Samstag, 9. Februar 2013

Gemeinschaftsgärten

Gemeinschaftsgärten sind ein typisches Phänomen des deutschen Bildungsbürgertums, das sich bevorzugt in Großstädten beobachten lässt. Idealistisch veranlagte oder ideologisch verblendete Akademiker, die vergessen haben, dass Landwirtschaft harte Arbeit und kein Freizeitvergnügen für blasierte Nerds ist, machen sich einmal pro Woche mit kindlichem Vergnügen die manikürten Fingerchen schmutzig, die den Rest der Woche eine seelenlose Computertastatur bearbeiten. Wie tief muss ein Mensch eigentlich gesunken sein, damit er beim Griff in den Dreck unter seinen Füßen Glück, Ursprünglichkeit oder was auch immer empfinden kann? Wie deformiert ist die menschliche Natur, wenn man sich mit dem Triumphgeheul von Vorschulkindern gegenseitig die geernteten Möhren zeigt? Möhren, die sich natürlich auch nur die obere Mittelschicht leisten kann, die sich bevorzugt in diesen Gartenprojekten finden lässt. Wenn man den Einsatz von spezieller Gartenerde, Naturdünger und anderen teuren Plunder für den urbanen Amateur berechnet, kann sich ein Normalverdiener mit Familie dieses Gemüse gar nicht leisten. Ich habe als Kind noch die Frühstückseier im Hühnerstall suchen müssen. Die Kartoffeln und das Gemüse habe ich mit meiner Großmutter jeden Tag aus dem Garten gegraben, der von keinem Quadratmillimeter bürgerlicher Rasenkultur verunstaltet war. Es ist kein Spaß, wenn man aus finanziellen Gründen zur Gartenarbeit gezwungen ist. Später haben wir Schafe dazu bekommen. Es ist auch kein Spaß, wenn ein neugeborenes Lamm in deinen Armen stirbt, weil die Mutter es nicht annimmt. Ich bin heute froh, dass ich in der Stadt lebe und diese Drecksarbeit nicht mehr machen muss. Und für die Zahnarztgattin mit ihren Kohlköpfen empfinde ich Mitleid.

Kommentare:

  1. Schuster, bleib bei deinem weißen Leisten!
    allerdings kann ich etliche von Deiner Sorte und jeder sucht nur einen Ort für sein trauriges Kind...Deines haben wir also nun kennengelernt...manches anderer tanzt noch spät...aber aus der Vorstellung urteilen war immer und bleibt gefährlich!!
    Aber solange Du die Zahnartztgattin nicht verwechselst, ist doch noch ein wenig Freude möglich... lG barbara

    AntwortenLöschen
  2. Habe ich trotz mehrmaliger Lektüre nicht begriffen. Bekomme ich da vielleicht 'ne Executive Summary?

    AntwortenLöschen
  3. tranclet
    Schuster, bleib bei Deinem weißen Leisten!
    allerdings kannt ich etliche von Deiner Sort und jeder sucht nur einen Ort für sein eigenes traurig Kind...Deines haben wir also nun kennengelernt...manches andere tanzt noch spät...aber
    aus der Vorstellung heraus urteilen war immer, und bleibt gefährlich!!
    Aber, solange Du die zahnärtztin nicht verwechselst,ist doch noch ein wenig Freude möglich........? lG barbara

    AntwortenLöschen
  4. Wir haben dich alle lieb, Barbara ...

    AntwortenLöschen
  5. http://www.wikiwoods.org/naechste_projekte

    AntwortenLöschen
  6. Na, besser ein Selbstversorger, als ein Euro Jobber, oder arbeitslos vor der Mattscheibe sitzen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. allmählich muß man sich drum kümmern

      Löschen