Blogstuff 1369
Wir
exportieren unsere Second-Hand-Klamotten in die Dritte Welt, wo sie von
Menschen getragen werden, die unsere neuen Klamotten herstellen. Das wird
(hoffentlich) kein Mensch in der Zukunft verstehen.
Nur
ein Prozent der Bürger im Römischen Reich war wohlhabend. Sie konnten sich in
ihren Villen jeden erdenklichen Luxus leisten und lebten in völliger Dekadenz.
Die anderen 99 Prozent mussten sich ihr Brot mit Arbeit verdienen und wurden
dafür von den Reichen verachtet. Kommt mir irgendwie bekannt vor.
Nach
Beckers Wimbledon-Sieg 1985 fing unser Freundeskreis in Schweppenhausen an,
Tennis zu spielen. Der Vater von J. hatte einen Brotvertrieb und hinter dem
Haus war die Halle für die Ware und die Lastwagen. Dazwischen eine große
asphaltierte Fläche und in einer Ecke war ein Tennisplatz. Schläger und Bälle
waren vorhanden. Normalerweise wird Tennis auf Gras, Sand oder Kunststoff
gespielt, aber dieser Platz war der einzige im Dorf und außerdem kostenlos. Wir
wurden immer besser, denn wir spielten regelmäßig stundenlang Einzel oder
Doppel. Am Ende habe ich die Rückhand nicht nur slice, sondern auch top-spin
gespielt, teilweise sogar beidhändig diagonal. Dann kam ich nach Berlin und
ging mit einer Freundin in eine Tennishalle. Kunststoffbelag. Ich habe nichts
getroffen. Da wurde es mir klar, dass ich nur auf Asphalt spielen konnte und
gab den Sport 1991 auf. So ging es mir übrigens auch, als ich zum ersten Mal
Tischtennis auf einer richtigen Platte eines Vereins gespielt habe. Ein
Parameter ändert sich und du bist verloren.
Die
Zahl der Senioren, die in Berlin Wohngeld beziehen, hat sich in den letzten
zehn Jahren vervierfacht. #Altersarmut
„Polnischer
Abgang“: Heimlich die Gruppe verlassen, ohne sich zu verabschieden. In
Frankreich nennt man das „auf Englisch“.
Vor 25
Jahren, 2001: Schalke vier Minuten deutscher Meister, danach Meister der Herzen.
Was
macht eigentlich Heinz Pralinski? In der kommenden Saison wechselt er auf
Leihbasis zu den Fliegenden Brettern. Im Sommer 2027 hat Stefan Rose eine
Kaufoption.
Ein
Drei-Sterne-General genießt in Deutschland endlich wieder ein höheres Ansehen
als ein Drei-Sterne-Koch. Wie im alten Preußen.
Im
Alter von 17 Jahren schrieb Bonetti in sein Tagebuch: „Eines Tages werde ich
einen Turm bauen, der in der Farbe von Elfenbein angestrichen werden soll. Ich
werde ihn „Das Observatorium“ nennen. Von diesem Turm, der auf einer Wiese
fernab von jeder Siedlung stehen soll, werden ich die Welt beobachten, um sie
zu beschreiben und zu analysieren.
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