Bonetti rennt aus seiner Wohnung
auf die Straße hinunter. Im Treppenhaus begegnet er der alten Gomulke mit ihrem
Pudel, der nach ihm schnappt. Auf der Husemannstraße prallt er mit einer
Prenzlauer-Berg-Mutter und ihrem Zwillingskinderwagen aus Gusseisen zusammen,
die ihm mit Anzeige droht. Er läuft schneller, während die Frau hinter ihm
hysterisch kreischend in einer absurd großen Handtasche nach ihrem grotesk
teuren Smartphone sucht. Sie bekommt einen Herzinfarkt und ihre Kinder werden
von Touristen nach Holland mitgenommen, wo sie in der Käseverarbeitung zu
großen Ruhm gelangen. Auf dem Kollwitzplatz sieht der Kleinkünstler Percy
Merryweather den großen Literaten und bietet ihm sein altes Damenfahrrad an,
aber Bonetti rennt weiter. Er kommt im Gasthaus „Der blaue Planet“ an, wo er
nach Johnny Malta fragt. Aber der ist schon weitergezogen. Am Tresen von „Pablo’s
Krematorium“ sitzt er und nuckelt an einem riesigen Glas Zombie. Bonetti bittet
ihn um tausend Euro. Aber Johnny ist so besoffen, dass er Bonetti noch nicht
mal erkennt. Der Barkeeper grinst müde und erzählt Bonetti, dass Johnny Malta
schon seit einer Stunde pleite sei und auf Deckel trinke. Er rennt weiter und
wird fast von einem Krankenwagen überfahren. Endlich kommt er im „Headbanger’s
Hell“ an, wo Heinz Pralinski schon in eine wilde Schlägerei mit einem Haufen
tätowierter Typen in schwarzen Lederjacken verwickelt ist. Bonetti bekommt eine
Flasche Bourbon über den Schädel gezogen und wird bewusstlos.
***
Bonetti telefoniert mit Heinz
Pralinski, der mit ein paar üblen Schlägertypen in einer Kaschemme auf der
Schönhauser Allee am Pokertisch sitzt und mehr als pleite ist. Bonetti rennt
aus der Wohnung und rammt die alte Gomulke, die ihm ihre Handtasche ins Gesicht
schlägt. Er taumelt auf die Straße, wo er beinahe mit der Frau zusammenstößt,
die einen Zwillingskinderwagen vor sich herschiebt. Sie faucht ihn an und ihre
Kinder werden beide Immobilienmakler, die beim Amoklauf eines obdachlos
gewordenen Ex-Mieters erschossen werden. Percy bietet ihm sein Rad an, dass
Bonetti auch annimmt. Percy beendet daraufhin die Suche nach dem heiligen Gral
und wird Stammgast in der Kneipe „Die Lösung“ in der Knaackstraße. Bonetti
radelt wie bekloppt und schnappt sich im Vorbeifahren die Handtasche einer
unglaublich reich aussehenden amerikanischen Touristin, die gerade mit ihrem
Smartphone eine perfekt sanierte Gründerzeitfassade fotografiert. An der
nächsten Kreuzung rasselt er mit einem Krankenwagen zusammen und wird
spektakulär in die Schaufensterscheibe eines Delikatessengeschäfts
geschleudert.
***
Bonetti rennt durch das
Treppenhaus, tritt dem Pudel der alten Gomulke in den Arsch und springt auf die
Straße. Er läuft diesmal in die andere Richtung und geht der Doppelmutter aus
dem Weg. Trotzdem begegnet er Percy, dem es gerade gelungen ist, einer reichen
amerikanischen Touristin sein altes Damenfahrrad anzudrehen. Für zweitausend
Euro. Er hatte ihr erzählt, es sei eine Skulptur von Joseph Beuys. Bonetti
leiht sich tausend Euro von ihm und rennt weiter. Auf der Schönhauser Allee
fährt ein Krankenwagen an ihm vorbei, der auf dem Weg in die Husemannstraße
ist, wo die alte Gomulke gerade einen Schlaganfall bekommen hat. Bonetti kommt
rechtzeitig im „Headbanger’s Hell“ an, wo Heinz Pralinski am Spieltisch sitzt.
Er fragt Bonetti, warum er denn so außer Puste sei. Sämtliche Spieler der
Pokerrunde sind All-In gegangen und Heinz hat einen Royal Flush auf der Hand.
Bonetti würde Pralinski jetzt gerne schlagen, aber er ist zu kaputt.
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