Dienstag, 28. Juli 2026

Walhalla und das Paradies

 

Blogstuff 1366

„Fortpflanzungstourismus“ (Küppersbusch zur Causa Spahn)

Ein Menschenleben ist wie die Geschichte der Menschheit. Kindheit und Erwachsenenalter – alles gut. Aber dazwischen ist die Pubertät, das dunkle Mittelalter.

Was die AfD mit Islamisten verbindet: Beide wollen die Gesellschaft spalten.

Eigentlich ist es ganz einfach. Islam = Religion. Islamismus = Ideologie.

Eines Tages werde ich wie der Dude in den Supermarkt gehen: im Bademantel, mit kurzen Hosen und Schlappen.

Fun Fact: Auch nach dem Anschlag auf den CSD gibt es noch „Queers for Palestine“. Jedes weitere Wort ist überflüssig.

Ich habe mein Start-up „Bonetti AI“ an Musk verkauft. Jetzt will er es mir zurückverkaufen. Aber ich bin ja nicht blöd. Wenn er sich informiert hätte, wüsste er, dass AI Allergiker-Informationen bedeutet.

Anfang des Jahres war ich bei einer Zahnärztin. Schon nach meinem Anruf hätte ich misstrauisch werden müssen, denn ich habe sofort einen Termin bekommen. Dann saß ich allein im Wartezimmer. Sie hat mir eine Zahnreinigung aufgeschwatzt, zu der ich nie gegangen bin, und hat mich für die eigentliche Behandlung an eine Kieferchirurgin überwiesen.

Die größte Schnitzel-Challenge gibt’s in der Gaststätte „Zum Propeller“ am Flughafen in Worms. Zwei Kilogramm + Soße + Pommes.

Merz hätte es auch einfach haben können. Sein Fraktionsvorsitzender ist gegangen. Hätte er die Fraktion einen neuen Vorsitzenden wählen lassen, hätte er sich die holprige Personalkaskade erspart. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Warum ist Abdul Ballout mit einem Messer auf ein schwer bewaffnetes SEK zugegangen? Weil er sterben wollte. Nur wer im Kampf stirbt, kommt als Märtyrer ins Paradies, wo 72 Jungfrauen auf ihn warten. Wir lachen darüber. Aber viele unserer Vorfahren haben im Dritten Reich genauso gedacht. Sie hatten sich vom Christentum abgewandt und den alten Glauben der nordischen Stämme, der Germanen, Wikinger usw. übernommen, vor allem Mitglieder der SS. Odin ist der Gottvater, daneben gibt es andere Götter wie Thor mit dem Hammer. Vor allem die Vorstellung vom Himmel war ganz anders. Christen sehen sich auf einer Wolke, in einem weißen Kleid und mit einer Harfe in der Hand. Gebt mir Manna! Die Nazis glaubten an Walhalla, eine große Halle, wo die Götter und die Krieger bis ans Ende der Zeit ein Riesenparty mit Honigmet, Fleisch und schönen Mädchen feiern. Allerdings musste man als Krieger mit einem Schwert in der Hand im Kampf sterben. Wer im Bett starb, an einer Krankheit oder an einem Herzinfarkt, kam nicht in den Himmel. Nach einer Schlacht würden die Wallküren über das Schlachtfeld fliegen und die Seelen der toten Krieger nach Walhalla bringen. Heute ist ein guter Tag zum Sterben, dachte mancher SS-Fanatiker. Dann komme ich nach Walhalla. Wer den Tod nicht fürchtet, geht größere Risiken ein als andere Soldaten.  

 

7 Kommentare:

  1. Das mit den 72 Jungfrauen ist ein Übersetzungsfehler. Statt Jungfrauen gibts im Jenseits Bananen.
    https://noemix.wordpress.com/2015/11/15/bananen-statt-jungfrauen-1022500850/

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    1. Das ist doch der feuchte Traum eines DDR-Bürgers :o)

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  2. Was Religion mit Religion verbindet: ggf. opiatähnliche Wirkung, patientenabhängig. Bei biodeutschem Kultur- bzw. Zeugungshintergrund kann Opium auch durch Bier ersetzt werden (in Bayern: am besten obergäriges).

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  3. Für den Fall, daß Schiit Abdul Ballout in der Gartenkolonie von einer weiblichen Polizistin liquidiert worden ist, kann er sich den Schwachsinn "Nur wer im Kampf stirbt, kommt als Märtyrer ins Paradies, wo 72 Jungfrauen auf ihn warten" abschminken.

    Ein kämpfender schiitischer Islamist, der von einer kämpfenden Frau getötet wird, ist ein Looser und kommt in die Hölle, wo er hingehört.

    Rate mal, warum die schiitischen IS-Milizen in Syrien sofort in ihre Löcher gekrochen sind, sobald sich die Kämpferinnen der YPJ (Frauenverteidigungseinheiten der Kurden in Syrien bzw. Rojava und anderswo) https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenverteidigungseinheiten ihnen näherten.

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  4. Die Nazis des dritten Reichs haben nicht an die nordischen Götter geglaubt, selbst wenn sie deren erfundenen Symbole übernommen haben. Nazi haben als Faschisten nur an den Tod geglaubt. Faschisten (damit meine ich nicht „Jeder der nicht so links ist wie ich“ - sondern Mitglieder faschistischer Bewegungen) sind vom Tod besoffen (s. D’Annunzio). Der Tod ist die höchste Form der Selbstauflösung und eigentlich können sie ja keine wirkliche, positive Version der Zukunft projezieren. Alles ist Kampf, Unterwerfung, Vernichtung.

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    1. Das eine muss das andere ja nicht ausschließen. Wenn ich nur als Krieger, der im Kampf stirbt, in den Himmel komme, suche ich den Tod auf dem Schlachtfeld. Und Vorstellungen vom Leben nach dem Tod haben viele Religionen (Himmel/Hölle, Paradies, Rad der Wiedergeburt usw.). Gerade SS-Führer Heinrich Himmler förderte die nordische Mythologie innerhalb der SS. Die anderen Nazis waren da eher indifferent.

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    2. Ich denke aber nicht, dass Himmler so buchstäblich an Odin usw. geglaubt hat, sondern mehr so "spirituell" esoterisch drauf war. Die nordische Mythologie sollte ja eher als Chiffre stehen. Denen war ja klar, dass ihre (ausgedachten!) Rituale nicht wirklich was bewirken (wir sind ja nicht bei "Hellboy"), sondern das die Menschen sozial aneinander binden sollte. Das alles wurde aber mit einer gewissen Esoterik (Wünschelruten, "Kraftorte") überzuckert.

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