Blogstuff 1127
„Die
Chance klopft öfter an als man glaubt, aber meistens ist niemand zu Hause.“
(Will Rogers)
Das zuständige Gericht in Braunschweig
bewertet den VW-Dieselskandal als bandenmäßigen Betrug und schickt die ersten
Manager in den Knast. Endlich wird der Kapitalismus als das bezeichnet, was er
schon immer war: organisierte Kriminalität.
Früher hat sich das Bürgertum
mit Solidaritätsadressen und Almosen an Greenpeace und Amnesty International
freigekauft, ohne die eigene Komplizenschaft am kapitalistischen Ausbeutungs-
und Naturvernichtungsbetrieb zu hinterfragen, heute sind es Gendersprachkodex
oder Queer- und Transkultur, die kritiklos abgefeiert werden. Mit „links“ hat
das alles noch nie etwas zu tun gehabt.
Wer ist am Nullwachstum der
deutschen Wirtschaft schuld? Die Arbeitnehmer. Die sind nämlich faul geworden,
wie der Bundeskanzler herausgefunden hat. Wenn BMW zu wenig Autos verkauft,
müssen die Fließbandarbeiter eben mehr Autos bauen. Das ist die Lösung. Warum
senkt man nicht endlich die Steuerlast der Unternehmen? Steigende Gewinne
werden traditionell in höhere Löhne investiert. Das stärkt die Binnennachfrage.
Wirtschaftskompetenz hat einen Namen: CDU.
Der Vorteil moderner Medien: Wir
sind näher am Geschehen als jede Generation vor uns. Und genau das ist der
Nachteil moderner Medien. Nehmen wir den Krieg im Gazastreifen als Beispiel.
Wir sehen das Leiden der Zivilbevölkerung, das uns emotional zu überwältigen
droht. Gehen wir einfach mal ein paar Schritte zurück und betrachten das
Gesamtbild. Die Hamas, eine Terrororganisation, beginnt mit einem Massaker an
wehrlosen Zivilisten einen Krieg gegen eine gut ausgerüstete und gut
ausgebildete Armee, die wir in Deutschland gerne hätten. Sie selbst haben keine
Luftwaffe, keine Marine, keine Panzer und keine Artillerie, sondern nur
Kalaschnikows und kleine Raketen, die zum Teil aus alten Heizungsrohren gemacht
sind. Frage: Warum haben sie das gemacht? Nächste Frage: Warum kapitulieren sie
nicht endlich, anstatt ihr eigenes Volk im Märtyrerwahn zu opfern? Selbst die
Nazis, die bis heute der Inbegriff des Fanatismus sind und die am Ende ihre
eigenen Kinder an die Front geschickt haben, waren irgendwann zur Kapitulation
bereit.
Bevor der Begriff
Work-Life-Balance überhaupt erfunden war, gab es sie schon: das Bier auf der
Baustelle, das Glas Wein zum Mittagessen in der Kantine, die Flasche Weinbrand
in der Schreibtischschublade. Kein Wunder, dass die Leute den Spaß an der
Arbeit verloren haben.
„Leben mit Pop – Eine
Demonstration für den kapitalistischen Realismus“ war die erste Ausstellung von
Gerhard Richter nach seiner Flucht aus der DDR, 1963 im Düsseldorfer Möbelhaus
Berges. Leben mit Pop – eine Demonstration für den
kapitalistischen Realismus – Wikipedia
Zum Wetter: multiples
Orkanversagen. Danke, Merz!
....ausserdem der direkte Draht zu den 77 Jungfrauen, wenn man ins Gras gebissen hat......das lohnt sich doch....
AntwortenLöschenEs sind nur 72. Bitte bleiben Sie sachlich ;o)
LöschenDie gültige Definition von Nullwachstum hat mal Eckard Henscheid geliefert; "Nullwachstum ist, wenn man sich rasiert, indem man die Bartstoppeln mit dem Hammer nach innen kloppt, um sie dort abzukauen."
AntwortenLöschenDer gute alte Henscheid. Ich lese gerade mal wieder "Geht in Ordnung - sowieso - genau-", parallel zu "Journal intime 1982/83" von Nicolaus Sombart.
LöschenEin brillantes Buch: Insidertipp: die Schachpartie unbedingt mal nachspielen, die ist ein Brüller.
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