Samstag, 16. Mai 2026

Bonetti lüftet ein düsteres Geheimnis

 

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„Der Duden ist unser Unglück.“ (alte Journalistenweisheit)

Angelica Domröse ist gestorben. „Die Legende von Paul und Paula“ ist mein DDR-Lieblingsfilm, den ich schon oft gesehen habe. Eine alleinerziehende Mutter ohne Geld, die sich durch ihre Phantasie und ihren Optimismus über Wasser hält. Genau wie meine Mutter. Paula ist Kassiererin, meine Mutter war Putzfrau.

Gefundenes Geld ist mit verdientem Geld nicht zu vergleichen. Es hat etwas Leichtes, es lädt zu seiner Verschwendung ein, weil man nicht dafür arbeiten musste. Ich habe mal in einer Sparkassenfiliale ein blaues Kunststoffmäppchen gefunden. Es war nur ein Hundert-Mark-Schein darin, keine Kontoauszüge oder andere Informationen über den Besitzer. Was habe ich gemacht? Ich bin ins Steakhaus gegangen, Filetsteak mit Pommes und zwei Weizenbier. Im Supermarkt habe ich keinen Wein aus dem untersten Regal genommen, wie ich es bis heute zu tun pflege (Wirkungstrinker), sondern habe mal nach ganz oben gesehen. Dann habe ich mich zuhause erstklassig abgeschossen.

Neulich auf einem US-Shirt gelesen: EAT SLEEP REPEAT.

Ich staune immer wieder, wie B-Promis auf sich aufmerksam machen wollen. Da lässt sich eine von den Kaulitz-Krawallmuschis mit Lockenwicklern, Zigarette und hochgezogenem Billy-Idol-Gedächtnismundwinkel ablichten. Junge, wenn du mich beeindrucken willst, solltest du Transgender sein, ein Holzbein haben und wegen Mordes gesucht werden. Wen willst du schocken? Irgendwelche Traktorfahrer in abgelegenen Bergdörfern?

Mit dir allein / im Mondenschein.

Im Zweiten Weltkrieg gab es Durchhalteschlager wie „Davon geht die Welt nicht unter“, übrigens geschrieben vom Schwulen Bruno Balz, kurz nachdem ihn die Gestapo aus ihren Folterkellern entlassen hatte. Wer schreibt einen Durchhalteschlager für die Merz-Junta?

Auch ein schlechter Ruf verpflichtet.

Ich glaube nicht an die Wiedergeburt. Und falls es sie doch geben sollte, kommt man ohne sein Geld auf die Welt. Man kann, soll und muss prassen, bis der große Sandmann kommt.

KI ist einfach nur konsequent, wenn man sich den Kapitalismus genauer anschaut. Menschen werden wie Automaten behandelt. Niemand interessiert sich für sie persönlich, nur für ihre Arbeitsergebnisse. Ich gebe einen Befehl ein, dann kommt das Resultat heraus. Die KI wird den Job billiger machen und dabei nie unglücklich werden, denn Gefühle wurden ihr nicht einprogrammiert. Bleibt nur noch die Frage, was wir mit dem ganzen Biomüll machen.

Gustaf Gründgens: Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

 

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