Montag, 3. August 2026

Medusa, Medea, Megäre

 

Blogstuff 1368

Es gibt eine Menge schrecklicher Frauenfiguren in der griechischen Mythologie. Medusa wurde von Pallas Athene in ein Monster mit Schlangenhaaren verwandelt, bei dessen Anblick man zu Stein erstarrte. Medea ermordete u.a. ihre eigenen Kinder. Eine Megäre war eine Rachegöttin.

Amerikaner sagen Bro, Deutsche Alter, Türken Lan und Araber Habibi. Mashallah, was dieser Bonetti alles weiß.

Erster August 1976: Niki Lauda sitzt auf dem Nürburgring in seinem brennenden Ferrari. Er kann mit schweren Verletzungen gerettet werden, im Krankenhaus bekommt er die letzte Ölung. Fünfzig Jahre ist das jetzt her. Ich kann mich, als Lauda-Fan bis zu seinem Karriereende 1985, noch gut daran erinnern, denn der deutsche Grand Prix lief jedes Jahr live im Fernsehen.

Das hätte Trump gefreut: Der römische Kaiser Augustus gab die Hälfte seines Staatshaushalts, 450 Millionen Sesterzen, für die Armee (300.000 Mann) aus. Zwanzig Jahre mussten die Legionäre dienen, dann bekamen sie zwölf Jahresgehälter oder einen Bauernhof mit Land als Pension. Seine Nachfolger verlängerten die Dienstzeit, um Geld zu sparen. Kommt einem heutzutage bekannt vor, oder?

Vom Mercedes W123 wurden 2,7 Millionen Stück gebaut. In Äthiopien sind sie heute noch als Taxi unterwegs – mit siebenstelligen Tachoständen.

Fun Fact: Mit einer Schiffsladung Solarpanels aus China können wir so viel Energie zu produzieren wie mit der Ladung von 85 Öltankern.

An einem Novemberabend hatte Bonetti seine erfolgreichsten Kollegen und größten Konkurrenten zum Essen eingeladen. Es tobte ein fürchterliches Gewitter und gelegentlich erhellte ein Blitz die Nacht und die Fassade der Villa Bonetti. Nacheinander trafen Martin Mosebach, Ferdinand von Schirach, Saša Stanišić, Daniel Kehlmann, Robert Menasse und Herta Müller beim Literaturfürsten ein. Man setzte sich zu Tisch. Die Teller, Servietten und die Tischdecke waren rabenschwarz. Vor jedem Autor stand ein kleiner Grabstein mit seinem Namen. Der erste Gang: Spaghetti al nero di seppia mit Belugalinsen und schwarzen Oliven, der zweite Gang: gebratene Blutwurst mit schwarzem Reis, der dritte Gang: ein Kompott aus schwarzen Johannisbeeren und Brombeeren. Dazu wurde ein dunkler Rioja, Negroamara und ein Noir de Noir gereicht, zum Abschluss gab es schwarzen Kaffee. Bonetti redete unaufhörlich über den Tod und schließlich waren alle Gäste überzeugt, er würde sie in dieser Nacht umbringen. Aber um Mitternacht konnten sie nach Hause fahren. Die Schriftsteller waren erleichtert. Das Essen war nicht vergiftet. Vor ihren Häusern warteten schon Mitarbeiter Bonettis. Sie überreichten jedem Gast einen Präsentkorb mit Kaviar und Champagner, dazu bekamen alle noch eine Rolex.  



6 Kommentare:

  1. Scheiß auf die alten Griechen! Und scheiß auf die Mythologie! Wir Deutsche haben schließlich auch jede Menge schreckliche Frauenfiguren, und zwar solche, die sogar noch am Leben sind: z.B. die Weidel, von Storch, Merkel, Baerbock, Wagenknecht, Klöckner, Reiche, Ferres, Kaulitz (die jüngere), Spahn, Miosga, und, ganz neu, auch noch die Hoppermann! Wir müssen uns wirklich nicht verstecken!
    PS.
    Zugegeben, den Medusenblick kriegen wahrscheinlich nur die Weidel und die Wagenknecht richtig hin.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Also die Klöckner kann auch ganz schön böse gucken. Zum Beispiel, wenn irgendwelche hergelaufenen Regenbogentuntenleckschwester*innen ihr Fähnchen auf dem Reichstag hissen wollen. Die Frau hat definitiv Potenzial für kommende Regierungen!

      Löschen
    2. Einmal im Jahr, am Internationalen Tag gegen Homophobie, lässt Frau Klöckner die Regenbogenfahne auf dem Bundestag hissen - aber eben nicht beim CSD. Aber es passt zu Ihrer Rhetorik, dass Ihnen solche Fakten unbekannt sind. Grüße an den AfD-Stammtisch.

      Löschen
    3. nicht verzagen!

      Löschen
  2. Gehören fünf Flaschen Kabinett in den Keller oder gehört das Kabinett in den Keller ?
    Gehört Bonetti dem Verband der Prädikatsschriftsteller an und ist er ein großes Gewächs ?

    AntwortenLöschen
  3. Wie zum Teufel konnte es passieren, dass jemand wie Friedrich Merz denselben Job kriegen konnte wie einst Willy Brandt? Und würde es besser werden, wenn ersterer mehr saufen würde, Kabinett oder Keller, egal?



    AntwortenLöschen