Montag, 24. Januar 2022

Bonetti erklärt der Welt den Krieg

 

Blogstuff 668

„Einen Angriff auf Hesse gelesen, wegen seiner Milde – die edelsten Menschen werden jetzt von Schreibkulis angepöbelt.“ (Stefan Zweig: Tagebücher)

Investigativer Journalismus exklusiv: Das Bundesamt für Textanalyse und Satzbaugewerbe ist eine Tarnbehörde einer anderen Behörde. Mehr sag ich nicht.

Vor zehn Jahren habe ich zuletzt in einem Flugzeug gesessen. Berlin – Zürich, dann weiter mit Zug und Bus nach Bergün in Graubünden. Eine Woche später fuhr ich mit dem Freund, mit dem ich dort Urlaub machte, in seinem Wagen zurück nach Schweppenhausen, wo ich noch ein paar Tage blieb. Ich würde gerne mal wieder einen Flughafen besuchen, mich einfach auf eine Bank setzen, den genervten Leuten zuschauen und an der Bar einen Gin Tonic trinken.

Wann kommt der Tag, an dem auf Deutschlands Straßen mehr Stromfresser als Spritfresser unterwegs sein werden? 2035? Später?

Der Kampfmittelräumdienst hat gestern die verstopfte Toilette in der Villa Bonetti entschärft. Der 250kg-Kotpfropfen konnte erfolgreich entfernt werden. Hunderte von Anwohnern mussten evakuiert werden.

Das Verhalten der Querdenker bei ihren Demonstrationen erinnert mich an schwarze Magie und Hexenglauben im Mittelalter. Beim sogenannten Schadenzauber nimmt man ein Bild der Person, die durch Zauberei geschädigt werden soll, und schießt Pfeile darauf ab oder zerstört es. So laufen die Querdullies mit Plakaten herum, die Virologen und Politiker in Gefängniskleidung zeigen. Oder Merkel am Galgen.

Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Der unbekannte Autor von einem Dutzend Ladenhütern schreibt gerade an einem Theaterstück über die Kartoffelkäferplage in der Nachkriegszeit. Für die Rolle des verzweifelten Kartoffelbauern ist Christian Ulmen vorgesehen.

Wir schicken den Afrikanern keinen Impfstoff, sie schicken uns im Gegenzug neue Corona-Varianten. Das gefällt mir. Wir ersticken an unserem eigenen Geiz.

Ich habe für 20.000 Euro die Rollschuhe von Nelson Mandela ersteigert. In zwanzig Jahren sind sie 100.000 wert. Das ist meine Altersvorsorge.

Es gibt nicht nur Spitzenpolitiker und Spitzensportler, sondern auch Spitzenblogger. Sie kennen alle seinen Namen.

Wäre ein Krieg mit Russland nicht wunderbar? Dann könnten wir auf die Pandemie zurückblicken und sagen: "Weißt du noch, damals mit Corona? Das waren schöne Zeiten."

Als mir das wunderbare Wortspiel „Chickeria“ einfiel, ahnte ich schon, dass ich nicht der Erste sein würde. Aber es hat mich erschüttert, dass die nächste Chickeria in Bad Kreuznach ist, also in meinem Landkreis.

Yello - Homer Hossa - YouTube

 

Kunst im Hunsrück.

3 Kommentare:

  1. Wo genau steht denn das volkstümliche Werk?

    AntwortenLöschen
  2. Gußtechnisch stellt diese Form durchaus eine Herausforderung dar.
    Und das ist Bronzeguß.
    Damit das flüssige Metall schön in die rel. dünnen Kanäle, welche die Handtaschenriemen darstellen oder in den langen und dünnen ( schwierig ! ) Regenschirmstock reinläuft !
    Auch wenn die Figur als solches, die eigentliche Kunst sozusagen, nicht gerade....
    Na ja, geht schon.
    Also am Gießer lag es nicht !! Hut ab.

    AntwortenLöschen