Blogstuff 1397
Das
Literaturarchiv Marbach hat das Kiezschreiber-Blog aufgenommen. Ich fühle mich
geehrt. Endlich mal eine gute Nachricht.
Zweite
gute Nachricht: Die Gebäudeversicherung übernimmt meine Kosten und die des
Nachbarn unter mir, die neulich beim Wasserschaden entstanden sind. Immerhin
geht es für mich um 1100 Euro.
Früher
hatten die Könige eine Schatzkammer voller Gold und Juwelen. Wir haben im
Kanzleramt ein Hinterzimmer voller Schuldscheine.
Vierzehn
Tage Krankenhausessen mit Besteck und auf Tellern – aber jetzt kann ich wieder
wie ein Waschbär in Unterhosen kalte Würstchen über der Spüle essen.
Solange
wir keine Dyson-Sphäre um die Sonne bauen können, nehme ich die menschliche
Zivilisation nicht ernst.
1961
kostete ein Zentner Kartoffeln acht Mark, also vier Euro.
Wie
heißt der längste Fluss der Welt? Nils.
In
vierzig Jahren wäre ich hundert Jahre alt. Gehe ich vierzig Jahre zurück, wäre
ich im Jahr 1986, obwohl es mir wie gestern vorkommt. Damals waren „West End
Girls“ von den Pet Shop Boys und „Kiss“ von Prince die großen Hits.
Die
GenZ beschwert sich über hohe Preise. Man könne sich nichts mehr leisten, am
wenigsten die Miete. Hey, das wäre doch die Gelegenheit, gegen den Konsumterror
aktiv zu werden. Lebensmittel werden containert oder bei der Tafel abgeholt. Das
Schlafzimmer unter der Brücke ist kostenlos, da guckt das Ausbeuterschwein aka
der Vermieter blöd aus der Wäsche. Abitur, Studium? Wozu? Um später als
Angestellter oder Beamter vom System absorbiert zu werden? Keine Steuern
zahlen, keine Sozialabgaben! Lebt wie Diogenes oder Oskar in einer Tonne und
lasst euch den ganzen Tag die Sonne auf den Bauch scheinen. Das wäre wirklich
revolutionär. Macht nicht dieselben Fehler wie die 68er oder die
Friedensbewegung. Und nicht den Abgang in die Bedeutungslosigkeit vergessen wie
vor euch Fridays for Future, Occupy, Attac e tutti quanti.
„Volkspartei“
ist so modern wie Graupensuppe und tote Oma.
Hacker
greifen TK-Pizza an. Das ist schlimmer als die wenigen Plünderungen vom
Samstag.
Früher
wurde Fleisch mit Gift oder Rasierklingen präpariert, um Hunde zu töten. Jetzt
gibt es Stecknadeln in Süßigkeiten, die an Halloween an Kinder verteilt wurden.
Leider werden diese kranken Schweine, die dahinterstecken, nie erwischt.
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