Dienstag, 5. Mai 2026

Bonetti wird Pointen-Broker

 

Blogstuff 1318

Merz mal wieder mit dem klassischen Glaskinn-Move vieler Politiker. Erst austeilen wie ein tollwütiges Muli und dann beim Einstecken die Mimose spielen, die beleidigte Leberwurst, den Prinzen auf der Erbse. Dann geh halt nach Hause zu Mutti, du Heulsuse!

Ich lasse schon lange keinen Besuch mehr in meine Wohnung. Die Leute sitzen mir die Stühle kaputt und trinken meinen Kühlschrank leer. Sehe ich nicht ein.

Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er leitet jetzt das Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement an unserem Coffee-to-go-Fenster.

Und Holgi? Baut die größte Ukulele der Welt und nennt sie Kontrabass, weil er ja schon immer gegen alles war.

Für mich jetzt schon der Versprecher des Jahres: „Der Schiedsrichter gibt Streifschuss … äh … Strafstoß.“ (Marcel Reif im Spiel Deutschland- Curacao).

Der Film „Roboshop“ von Bonetti Media spielt in einem fiktiven Einkaufszentrum im Jahr 2030, in dem die Kunden durch ein Raumspray unter Drogen gesetzt werden und von einer KI, deren suggestive Stimme aus diversen Lautsprechern kommt, Klamotten und Küchengeräte aufgeschwatzt bekommen. Wer später zum Umtausch in das Geschäft zurückkehrt, wird entführt und als Farmarbeiter in Mexiko eingesetzt.

Michael Schumacher fuhr nach seinem letzten WM-Titel noch fünf Jahre Formel 1, zwei Jahre für Ferrari und drei Jahre für Mercedes. Lewis Hamilton ist gerade im sechsten Jahr nach seinem letzten Titel 2020. König in dieser Kategorie ist natürlich Fernando Alonso, der 2006 seinen letzten WM-Titel und 2013 seinen letzten GP-Sieg holte. Er wird im Sommer 45. Warum können diese Jungs nicht aufhören?

Man kann einem berufstätigen Menschen gar nicht erklären, wie verschwenderisch meiner einer mit seiner Zeit umgeht. Seit fünfzehn Jahren lebe ich auf der anderen Seite der Uhr und des Kalenders. Wenn mich etwas interessiert, google ich es oder gehe gleich auf Wikipedia, wo ich schnell vom Hölzchen aufs Stöckchen komme, und nach einer Stunde vergessen habe, was ich eigentlich ursprünglich wissen wollte. Jungen Leuten mag es mit TikTok ähnlich gehen. Eigentlich lerne ich auch nicht viel, denn am nächsten Tag habe ich alles wieder vergessen. Ich bin ein Herumtreiber auf den Weltmeeren der Information. Aber so entsteht jede Woche Blogstuff, völlig ungeplant und von niemandem bestellt.

Das kann auch nur ein Schriftsteller träumen. Ich bin mit meiner Schwester mittags in der Dorfkneipe, wo ich sonst immer nur Bier und Wein bestelle. An der Theke gebe ich einen Tee und einen Cappuccino in Auftrag. Ich komme mit der jungen Kellnerin ins Gespräch, die aussieht wie Sheldon Coopers Freundin. Wir haben beide eine Leidenschaft für Bibliotheken und nach ein paar Minuten küssen wir uns innig. Dann wache ich auf.

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