er gestorben. Der einzige Bundesliga-Star, der es jemals in die Charts
geschafft hat.
Warum
gibt es nur Meerjungfrauen, aber keine Meerjunggesellen?
Leute,
die trinken, Drogen nehmen, arbeitslos sind und nicht an Gott glauben, finde
ich sympathischer als Leute, die jeden Tag ins Büro und am Sonntag in die
Kirche gehen.
Die
außerirdische Elitesoldatin aus der Zukunft, Renate Mangold, klingelt an
Bonettis Tür. (Fortsetzung folgt)
Nonne
kommt zum Frauenarzt. „Sie sind schwanger.“ – „O Gott, was die Leute heutzutage
alles auf die Kerze schmieren.“ (Cindy aus Marzahn)
Kinder
sind unsere Zukunft. Lockvogelrhetorik. In Wirklichkeit sind sie undankbar und
teuer.
Was
macht eigentlich Heinz Pralinski? Im neuen Film von Mark Zuckerberg spielt er
eine App.
Es
wurde schon immer gerne in Schubladen gedacht. Macht es für manche Leute
einfacher, denen oberflächliche Zuordnungen genügen. Zum Beispiel:
Generationen. Boomer, Generation X, Millenials usw. Meine These: Es gibt keine
Unterschiede zwischen den Generationen. Jeder Jahrgang bringt kluge Menschen
und Vollidioten hervor, nette Zeitgenossen und Arschlöcher, Linke und Rechte –
überall auf der Welt. Man sollte es sich beim Nachdenken nicht bequem machen,
sondern genauer hinschauen. Es lohnt sich, andere Menschen als Individuum zu
betrachten.
Von
meinem Vater habe ich den Humor geerbt. Als ich noch ein Kind war, gab es
Spaghetti Bolognese. Er roch an seinem Essen und sagte zu mir: „Das riecht aber
komisch. Bei dir auch?“ Also beugte ich mein Gesicht über den Teller und er
drückte es in die Soße. Die ganze Familie hat mich ausgelacht. Als ich drei
Jahre alt war, sagte er mir, er würde jetzt meinen Lieblingsteddy im Klo
runterspülen. Ich folgte ihm ängstlich ins Badezimmer. Er zog einen Riesen-Show
ab, ließ das Stofftier aber hinter die Kloschüssel fallen und betätigte dann
die Spülung. Ich schrie und heulte. In Sachen Spaß bin ich durch eine harte
Schule gegangen.
Kapitalismuskritik
vor 55 Jahren. Nichts hat sich seither geändert. Udo Jürgens - Lieb
Vaterland (Drehscheibe 26.04.1971)