Blogstuff 1258
Es wird immer lustiger. Eine
Vulkangruppe, offenbar die erste Generation, distanziert sind von den Aktionen
der Vulkangruppe der letzten Jahre. Judäische Volksfront gegen Volksfront von
Judäa. Also sind es definitiv Linke. Die Gruppe kann noch so klein sein – sie
spaltet sich und bekämpft sich dann gegenseitig.
Wenn ein Unternehmen „schwarze
Zahlen“ schreibt – ist das rassistisch?
Ein Standardspruch aus meiner
frühen Berliner Zeit war: „Sprechen Sie langsam, ich bin aus Rheinland-Pfalz.“ Auf
uns blicken alle mitleidig hinunter. Wir sind nicht der Arsch der Welt, aber
man kann ihn von uns aus schon sehen: das Saarland. Die sind noch unter uns. Es
ist wie in einer Familie. Die Frau schreit ihren Mann an, der Mann schreit die
Kinder an, die Kinder schreien den Hund an und der Hund ist das Saarland.
Ich mag weder Klima noch Umwelt.
Ständig soll ich irgendwas für sie machen. Was machen die eigentlich für mich?
Manches klingt auf Englisch
einfach besser. Ein Rapper, der Schnüffel Hündchen Hund heißt? Aber Snoop Doggy
Dog hört sich gut an. Sein echter Name Calvin Cordozar Broadus Jr. ist nicht ganz so cool.
Auf dem Balkon im Haus gegenüber
nimmt eine Frau Schnee von der Brüstung und legt ihn in einen Kochtopf. Was
wird das? Sachdienliche Hinweise an: Andy Bonetti, Allee der Bloggernauten, Wichtelbach-Marzahn.
Holgi hat einen Lebenslauf wie
wir alle. Müssen wir nicht groß drüber reden. Er lebte mit seiner
alleinerziehenden Mutter in einem Armenviertel, wurde Gangmitglied, bekam seine
erste Vorstrafe wegen Kokainhandels und war mehrere Jahre im Gefängnis.
Was macht eigentlich Heinz
Pralinski? Er hat gerade „Cello con carne – Das musikalische Kochbuch“
veröffentlicht. Ein Riesenerfolg. In Planung sind der Ratgeber „Die
Pralinendiät – Abnehmen mit Spaß und Schokolade“ und der Erotikthriller „Der
Mönch mit der Fleischpeitsche“.
„Tetzlaff Burnetti, born and raised in Little Balcony, Wisconsin …” Niemand will solche Lebensläufe lesen.
Vermögenssteuer? Zum Glück haben
wir die Union, Schild und Schwert der Oberschicht.
Ich hatte mal ein
selbstfahrendes Auto. Als ich aus der Kneipe kam, war es einfach weg. Es ist
bis heute nicht zu mir zurückgekehrt. Was es wohl gerade macht?
Hans Henny Jahn ist ein zu
Unrecht vergessener Schriftsteller. Ich kenne bis heute niemanden, der „Fluss
ohne Ufer“ gelesen hat. Zugegeben: 3000 Seiten sind heftig. Aber es lohnt sich.
Wie „Mann ohne Eigenschaften“ oder „Krieg und Frieden“. Wenn man sich auf
solche Leseprojekte einlässt, sollte man sich ein paar Wochen freinehmen.
Auch sehr lohnend und zu Unrecht vergessen, und auch ziemlich, wenn auch nicht ganz so uferlos monumental (aber ebenso nicht leicht und schnell zu lesen): "Der blaue Kammerherr" von Wolf von Niebelschütz. Eine Woche sollte reichen.
AntwortenLöschenUnd wer damit durch ist, bitte zeitnah mit "Wallenstein" und "Amazonas" von Döblin weitermachen. Dagegen sind die Wälzer von Thomas Mann bloß parfümierter Qualm, in dem es blitzt, abgesehen vielleicht vom Zauberberg und Josephs Brüdern.