Montag, 19. Februar 2018

Warum die Blogger verloren haben

Das Zeitalter Gutenbergs neigt sich dem Ende entgegen. Ich sage das als Rheinhesse nicht gerne, denn der Buchdruck ist das einzige wertvolle Geschenk, das wir der Welt jemals gemacht haben.
Heute kämpft die Schrift gegen das Bild. Das Buch und der Text gegen das Fernsehen und das Internet. Das Abstrakte gegen das Konkrete. Das Argument gegen die Emotion. Der Tiefgang gegen die Oberfläche. Schwarz-Weiß gegen Farborgien.
Der Blogger ist eine historische Figur aus der Frühphase des Netzes. Er wird gerade abgelöst durch den Instagramer und den YouTuber. Die meisten Leute schreiben sich per WhatsApp nur noch verstümmelte Kurzbotschaften mit Emojis. Nach dem Brief stirbt die Mail. Bilder reichen uns, vorzugsweise Selfies oder Fotografien unserer Mahlzeiten und Haustiere.
Und so geht das Blogsterben weiter. Der letzte Blogger schreibt einen Rant darüber.

Kommentare:

  1. Seit 2012 liest man, egal, wo man recherchiert, von weltweit 170 Mio Blogs. Abzüglich vielleicht 50 Millionen toten Blogs bleiben 120 Mio. übrig, was bei 7 Milliarden Weltbürger bedeutet, dass etwa jeder 58. bloggt. Wenn ich also durch die Stadt latsche und mir begegnen 100 Leute, sind darunter knapp zwei Kollegen am bloggen. Was machen die vielen anderen eigentlich?

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    1. Ich habe auch mal kurz recherchiert. Da sind eine Menge Zahlen unterwegs. Allensbach sagt, 4 Prozent der Deutschen bloggen, das wären 3,2 Millionen Leute. Andere gehen von 300.000 Blogs in Deutschland aus. Wie viele Blogs hat ein Blogger im Durchschnitt, wie viele Geisterblogs gibt es, die längst aufgegeben wurden? In diesen Statistiken zählen die Toten zu den Einwohnern. Instagram hat allein 800 Millionen Nutzer. Bildchen sind ja auch nicht so anstrengend wie Glumm ;o)))

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    2. P.S.: Mein bester Tag dieses Jahr war der 27. Januar mit 1944 Seitenzugriffen. Es wäre interessant zu wissen, wie viele private Non-Profit-Blogs es gibt, die über 1000 Zugriffe pro Tag haben. Da werden die Zahlen schnell überschaubar. Die meisten Blogs sind doch eher Tagebücher und private Fotoalben.

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    3. Ich glaube, bei den DIY-Blogs (Basteln) und den Mutti-Blogs kommen auch die Unkommerziellen relativ hoch, wenn sie ordentlich Promo machen, ob die jeden Tag über 1000 Aufrufe kommen ist fraglich.

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    4. Im Schnitt 1000 Zugriffe / Tag sind 365 000 im Jahr.

      Sich mit dem mainstream zu messen ist so'n bischen wie umgekehrte Quantenphysik. Wenn man da gleichzieht transformiert man selbst dahin.

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    5. Wieso sollte ich mich ändern? Ich habe ja von den Seitenzugriffen nichts. Ich verdiene nichts mit dem Blog und es kostet mich keinen Cent. Der Mainstream will Geld verdienen, dann ist das Schreiben nur noch Arbeit. Auf Arbeit habe ich schon lange keinen Bock mehr ;o)

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    6. Na dann würde ja auch eine Zugriffszahl kleiner 10 genügen. ;-)

      Hab grade gelesen, ein Arzt schreibt sich selber negative Bewertungen in so einem Portal. Weil er hofft das sowas die Spacken die so was lesen weghält. Isr das die neue Internetmechanik?

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  2. Matthias. Wie auch immer: Mach weiter. Bitte. Deine Texte (und Musiklinks) sind meistens sehr, sehr lesenswert. Und höhrenswert. (Mein Jahrgang 1966)
    Gruss vom treuen Leser Pius

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    1. Danke! Klar mache ich weiter. Was soll man in Schweppenhausen auch sonst machen? Ein extrem kostengünstiges Hobby und wenn ich später mal dement bin, lese ich den ganzen Tag nur noch meine eigenen Texte.

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  3. https://www.youtube.com/watch?v=-1A1e0T4oSY

    *SINGundTRÄLLER...fürmeineunterhaltsamUNDaufklärendeFRÜHSTÜCKSblogLEKTÜRE...undBITTEweitersoOoOooooooooooo... (ړײ) *

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