Dienstag, 23. Juni 2015

Von wem ist nichts zu erwarten? Sozialdemokraten

„Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.“ (Nicolas Boileau-Despréaux)
Wer in diesen Tagen von der SPD enttäuscht ist, tut der Partei bitteres Unrecht. Denn man kann nur enttäuscht sein, wenn man vorher etwas erwartet hat. Und wer von Gabriel und seinem Vizekanzlerwahlverein etwas erwartet hat, der ist naiv. Der hat den Schuss nicht gehört, der hat geistig noch nicht die Volljährigkeit erreicht.
Ich nenne, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, nur mal ein paar Stichworte: Kriegsanleihen, Notstandsgesetze, Radikalenerlass, NATO-Doppelbeschluss, Kosovo-Krieg, Afghanistan-Krieg, Hartz-Gesetze, Vorratsdatenspeicherung. Unterwürfigkeit bis zur totalen Selbstaufgabe gegenüber den Amerikanern (z.B. in der Causa Ukraine) und dem Kapital (z.B. in der Causa Griechenland). Heute bekommen Sie doch als drittklassiger Despot für kleines Geld abgehalfterte SPD-Politiker wie Schröder oder Schily hinterhergeschmissen. Da möchte man gar nicht wissen, was die Nahles mal kosten wird …
Erinnern Sie sich noch an die letzte Bundestagswahl? Weil sie nach heftigem Liebeswerben den grünen Bräutigam nicht umgarnen konnte, hat die Merkel die zweite Wahl zum Traualtar geschleppt: die personifizierte Rückgratlosigkeit. Das Ebenbild seiner Partei. Aus Rücksichtnahme gegenüber einer Fauna, die es nicht verdient hätte, verbietet sich der Tiervergleich. 2013 hätten SPD, Grüne und Linke eine eigene Kanzlermehrheit gehabt. Aber mal ehrlich: Wer hätte damals erwartet, dass diese Chance genutzt wird? Wer sich von den Sozialdemokraten nichts erhofft, kann auch nicht enttäuscht werden.