Donnerstag, 16. Dezember 2021

Wie alles anfing


Andy Bonetti wurde am 14.8.1966 in Wichtelbach geboren. Er war das uneheliche Kind eines Ananasbauern und einer Köchin. Er hatte zwei Halbschwestern und vier Halbbrüder. Trotz des Reichtums seiner Familie (sein Vater hatte nicht nur mit dem Siegeszug der Pizza Hawaii viel Geld verdient, sondern besaß auch noch eine Lottoannahmestelle und eine Änderungsschneiderei) kam er in der Dorfschule in Kontakt mit einfachen Menschen. Dort wurde er oft gehänselt, weil er als Bastard auf die Welt gekommen war. Bonetti beschloss, fortan die Armen zu verachten und ihnen möglichst viel Geld abzuknöpfen. Er wollte Unternehmer werden und noch reicher als sein Vater.

1987 begann Bonetti ein BWL-Studium an der Fachhochschule Simmern. Er gehörte der Studentenvereinigung „Dornige Chancen“ an und begann, sich für Ausbeutung und Steuerhinterziehung zu interessieren. 1989 nahm er an ersten militanten Aktionen gegen Dritte-Welt-Läden, makrobiotische Bäckereien und die Essenausgabe der Heilsarmee am Bahnhof teil. In dieser Zeit lernte er die Untergrund-Neoliberale Ute Flick kennen, die alle nur Zaster-Lola nannten. Zwei Jahre später unterschrieben die beiden Verliebten einen dreißig Seiten langen Ehevertrag.



1996 promovierte er über Milton Friedman und sein segensreiches Wirken in Chile unter der Herrschaft von General Pinochet. Danach eröffnete er eine Leiharbeitsfirma in Bad Kreuznach, war damit aber nicht erfolgreich. Die meisten seiner Leiharbeiter vermittelte er nach Katar, keiner von ihnen kehrte zurück. Also wandte er sich wieder dem militanten Widerstand zu. Gemeinsam mit drei Genossen stürmte er am 9.9.1999 die Raiffeisenbank in Idar-Oberstein. Der Angriff scheiterte, sie erbeuteten lediglich einige Säcke Düngemittel. Bonetti floh nach Luxemburg und wurde in Abwesenheit zu fünfzehn Jahren Zuchthaus verurteilt.

Hier lernte er Che Pralinski kennen, der zu seinem treusten Kampfgefährten werden sollte. Sie bildeten eine schlagkräftige Guerillatruppe, die bald über hundert Mann und eine Frau zählte. Im Sommer 2001 überschritten sie die Grenze und schlugen im Pfälzer Wald ihr Lager auf. Drei Jahre später starteten sie ihren Angriff auf Batista Media. Es gelang ihnen, die Unternehmenszentrale zu besetzen. Batista ging ins hessische Exil. Das Unternehmen wurde in Bonetti Media umbenannt, Che Pralinski wurde Bonettis Chauffeur und die Guerilleros als Praktikanten eingestellt. So begann der unaufhaltsame Aufstieg des weltberühmten Medientycoons.     

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Bonetti beschwört den Geist des Profits. Nicht im Bild: die unsichtbare Hand des Markts.

6 Kommentare:

  1. „Lügen haben kurze Beine, aber die Lüge hat ein kurzes Bein“

    — Ernst Röhm

    Anspielung auf Joseph Goebbels, der einen Klumpfuß hatte (zitiert nach Tschirschky: Erinnerungen eines Hochverräters, S. 137 books.google https://books.google.de/books?id=5l8bAAAAMAAJ&q=l%C3%BCge

    Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/133043-ernst-rohm-lugen-haben-kurze-beine-aber-die-luge-hat-ein-kur/

    ... 😉😆🎊🙋‍♀️

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  2. Na ja, die unsichtbare Hand des Marktes ist schon im Bild, aber wieder Name schon sagt..

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  3. Bonetti ist eben knallhart.
    Aber langfristig ist , wie die Chicago - Boys sagen, auch er tot .

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  4. .....ich vermisse den "Abgriff" von EU-Geldern.......

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