Montag, 19. Februar 2018

Warum die Blogger verloren haben

Das Zeitalter Gutenbergs neigt sich dem Ende entgegen. Ich sage das als Rheinhesse nicht gerne, denn der Buchdruck ist das einzige wertvolle Geschenk, das wir der Welt jemals gemacht haben.
Heute kämpft die Schrift gegen das Bild. Das Buch und der Text gegen das Fernsehen und das Internet. Das Abstrakte gegen das Konkrete. Das Argument gegen die Emotion. Der Tiefgang gegen die Oberfläche. Schwarz-Weiß gegen Farborgien.
Der Blogger ist eine historische Figur aus der Frühphase des Netzes. Er wird gerade abgelöst durch den Instagramer und den YouTuber. Die meisten Leute schreiben sich per WhatsApp nur noch verstümmelte Kurzbotschaften mit Emojis. Nach dem Brief stirbt die Mail. Bilder reichen uns, vorzugsweise Selfies oder Fotografien unserer Mahlzeiten und Haustiere.
Und so geht das Blogsterben weiter. Der letzte Blogger schreibt einen Rant darüber.