Samstag, 15. Januar 2022

Tuvalu und ich tanz dazu

 

Mit dem Klimawandel steigt der Meeresspiegel. Die Folgen lassen sich an einem konkreten Beispiel erläutern. Nehmen wir den Inselstaat Tuvalu. Der höchste Punkt der Inselgruppe ist nur fünf Meter über dem Meeresspiegel. Selbst wenn der Meeresspiegel bis 2100 um einen Meter steigen würde, wäre die Inseln nicht von der Landkarte verschwunden, sondern nur kleiner. Im Augenblick gleichen sich der Anstieg des Meeresspiegels und Anschwemmungen aus, die Fläche bleibt gleich. In den letzten sechzig Jahren ist sie sogar leicht angewachsen.

In Tuvalu leben 11.600 Menschen. Das entspricht einer deutschen Kleinstadt. 4000 Bewohner sind in der Vergangenheit bereits aufs Festland, nach Neuseeland, ausgewandert. Möglicherweise müssten in den nächsten Jahrhunderten die anderen Bewohner die Inselgruppe verlassen. Da der Meeresspiegel in Zeitlupe steigt, ist kein Menschenleben in Gefahr. Der Prozess könnte sich über mehrere Generationen hinziehen. Es gibt also keinen Grund zur Aufregung und für moralinsauren Alarmismus.

P.S.: Schon auf Nauru ist die Lage besser. Der Staat hat etwa so viele Einwohner wie Tuvalu. Die höchste Erhebung ist sechzig Meter über dem Meeresspiegel.

Malerisches Nowosibirsk.


6 Kommentare:

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    1. Neuseeland und Papua-Neuguinea bieten noch viel Platz. Ganz Polynesien ohne Neuseeland hat gerade mal so viele Einwohner wie Köln. Wir dürfen die Bevölkerungsdichte nicht immer durch die europäische Brille sehen.

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  2. Ob die Köllner das so töfte finden, wenn die Polynesier alle nach Kalk ziehen? Bei 53m NHN ist da viel Platz. Alaaf!

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    1. So weit wird die Reise nicht gehen. Neuseeland ist fast so groß wie Deutschland und hat nur fünf Millionen Einwohner. Da ist noch viel Platz. Von Australien will ich gar nicht anfangen ;o)

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    2. Wenn die Polynesier aber doch nach Köln kommen, dann als Klimaflüchtlinge anerkannt werden und im Karneval als sie selbst auftreten (polynesische Baströckchen und so), ist das dann noch 'Diversität' oder schon 'kulturelle Aneignung'?
      Ich frage für einen Freund.

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    3. Rosenmontag ist im Februar. Einen Auftritt im Baströckchen werden sie nicht durchhalten ;o)

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