Freitag, 30. Januar 2026

Trump in der Niagara-Falle


Blogstuff 1273

Ich war ein knallharter Abteilungsleiter. Als ich einmal einen von meinen vier Leuten entlassen musste, habe ich sie alle in den Konferenzraum gebeten und ihnen dann eine Pistole auf den Tisch gelegt. Sie sollten die Sache selbst regeln. Zehn Minuten später hörte ich einen Schuss.

Auszüge aus dem neuesten Gedicht von Bonetti: „Im Flugverkehr, im Flugverkehr / Hat es der deutsche Storch sehr schwer.“

Ich war 1990 an der Ostfront. Ich habe arglosen Zonendeppen Versicherungen gegen Tsunamis und Angriffe von Urweltmonstern angedreht. Meine Kommerzverbrechen verfolgen mich bis heute. Aber bei der Deutschen Bank hat niemand jemals Fragen gestellt.

„Diese ganze kriminalisierte Organität oder organisierte Kriminalität – damit wollte ich nie etwas zu tun haben. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mit meinen Leuten das Polizei-Hauptquartier stürmen würde. Wer macht so was? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Alles begann, als ich in der U-Bahn einem Mann die Schultertasche gestohlen habe. Plötzlich hatte ich ein Kilo Koks. Als ich es an einen Puffbesitzer weiterverkaufen wollte, fragte er mich, zu welcher Gang ich gehöre. Ich konnte ihm ja schlecht erzählen, ich sei ein Taschendieb. Also habe ich die „Muchachos“ erfunden. Mit der Kohle habe ich andere Geschäfte finanziert und bald hatte ich ein paar Mitarbeiter, später mehr, als ich einen Konkurrenten ausgeschaltet habe, und dann wurde es immer größer und größer, bis ich den Überblick verloren hatte. Harte Drogen haben mir in dieser Zeit auch nicht wirklich geholfen, meine Dinge auf die Reihe zu bekommen.“ (Jack Crack alias Tobias Winterfeldt bei seinem ersten Verhör)  

Als Kind bin ich gerne mit meiner Vater am Sonntag zum Frankfurter Flughafen gefahren. Damals gab es noch eine Besucherterrasse für Menschen, die einfach nur zuschauen wollten und keinen Flug gebucht hatten. Es gab nur eine Startbahn und dahinter war der amerikanische Teil des Flughafens, wo schlanke Jagdbomber und dickbäuchige Transportmaschinen standen. Ich saß mit meiner Limonade und einem Stück Kuchen auf der Terrasse und sah mir stundenlang die Starts und Landungen der Maschinen an, die aus aller Welt kamen. Damals gab es z.B. noch PanAm. Heute würde man es Plane Watching nennen.

Neulich im Café. Am Nachbartisch eine Rentnerin und ein Rentner, beide über achtzig. Sie: „Ich war im Kino. Avatar.“ Er: „Wie war’s?“ Sie: „Ist ja eigentlich nicht so mein Ding. Aber die Effekte - und alles in 3D.“ Welcome to the old power generation. Türkin an einem anderen Tisch zu den Regierungsmaßnahmen zur Verschärfung der Berufstätigkeit: „Dann müssen wir noch mehr arbeiten. Aber die ukrainischen Damen können jeden Morgen ausschlafen.“

„Scharfzüngig“. Niemand benutzt dieses Wort. Es ist so ein Ausdruck aus der Rubrik „Dummes Gelaber von Journalisten“, wenn sie was zu einem Kabarettisten schreiben sollen.

Das peinlichste Lied der deutschen Musikgeschichte. #Neue Innerlichkeit. Purple Schulz - Sehnsucht [Lyrics]

 

2 Kommentare:

  1. Ich war als Bub auch auf der Besucherterasse. Jahre später als Besucher bei den Startbahn West Demos. Kinder wie die Zeit vergeht....

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  2. Auch sehr peinlich: wenn Rammstein "Sehnsucht" hat.
    ("Glücklich werd ich nirgendwo
    Der Finger rutscht nach Mexiko
    Doch er versinkt im Ozean
    Sehnsucht ist so grausam.")
    Dann doch lieber gleich Mickie Krause: "Finger im Po, Mexiko, Paris, Athen, auf Wiedersehn!"

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